26.06.14 15:17 Uhr
 8.043
 

USA/Detroit: 300.000 Bürgern wird das Wasser abgestellt

Detroit war einmal eine wichtige Industriemetropole in den Vereinigten Staaten. Heute leben aufgrund der Massenarbeitslosigkeit, hoher Kriminalitätsrate und dem Anstieg der Tötungen durch Mord oder Notwehr nur noch 700.000 Menschen in der Stadt, 1959 waren es noch 1,8 Millionen. Dieser Abstieg ist noch nicht zu Ende.

Die "Detroit Water Brigade" will bis zu diesem Sommer über 300.000 Menschen, fast die halbe Stadtbevölkerung, das Wasser abstellen. Tausende betrifft diese Maßnahme jetzt schon und sie haben keinen Zugang mehr zum Wasser. Der Grund sind ausstehende Zahlungen von 118 Millionen Dollar.

Die Bevölkerung hat bereits einen Hilferuf an die Stadtverwaltung und die US-Regierung geschickt, doch auf diesen wurde nicht reagiert. Nun haben die Betroffenen ein Hilfsantrag an die Vereinten Nationen (UN) gestellt. Diese Umstände werden wohl noch weitere dazu animieren, die Stadt zu verlassen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Wasser, Bevölkerung, Zugang, Detroit
Quelle: gegenfrage.com
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.06.2014 15:27 Uhr von NoPq
 
+9 | -44
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
26.06.2014 15:38 Uhr von knuggels
 
+81 | -4
 
ANZEIGEN
Das ist nicht lustig. Wasser ist ein Grundrecht des Menschen.
Kommentar ansehen
26.06.2014 15:46 Uhr von Yoshi_87
 
+88 | -2
 
ANZEIGEN
Wasser ein Grundrecht? Sag das mal dem Chef von Nestle.

Die USA mutiert stellenweise zur dritten Welt. Andernorts hat da jeder einen Pool im Garten. Traurig das Ganze.
Kommentar ansehen
26.06.2014 16:13 Uhr von Big-E305
 
+17 | -12
 
ANZEIGEN
die könnten ja anfangen ihr ergaunertes öl zu trinken, usa sorgt ja dafür, dass dass aufjedenfall immer fleissig fliesst...was für ein land
Kommentar ansehen
26.06.2014 16:32 Uhr von Ich_denke_erst
 
+17 | -38
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
26.06.2014 16:33 Uhr von Phyra
 
+9 | -5
 
ANZEIGEN
@knuggels
ja ist es, und sie koennen ja gerne mit eimern zum naechsten fluss und sich wasser holen.
Aber infrastruktur zur wasserbefoerderung, arbeiter in reinigung, verwaltung, reperatur etc, versicherungen, grundstuecke, foerderung und vieles vieles mehr kostet nunmal viel geld und demnach muss uach geld fuer wasser gezahlt werden welches nach hause geliefert wird.

Aber wenn alle mitarbeiter der wasserunternehmen auf ihr gehalt verzichten, und die restlichen kosten von der allgemeinheit uebernommen werden, dann kann man ja nochmal drueber reden ;)
Kommentar ansehen
26.06.2014 17:01 Uhr von kuno14
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
watergate?
Kommentar ansehen
26.06.2014 17:57 Uhr von Floppy77
 
+38 | -1
 
ANZEIGEN
Mexiko sollte den Zaun an der Grenze zu den USA verstärken, bald werden die armen Leute von dort in Mexiko einfallen und die Kanadier täten auch gut daran.

[ nachträglich editiert von Floppy77 ]
Kommentar ansehen
26.06.2014 19:49 Uhr von GaiusBaltar
 
+18 | -2
 
ANZEIGEN
Das "A" in USA steht wohl eindeutig für "Antisocial".
Aber wer braucht denn auch Wasser, wenn er dafür schöne große Bomben hat.
Kommentar ansehen
26.06.2014 20:38 Uhr von Atheistos
 
+5 | -5
 
ANZEIGEN
Es ist nun mal so, dass dort der Bund nicht für die Länder und Städte aufkommt.
Wäre es hier ebenso, gäbe es in Berlin wohl auch kein Wasser mehr für lau. Soweit ich es mitbekommen habe, baut Berlin auch mitunter die meisten Opern, Museen und nicht zu vergessen einen sündhaft teuren Flughafen. Wohl wissend, dass der Länderfinanzausgleich es schon richten wird.

Ich persönlich, bin ja eher für ordentliches Haushalten und Kosten so wenig wie möglich zu sozialisieren.

In Detroit leben mehr als 83% Farbige, dazu herrscht dort noch eine ungemein hohe Kriminalität, wer will da schon freiwillig helfen?
Kommentar ansehen
26.06.2014 22:51 Uhr von Garstl
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Gutes Beispiel gegen vollkommene Privatisierung.
Einige wenige haben alles und für viele bleibt im Extremfall nur die Wüste.So richtig gekracht hat es momentan noch nicht , wo soll denn die aktuelle Situation sich zum positiven drehn,bleibt nur zu hoffen , dass Europa sich nicht auf jeden Dreck einlässt, bei ihrer Verbrüderung mit den USA.

[ nachträglich editiert von Garstl ]
Kommentar ansehen
26.06.2014 23:08 Uhr von Schmollschwund
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
Ja, da kann man nur die Worte des Nestle Chefs Zitiren: "Die Menschen sollten wissen, das Wasser einen Wert hat"

Ironie: Klar, den Wert stellt man ja auch nur über´s Geld fest. Weil jemand verdurstet hat er noch nicht gemerkt, dass Wasser eventuell enorm wichtig sein kann.

200.000 für´s Wasser zahlen und mit dem gleichen Wasser 180 Millionen verdienen und zusehen, wie die Nachbarn langsam verdursten....wunderbare WerteGesellschaft
Kommentar ansehen
26.06.2014 23:55 Uhr von Buck-Ofama
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
Widerliches Land, scheißen auf das eigene Volk und spielen sich auf wie die Weltretter während die Reichen das Volk bis auf die Unterhose ausplündern.


Familien das Wasser abdrehen weil sie keinen Job und Einkommen haben, während der Staat pausenlos Öl-Kriege führt auf Kosten der Steuerzahler, ist schlimmer als jede Diktatur.

Wenn die herrschende Elite nicht bald ausgerottet wird mit Stumof und Stiel steht den Amerikanern noch das schlimmte bevor.
Kommentar ansehen
27.06.2014 00:22 Uhr von Frank_E_Meyer
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
Nur zur Erinnerung. In Deutschland wurden in den letzten fünf Jahren in mehr als 4294 Haushalten das Wasser abgesperrt.
Von den Wasser-Absperrungen und Zwangsräumungen sind insbesondere Menschen mit geringem Einkommen betroffen, die sich die immer teurer werdenden Wohn- und Mietkosten nicht mehr leisten können.
(Quelle:http://www.bundespresseportal.de/...)
Die USA ist nicht so weit weg wie manch einer Denkt.

[ nachträglich editiert von Frank_E_Meyer ]
Kommentar ansehen
27.06.2014 02:03 Uhr von Buck-Ofama
 
+12 | -2
 
ANZEIGEN
"Nur zur Erinnerung. In Deutschland wurden in den letzten fünf Jahren in mehr als 4294 Haushalten das Wasser abgesperrt."

Vergleich mal, Deutschland ca 100 millionen Einwohner in 5 JAHREN 5000 , Detroid zur Zeit 700 000 Einwohner und knapp der Hälfte soll das Wasser abgedreht werden, ich glaube kaum das soetwas auch nur ANSATZWEISE in Deutschland möglich wäre und die USA gilt als reichstes Land der Erde.
In Deutschland hat JEDER Bürger anrecht auf Grundsicherung, in den USA fällt man schon nach kürzester Zeit aus den sozialleistunen heraus.
Stell dir vor du hast 40 Jahre schlecht bezahlt gearbeitet, bist ende 50 und wirst entlassen , die meisten haben keine Vorstellung davon wie schnell so eine Person sich in einem Zelt oder unter der Brücke widerfindet einfach ausgespuckt von dem US System welches arme Menschen immer ärmer macht um reiche immer höhere profite zu ermöglichen.
Kommentar ansehen
27.06.2014 03:04 Uhr von learchos
 
+13 | -1
 
ANZEIGEN
@ Ich_denke_erst
Du solltest wirklich das tun was dein Name aussagt.
Google mal nach Detroit und befasse dich mit der Geschichte und der momentanen Entwicklung dort. Die Stadt verwaist. Es gibt so gut wie keine Geschäfte mehr. Die Menschen tun sich zusammen und bauen mittlerweile ihr eigenes Gemüse an, in riesigen Gartenanlagen die früher Parks waren oder einfach nur freie Flächen. Die grundlegende Versorgung mit Strom und Wasser ist nicht mehr gegeben. Keine Strassenbeleuchtung mehr, keine Reparaturen von Gebäuden oder Strassen. Nichts wird gemacht weil die Stadt stirbt und die Menschen werden einfach ihren Schicksal überlassen. Und das mitten in einem Land, das sich Zivilisiert nennt und anderen Menschen seine Art von Demokratie einbleuen will.
Ich weiß das deshalb, weil ein Kollege aus Detroit stammt und mir jedes mal mit Tränen in den Augen erzählt wie die neuste Entwicklung dort ist.
Also erst denken, dann was sagen daß auch aussagenkräftig ist.
Kommentar ansehen
27.06.2014 10:09 Uhr von RycoDePsyco
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
So sieht es Weltweit aus wenn kein Öl mehr da ist.

Nur noch viel schlimmer.
Kommentar ansehen
27.06.2014 11:30 Uhr von Lornsen
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
53% der Kongressabgeordneten sind Millionäre. der Rest wird wohl kaum merklich darunter liegen.
Kommentar ansehen
27.06.2014 13:30 Uhr von ACEpas
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
3rd World Problems in der "Greatest Nation of the World". Erbärmlich. Die sollen mal ihren act together kriegen...
Kommentar ansehen
27.06.2014 16:43 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Auch wenn´s mir für die Bewohner leid tut, aber ich phantasiere grad:

Eine ganze Stadt, ausgestorben. Überwucherte Straßen, marode-, teils bereits eingestürzte Gebäude, geborstene Scheiben. Vergilbte Werbeplakate, Neonreklame die nur noch in der Erinnerung ihr leuchten entfalten.

Tiere laufen über den aufgebrochenen Rest Asphalt von einer Straßenseite zur anderen. Immer wieder ungewohnte Laute, aber auch Stille mitten in der Stadt. Die Ungewissheit was hinter der nächsten Ecke wartet. Die Suche nach was brauchbarem, stöbern in ehemals bewohnten Häusern, wenn nun nur noch ein Toter wieder auf stehen könnte... ;)

[ nachträglich editiert von Schmollschwund ]
Kommentar ansehen
27.06.2014 22:12 Uhr von grandmasterchef
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Hat was von RoboCop. Da waren die auch kurz vor der Pleite und die Polizei wurde mehr oder weniger von nem Konzern bezahlt.
Kommentar ansehen
28.06.2014 08:03 Uhr von :raven:
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Jeder Fünfte in den USA lebt von Lebensmittelkarten, ganze Stadtteile können sich kein Wasser leisten...und von so einem Land lassen wir uns wie ein Ochs am Nasenring rumschubsen!
Kommentar ansehen
03.07.2014 01:00 Uhr von Frank_E_Meyer
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Buck-Ofama
Abgesehen davon das wir in Deutschland "nur" 81,89 Millionen (2012) sind stimme ich dir zu das die 4294 Haushalte hier dagegen wie Peanuts wirken.
Aber wenn man eben bedenkt, das im Gegensatz zu den USA, wie du selber schreibst in "Deutschland JEDER Bürger per Gesetzt ein Anrecht auf Grundsicherung" haben sollte, finde ich diese 4294 Haushalte schon enorm viel.
Wie sähe es wohl hier aus wenn wir KEIN Gesetzt hätten und wie lange haben wir dieses Anrecht auf Grundsicherung wohl noch?
Die liberal-konservative Allianz aus Politik und Wirtschaft fordern doch immer amerikanische Verhältnisse.

[ nachträglich editiert von Frank_E_Meyer ]

Refresh |<-- <-   1-23/23   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?