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Kanada: Handyvideo überzeugte Ärzte, dass ein Schlaganfall bevorsteht

Eine Rechtsanwaltsgehilfin aus Toronto (Kanada) suchte eine Notaufnahme auf, da sie befürchtete, zwei Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten zu haben. Die Ärzte versicherten ihr, dass es sich lediglich um Stress handelte.

Die 49-jährige gab sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden und zeichnete während einer Autofahrt auftretende Symptome mit ihrem Smartphone auf. Sie spürte ein prickeln auf der linken Gesichtshälfte, nur der rechte Teil ihres Mundes "gehorchte" ihr noch.

Mit dem Videobeweis fuhr sie in ein anderes Krankenhaus, wo man ihr bestätigte, dass es sich um einen Mini-Schlaganfall handelte. Solche Anfälle seien temporär, aber ein Anzeichen, dass ein ausgewachsener Schlaganfall bevorstünde. Sie unterzog sich anschließend ambulanter Behandlung.


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WebReporter: just.mic
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Kanada, Schlaganfall, Handyvideo
Quelle: abcnews.go.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2014 13:05 Uhr von rubberduck09
 
+12 | -1
 
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So sind sie die Ärzte. Weltweit. Einer selbstdiagnose und sei sie auch noch so fundiert wird einfach nicht geglaubt da man ja damit an der Gottgleichheit der Ärzteschaft zweifelt. Sowas geht halt mal garnicht...
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23.06.2014 13:34 Uhr von perMagna
 
+2 | -10
 
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@ rubberduck09

Wie soll jemand, der nicht Medizin studiert hat, eine fundierte Diagnose stellen?

Die Dame hatte anscheinend eine vorrübergehende ischämische Attacke (TIA). Die Symptome können manchmal nur sehr kurz auftreten und sind schlecht nachzuvollziehen, wenn sie während der Untersuchung nicht vorhanden sind.
Auch mit bildgebenden Verfahren kommt man nicht besonders weit.

Also was will man machen? Möchtest du jetzt jedes Gesichtskribbeln in die Röhre schieben (was in den meisten Fällen wie gesagt nichts bringt, teuer und auch nicht praktikabel ist), mit Gerinnungshemmern und Aggregationshemmern behandeln? Viel Spaß mit den Anwälten!

Es steckt also schon etwas mehr dahinter. Wenn ich mit meinem Diesel zum Automechaniker gehe und sage: wechsel die Zündkerzen, der hat heute morgen etwas länger zum Starten gebraucht, zeigt mir auch jeder den Vogel - weils von vorne bis hinten Unsinn ist.
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23.06.2014 14:09 Uhr von Jaecko
 
+5 | -1
 
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Die hantiert also während einer Autofahrt mit nem Smartphone...
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23.06.2014 14:13 Uhr von blade31
 
+4 | -2
 
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Sie filmt sich während einer Autofahrt und fährt trotz dem Wissen das sie jederzeit einen Anfall haben und die Kontrolle über das Auto verlieren kann...

Na Prost Mahlzeit
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23.06.2014 14:24 Uhr von Komikerr
 
+6 | -0
 
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perMagna

An sich hast du recht, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch in Deutschland Ärzte bei "Selbstdiagnosen" einen iggnorieren, selbst wenn man aus dem medizinischen Bereich kommt.
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23.06.2014 14:56 Uhr von jpanse
 
+9 | -0
 
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@per Magna
Dein Diesel hat Zündkerzen? Das würde ich mal genauer untersuchen lassen ;)
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23.06.2014 15:00 Uhr von rubberduck09
 
+5 | -0
 
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@perMagna

Also eine Migräne kann ich wirklich von einem ´normalen´ Kopfweh unterscheiden. Dazu braucht es auch kein Medizinstudium. Es kommt immer drauf an _was_ man diagnostiziert.

Auch ein Knochenbruch kann vom Laien teils sehr gut fundiert diagnostiziert werden - vor allem wenn der Knochen rausschaut. Aber selbst dann glauben einem die Ärzte nicht. Das ist ein Erfahrungswert!
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23.06.2014 16:34 Uhr von perMagna
 
+0 | -1
 
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@ jpanse

Das war der Knackpunkt meiner Metapher...

@ Komikerr

Das liegt vielleicht daran, dass einem studierten Mediziner wesentlich mehr Differentialdiagnosen und Erfahrungswerte durch den Kopf gehen, als jemanden, der "aus dem Bereich kommt". Beispiel: ST-Elevation. Die allermeisten denken da sofort an Herzinfarkt, es könnte aber genauso gut ein Zeichen für eine Entzündung des Herzbeutels bzw. ein Herzaneurysma sein.
Oder "Tennisarm" bei jungen Erwachsenen. Wenn man da nicht auch ein ein Ewing-Sarkom denkt, hat man mit ein bisschen Pech seinen ersten Menschen umgebracht.

Es ist also in der Regel besser, dem Menschen zu vertrauen, der sein halbes Leben mit dem Fach verbracht hat.
Wenn man das nicht will, kann man die Behandlung ablehen, einen anderen Arzt aufsuchen oder einfach gar nicht zum Arzt gehen.
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23.06.2014 17:07 Uhr von rubberduck09
 
+2 | -0
 
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@ perMagna

Natürlich kann eine Laien-Selbstdiagnose nur in wenigen Fällen erschöpfend sein. Worauf ich aber hinauswill: Die Mediziner täten gut daran diese Diagnose als Ball aufzunehmen und damit zu arbeiten. Der Patient kommt ja nicht (ausser er ist Simulant oder Hypochonder) aus heiterem Himmel auf die Diagnose. Und als Basis für eine tiefere Diagnose taugts allemal. Das Diesel-Zündkerzen-Beispiel oben hat mehr Aussage als der Beispielgeber geben wollte. Auch damit kann ein Mechaniker arbeiten auch wenn Diesel keine ´Zündkerzen´ haben was in dem Fall evtl. nur ein verwechselter Fachbegriff ist.

Bei meinem Kopfweh hat der Mediziner auch einen Ball von mir bekommen: Migräne - also damit eine Handvoll Symptome die ich schon abgeklopft habe und die er ggf. noch verifizieren kann. Dass bei einer dauerhaften Migräne eine total andere Ursache dahinterstecken kann (bei mir z.B. hat der erhöhte Blutdruck maßgeblichen Einfluss) ist wohl auch einem Laien klar.

Der ´Kunde´ geht also in die ´Werkstatt´ und sagt: Ich habe dies und das festgestellt und wünsche mir Behebung/Besserung. Warum muss man an der Stelle dann so arogant sein und das einfach abschmettern?

Im Falle eines vermuteten Schlaganfalls ist so eine Aroganz nicht nur unangebracht sondern lebensgefährlich!

Autovergleich: Kunde kommt zum Pannendienst und meint: Karre springt nicht mehr an, ich glaube Benzin ist alle. Ist die Diagnose dann auf jedem fall falsch? Nein - es gibt eine Aussage ´Springt nicht an´ und eine vermutete Diagnose ´Benzin alle´. Es könnte aber auch eine verschmorte Leitung zur Spritpumpe sein, eine Sicherung geflogen, Pumpe kaputt, Zündung, etc...
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23.06.2014 17:07 Uhr von Komikerr
 
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perManga,

dann drück ich mich ein wenig verständlicher aus.

Fakt war damals ( ich möchte betonen, das war mein vorletzer Zusammenstoss mit Ärzten, der letzte war noch schlimmer ): Die aufgetretene Symptomatik der Erkrankung verlief absolut nach Lehrbuch.
Mit dieser Symptomatik ist man mehrmals zum Hausarzt gegangen, hat ihm erklärt und auf Berufung bezüglich medizinisch fundierten Wissen den Arzt mehrfach gebeten und irgendwann angebettelt, "bitte sorgen sie für eine Untersuchung des betroffenen Organes".
Nach knapp 3 Monaten des massiven Nervens unserer Seite hat der Arzt einfach nur damit man Ruhe gibt, das betroffenen Organg untersuchen lassen.
Jackpot gezogen, ich hatte Recht.
Und die absolute Krönung des Ganzen war, der Arzt starb ein dreiviertel oder Jahr später an der gleichen Erkranung.

Ein studierter Mediziner ist naturlich weitaus versierter als ne Examinierte, aber das gibt keinem Arzt das Recht, zu einem die Symptomatik ausser Acht zu lassen und zum anderen sich eigentlich zu Weigern für die Diagnostik wichtige Untersuchungen zu veranlassen.
Denn nen Pschyrembel kann jeder mal in die Hand nehmen und dort nachschlagen
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24.06.2014 07:48 Uhr von Morf
 
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Ich sehe das so und an der Stelle haben zumindest die stoischen Altmediziner Nachholbedarf.

Um die Metapher von oben abzuwandeln:
Der Patient hat sich dank Internet in ein Auto mit Fehlerspeicher verwandelt. Er kann natürlich immer nur Teilaspekte des eigentlichen Problems erfassen, aber die Tatsache, dass viele schon früh anfangen sich ernsthaft mit Symptomen auseinander zu setzen und diese dokumentieren kann nur gut sein.

Mein Hausarzt erkennt das glücklicher Weise an und gehört zu den Medizinern die froh sind wenn man dem Patienten auf Augenhöhe erklären kann was los ist ohne gleich mit Latein um sich zu werfen. Er gibt dann auch Gründe an, wieso etwas ist wie es ist oder auch nicht, sowie Infos worauf zu achten wäre.

Leider habe ich eben auch schon das Gegenteil erlebt und die HNO Ärztin hat erst beim 2. Anlauf geglaubt dass ich einen Hörsturz habe (alternierende Intensität) und was mir in Punkto Heilung gut tut und was nicht musste ich leider komplett im Selbstversuch rausfinden.

Ich denke Ärzte sollten das als Chance begreifen, da ein verständiger Patient auch besser mitarbeitet. Natürlich nur sofern er sich ernst genommen fühlt.

Und ja, als jemand der gut mit Computern kann (neue Metapher) und deswegen oft die "Probleme" der anderen lösen muss, kann ich mir vorstellen, dass es nicht immer einfach ist alles ernst zu nehmen...

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