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Wegen Umschulung: Arbeitsloser Schauspielerin wurde das Hartz-IV-Geld gestrichen

Weil eine arbeitslose Berliner Schauspielerin kein Leben mit Hartz IV mehr wollte und im vergangenen Jahr eine Ausbildung zur Logopädin begann, wurde ihr nun vom Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg angekündigt, dass sie ab August keine Bezüge mehr erhalte.

Erst wenn die Ausbildung, die von den Eltern der Frau mit 23.400 Euro finanziert wird, wieder abgebrochen wird, kann die arbeitslose Schauspielerin wieder Hartz-IV-Geld bekommen.

Frauke Wille, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit, sagte, dass solch eine Ausbildung nicht vorgesehen sei und das Amt sich an Gesetze halten müsse.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Hartz IV, Arbeitsloser, Umschulung
Quelle: bild.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.06.2014 09:57 Uhr von blade31
 
+6 | -42
 
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18.06.2014 10:00 Uhr von HumancentiPad
 
+38 | -6
 
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Soll das ein Scherz sein?
Die haben wohl nicht verstanden das ein ausgebildeter Mensch eher Arbeit bekommt und somit dem Staat nicht auf der Tasche liegt.
Ab zum Anwalt und klagen....!
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18.06.2014 10:04 Uhr von VT87
 
+31 | -1
 
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Es ist wirklich unsinnig, dass die Unterstützung solchen Menschen nicht gewährt wird... Denen ist lieber, dass sie den Rest Ihres Lebens auf H4 Zuhause hockt, als sie während einer Umschulung für ein paar Jahre zu unterstützen...
Für sinnfreie ABM ist aber immer Geld da...

Für sowas muss definitiv das Gesetz geändert werden. Oder eine neue Grundsicherung für notwendige Umschüler eingeführt werden.
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18.06.2014 10:07 Uhr von Mankind3
 
+19 | -5
 
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@BastB

Nur hätte das Jobcenter das wohl nicht gezahlt...da geh ich jede Wette ein.
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18.06.2014 10:10 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
+2 | -3
 
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Ich denke das lässt sich nur über Bafög lösen.
Wenn das Amt das zulässt haben sie bald alle Studenten an der Backe.
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18.06.2014 10:12 Uhr von Maedy
 
+10 | -2
 
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Das ist das mit *Fordern aber nicht Fördern*,was immer mehr beklagt wird...
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18.06.2014 10:38 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -7
 
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Das mit der Ausbildung ist doch völlig für die Katz´.
Das Arbeitsamt zahlt 100 Arbeitslosen eine Ausbildung, von denen danach 0 (Null) deshalb einen Job bekamen. Die Arbeitsämter haben das deshalb alles heruntergestrichen - und zahlen nur noch wenn eine echte Chance besteht.
Als umgeschulte Logopädin hat sie doch auch keine Chance.
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18.06.2014 10:54 Uhr von MR.Minus
 
+4 | -4
 
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die ist dumm sie hätte das nicht melden müssen, natürlich streicht das amt das geld wen sie sowas hören, man ist als harzer in der weiterbildung nicht mehr auf dem arbeitsmarkt verfügbar, ich hätte das amt so lange hingehalten bis ich mit der ausbildung fertig bin.
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18.06.2014 10:56 Uhr von syndikatM
 
+11 | -0
 
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wer hat denn von euch während eurer ausbildung hartz IV bezogen?
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18.06.2014 10:58 Uhr von MR.Minus
 
+2 | -1
 
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@BastB

es kommt auf den amt an wens zu teuer ist zahlen die gar nichts und erzählen dir das du dich weiter bewerben solls, wen du es selber finanzierst sagen die das hartz4 geld wird dan eingestellt.
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18.06.2014 11:08 Uhr von MR.Minus
 
+3 | -6
 
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leute die arbeiten wollen werden nicht unterstützt, aber die langzeitarbeitslosen die nicht arbeiten wollen, werden vom amt viele bildungsgutscheine in die hand gedrückt. So läufts in de.
Ich habs selbst erlebt.
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18.06.2014 11:30 Uhr von majorpain
 
+2 | -2
 
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Kumpel kam der Arzt mit 35 das er seinen Job nichtmehr durchführen sollte das er bis in 5 Jahren sonst im Rollstuhl sitzen würde.
Er machte eine neue Ausbildung er bekam auch kein Harz4 und keine Aufstockung.

So ist Deutschland.

Mein Wahlspruch.

Du bist Deutschland du bist Harz4.

Manche geht es viele Jahre gut aber wehe es kommt was dazwischen dann wird ganz anderst gedacht.
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18.06.2014 11:34 Uhr von SilentPain
 
+4 | -2
 
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"Erst wenn die Ausbildung, die von den Eltern der Frau mit 23.400 Euro finanziert wird, wieder abgebrochen wird, kann die arbeitslose Schauspielerin wieder Hartz-IV-Geld bekommen."

das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - welch absurde, hirnverbrannte...
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18.06.2014 11:55 Uhr von majorpain
 
+2 | -1
 
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JA aber in diesem Zeitpunkt hat sie ja Arbeit. Also kein H4. Das gleiche wenn man eine 2 Ausbildung macht gibt es auch nicht. Andere Frage was aufzahlen angeht das weis ich nicht meine bei 8,19 € in einer Zeitarbeit für 1200 € Brutto da kommt auch nett viel mehr raus als bei einer Ausbildung.
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18.06.2014 12:59 Uhr von Atheistos
 
+4 | -5
 
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Man kann doch nicht einfach eine Ausbildung beginnen und gleichzeitig Hartz-IV beziehen. Außerdem ist die Dame nicht mehr bedürftig, wenn sie von ihren Eltern 23.000 € erhält.

Der normale ALG II Empfänger muss sich ja bereits bei kleinsten Geschenken aus der Familie rechtfertigen und das wird zum Teil angerechnet.

Und dann noch das Alter beachten. Ob sie im Anschluss einen Job erhält und dann für wie lange, ist auch fraglich.

Am besten bei den Eltern einquartieren und sich dort mitversorgen lassen, bis die Ausbildung zu Ende ist, aber doch bitte nicht die Allgemeinheit in alles reinziehen.
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18.06.2014 13:05 Uhr von sooma
 
+3 | -3
 
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Erst Schauspielerin, dann Logopädin... Solche Lebensvorstellungen muss sie sich halt - wie alle anderen auch - selbst finanzieren.

"Die Inanspruchnahme von Hartz IV für Auszubildende, Schüler und Studenten kommt grundsätzlich deshalb nicht in Betracht, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen und somit nicht vermittelbar sind. Die Vermittelbarkeit des Hartz IV-Empfängers ist aber anspruchsbegründende Voraussetzung für den Leistungsbezug nach dem SGB II.

Darüber hinaus schreibt § 7 Abs. 5 SGB II vor, dass Auszubildende, die eine Ausbildung absolvieren, die dem Grunde nach mit dem BAföG oder der Berufsausbildungsbeihilfe (Ausbildungsgeld bei Auszubildenden mit Behinderung) förderungsfähig sind, keinen Anspruch auf Hartz IV haben. In erster Linie bezieht sich der Leistungsausschluss nur auf die Regelleistung zur Deckung der Lebenshaltungskosten. Leistungen zur Deckung der Unterkunftskosten sowie zur Deckung von Sonderbedarfen werden dagegen in Ausnahmefällen erbracht."

http://www.hartziv.org/...

Hätte Frau Schlau aber auch vorher selbst herausfinden können.
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18.06.2014 13:06 Uhr von MR.Minus
 
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wer gibt mir minuse ?? Wahrheit tut weh gell! XD
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18.06.2014 13:10 Uhr von ms1889
 
+3 | -3
 
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jo..nenn 400 euro job, wo dann der staat weiter ihr geld zahlt...wird finanziert...da sieht man wie kuzfristig und unseriös die harz4 gesetze sind.

ich frage mich eh warum der deutsche staat seine bürger in armut haben will...weil was anderes fördert harz4 nicht, ausser ebend armut (arm ist auch der mensch, der von seinem lohn nicht durchschnittlich leben kann)

und meines wissens, zahlt das amt in deutschland keine ausbildung/umschulung die eine höhere qualifikation hat, wie die die man hat.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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18.06.2014 14:17 Uhr von h3adsh0t
 
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Gesetzlich sind alle, die älter als 27 sind, beruflich da gefangen wo sie sind. denn eine Umschulung/Ausbildung ist dur die Hintertür, das man von der entlohnung der Ausbildung seinen Unterhalt finanzieren soll (und KEINEN anspruch auf unterstützendes Hartz), schlichtweg nicht möglich.
Ich habe schon öfters erwähnt, das eine vollbeschäftigung gar nicht das ziel der Politik ist , sondern "Divide et empire". Wo kämen wir auch hin , wenn sich "beruflich gescheiterte/umorientierungswillige(bedürftige)" sich durch eine ausbildung aus den Fängen des SanktionsCenters befreit?
ich habe wohl noch so um die 25-30 jahre arbeitskraft zu bieten, würde diese zeit auch gerne sinnvoll nutzen, statt helferjobs zu machen und von lohnzettel zu lohnzettel zu ackern, damit sich der arbeitgeber urlaub, neues auto/boot/nutte und derlei leisten kann...
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18.06.2014 15:02 Uhr von Marco Werner
 
+0 | -2
 
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Das ganze klingt für mich nach einer Trotzreaktion des Amtes. Frei nach dem Motto "Wenn wir es nicht ausgeheckt haben,dann soll sie diese Ausbildung gefälligst auch nicht machen,sonst kriegt sie keine Kohle mehr!". Der Hohn an der Sache: Bezahl das Amt diese Ausbildung (was wohl eher eine Umschulung sein dürfte),dann ist die Weiterzahlung von ALG2 kein Problem.
Aber es zeigt mal wieder eins: Ganz offensichtlich ist es nicht erwünscht,wenn sich ein ALG2-Bezieher selbst aus seiner Misere befreien will.

@ThomasHambrecht
Daß die Jobchancen als Logopädin recht gering sind,ist schon wieder eine ganz andere Sache. Die Chancen sind bei den vielen "Crashkursberufen", in welches die Jobcenter die Leute "schult",übrigens auch nicht höher(Staplerfahrer usw). Genau DIESE Kurse wurden übrigens nur geringfügig gekürzt,weil sie recht billig sind und viele Leute kurzfristig aus der Statistik rausbringen.

@SyndikatM
Daß die Ausbildung den Auszubildenen Geld kostet,deutet eher auf eine Umschulung hin (die liegen finanziell etwa in dem Rahmen). ALG2 schließt sich aber nur bei klassischen Ausbildungen aus.

@Atheistos
Das Geld ist ja zweckgebunden,d.h. keine Ausbildung-->keine Kohle. Sie hat das Geld also mit Sicherheit nicht zum Verjubeln bekommen.
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18.06.2014 16:28 Uhr von fox.news
 
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ich habe so etwas ähnliches auch erlebt. meine Schwester wollte nach dem abgeschlossenen Studium nach eine Promotion nachfolgen lassen, dies scheiterte aber an der Unterstützung des Amtes.

aber: ein sinnfreies "Bewerbungstraining", für das der damalige Ausrichter sicher ebenfalls nicht wenig Geld bekommen hat, drückte man ihr dann noch aufs Auge.
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18.06.2014 16:54 Uhr von Marco Werner
 
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@Lamor200
Warum bezahlt denn der Steuerzahler Gabelstaplerkurse für Leute,die nicht mal ein Fahrrad geradeaus fahren können,geschweigedenn einen Führerschein haben ? Warum zahlt er Officekurse für Leute,die weder lesen noch schreiben können ? Warum zahlt er Kurse,in denen schwerste Alkoholiker an Kreissägen und Bohrmaschinen gelassen werden ? Warum zahlt er CNC-Fortbildungen,obwohl bekannt ist,daß die einzige CNC-Maschine des Maßnahmeträgers seit vielen Jahren defekt ist ? Warum zahlt er Umschulungen im Wert eines Mittelklassewagens,obwohl bekannt ist,daß der Maßnahmeträger nichtmal einen Rahmenlehrplan auf die Reihe bringt ? Das klingt übertrieben ? Nun,genau diese Sachen habe ich bereits bei Maßnahmeträgern mit ansehen dürfen. Du siehst,daß die Kohle noch immer mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen wird. Was würde denn dem Staat für ein *Nachteil* entstehen,wenn man der Frau ihr ALG2 weiterzahlen würde,wenn die einzige "sichere" Alternative der reguläre ALG2-Bezug wäre ? Wenn das Amt diese Ausbildung/Umschulung ausgeheckt hätte, ginge es ja schließlich auch.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
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18.06.2014 17:08 Uhr von perMagna