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BGH-Urteil: Auch ohne Helm haben Radfahrer Anspruch auf vollen Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat heute ein wohl wegweisendes Urteil zum Thema Helmpflicht für Fahrradfahrer gefällt.

Die Richter befanden, dass Radfahrer auch ein Recht auf vollen Schadensersatz haben, wenn sie bei einem unverschuldeten Unfall keinen Helm getragen haben.

Der Fahrradfahrer-Verband ADFC begrüßte dieses Urteil: "Dass man mit dem Kopf aufs Pflaster knallt, verhindert auch kein Helm".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Schadensersatz, Radfahrer, BGH, Anspruch, Helm
Quelle: huffingtonpost.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.06.2014 12:52 Uhr von syndikatM
 
+6 | -15
 
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ein helm ist unnütz. beim autofahren passieren mehr unfälle, als auch mehr tödliche unfälle. sollen doch autofahrer helme tragen.
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17.06.2014 13:05 Uhr von Johnny Cache
 
+9 | -2
 
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Ein anderes Urteil hätte mit unseren Gesetzen gar nicht kommen können. Es ist mir immer wieder ein Rätsel warum immer wieder in Revision gegangen wird obwohl die Lage eindeutig ist.
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17.06.2014 13:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -2
 
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Wie ich vorab schon gesagt habe, wäre ein anderes Urteil eine Farce gewesen. Wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist einen Helm zu tragen, sollte es auch keine Teilschuld geben.

"aber ein Helm vermindert die Schwere der Verletzungen"

Er kann sie unter Umständen vermindern, nicht grundsätzlich.

Schau dir mal die Test an, wie die Helm nach der Norm geprüft werden.
Mit 5kg Gewicht und aus 110-150cm Höhe wird geprüft. Natürlich nur der vertikale Fall. Dabei sind 250 G erlaubt! Und der Helm darf brechen.

Sobald eine zusätzliche Bewegung dazu kommt, die ja beim Fahrradfahren nicht unüblich ist, helfen diese Schaumstoff-Dinger eh nichts mehr.

Wer also im Stand gerade nach unten fällt oder bei sehr geringen Geschwindigkeiten einen Unfall hat, ist durch den Helm halbwegs geschützt. Dabei muss er aber viel Glück haben, dass er richtig auf den Helm fällt.


Das Urteil freut mich im Sinne der Versicherungen sehr, die sich trotz klarer Gesetzeslage immer aus ihrer Verantwortung stehlen möchten.
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17.06.2014 14:35 Uhr von Niels Bohr
 
+4 | -2
 
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Ich muß Jolly.Roger hier voll zustimmen.
Ein Fahrradhelm ist nur in einem begrenzten Rahmen hilfreich. Wenn ich mit der Unterseite des Kopfes irgendwo aufschlage, dann ist so ein Helm nur dafür gut, die Trümmerteile des kofes zusammenzuhalten...mehr nicht.
Einen wirksamen Schutz für den Kopf bieten dann nur Integralhelme wie beim Motorradfahren.

Die Versicherungen sollen nicht rumheulen. Immerhin bezahle ich ja auch dafür und wenn ich im Schadensfall eh keine finanzielle Unterstützung von denen bekommen, dann könnten wir die Versicherungen auch abschaffen.

Also: richtiges Urteil vom BGH *top*
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17.06.2014 15:24 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -2
 
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17.06.2014 15:43 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -0
 
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Gerechtes Urteil.
Als nächstes kommen dann die Lebensversicherungen die nur zahlen wollen wenn der Versicherte an Altersschwäche stirbt.

Das mit dem Helm ist eh nur Vorwand gewesen um weniger zahlen zu müssen. Wenn es wirklich um Verletzungen ginge dürfte man keinen Skiurlaub machen, da ist die Gefahr größer sich sämtliche Knochen zu brechen als beim Radfahren.

Wenn es nach den Versicherungen ginge müssten wir uns alle in Watte packen.
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17.06.2014 17:40 Uhr von LeoloDeluca
 
+2 | -1
 
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Diese derzeitigen Fahrradhelme nützen wenig wenn man mit dem Hinterkopf aufschlägt dann rutscht das Teil nach Vorne.
Dann lieber ohne Helm und gleich tod als mit und für immer geistig behindert.