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Physik: Die Doppelnatur von Neutrinos bleibt weiterhin rätselhaft

Sie sind sehr geheimnisvoll und gleichzeitig die am häufigsten vorkommenden Elementarteilchen: Die Rede ist von Neutrinos. Etwa 100 Billionen dieser Elementarteilchen durchqueren unseren Körper pro Sekunde mit nahezu Lichtgeschwindigkeit, ohne, dass wir davon etwas mitbekommen oder spüren können.

Gründe dafür sind kaum vorhandene Wechselwirkungen mit Materie, Neutrinos zeigen zudem keinerlei Reaktion auf magnetische oder elektrische Kräfte in ihrem Umfeld. Ein Projekt tief unter der Erde New Mexicos sollte klären, ob Neutrinos sich gegenseitig auslöschen, also ihre eigenen Antiteilchen sind.

Diese Doppelnatur könnte durch einen neutrinolosen doppelten Betazerfall nachgewiesen werden. Allerdings hat man in den vergangenen zwei Jahren keine stichhaltigen Belege für ein solches Ereignis gefunden. Die Wissenschaftler hoffen, das Rätsel um Neutrinos durch weitere Experimente lösen zu können.


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WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rätsel, Natur, Physik, Neutrino
Quelle: scinexx.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2014 20:52 Uhr von SpankyHam
 
+2 | -20
 
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09.06.2014 22:42 Uhr von HackFleisch
 
+7 | -0
 
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Interessant
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10.06.2014 01:25 Uhr von Shifter
 
+0 | -1
 
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das is aber keine news
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10.06.2014 01:51 Uhr von Phyra
 
+5 | -0
 
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ausnahmmsweise mal eine wissenschaftsnews die sich angenehm lesen laesst, topp.
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17.06.2015 23:08 Uhr von G-H-Gerger
 
+0 | -0
 
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Eine Arbeitsgruppe am Max Planck Institut in Heidelberg beschäftigt sich schon seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem doppelten neutrinolosen Betazerfall. Bis heute haben sie keine eindeutigen Ergebnisse trotz eines immensen apparativen Aufwandes. Allerdings ist die Fragestellung auch sehr wichtig, da sie direkt die Gültigkeit des aktuell favorisierten Standardmodells für Elementarteilchen beeinflusst und damit die gegenwärtigen Annahmen der Kosmologie ins Wnken bringen kann.

Leider sind die Doppelbeta- Ereignisse sehr selten. 100 kg eines entsprechenden Betastrahlers können laut Berechnungen 100 Doppelbetaereignisse pro Jahr oder weniger erzeugen. In der Vergangenheit hat man diese im Germanium76 gesucht. Heute vermutet man, dass man mit Palladium110 mehr Glück haben könnte.

Wegen der um ein vielfaches höheren Hintergrundstrahlung sind die Bedingungen an den Messaufbau höchst anspruchsvoll. So müssen z.B. alle verwendeten Materialien möglichst verunreinigungsfrei sein. Dies erreicht man durch spezielle Reinigungsprozesse im Zonenschmelzverfahren, bei dem radioaktive Elemente bis aufs Niveau von 10 hoch minus 12 ausgedünnt werden.

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