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Verringert die Politik mit dem Mindestlohn die Zahl zukünftiger Praktikumsplätze?

Beim Mindestlohn soll es laut Andrea Nahles keine Ausnahmen geben. Sie spricht von einem Ende der "Generation Praktikum", sodass niemand mehr nach einem Studium für wenig oder für kein Geld arbeiten muss (ShortNews berichtete).

Unternehmen kritisieren nun, dass damit das Praktikum tot sein könnte. So will beispielsweise ein Autozulieferer die Anzahl der verfügbaren freiwilligen Praktika deutlich reduzieren. Dort verdienen Praktikanten derzeit 650 Euro im Monat.

Müssten diese nach Mindestlohn bezahlt werden, so würde der Kosten-Nutzen-Faktor nicht mehr stimmen. Unternehmen suchen auch nach rechtlichen Wegen, um den Mindestlohn für Praktikanten zu umgehen.


WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Mindestlohn, Praktikum
Quelle: huffingtonpost.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2014 16:01 Uhr von ar1234
 
+21 | -3
 
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Und die Praktikumsplätze, die wegfallen, werden nicht ersatzlos verschwinden. Arbeiten, die gemacht werden müssen, müssen nunmal gemacht werden. Das würde im Fall der wegfallenden Praktikumsplätze bedeuten, dass neue echte Stellen entstehen würden.

Aber so weit denkt man nicht!

Ich bin dafür, dass ein genereller Mindestlohn ohne Ausnahmen eingeführt wird und Arbeitslose und schwer vermittelbare im Einzelfall auf andere Wege gefördert werden. Ausnahmen werden nämlich viel zu oft zum Normalzustand, wenns ums Geldsparen geht. Beispiel ist eben besagte Generation Praktikum!
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09.06.2014 17:35 Uhr von Kanga
 
+3 | -0
 
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ach...jetzt jammern die konzerne noch..
aber wenn der erst mal da ist...
dann freuen die sich....weil dann ja alle auf den mindestlohn gesetzt werden können.......
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09.06.2014 18:23 Uhr von Jlaebbischer
 
+1 | -0
 
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Seth, in welchem Bereich arbeitest du? Solche Lehrlingszeiten hätte ich gerne gehabt. Ich war nämlich nur an einem bzw.2 Tagen nicht im Betrieb.

Ausserdem vermute ich mal, dass diese Zeiten dann nicht bezahlrt werden, da der Lehrling ja nicht im Betrieb arbeitet.
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09.06.2014 19:36 Uhr von NilsGH
 
+3 | -0
 
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@Seth:

Zitat: " Jetzt lasst mich mal vollkommen ideologiefrei rechnen..."

Blöd nur, dass dir Jlaebbischer schon gezeigt hat, dass du das nicht tust.

Abgesehen davon muss man ja erst mal noch schauen, wie das im Falle von Ausbildungen überhaupt läuft. Ausbildungsplätze werden ja z.B. steuerlich gefördert. Kann man die Kosten also dann evtl. wieder rein bekommen?

Zu den Praktika: Ein "Praktikum" soll dem Schüler / Studenten / Arbeitsuchenden einen Einblick in die Tätigkeiten im Betrieb geben. Nach 14 Tagen hat man doch einen ersten Einblick, wenn es um einen bestimmten Arbeitsplatz geht. Sollte es ein längeres Praktikum sein, in dem der Student mehrere Arbeitsplätze kennen lernen soll, dauert es eben länger. Wobei sich da auch wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt.

Der Punkt ist aber folgender:

In keinem der Fälle soll der Praktikant einen Ersatz für eine vollwertige Arbeitskraft darstellen. Entweder der Betrieb kann es sich leisten, einem Schüler oder Stundenten mal den Betrieb zu zeigen in der Hoffnung, nach der Schule oder dem Studium eine qualitativ gute Arbeitskraft für seinen Betrieb zu bekommen. Oder er kann es nicht. Dann muss er aber auch keine Praktikanten annehmen. Wozu denn dann auch?

Wenn es so schlecht um den Betrieb steht, dass er sich nicht für ein paar Wochen einen Praktikanten leisten kann, dann stellt er auch im absehbaren Zeitraum keine neuen Mitarbeiter ein. Ergo braucht er auch keine Praktikanten.

Die Wirtschaft argumentiert hier nur mit Scheinargumenten.
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09.06.2014 21:06 Uhr von apolda_1st
 
+4 | -0
 
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@Seth68

Ich hoffe die heute Auszubildenden erinnern sich daran und merken das sie sich Leute wie dich auch nicht leisten können.
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09.06.2014 21:37 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Man kann den "Praktikanten" ja auch einfach den Mindestlohn bezahlen. Bei Praktika nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem abgeschlossenen Studium stimmt sonst nämlich vor allem für den Praktikanten der Kosten-Nutzen-Faktor nicht.

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