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Russland versetzt US-Dollar einen Tiefschlag: Gazprom Neft stellt auf Euro um

Der russische Energieriese Gazprom Neft hat einen harten Schlag gegen den US-Dollar geführt. Das Unternehmen hat mit etwa 90 Prozent der Kunden abgesprochen, dass in Zukunft Geschäfte mit dem Euro abgeschlossen werden sollen. Weißrussland wird in Rubel bezahlen.

Mit der Maßnahme will sich Russland aus der Abhängigkeit vom westlichen Zahlungsverkehr befreien. "Zusätzliche Vereinbarungen über die Möglichkeit, bei laufenden Verträgen vom Dollar zum Euro zu wechseln, sind unterzeichnet", so Gazprom-Neft-Chef Alexander Djukow.

Die staatlichen Firmen sind schon angewiesen worden, die Buchhaltung umzustellen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Russland, Dollar, Gazprom, Umstellung
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2014 10:08 Uhr von Borgir
 
+115 | -24
 
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Das ist alles nur der Anfang. Der Westen hat in ein Wespennest gestochen und wird sich noch schwer umsehen.
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09.06.2014 10:15 Uhr von turmfalke
 
+114 | -22
 
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Das wird ja auch langsam Zeit das Putin reagiert, diese dämlichen Amis bilden sich nämlich ein der Rächer der Welt zu sein. Es wird nicht lange dauern und der Dollar rauscht in die Bedeutungslosigkeit was allerdings für diese "lupenreinen Demokraten" ein Kriegsgrund wäre!
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09.06.2014 10:44 Uhr von nchcom
 
+54 | -8
 
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Dadurch dürfte China jetzt in Zugzwang geraten und seine Dollarreserven auf den Markt werfen.
Fehlt nur noch das die Saudis das Öl auch auf Euro umstellen dann ist die USA schneller platt als ein Frosch der unter ein Treckerrad gerät
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09.06.2014 10:50 Uhr von bluecow
 
+29 | -3
 
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hatten libyen, irak und iran das nicht auch gemacht?
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09.06.2014 11:00 Uhr von Knutscher
 
+10 | -5
 
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@ highnrich1337

Grundsätzlich richtig. Aber ganz so aus der Luft scheint die Sache nicht gegriffen zu sein.

http://en.itar-tass.com/...
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09.06.2014 11:03 Uhr von TheRoadrunner
 
+14 | -18
 
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"Mit der Maßnahme will sich Russland aus der Abhängigkeit vom westlichen Zahlungsverkehr befreien."
Na klar... mit einem Wechsel vom Dollar zum Euro ;)

Und vor lauter Begeisterung hat unser Krisenprophet Borgir ganz vergessen zu erwähnen, dass es sich nicht um Gazprom an sich, sondern lediglich um das Teilunternehmen Gazprom Neft handelt.
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09.06.2014 11:35 Uhr von Schmollschwund
 
+13 | -4
 
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Vielleicht muss man da ja BWL oder so was studiert haben, aber was ist den nicht "westlich" am Euro?
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09.06.2014 11:37 Uhr von TheRoadrunner
 
+10 | -8
 
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Zur Veranschaulichung der Dimensionen die Umsatzzahlen laut Wiki:
Gazprom ca. 120 Milliarden Euro
Gazprom Neft ca. 10 Milliarden Euro

Ich finde ja, dass das schon nen Unterschied macht.
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09.06.2014 11:48 Uhr von rolf.w
 
+9 | -4
 
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@ TheRoadrunner
"... sondern lediglich um das Teilunternehmen Gazprom Neft handelt."

Das kling bei Dir so, als ob es sich um ein kleines mittelständiges Unternehmen handelt. Quasi ein Schreiner(Gazprom) der als Zusatzgeschäft(Neft) noch Sägemehl verkauft.
Wenn man sich aber mal ansieht, wo diese Gazprom Neft überall vertreten ist, wie und womit es expandiert, sieht die Sache etwas anders aus.

"Gazprom Neft ca. 10 Milliarden Euro"
Hast Du auch darauf geachtet, wie alt die Zahlen bei Wiki sind?

[ nachträglich editiert von rolf.w ]
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09.06.2014 12:03 Uhr von TheRoadrunner
 
+8 | -7
 
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@ rolf.w
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Gesamtkonzern etas macht oder eine (zugegebenermaßen nicht unbedeutende) von 61 Tochtergesellschaften.

Wenn Audi etwas beschließt und jemand das auf den gesamten VW-Konzern ausweitet, würdest du das doch auch als Fehler betrachten? Das mindert deswegen ja nicht die Bedeutung von Audi.

Aber schön, dass du immerhin etwas schreibst und nicht nur stupide auf Minus drückst :)
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09.06.2014 12:14 Uhr von Reape®
 
+3 | -12
 
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das wird ein sehr kalter winter in europa...
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09.06.2014 12:41 Uhr von rolf.w
 
+7 | -4
 
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@TheRoadrunner

" ob ein Gesamtkonzern etas macht oder eine ... von 61 Tochtergesellschaften."

Schon richtig, aber wenn man etwas unorthodoxes plant, macht man es erst mit einem kleinern Teil der Gesellschaft und bei Erfolg zieht der Rest nach.
Ich vermute mal, sollte Neft auf die Nase fallen, wird sie von Gazprom aufgefangen. So würde ich das zumindest angehen.

"Wenn Audi etwas beschließt und jemand das auf den gesamten VW-Konzern ausweitet, würdest du das doch auch als Fehler betrachten?"

Das ist mir zu pauschal. Würde allein Audi durch eine andere Technik/Fertigung die Produktionskosten um 2% senken können, wäre der Gesamtkonzern dumm, würde er nicht nachziehen.

Man muss doch auch mal sehen, was die Aktion von Neft national, also innerhalb Russlands bedeutet. Sie werden wahrscheinlich an Ansehen und Zuspruch gewinnen. Das ist nicht zu unterschätzen.
Ferner ist Russland mächtig genug, als das es Angst haben müsste von Seiten der USA überrannt zu werden.

Wenn nun also Neft/Gazprom Erfolg hat, was hindert es Russland, sein Öl/Gas/Uran/etc. anstatt für Dollar für Euro zu verkaufen. Und auch China zB. wird da sehr genau hinsehen, was passiert.

Auch die OPEC wird sicher da mal mit einem Auge hinblinzeln.
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09.06.2014 13:52 Uhr von dagi
 
+15 | -8
 
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wenn der dollar noch mehr an wert verliert und es den amis schlechter geht kommen 100mil. auswanderer zurück und wollen hartz 4 !!!! das gibt ein gedränge, den anspruch haben sie alle !!
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09.06.2014 14:23 Uhr von keineahnung13
 
+6 | -5
 
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Finde den Fehler^^ will sich aus der Abhängikeit vom Westen befreien, also vom US Dollar zum Euro.

Aber sind wir nicht auch der böse Westen?
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09.06.2014 15:21 Uhr von HackFleisch
 
+2 | -2
 
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Bingo
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09.06.2014 15:42 Uhr von Stray_Cat
 
+5 | -5
 
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So etwas war schon lange geplant, siehe Rohstoffbörse. Es gibt etliche Staaten, die sich von der Willkür (lest mal was über die FED) des Dollar lösen wollen.
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09.06.2014 16:06 Uhr von Maika191
 
+4 | -4
 
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Naja eh wir Gas aus USA kriegen das dauert. Man muss dafür erstmal die passende Infastruktur schaffen. Weil das Gas wird nicht einfach rübergepustet, das wird als Flüssiggas in Tanker geladen und meines wissen gibt es in ganz Europa keinen Hafen der so einen Tanker entladen könnte, noch nicht mal in Rotterdam.
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09.06.2014 16:47 Uhr von IRONnick
 
+7 | -14
 
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Erstaunlich wieviel Pro-Russen sich hier tummeln, sind wohl alles ehmalige Ossis die sich die alten Zeiten wieder herbeisehnen :-)
"Der Westen" ist im Wesentlichen die USA, alle anderen (auch wir) sind doch blos unmündige Mitläufer !
Und die sind auch nicht viel besser !
Das Problem ist nur, Europa wird zwischen den Fronten aufgerieben und der kleine Mann ist am Ende der Leidtragende. Nur weil einige wenige Machtbesessene ihre Schwänze vergleichen müssen.
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09.06.2014 16:52 Uhr von ms1889
 
+9 | -4
 
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nuja..durch handel (weltweit wird us $ benutzt) kann die usa faktisch ihre schulden ins unendliche erhöhen.
wenn das der weltweite handel tut ist damit schluß und die usa pleite (dank ihrer hohen schulden).

man will also antesten wie doll es den usa schadet...was ich übrings richtig finde...den die usa stehen schon sehr lange nicht mehr für: freiheit, demokratie und rechtstaatlichkeit.
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09.06.2014 16:55 Uhr von TheRoadrunner
 
+5 | -5
 
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@ rolf.w.
"Schon richtig, aber wenn man etwas unorthodoxes plant,..."
Was ist daran so unorthodox, eine ohnehin schon in den Verträgen festgeschriebene Option umzusetzen?

"Würde allein Audi durch eine andere Technik/Fertigung die Produktionskosten um 2% senken können, wäre der Gesamtkonzern dumm, würde er nicht nachziehen."
Natürlich. Ebenso übrigens die gesamte Industrie. Das wird auch der Grund sein, warum es so viele Partnerschaften unter eigentlichen Konkurrenten gibt :)

"Man muss doch auch mal sehen, was die Aktion von Neft national, also innerhalb Russlands bedeutet. Sie werden wahrscheinlich an Ansehen und Zuspruch gewinnen. Das ist nicht zu unterschätzen."
Gut möglich, aber doch zweifelhaft, da die Unterstützung für Putin in Russland doch bei weitem nicht so eindeutig ist, wie er das nach außen hin gerne glauben machen möchte.

"Ferner ist Russland mächtig genug, als das es Angst haben müsste von Seiten der USA überrannt zu werden."
Das definitiv. Was hat dies aber mit der News hier zu tun? Und vor allem: warum würden die USA Russland überrennen wollen?

"Wenn nun also Neft/Gazprom Erfolg hat, was hindert es Russland, sein Öl/Gas/Uran/etc. anstatt für Dollar für Euro zu verkaufen."
Nichts. Selbst den USA wird das relativ egal sein, weil zwischen EU und USA schon dafür gesorgt werden wird, dass die Währungsschwankungen nicht zu groß werden. Stören würde sie höchstens, wenn zu viele Geschäfte in Rubel abgewickelt werden würden, da dessen Wechselkurs zu stark schwankt und vom Wankelmut der russischen Regierung abhängt.

"Und auch China zB. wird da sehr genau hinsehen, was passiert."
Freilich werden sie das. Und?

"Auch die OPEC wird sicher da mal mit einem Auge hinblinzeln. "
*Das* ist nun das einzige, was die USA interessieren könnte. Wenn die OPEC-Staaten ihr Öl in Euro bezahlt haben wollen, haben die USA auf einmal ein Währungsrisiko, das sie berücksichtigen müssen. Ich habe aber doch Zweifel, dass es *dazu* kommen wird :)

@ dagi
"wenn der dollar noch mehr an wert verliert..."
So sehr wie er in den letzten Monaten an Wert verloren (äh... *nicht* verloren) hat?
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09.06.2014 16:59 Uhr von Elto
 
+2 | -3
 
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Dann dürfte der Dollar ja stark an Wert verlieren. Das hat zur Folge das das Rohöl günstiger wird.

Technisch gesehen müssten wir dann deutlich weniger an der Tankstelle zahlen. ca. 20ct pro Liter weniger.

Abwarten...
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09.06.2014 17:07 Uhr von hasennase
 
+3 | -2
 
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man muss schon sehr dumm sein um auf solche schlagzeilen reinzufallen. bei 48 USD mrd jahresumsatz merkt niemansd in welcher währung gazprom abrechnet und es ist auch bis auch mehrere stellen nach dem komma nicht an bedeutungslosigkeit zu messen.
aber den dummen kann man ja jeden scheiss verzapfen.
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09.06.2014 17:13 Uhr von IRONnick
 
+5 | -4
 
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Dann dürfte der Dollar ja stark an Wert verlieren. Das hat zur Folge das das Rohöl günstiger wird.
Technisch gesehen müssten wir dann deutlich weniger an der Tankstelle zahlen. ca. 20ct pro Liter weniger.
Abwarten...


Träume schön weiter ......:-)
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09.06.2014 17:22 Uhr von Klugbeutel
 
+8 | -5
 
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Es ist schon lange überfällig, die USA sollen mal anfangen für Ihr Geld zu arbeiten statt als Parasit davon zu leben dass der Dollar als Internationale Wärung benutzt wird.
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09.06.2014 18:35 Uhr von mort76
 
+7 | -2
 
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IRONnick,
seit wann werden Preissenkungen denn nach unten weitergegeben?
Das funktioniert nur andersrum.

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