07.06.14 15:39 Uhr
 573
 

Ägypten: Erster Prozess wegen Tod durch Genitalverstümmelung

Seit 2008 ist es in Ägypten verboten, an Frauen Beschneidungen vorzunehmen, jedoch liegt das grausame Vergehen immer noch an der Tagesordnung. Nun gab es aber eine bedeutende Kehrtwende, indem ein Vater und ein Arzt angeklagt wurden, da eine 13-Jährige bei der Prozedur starb.

Das Mädchen hatte die Genitalverstümmelung nicht überlebt, forensischen Angaben zufolge wegen einer Penizillinallergie. Allerdings wird diese Ausrede von Ärzten oft benutzt, wenn eine Frau bei dieser riskanten und schmerzhaften Operation an Blutverlust oder einem septischen Schock stirbt.

Die Mutter hatte den Arzt sofort nach dem Tod ihrer Tochter angezeigt, der Vater muss sich nun auch verantworten. Bei Muslimen wie bei Christen wird die Beschneidung angewandt, um die weibliche Begierde zu unterdrücken. Weiterhin sind 91 Prozent aller Ägypterinnen beschnitten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Tod, Prozess, Ägypten, Beschneidung, Genitalverstümmelung, Sexuelle Gewalt
Quelle: spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Düsseldorfer Polizei: Sexuelle Gewalt in Schwimmbädern ist massiv angestiegen
Sexuelle Gewalt: Warum Gina-Lisa Lohfink freigesprochen werden müsste
Niederlande: Nach Geert Wilders sollen männliche Asylbewerber eingesperrt werden

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.06.2014 16:24 Uhr von muhkuh27
 
+11 | -1
 
ANZEIGEN
Das sind doch keine Ärzte, das Menschen der untersten schublade
Kommentar ansehen
07.06.2014 16:37 Uhr von dragon08
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
Beschneidung , egal Mädchen/Junge , ist unterste Schublade ! Leider bei ein paar Religionen beliebt !

Leider in Deutschland erlaubt , aber wehe Du läßt deine Tochter / Sohn mit 12 Jahren tätowieren , da ist bestimmt der Teufel los !
Kommentar ansehen
08.06.2014 00:28 Uhr von Trallala2
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@dragon08

"Beschneidung , egal Mädchen/Junge , ist unterste Schublade ! Leider bei ein paar Religionen beliebt !"

Nicht mitreden wenn man keine Ahnung hat. Weibliche Beschneidung ist im Grunde ein Nordafrikanisches Problem, kein Islamisches. Wäre das so, gäbe es weibl. Beschneidungen in allen Islamischen Ländern. Diese Art der Beschneidung gab es bereits vor dem Islam, es wurde nur irgendwie Integriert.

Weibliche Beschneidung ist somit in erster Linie ein kulturelles Problem. Und das sage ich nicht um den Islam zu verteidigen, den der geht mir im Grunde am A. vorbei. Denn das größte Problem wieso viele Probleme der Welt nicht gelöst werden ist, dass man diese Probleme als Politikum nutzt um eigene Interessen zu vertreten. Deshalb redet man ständig drumherum, stat sie zu lösen.
Kommentar ansehen
08.06.2014 12:20 Uhr von dragon08
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@Trallala2

Habe Ich irgendwo ISLAM geschrieben ?

Ich habe Religionen geschrieben,denn das verstümmeln von Mädchen ist nicht nur in Nordafrika üblich , oder liegt der Jemen, Irak , Indonesien und Malaysia auch in Nordafrika ?

Das verstümmeln von Jungen wird sogar weltweit praktiziert durch Religionen !
Kommentar ansehen
08.06.2014 13:57 Uhr von Trallala2
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@dragon08

Stimmt schon. Man kann natürlich auch den Korinthenkacker spielen und Ausnahmen zu Regel machen. Die Welt ist eine dynamisches Wesen, Menschen überwinden Grenzen und bringen ihre Traditionen in die Welt, ob gute oder schlechte.

Weibliche Beschneidung ist ein nordafrikanisches Phänomen, da ändern auch keine einzelnen Beschneidungen außerhalb nichts daran (ob exportiert oder importiert).

Das Problem mit dir ist das, was ich im letzten Absatz geschrieben habe - es gibt Leute die kein Interesse haben ein Problem zu lösen, denn sie können damit Stimmung machen.

Was die männliche Beschneidung angeht, sie hat, ohne sie jetzt gut zu heißen, in unterentwickelten Ländern ohne Zugang zum reinigendem Wasser, einen praktischen Hintergrund. Hat man keine Möglichkeit sein Glied unter der Vorhaut zu reinigen, führen die Ablagerungen mit der Zeit zur Krankhietsbildungen. Nicht immer und nicht bei allen, kommt dann aber vor. Man muss die Vorhaut nun mal gelegentlich zurückziehen und reinigen. Mit Wasser kein Problem, deshalb kennt man die Tradition der Beschneidung z. B. in Europa nicht, in Wüstenregionen schon. Da gibt es nur Sand. Die Lösung damals - man entledigt sich der Vorhaut, Problem gelöst. Das Ganze wurde als Religöse Handlung verkauft.

Heute sieht das anderes aus, vor allem bei denen die in Industrienationen. Dort ist Zugang zu Wasser vorhanden, womit man über den Sinn einer traditionellen Handlung diskutieren kann. Noch schlimmer ist es aber in Ländern in denen es keine religöse Handlung ist und wo man es dennoch Praktiziert, so z. B. in den USA. Dort ist es üblich, ohne einen Grund. Weder eine alte Tradition, noch religös. Es wurde irgendwann einfach Mode und so blieb es.

Also dragon08, ich glaube nicht, dass dir daran gelegen ist das Problem zu lösen. Für sich ist es vermutlich nur die Möglichkeit gegen Religionen zu wettern.
Kommentar ansehen
09.06.2014 19:15 Uhr von sooma
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Man kann natürlich auch den Korinthenkacker spielen und Ausnahmen zu Regel machen."

vs.

"Weiterhin sind 91 Prozent aller Ägypterinnen beschnitten."

[ nachträglich editiert von sooma ]
Kommentar ansehen
09.06.2014 19:48 Uhr von hede74
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Der Islam hat die weibliche Beschneidung nicht erfunden, es gab sie schon lange vor Mohammed in Afrika und es gibt auch keine Anzeichen dafür, das seine Ehefrauen und Töchter beschnitten waren. Aber es ist eine Tatsache, das der Islam auch nichts dagegen unternommen hat, im Gegenteil, eine beschnittene Frau passt natürlich gut zu dem islamischen Bild der keuschen und gehorsamen Frau. So werden z.B. auch in Indonesien Mädchen beschnitten, was vor dem Islam völlig unbekannt war. Zahlreiche islamische Geistliche sprechen sich für eine Beschneidung aus bzw. sehen zumindestens nichts schlechtes in ihr.

Die Kopten in Ägypten dagegen haben sich inzwischen klar dagegen ausgesprochen, Zitat aus Wikipedia:

"Ein Aufruf der koptischen Kirche im Jahr 2001, dass die Beschneidung unchristlich sei, hat die Praxis unter den ägyptischen Kopten nahezu vollständig beendet."

Insoweit stimmt es nicht, wenn der Artikel schreibt, die Beschneidung wird bei Christen wie bei Muslimen angewandt.

[ nachträglich editiert von hede74 ]

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Düsseldorfer Polizei: Sexuelle Gewalt in Schwimmbädern ist massiv angestiegen
Sexuelle Gewalt: Warum Gina-Lisa Lohfink freigesprochen werden müsste
Niederlande: Nach Geert Wilders sollen männliche Asylbewerber eingesperrt werden


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?