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"taz" wegen diskriminierender Stellenanzeige angeklagt: Männer würden ausgeschlossen

Die Berliner Tageszeitung "taz" hatte in einer Stellenanzeige für ein Volontariat explizit nach einer Frau mit Migrationshintergrund gesucht. "Stelle frei: Volontärin gesucht!", hieß es darin, was ein ukrainischer Mann als diskriminierend empfand und deswegen gegen das Blatt klagte.

Das Arbeitsgericht Berlin gab dem Mann schließlich Recht, da die Anzeige Männer und Frauen ohne Migrationshintergrund ausschließen würde. Dies verstoße gegen Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Die "taz" muss dem Mann nun eine Entschädigung zahlen und die Stellenausschreibung wurde verändert. Aber das Unternehmen wolle Frauen für Führungspositionen und Vielfalt weiter fördern. "Wir wollen Vielfalt nicht nur predigen, sondern auch leben", äußerte sich "taz"-Chefredakteurin Ines Pohl.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mann, Urteil, Diskriminierung, taz, Stellenanzeige
Quelle: spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.06.2014 14:09 Uhr von sooma
 
+31 | -7
 
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Frau Pohl führt sich doch selbst ad absurdum:

"Wir wollen Vielfalt nicht nur predigen, sondern auch leben"

Das widerspricht aber der Stellenausschreibung... naja, TAZ.
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06.06.2014 14:11 Uhr von Prachtmops
 
+15 | -4
 
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nunja, sie hätten ja schreiben können das sie "bervorzugt" nach frauen mit migrationshintergrund suchen.
das schließt nämlich alle anderen nicht aus und klingt auch viel besser.

aber eigentlich traurig das man sowas einer größeren zeitung sagen muß, die sollten das normalerweise wissen.

[ nachträglich editiert von Prachtmops ]
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06.06.2014 14:28 Uhr von langweiler48
 
+4 | -3
 
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Abgesehen davon dass die Stellenausschreibung eine Wiederspiegelung der politischen Einstellung ist. Wenn man sich auf eine Frau mit Migrationshintergrund abgesehen hat, dann muss man das ja nicht kundtun. Man stellt halt dann solch eine Frau ein, obwohl sich auch alle anderen Arbeitssuchenden angesprochen fühlen hätten können. Man lässt einfach die personellen Anforderungen aus der Anzeige. Aber wie es scheint sind die in diesem Personalbüro nicht die hellsten Köpfe.
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06.06.2014 14:34 Uhr von KingPiKe
 
+7 | -0
 
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Ach, irgendwie alles zum lachen.
Auf der einen Seite steht die Frauenquote - auf der anderen darf man aber nicht explizit nach Frauen suchen, wegen dem AGG.
Also nächstes Mal nicht reinschreiben, was man eigentlich möchte, damit sich jeder bewerben kann, auch wenn man eigentlich keien Chance hat und sich das ganze hätte sparen können.

Aber eine neue Einnahmequelle hab ich gefunden. Direkt mal die Stellenanzeigen durchschauen und entsprechende Anzeigen raussuchen :)
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06.06.2014 14:50 Uhr von r3vzone
 
+5 | -2
 
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Pahahah geil. Geht auch andersrum!
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06.06.2014 16:22 Uhr von Merlin259
 
+4 | -4
 
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Menschen (Männer) und dazu auch noch aus DIESEM Land sind halt in DIESEM Land WENIGER wert...
Hats das hier noch nicht jeder begriffen?
Ich boykottiere die taz seit Jhren...
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06.06.2014 16:28 Uhr von fox.news
 
+0 | -1
 
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ist halt die Frage was in der Praxis besser ist: wie hier schon richtig gesagt wurde wird in einer zukünftigen Stellenanzeige nichts derartiges stehen dafür aber die "falschen" Bewerber aussortiert.

(ach ja, man muß nicht glauben, daß das an vielen Stellen anders als bei der taz ist: als würde nicht auch unglaublich viele andere Unternehmen ihre Bewerbungen auf diese oder ähnliche Weise "filtern" - da hat man halt einfach nur keinen "Beweis")
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06.06.2014 16:45 Uhr von langweiler48
 
+0 | -1
 
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@ZRRK ...

Wäre man so wie ich das beschrieben habe vorgegangen, hätte man nicht betrogen, sondern hätte clever gehandelt.
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06.06.2014 16:50 Uhr von langweiler48
 
+0 | -0
 
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@ZRRK ...

fällt mir gerade noch ein, zur Ehrlichkeit

Lese doch mal den Text in einer Beurteilung und der Beurteilte kann mit dem verschlüsselten Text nichts anfangen, wie z. B. "Er hat sich stets bemüht" Für den Unwissenden hört sich das gut an, für den Wissenden heißt das so viel wie "er wollte immer aber er schaffte es nie"
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06.06.2014 16:53 Uhr von akau11
 
+6 | -5
 
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3 Dinge, die die Welt nicht braucht:
Militante Vegetarier, Moslems und Emanzen!
Wie schon gesagt, die anderen europäischen Länder machen es uns ja vor mit ihren Wahlen.
Ein gesunder Rechtsruck ist auch in Deutschland längst überfällig.
Oder wie lange wollen wir uns noch verarschen lassen.
Türken haben schon zu mir gesagt:
Ihr deutschen Männer seid doch alles nur Waschlappen. Ihr lasst euch alles gefallen.
Das gute ist, daß dieser ganze Feminismus ohnehin nur eine momentane Mode ist.
In dieser Form ist unsere Gesellschaft gar nicht überlebensfähig. Das zeigen auch unsere Geburtenraten.
In 50 Jahren spätestens ist mit dem Spuk vorbei.
Dann haben wir über 50% Moslems hier.
Und als Mann kann ich dem eigentlich gelassen entgegen sehen. Für die Emanzen ist dann die Zeit vorbei.
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06.06.2014 17:52 Uhr von bluecow
 
+3 | -0
 
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Der typ ist ein held :)
normalerweise klagen die frauen wegen allem.
ist mal schön zu sehen das das auch mal anders herum geht
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07.06.2014 00:44 Uhr von Xerves
 
+1 | -1
 
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wie sieht es eigentlich mit der gängigen Formel in Stellenanzeigen aus ?

"Schwerbehinderte und Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt"

Das ist doch auch ein Verstoss gegen das Gleichstellungsgesetz oder ?
Denn damit ist ja auch klar das kein Nichtbehinderter den Job bekommt.
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07.06.2014 08:44 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -2
 
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@Merlin259 - wie muss man sich Deinen Boykott denn vorstellen? Wie sieht Dein organisiertes wirtschaftliches, soziales oder politisches Zwangs- oder Druckmittel aus um die TAZ vom regelmäßigen Geschäftsverkehr auszusvhließen?

Oder wolltest Du einfach sagen das Du die nicht mehr liest?

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