05.06.14 13:40 Uhr
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Österreich: Bildungsministerium will Hochdeutsch aus Sprache verdrängen

Die österreichische Bildungsministerin hat Angst davor, dass Hochdeutsch die österreichischen Ausdrücke verdrängen wird.

Gabriele Heinisch-Hosek hat deshalb eine Broschüre herausbringen lassen, in der sie fordert, dass man "Servus" statt "Tschüss", "Marille" statt "Aprikose" oder "Sackerl" anstatt "Tüte" sagen soll.

"Was in Filmen, Fernsehsendungen oder im Internet zu hören ist, wird oft in unserem Nachbarland Deutschland produziert oder synchronisiert", so die Politikerin: "Eine Folge ist, dass spezifisch österreichische Eigenheiten und Ausdrucksweisen unserer Sprache in den Hintergrund geraten."


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Österreich, Sprache, Bildungsministerium, Hochdeutsch
Quelle: welt.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.06.2014 14:25 Uhr von Rychveldir
 
+9 | -0
 
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Und was machen die Vorarlberger? Dort gibts zwar Marillen statt Aprikosen, aber Kissen wie in Deutschland. Paradeiser (in Deutschland Tomaten) kennt man dort nur vom Hörensagen, aber Servus verwendet man oft. In Österreich Heißts Obers, in Deutschland Sahne, im Vorarlberg sagt man Rahm. Im Rest von Österreich bezeichnet man mit Rahm Sauerrahm (saure Sahne?).

Selbst Österreich ist sprachlich alles andere als homogen. Und mit dem zunehmenden Kontakt zwischen den verschiedenen deutschsprachigen Regionen, werden auch die Unterschiede weniger. Das ist schade, aber gleichzeitig auch praktisch, und lässt sich nicht mit Verboten, Empfehlungen oder Gesetzen verhindern.

So eine Broschüre ist ein netter Versuch, mehr nicht.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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05.06.2014 14:46 Uhr von daiakuma
 
+5 | -5
 
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Dann soll deren Sprache auch bitte "österreichisch" benennt werden. Weil... DEUTSCH ist das dann NICHT mehr...
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05.06.2014 14:53 Uhr von ~frost~
 
+4 | -1
 
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daiakuma

österreichisch ist ein deutscher Dialekt.
Genau wie bayrisch, kölsch, sächsisch etc.
Und ich finde diese Unterschiede schön. Der deutsche Sprachraum ist auch ohne Zuwanderung sehr bunt. :)
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05.06.2014 15:56 Uhr von daguckstdu
 
+5 | -0
 
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Im Osten und Süden grenzt das Bairische an fremde Sprachen – Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Slowenisch, Rätoromanisch und Italienisch. Allerdings lag die Sprachgrenze immer jenseits der bayerischen Staatsgrenze. Im Westen grenzen die bairischen Dialekte an das Ostfränkische und das Schwäbisch-Alemannische. Grundlage für die Grenze ist im Großen und Ganzen die Westgrenze des alten bayerischen Stammesherzogtums am Lech. Im Westen Münchens erstreckt sich zum Lech hin eine breit gefächerte Übergangszone zum Ostschwäbischen; vor allem im "Windschatten" (Werner König) von Ammersee und Starnberger See sowie in den Moorlandschaften der Nachbarschaft, die ein großes Verkehrshindernis darstellten, konnten sich manche Neuerungen aus dem binnenbairischen Raum nicht durchsetzen und einige Eigenheiten herausbilden - am auffälligsten die Mehrzahlbildung des Substantivs auf -ach: Wiesach ´Wiesen´. Nördlich der Donau stellt der Nürnberger Raum zwischen Weißenburg und Pegnitz (Lkr. Bayreuth) ein bairisch-ostfränkisches Übergangsgebiet dar, dessen ursprünglich nordbairische Dialekte im Laufe der Jahrhunderte wegen der territorialen Zugehörigkeit und der Lage jenseits der Grenzen des Herzogtums zunehmend ostfränkische Eigenheiten übernahmen.

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/...

Seiner Herkunft nach ist das deutsche Volk ein Mischvolk aus germanischen, keltischen ² und slawischen ³ Bestandteilen.

http://www.deutsche-schutzgebiete.de/...

[ nachträglich editiert von daguckstdu ]
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31.10.2016 16:08 Uhr von hw-ba
 
+0 | -0
 
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Kann es sein, das in der Politik zu viele Koksnasen beschäftigt werden? Sprache ist schon immer im Wandel, da ändert auch ein bescheuertes Gesetz nichts.

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