31.05.14 10:10 Uhr
 4.819
 

Schweiz: Sozialhilfebezieher als Straßenreiniger - und es lohnt sich für sie

In Flawil in der Schweiz gibt es genau 135 Sozialhilfe-Empfänger. 20 von ihnen nehmen seit einigen Monaten an einem neuen Projekt teil.

Sie reinigen öffentliche Plätze und Straßen und sammeln Müll auf. Das Ganze geschieht in Zweierteams.

Und es lohnt sich für sie: Denn während Sozialhilfe in der Schweiz eigentlich zurückgezahlt werden muss, verzichtet die Gemeinde bei den 20 Personen später auf einen Teil des Geldes.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Projekt, Reinigung, Sozialhilfebezug
Quelle: 20min.ch

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Donald Trump beendet Untersuchung über Gesundheitsgefährdungen beim Kohleabbau
Analyse: Es gibt noch 23 Girokonten, die tatsächlich kostenlos sind
Flughafen BER nicht vor Herbst 2019 fertig

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
31.05.2014 10:15 Uhr von quade34
 
+18 | -6
 
ANZEIGEN
Das würde in Berlin zu Entlassungen bei der BSR führen. Die festangstellten Handreiniger wären dann arbeitslos.
Kommentar ansehen
31.05.2014 10:48 Uhr von Winneh
 
+36 | -12
 
ANZEIGEN
Waghalsig
"... sollte zu Arbeit gezwungen werden müssen."

Jawoll, hatten wir schonmal 1939-1945 - super idee! /facepalm

Arbeit einfach attraktiver machen und schon löst sich das Problem von allein. Wenn eine Putzfrau (als Beispiel) mehr Geld hat, wenn sie zu Hause bleibt als wenn sie arbeiten geht, ists doch kein Wunder.

[ nachträglich editiert von Winneh ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 11:22 Uhr von Phyra
 
+9 | -21
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
31.05.2014 11:40 Uhr von TheRoadrunner
 
+17 | -2
 
ANZEIGEN
@ Kritikglobalisierer
"Wenn ein Zuhälter im Lamborghini durch Berlin flitzt, hat er offensichtlich genug Geld um eventuelle Schulden beim Jobcenter sofort zurück zu zahlen"
Dann wäre er nie bedürftig gewesen, und es wäre somit Sozialbetrug. Dazu bedarf es keiner neuen Regelung, sondern nur der konsequenten Anwendung bestehender Gesetze.
Hier geht es darum, dass Leute, die berechtigt (d.h. weil sie kein oder zu wenig Einkommen / Vermögen haben) Sozialhilfe beziehen, diese zurückzahlen müssen, wenn sie wieder Geld verdienen.
Kommentar ansehen
31.05.2014 11:46 Uhr von ThomasHambrecht
 
+23 | -10
 
ANZEIGEN
Meine Freundin ist derzeit arbeitslos.
Das Jobcenter und auch eine von denen beauftragte private Vermittlungsagentur geben offen zu, dass es absolut keine Jobs gibt. Auch die Zeitarbeitsfirmen haben nichts.
Die betroffenen ALGII-Empfänger können nichts dafür, wenn die Politik so derart versagt.
Komischerweise finde ich aber auch in den Stellenbörsen keine Gesuche für die angeblich gesuchten Fachkräfte.
Ingenieure - sagt unser Arbeitsamt - müssen derzeit Erdbeeren verkaufen. Die Politik lüge uns an, sagt unser Arbeitsamt.
Kommentar ansehen
31.05.2014 12:59 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -16
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
31.05.2014 13:01 Uhr von Holzmichel
 
+5 | -17
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
31.05.2014 14:36 Uhr von Winneh
 
+8 | -5
 
ANZEIGEN
Phyra
Zwangsarbeit ist und bleibt Zwangsarbeit, egal wie du das drehen willst. Selbst dann, wenn du noch mehr dumme Beleidigungen verteilst.

Wenn die Kluft zwischen der Arbeitenden Bevölkerung und den Faulenzern oder H4 Empfängern gross genug ist, wäre auch genug Anreiz da, arbeiten zu gehen - denn dann hat man einfach wesentlich mehr in der Tasche.
Kommentar ansehen
31.05.2014 15:00 Uhr von fox.news
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
@Waghalsig
"Sonst nur noch absolut Grundversorgung in Form von Essen bei der Tafel und billigste Sozialwohnung mit 25qm."

1. die Tafel ist keine staatliche Organisation sondern ein Verein. so einfach funktioniert das mit dem "Zwang" in dem Fall also allein deshalb schon nicht.

2. haben die Tafeln in verschiedenen Städten jetzt schon mehr Nachfrage als Angebot, das heißt es wäre überhaupt nicht möglich, alle Arbeitslosen darüber zu versorgen (selbst bei denen, die die Angebote der Tafel wahrnehmen, ist dies normalerweise nur ein "Zubrot" zu den Lebensmitteln, die man selbst kauft)

3. dann müßte der Staat erstmal dafür sorgen, daß es genug dementsprechende Wohnungen gibt. bisher existieren davon nämlich nicht genug (man muß schließlich auch überlegen, daß es Menschen gibt, die zu Niedriglöhnen arbeiten und deshalb eine möglichst günstige Wohnung suchen = direkte "Konkurrenz")
Kommentar ansehen
31.05.2014 15:27 Uhr von Phyra
 
+1 | -10
 
ANZEIGEN
@Winneh
zwangsarbeit ohne gegenleistung und arbeitszwang weil man mittel vom staat erhaelt sind 2 komplett verschiedene dinge. Jeder arbeitslose ist niedriglohnangestellter beim staat, nur, dass sie normalerweise nicht dafuer arbeiten muessen, und das kann sich durchaus aendern.

zusammengefasst: Wer sich von der gesellschaft durchfüttern lässt, kann der gesellschaft auch eine gegenleistung erbringen.
Kommentar ansehen
31.05.2014 16:12 Uhr von IRONnick
 
+9 | -4
 
ANZEIGEN
Man sollte jedem DEUTSCHEN ! Bürger eine Grundvergütung zukommen lassen, das wäre gerecht.
Kommentar ansehen
31.05.2014 16:16 Uhr von Holzmichel
 
+3 | -14
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
31.05.2014 16:42 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+7 | -4
 
ANZEIGEN
Bei uns Sozialhilfe zurückzahlen? Von was denn? Von zwei 450€ Jobs etwa?

Oder ein Job der etwas mehr als Hartz IV + Miete bringt?

In der Schweiz verdienen die wenigsten weniger als 18€ die Stunde und in den Vororten ist das leben dafür nicht 3X teurer als bei uns. (Bevor so ein Einwand kommt)

Euch Ist auch klar das man seine letzte Zahlung ans Jobcenter in Deutschland zurück zahlen muss, was einem in finanzieller Schwierigkeiten bringt/bringen könnte? (Je nach Job den man dann hat)

Und das soll dann motivieren sich einen Job zu suchen? Weil man dann Schulden hat, die man Zuhause vor seiner Playstation nicht gemacht hätte?
Kommentar ansehen
31.05.2014 16:58 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
@ steffi78
"Vielleicht aber auch nur vielleciht, sind die kunden die ihr so habt auch weitesgehend ausbeuterklitschen"
Teilweise mag das sein, es ist aber die Ausnahme. Sie investieren nämlich in ihre Mitarbeiter und sind dann natürlich auch daran interessert, diese dauerhaft zu halten.

"Oder willst du mir jetzt sagen das du nicht nur scheinbar bestens darüber bescheid weisst wieviele reele bewerber bei jedem deiner kunden vor der türe stehen , sondern acuh noch bestens und mit 2100% sicherheit weisst wie die angebote sind die diese firmen den bewerbern machen?"
Weniger wieviele reelle Bewerber vor ihren Türen stehen, sondern vor allem, dass auch welche eingestellt werden. Letzteres weiß ich deswegen so gut, weil ich oft mit solchen Neueinstellungen zu tun habe. Im Gespräch mit ihnen bekommt man dann einen ganz guten Eindruck davon, ob sie zu vernünftigen Konditionen arbeiten.
Von mehr als 100%iger Sicherheit werde ich in meinem Leben nicht reden, da das keinen Sinn macht.

"Weiterhin, woher nimmst du das wissenm das die aussage des amtes so nicht stimmt?"
Weil ich regelmäßig Neueinstellungen in Unternehmen, insbesondere im Ingenieursbereich, begegne.

"Normalerweise sollte man doch davon ausgehen das die zuständigen amtlichen stellen eher bescheid wissen als irgenendein Mitarbeiter in einem softwareunternehmen."
Sollte man an sich, ja. Allerdings ist es ja nun auch so, dass Amt und Politik sich hier widersprechen und man doch an sich von beiden gleichermaßen erwarten sollte, dass sie ´Bescheid wissen´.
In dieser Angelegenheit weiß ich nunmal definitiv, dass die Aussage des Amtes bzw. des entsprechenden Mitarbeiters in dieser Pauschalität falsch ist. Entweder wurde sie also falsch wiedergegeben oder dieses Arbeitsamt bzw. sein Mitarbeiter haben Unsinn erzählt.
Kommentar ansehen
31.05.2014 16:59 Uhr von Holzmichel
 
+1 | -10
 
ANZEIGEN
@Best of Capitalism

"Euch Ist auch klar das man seine letzte Zahlung ans Jobcenter in Deutschland zurück zahlen muss, was einem in finanzieller Schwierigkeiten bringt/bringen könnte?"

Ach Du großer Gott - wer über Monate GEHARZT hat, muss die letzte Monatsstütze bei Arbeitsaufnahme zurückzahlen - mir kommen fast die Tränen!

Der HARTZER bekommt meines Wissens sein Geld im VORAUS am 1. eines Monats für diesen Monat gezahlt.
Wenn er nun aber am 2. oder 3. eine Arbeit aufnimmt, dann muss das Geld zurückgezahlt werden. Ist doch eigentlich völlig selbstverständlich, oder was gibt es da nicxht zu verstehen?

"Und das soll dann motivieren sich einen Job zu suchen? Weil man dann Schulden hat, die man Zuhause vor seiner Playstation nicht gemacht hätte?"

Wie bitte? Die Hartzer bekommen doch über Monate den Lebensunterhalt, die Krankenversicherung und die Miete von der Gesellschaft gelöhnt und müssen in dem Monat der Arbeitsaufnahme einmal die LETZTE Stütze zurückzahlen - wo sollen sich da jetzt Schulden ansammeln?

Reden wir doch mal Klartext. Vor der Playstation oder dem Fernseher ist es nicht nur bequemer als auf der Arbeit - für die man aber morgens auch den Weg aus dem Bettchen finden muss.
Und Mittags warten dann die Bierdosenkumpel am Kiosk.
Warum also sich selbst einmal um einen Job kümmern, wenn man immer am Monatsersten sein Geld von der Gesellschaft überwiesen bekommt?

Es sollte nur noch für 12 Monate das ALG 1 als Versicherungsleistung geben, wer dann nicht bereit ist, sich eine Arbeit zu suchen, erhält für eine Übergangszeit nur noch Lebensmittelgutscheine, auf die es aber weder Alk noch Tabak gibt und wird in größeren Arbeitslosenheimen (6-Bett-Zimmer) untergebracht.

[ nachträglich editiert von Holzmichel ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 17:06 Uhr von Winneh
 
+6 | -3
 
ANZEIGEN
Phyra
Vielleicht beliest du dich einfach mal zum Thema Zwangsarbeit und schaust mal in unser Grundgesetz, bevor du weiter postest.

Es ist übrigens egal ob du für Arbeit eine Gegenleistung bekommst oder nicht, wenn du unter androhung von Strafe zum Arbeiten gezwungen wirst ist und bleibt es Zwangsarbeit.

"Jeder arbeitslose ist niedriglohnangestellter beim staat"
Na, wo du die Weisheit her hast würde mich wirklich interessieren.
Kommentar ansehen
31.05.2014 17:08 Uhr von Holzmichel
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
@schraegervogel

"wird in größeren Arbeitslosenheimen (6-Bett-Zimmer) untergebracht.
hoffentlich vor Deinem Eigenheim"

Was hat das jetzt wieder damit zu tun?
Als ich vor vielen Jahren bei den Soldaten meinen Wehrdienst abgeleistet habe, waren wir auch 6 Männer auf der Stube für mehr als EIN Jahr.
ICH konnte mir über diese vielen Monate meine Zimmermitbewohner nicht aussuchen, die Hartzer bräuchen doch nur eine ARBEIT aufzunehmen - um ihre Lage zu ändern.
Wo ist nun eigentlich das Problem?

[ nachträglich editiert von Holzmichel ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 17:21 Uhr von Holzmichel
 
+3 | -10
 
ANZEIGEN
@Winneh

"Phyra
Vielleicht beliest du dich einfach mal zum Thema Zwangsarbeit und schaust mal in unser Grundgesetz, bevor du weiter postest.

Es ist übrigens egal ob du für Arbeit eine Gegenleistung bekommst oder nicht, wenn du unter androhung von Strafe zum Arbeiten gezwungen wirst ist und bleibt es Zwangsarbeit."

Du IRRST und solltest Dich bitte selber mal darüber schlaumachen, was Zwangsarbeit ist!
Zwangsarbeiter sind Menschen, die gegen ihren Willen an einem Ort festgehalten werden und ARBEITEN müssen.
Diese Leute können den Arbeitsort nicht aus freien Stücken verlassen und werden schlimmstenfalls eingesperrt.
So ging es beispielsweise vielen Millionen Menschen unter den Faschisten im 2. Weltkrieg.
In der BRD wird aber KEINER gezwungen zu arbeiten. Von mir aus können die Faulenzer jeden Tag bis zum Mittag schlafen, solange sie selber für ihren Lebensunterhalt sorgen.
Wer hingegen der Gesellschaft auf der tasche liegt, darf sich schon fragen lassen, was ER im Gegenzug dafür für die Gesellschaft tut!
Aber als gesunder junge Mensch (ich rede ja nicht von kranken Leuten) über Monate nur auf Kosten der Gesellschaft abhängen, geht wohl überhaupt nicht.
Wer solche Faulenzer in Schutz nimmt und eine Gegenleistung als Zwangsarbeit bezeichnet, verhöhnt damit alle Opfer des Nationalsozialismus, die WIRKLICHE Zwangsarbeit in Lagern, der Rüstung oder in Bergwerken leisten mußten und dabei ihre Leben verloren!

[ nachträglich editiert von Holzmichel ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 17:33 Uhr von Winneh
 
+6 | -3
 
ANZEIGEN
Holzmichel
"Hartzer bräuchen doch nur eine ARBEIT aufzunehmen - um ihre Lage zu ändern.
Wo ist nun eigentlich das Problem?"

Das Problem ist ganz einfach erklärt! Ein H4 Empfänger nimmt einen Job an, z.B. irgendwo im Lager. Verdient natürlich nicht genug um ohne Stütze vom Staat auszukommen.
D.h. er hat, wenns hoch kommt 150€ mehr im Monat, weil sein Einkommen schliesslich gegengerechnet wird.
Dafür darf er dann mehr Lebensmittel kaufen und täglich irgendwie zur Arbeit kommen (Bus/Bahn/Auto).
Er hat also maximal genausoviel wie vorher, ist aber 40+ Std die Woche am Arbeiten. Wo ist da der Anreiz?
Verdient er soviel das er keinen Anspruch auf Stütze hat (knapp drüber), darf er im Gegenzug Miete, Heizkosten usw alles selbst zahlen und hat effektiv noch weniger als mit H4.

Freiheitsberaubung hat mit Zwangsarbeit nichts zu tun, auch dir rate ich dringend, dich mal zu belesen!
Ich geb dir aber gern Starthilfe.
"Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird"

Ausnahmen gibts allerdings, wie z.B. die Wehrpflicht damals, übliche Bürgerpflichten (im Winter schnees chieben z.b.), Arbeit im Strafvollzug, notwendige Arbeit in Fällen höherer Gewalt und Arbeit, die dem unmittelbaren Wohl der Gemeinschaft dient.
Letzteres wäre dann die bekannte Bürgerarbeit, Von der Leyen hatte sowas 2010 mal vor. Diese muss dann allerdings extra entlohnt werden und darf nicht vom Empfang der Sozialleistungen abhängig sein.

[ nachträglich editiert von Winneh ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 17:45 Uhr von Holzmichel
 
+0 | -8
 
ANZEIGEN
@Vorredner

"Er hat also maximal genausoviel wie vorher, ist aber 40+ Std die Woche am Arbeiten. Wo ist da der Anreiz?
Verdient er soviel das er keinen Anspruch auf Stütze hat (knapp drüber), darf er im Gegenzug Miete, Heizkosten usw alles selbst zahlen und hat effektiv noch weniger als mit H4."

Und wieder irrst Du Dich leider!
Ein Hartzer erhält seine Miete, Nebenkosten und Heizung zusammen mit seinem Grundbedarf als ALG 2 und hat deshalb auch keinen Anspruch auf Wohngeld.
Alle Menschen, die aber aus der Hartzleistung herausfallen, also auch keine Aufstocker sind, da der Lohn entsprechend über diesen Sätzen liegt - haben aber sehr wohl Anspruch auf Wohngeld, natürlich unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Einkommen.
Das also jemand, der nur knapp über den Hartzsatz liegt und deshalb selbst als Aufstocker aus dem ALG 2 herausfällt immer alles an Miete und Heizung selber löhnen muss - wie Du behauptest - ist schlicht nicht die Wahrheit!

[ nachträglich editiert von Holzmichel ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 18:04 Uhr von Winneh
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Ja, unter gewissen Umständen kann man auch noch Wohngeld beantragen - wobei Wohngeld allerdings eine Solzialleistung ist (keine Leistung der Sozialhilfe). Deswegen hat ein H4 Empfänger auch keinen Anspruch drauf.

Wohngeld ist nur ein Mietzuschuss und ersetzt keinesfalls die Miete in vollem Umfang, meine Beispielperson zahlt also nach wie vor Miete und Heizkosten.
Unterm Strich ist das Ergebnis also das selbe, die arbeitende Person hat kaum mehr als den H4-Satz in der Tasche. Wo ist da der Anreiz sich Arbeit zu suchen?


Bei Wohneigentum nennt sich das dann Lastenzuschuss.
Union und SPD wollten, wenn ich mich recht entsinne, den 2010 gestrichenen Heiskostenzuschuss 2014 auch wieder einführen. Allerdings weiss ich nicht, wies aktuell darum steht.
Kommentar ansehen
31.05.2014 18:43 Uhr von Holzmichel
 
+1 | -8
 
ANZEIGEN
@Winneh

"Unterm Strich ist das Ergebnis also das selbe, die arbeitende Person hat kaum mehr als den H4-Satz in der Tasche. Wo ist da der Anreiz sich Arbeit zu suchen?"

Sorry, aber ich galube, wir können diese Diskussion hier abbrechen.
Natürlich kann man auch ALLES im Leben nach einem ANREIZ ausrichten.
Wenn Du es daher normal findest, dass sich Hartzer keine Arbeit suchen, weil angeblich der Anreiz fehlt-da sie ja nur etwas weniger in der Tasche haben, als wenn sie jeden Tag arbeiten und deshalb lieber morgens ausschlafen, gestatte mir mal eine Gegenfrage!

Worin liegt denn eigentlich für mich und die vielen Millionen anderer AN der ANREIZ, für diese Drückeberger, denen Du hier das Wort redest, Steuern zu bezahlen?
Und worin liegt der ANREIZ für die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleute und andere Helfer im ganzen Land?

Merkst Du was?

Ach ja, meine Frau unterstützt täglich eine alte kranke Frau in der Nachbarschaft und erledigt immer einmal wieder Wege für sie oder wir erledigen den Wocheneinkauf.
Auch dafür fehlt nach Deinem Verständnis dann der Anreiz!

[ nachträglich editiert von Holzmichel ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 18:47 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -6
 
ANZEIGEN
@ winneh
"wenn du unter androhung von Strafe zum Arbeiten gezwungen wirst ist und bleibt es Zwangsarbeit."
Leistungsempfängern, die Arbeit verweigern, wird lediglich weniger als zuvor gegeben. Es mag für diese zwar als Strafe bzw. Androhung von Strafe wirken, dürfte aber kaum im rechtlichen Sinne als solche zu sehen sein.

"D.h. er hat, wenns hoch kommt 150€ mehr im Monat, weil sein Einkommen schliesslich gegengerechnet wird.
Dafür darf er dann mehr Lebensmittel kaufen und täglich irgendwie zur Arbeit kommen (Bus/Bahn/Auto)."
Jo, wer (insbesondere körperlich) arbeitet, wird mehr essen. Das dürfte aber im allgemeinen zusammen mit den Fahrkosten keine 150 Euro ausmachen. Fahrkosten können zudem von der Steuer abgesetzt werden.

"Er hat also maximal genausoviel wie vorher, ist aber 40+ Std die Woche am Arbeiten. Wo ist da der Anreiz?"
Zum einen basiert das ´maximal genausoviel´ auf deiner zweifelhaften Rechnung, zum anderen: wie wäre es mit Selbstwertgefühl? Dem Gefühl, im Rahmen der Möglichkeiten selbst seinen Lebensunterhalt zu bestreiten anstatt auf Kosten der Gesellschaft zu leben?
Zudem steht es ja jedem frei, sich langfristig besserbezahlte Arbeit zu suchen. Das ist aus einer bestehenden Anstellung heraus immer einfacher als für Arbeitslose, insbesondere wenn sie schon länger auf Suche sind (bzw. es sein sollten).

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 19:22 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+7 | -4
 
ANZEIGEN
@ alle Hartz IV auf begrenzte Zeit Befürworter

Ihr fordert in einem Land welches in Wirklichkeit weit mehr als 3 Mio Arbeitslose hat, das diese nur auf begrenzte Dauer Unterstützung bekommen und dann sehen wie die im kalten und stark bevölkerten Deutschland zurecht kommen?

OK! Wer von euch es schafft in solchen Ländern zu Leben bzw Überleben ohne ausgeraubt zu werden, dem gebe ich recht. (Natürlich nicht in so Gegenden wie Beverly Hills sondern eher Detroit)

Schaut euch mal das Leben in Staaten wie den USA/Brasilien oder Süd-Afrika an, wollt ihr da als ArbeitNEHMER leben und JEDEN VERDAMMTEN TAG euer Leben riskieren? Oder euch um eure Familie sorgen müssen, das Niemand entführt wird? (Alles Standard und alles andere als ein Einzelfall in diesen Gegenden)

Ich habe kein Bock abends nach Hause zu kommen um dann festzustellen das bei mir in der Woche zum zweiten mal eingebrochen wurde.

Ich habe weder Geld noch Lust mir spezielle Sicherheitssysteme zu installieren damit mein Leben dann "sicherer" wird und das beim sinkenden Lebensstandard.

Ich habe auch kein Bock zu lernen wie man mit einer echten Waffe umgeht, die ich mir dann auch kaufen muss und das Training bezahlen muss und das für ein Risiko wo ich selber drauf gehen kann, im Ernstfall.

Also wenn die Regierung die Sozialsysteme auf US-Standard setzt, bezahle Ich mehr Geld, für meine Sicherheit der Staat bezahlt mehr für JVA & Co. und das damit ich THEORETISCH ein paar Euro im Jahr für Hartz IV spare?

Oder ist das dieser "Ich gehe Arbeiten und der macht gar nichts!"-Gedanke der euch belastet?

Dafür würdet ihr euer Leben riskieren? Für diese Art von "Gerechtigkeit"?

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]
Kommentar ansehen
31.05.2014 20:23 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -6
 
ANZEIGEN
@ Best_of_Capitalism
"Schaut euch mal das Leben in Staaten wie den USA/Brasilien oder Süd-Afrika an, wollt ihr da als ArbeitNEHMER leben und JEDEN VERDAMMTEN TAG euer Leben riskieren? Oder euch um eure Familie sorgen müssen, das Niemand entführt wird? (Alles Standard und alles andere als ein Einzelfall in diesen Gegenden) "
Das ist vor allem im Falle der USA nun eine wirklich maßlose Übertreibung.
Darf ich fragen, in wievielen der genannten Ländern du mal warst und für wie lange?
Ich habe jedenfalls 6 Jahre in den USA gelebt und ich habe dort nie Angst um mein Leben haben müssen.

Refresh |<-- <-   1-25/36   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kann die Menschheit 2140 in Rente gehen?
Leidet der amerikanische Präsident an Demenz?
130 km/h schneller als erlaubt - Autobahnpolizei blitzt Extrem-Raser


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?