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Studie: Strom wird von Verbrauchern immer häufiger selbst erzeugt

Eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Energiewirtschaftlichen Instituts Köln (EWI) kommt zu der Erkenntnis, dass immer mehr Verbraucher ihren Strom selbst erzeugen. Laut der Studie wurden 2012 zwölf Terrawattstunden mehr "Eigenstrom" erzeugt als 2008

Die Wissenschaftler schreiben dazu: "Dieser Trend wird indirekt staatlich gefördert, da für eigen erzeugten Strom und selbst verbrauchten Strom kaum Abgaben und Umlagen zu entrichten sind." Dadurch verteuern sich die Kosten für die Verbraucher, die weiterhin ihren Strom von den Versorgern beziehen.

Die Ökonomen der beiden Institute kritisieren, dass die Verbraucher für den eigen erzeugten und selbst genutzten Strom keine EEG-Umlage, Stromsteuern oder Netzentgelte bezahlen müssen. Dadurch kommt es ihrer Meinung nach "aus energie- und gesamtwirtschaftlicher Perspektive zu kritischen Effekten".


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WebReporter: ewin12000
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Strom, Verbraucher
Quelle: all-in.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.05.2014 09:29 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+15 | -1
 
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Das hier ist ja gut: "selbst genutzten Strom ... keine Stromsteuern oder Netzentgelte bezahlen müssen"

wenn ich den Strom einspeise verstehe ich ja das man etwas für das genutzte Netz zahlen soll, aber wenn ich den Strom selber verbrauche, wieso soll ich dann etwas fürs Netzzahlen oder noch steuern zahlen?

Ich habe dann doch schon ein haufen Steuern durch die Anschaffung der Anlage gezahlt...
Alleine so ist es schon schwer die Anlagen zu verkaufen wenn man erst nach 15 Jahren das Geld wieder hat.
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28.05.2014 10:24 Uhr von Marc_Anton
 
+9 | -0
 
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Angenommen die Stromanlage (Solar etc.) befindet sich auf meinem Dach und der damit erzeugte Strom wird direkt in das Netz meines Hauses geleitet, warum sollte ich da Stromsteuern oder Netzentgelte bezahlen? Es entstehen keine Kosten für das Einspeisen in mein Netz und der Strom ist selbsterzeugt. Da müsste ich ja auch Steuern bezahlen, wenn mein Hamster mit dem Laufrad eine Glühbirne zum leuchten bringt. Und mit den Anschaffungskosten für eine Solaranlage hat man ja wohl schon mehr als genug Beitrag zur EEG-Umlage geleistet.
Schafft lieber die EEG-Befreiung für die Großindustrie ab, Porsche, Audi, BMW oder Schwerindustrie verdienen Milliarden und der Bürger muss dafür blechen. In anderen Ländern gibt es so einen Quatsch auch nicht und nirgends ist der Strom so teuer wie in Deutschland.
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28.05.2014 10:29 Uhr von Jaegg
 
+3 | -0
 
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@Ming-Ming: Die Ausbeutung der "unteren Schichten" hat leider weltweit keine Grenze nach unten!

In Deutschland gehört ELEKTRISCHE ENERGIE (nicht "Strom") eigentlich zu einem Grundrecht. Die Preisentwicklung spricht da leider andere Töne. Da können die Energieunternehmen gar nciht mal immer so viel für. Der Staat kassiert den größten Teil.

Aber wir leben ja in freiheitlicher Demokratie. Alles wird gut...

Wasser gehört auch zu einem Grundrecht und wenn es nach den verkommenen Parteien, wie CDU / SPD & co, gehen würde, wäre die Wasserversorgung auch schon europaweit privatisiert und die Preise pro m³ Wasser hätten sich vervielfacht. Aber wartet ab, das kommt noch, denn:

Wir leben ja in freiheitlicher Demokratie. Alles wird gut....


Die(Wir) Frösche merken nicht, wie heiß das Wasser schon ist!

/edit:
@Marc:
Guter Punkt. Die EEG-Befreiung der Industrie ist auch eine Sauerei. Schönes Beispiel, wie heiß es schon ist ;-)

[ nachträglich editiert von Jaegg ]
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28.05.2014 10:52 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Die Rechnung stimmt schon - Allerdings in einem kleinen Ausmaß.
Das ist als ob viele von den Öffentlichen Verkehrsmittel auf das Auto umsteigen. Dann sind weniger in der Bahn - aber der Betrieb verschlingt das Gleiche an Geld. Bahn und Fahrer werden nicht billiger, werden aber von weniger Passanten bezahlt.

Ich hoffe, dass eines Tages, irgendeine Solarplatte erfunden wird, die man zum Fenster raushängt und ausreichend Strom für jeden Haushalt produziert. Dann braucht´s noch einen Akku für den Nachtstrom. So, dass man sich komplett abkoppeln kann.
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28.05.2014 11:22 Uhr von opheltes
 
+2 | -0
 
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Es ist wie mit der GEZ oder Grundstuecksteuer:>

Laut Recherche und Gesetzt sind beide Punkte gesetzteswidrig.
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28.05.2014 12:41 Uhr von NilsGH
 
+0 | -2
 
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"Die Ökonomen der beiden Institute kritisieren, dass die Verbraucher für den eigen erzeugten und selbst genutzten Strom keine EEG-Umlage, Stromsteuern oder Netzentgelte bezahlen müssen."

@ AlphaTierchen1510:

Genau, ad hoc wollte ich auch das gleiche schreiben.

ABER: Der Strom wird nur QUASI selbst verbraucht. Denk mal nach: Haus & Solaranlage. Ich produziere meinen Strom selbst. Wenn die Sonne nicht scheint, brauche ich aber trotzdem Strom. Und den stellt mir der Konzern zur Verfügung. Daür zahle ich dann aber keine EEG-Umlage, muss die Netze nicht (oder nur mit geringem Beitrag) bezahlen, usw.

Da hängt ja ein ganzer Rattenschwanz dran, dass der private Stromproduzent auch Strom hat, wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Für den Rattenschwanz zahlt er aber nix. Also müssen die anderen ihm die Versorgung mit bezahlen. Unsozial und für den Kunden (also die Mehrheit), die sich keine Solaranlage leisten können oder Mieter sind, reine Abzocke.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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28.05.2014 14:36 Uhr von MrFloppy89
 
+0 | -1
 
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28.05.2014 19:41 Uhr von ewin12000
 
+0 | -1
 
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@lamor200

ich denke eher das du falsch liegst. Beim "Eigenstromprivileg" und darum geht es hier und zwar nur darum hat man nur die Befreiungen, wenn man ausschlieslich nicht das öffentliche Netz nutzt §37 des EEG kannste es nachlesen.

@ Neu555

darum geht es gar nicht, es geht nicht um Solar- oder Windstrom sondern um eigen produtzierten Strom, der könnte (wie es BASF und andere zb. machen) auch aus einem gepachteten Kohlekraftwerk kommen....

http://www.energie-lexikon.info/...
http://www.gesetze-im-internet.de/...

Man versucht Verbraucher gegen Kleinerzeuger aufzustacheln. Dabei nutzen dieses Privileg hauptsächlich große Industriebetriebe und diese dürfen entgegen dem Entabnehmer als Erzeuger das öffentliche Stromnetz(als Bestandsschutz) nutzen.

Sollte ich falsch liegen, lasse ich micht eines besseren belehren...

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