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Kind mit Down-Syndrom darf nicht auf das Gymnasium - Eltern kritisieren System

Ein Junge mit Down-Syndrom wurde deutschlandweit bekannt, weil seine Eltern ihn auf ein Gymnasium schicken wollten, was aber die Schule und das Kultusministerium verhinderten (ShortNews berichtete).

Nun erheben die Eltern Vorwürfe gegen die Landesregierung. Ihr Hauptkritikpunkt ist, dass Henris Behinderung nur als Problem, jedoch nicht als Bereicherung für die Schulgemeinschaft gesehen wird.

Sie sehen ihren Sohn als ausgegrenzt und behaupten, dass ihr Kind durch sozusagen von anderen "behindert" wird.


WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Kind, Eltern, Gymnasium, Down-Syndrom
Quelle: antenne.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2014 13:45 Uhr von sfmueller27
 
+4 | -2
 
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Habe den Fehler schon gemeldet, dort sollte System stehen.
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24.05.2014 13:51 Uhr von theojk
 
+35 | -2
 
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Wie weit ist es mit Deutschland gekommen, dass man schon geistig behinderte Kinder aufs Gymnasium schicken will...und sich dann darüber aufregt, dass man abgewiesen wird.

Die Gymnasien waren mal für die geistige Elite gedacht, jetzt sind sie nur noch für die Masse. Aber nicht, weil die Masse intelligenter wurde, sondern weil die Bedingungen gesenkt wurden. Immer und immer wieder. Hoffentlich werden die Bedingungen niemals so weit gesenkt, dass geistig behinderte auf Gymnasium gehen. Dann lachen alle Länder zu Recht über uns, das Land der Dichter und Denker.
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24.05.2014 13:52 Uhr von ZzaiH
 
+17 | -0
 
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was wird da eigentlich erwartet...
wenn er aufs gymnasium trotz seiner unfähigkeit dem unterricht zu folgen darf, was wird dann aus allen anderen die nicht auf gymnasium dürfen?
oder soll jeder aufs gymnasium und dort automatisch abitur erhalten wegen seiner bereicherung...?

...und dann weiter: henry (der junge) wäre sicher auch eine tolle bereicherung für den arztberuf oder jurist oder... was auch immer - soll der dann auch sein studium mit abschluss ohne leistungsnachweis bekommen?
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24.05.2014 14:05 Uhr von saku25
 
+15 | -0
 
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So tolerant ich auch bin, aber wenn ein ganzes Gymnasium sich anpassen soll, damit eine Person mit durchgezogen wird, dann hört es auf. Und bitte schön, was ist Trisomie 21 für eine Bereicherung? Nennt mir mal einen Betroffenen, der das als Bereicherung sieht! Wenn euch soviel daran liegt, dass euer Kind ein Gymnasium besuchen kann, dann sucht euch einen weiteren Job und engagiert auf eure Kosten einen Lehrer. Dann habt ihr nicht nur was ihr wollt, sondern auch gleichzeitig eine Vorstellung, was sowas kostet.
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24.05.2014 14:19 Uhr von shadow#
 
+5 | -1
 
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Nein, behindern würde er leider andere.
Die ganze Sache mit der Inklusion wäre mit einem anderen Bildungssystem für die Kinder wunderbar - dummerweise scheinen die Eltern die Realität ds deutschen Schulsystems völlig zu verkennen.
Die Betreuung ist nicht mal für die anderen Kinder ausreichend. Wie sollen die Lehrer dem zusätzliche Aufwand gerecht werden?
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24.05.2014 15:14 Uhr von Xanoskar
 
+5 | -1
 
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Kinder mit Down-Syndrom sind eine Last für die anderen Schüler zumindest so wie das Schulsystem zum jetzigen Zeitpunkt existiert. Ich war selbst auf Schulen die Inklusion betrieben haben um aus uns Sozialverträgliche Menschen zu machen. Was dabei rauskam war ein Frust ja sogar abscheu gegen Geistig behinderte da diese einer Aufmerksamkeit bedürfen die dann der Gemeinschaft fehlt. Wenn der Junge schlau genug ist für ein Abitur besteht immernoch die Chance es auf gesonderten Bildungswegen zu machen dazu ist nicht viel Aufwand nötig und er wird nicht die Gesellschaft behindern die seine oder Nachfolgenden Generation mit dieser Krankheit, das Leben erleichtern muss.
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24.05.2014 17:24 Uhr von NetCrack
 
+4 | -0
 
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Die Frage ist doch nicht ob er Down hat oder nicht, sondern die Frage ist ob er die Anforderungen an das Gymnasium erfüllt. Da dies offenbar nicht der Fall ist, ist die Lage doch klar und die Entscheidung richtig. Versteh die Diskussions nicht.
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24.05.2014 23:56 Uhr von MR.Minus
 
+0 | -0
 
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da wird er doch nur gemobbt
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25.05.2014 01:18 Uhr von fox.news
 
+2 | -1
 
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ich finde das nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. aus einem anderen Zeitungsbericht darüber:

"Henris Mutter Kirsten Ehrhardt ist völlig klar, dass ihr Sohn nie Abitur machen könnte. Darum gehe es aber auch gar nicht. „Er soll mit den Kindern zusammenbleiben, die er kennt“, fordert sie. „Die Normalität, die wir jetzt vier Jahre lang aufgebaut haben, würde sonst verloren gehen.“"

es geht den Eltern also mitnichten darum, daß jemand ihrem Sohn das Abitur "schenkt".


weiterhin kann man dort auch die Meinung des Direktors seiner Grundschule lesen:

"An Henris Grundschule habe der gemeinsame Unterricht bislang gut funktioniert, sagt Schulleiter Werner Sauer. „Ich weiß nicht, ob Henri auf einer Sonderschule so viel gelernt hätte.“ Er will keine Schulempfehlung für den Jungen abgeben, sagt aber: „Mir wäre daran gelegen, dass es in irgendeiner Form weitergeht, auf einer Regelschule.“"


im Gegenzug kommt dort aber auch der Leiter eines Gymnasiums zu Wort, auf dem ein Schüler mit Down-Syndrom die sechste Klasse besucht. Das Fazit dieses Schulleiters ist aber, daß man nach großem Optimismus mittlerweile er ernüchtert und frustriert sei.


Fakt ist in jedem Fall:

"Vor fünf Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Damit verpflichtete sich Deutschland, die Inklusion an den Schulen umzusetzen. Ziel ist es, Kinder mit Behinderung genauso zu fördern wie Lernschwache, Migranten und Hochbegabte."

WIE das genau passiert, muß halt jedes Bundesland für sich entscheiden.
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25.05.2014 17:14 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+0 | -3
 
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Das sagen sie meiner Meinung nach auch zu recht. Kann doch nicht sein das in der heutigen toleranten Zeit Menschen mit Behinderung (Gerade Kinder) nicht den Bildungsstandard genießen dürfen den sie vom Intellekt her auch meistern können.

Und gerade beim Down Syndrom wäre es wichtig das er mit seinen Freunden zusammen bleiben kann, hier wird also (etwas überspitzt ausgedrückt) ein Mensch "traumatisiert" um Probleme zu vermeiden ? Irgendwie stimmt da was nicht mit uns.
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26.05.2014 10:54 Uhr von Maedy
 
+1 | -0
 
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In meiner Schulzeit hatte ich in meiner Klasse ein behindertes Mädchen-nicht geistig,aber körperlich stark eingeschränkt. Sie wurde nie in die Klasse wirklich integriert weder von den Schülern,noch von den Lehrern und als sie dann plötzlich weg war, hat es keinen wirklich interessiert und die Lehrer haben dazu auch nichts gesagt. Im Nachhinein eigentlich ein richtig unchristlicher Umgang für ein katholisches Gymnasium...
Ansonsten ist das ein fast normalesThema-es gibt ja schon Eltern mit normalbegabten Kindern,die unter allen Umständen ihr Kind auf ein Gymansium bringen wollen,obwohl das dem Kind langfristig nicht gut tut.Mein Sohn ist auf einer Realschule und innerhalb der letzten 2 Jahre wurden immer mehr Gymnasiasten zurück gestuft und landeten in seiner Klasse. Für die Kids ist das richtig schlimm,weil sie denken,dass nicht richtig funktioniert haben und sich und ihre Eltern enttäuscht haben.Wie soll es dann für ein Kind sein mit geistigen Differenzen,wenn es merkt,dass es nicht mithalten kann...

[ nachträglich editiert von Maedy ]

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