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Schweden: Immer mehr treten einer Schwarzfahrer-Versicherung bei

Angstfrei mit dem Öffentlichen Personennahverkehr fährt man am ehesten, wenn das Ticket bezahlt wird. Wer Busse und U-Bahnen kostenlos nutzt, muss mit der Sorge leben, erwischt zu werden. In Schweden können Schwarzfahrer mittlerweile auch sorgenfrei den öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Denn dort boomt eine sogenannte Schwarzfahrerversicherung. Sie übernimmt im Falle einer Kontrolle die Strafe. Die New York Times spricht sogar schon von einem "beneidenswerten Geschäftsmodell". Die Organisation heißt Planka.nu.

Im vergangenen Jahr musste man noch 80 Prozent der eingenommen Prämien für "Versicherungsfälle" wieder ausschütten. Immer mehr Personen treten der Gruppe bei oder rufen dazu auf, schwarz zu fahren. 15 Millionen Fahrten in Schweden erfolgen schwarz, das sind drei Prozent aller Nutzungen des öffentlichen Nahverkehrs.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweden, Versicherung, Schwarzfahrer, Öffentliche Verkehrsmittel
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2014 09:21 Uhr von Sarkast
 
+37 | -3
 
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Ist mir ein Rätsel, dass diese Versicherung erlaubt ist, weil sie eine Vorsatztat absichert.
In Deutschland undenkbar.
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19.05.2014 09:34 Uhr von max.mustermann2014
 
+5 | -11
 
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Hast schon recht.
Aber doch ne coole Geschäftsidee.

[ nachträglich editiert von max.mustermann2014 ]
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19.05.2014 09:38 Uhr von quade34
 
+13 | -3
 
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Sicher ein lohnendes Geschäftsmodell. Die allgemeine Verwahrlosung im Umgang mit öffentlichen Dienstleistungen ist die Grundlage. Es gibt noch viele Ordnungswidrigkeiten, die durch ähnliche Versicherungen vermarktet werden könnten. Im gesamten Straßenverkehr wären dann alle Schleusen für Fehlverhalten geöffnet. Auch versicherte Geldstrafen für minderschwere Vergehen würden dann diese Straftaten begünstigen. Was für eine beklemmende Aussicht für die rechtschaffenen Bürger.
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19.05.2014 09:50 Uhr von Yukan
 
+22 | -6
 
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Ich kann´s verstehen.

In Hamburg, fast 3 Euro für einen Einzelfahrschein in eine Richtung. sind schon sehr happige Preise, die nicht unbedingt von jedem bezahlt werden können - Und Monats/Wochenkarten sind eben so überteuert.
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19.05.2014 09:57 Uhr von Jens002
 
+4 | -7
 
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Wie soll das funktionieren. Monatskarte 40€, erwischt 60€ und was soll dann die Versicherung kosten. Kostet sie weniger als die Monatskarte, kauft die ja keiner mehr. Es werden sicherlich nicht alle erwischt aber mir ist schleierhaft wie sich das rechnen soll für die Versicherung.
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19.05.2014 10:20 Uhr von Schmollschwund
 
+8 | -3
 
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Günstige Preise, Zuverlässigkeit viel mehr erwartet man vom ÖPNV nicht.

Aber das einzig zuverlässige ist das steigen der Preise.
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19.05.2014 10:57 Uhr von Phyra
 
+3 | -2
 
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Tja, wenn so viele schwarzfahren werden wohl irgendwann die Bahnen stehenbleiben, mal sehen wie gut das dann gefunden wird, ich wette die schwarzfahrer sind immer die ersten die sich beschweren, wenn sie unpuenktlich kommen.
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19.05.2014 11:02 Uhr von keineahnung13
 
+2 | -3
 
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bei den Preisen kein Wunder... bei uns kostet eine Fahrt in der Stadt 1,40 ca nur wenn man da die Bahn oder Bus verpasst ist man in der Zeit auch gelaufen, eh der nächste kommt... eigentlich purer Wahnsinn, was das kostet... eigentlich sollte ja Bus und Bahn fahren günstiger sein als mit dem Auto zu fahren. (Jetz mal Versicherung und Verschleiß nicht eingerechnet, aber dafür kann man fahren wann man will und auch egal wohin)
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19.05.2014 11:38 Uhr von KingPiKe
 
+10 | -2
 
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Ist mir Schleierhaft, wie man sein Geld lieber in solch eine dubiose Versicherung steckt, anstatt in das Unternehmen, dessen Dienstleistung man benutzt.
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19.05.2014 12:34 Uhr von kniekehle
 
+3 | -3
 
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@Yukan

***Ich kann´s verstehen.

In Hamburg, fast 3 Euro für einen Einzelfahrschein in eine Richtung. sind schon sehr happige Preise, die nicht unbedingt von jedem bezahlt werden können - Und Monats/Wochenkarten sind eben so überteuert. ***

Mir würde spontan Laufen, oder mit dem Rad fahren einfallen, um sich seinen Einkünften entsprechend fortbewegen zu können. Wenn man sich etwas nicht leisten kann, muss man Alternativen nutzen. Ab einem gewissen Alter, meinetwegen 50+, und für kranke bzw. körperlich eingeschränkte deutsche Staatsbürger, sollte dann mit staatlicher Unterstützung für die Mobilität gesorgt und Sozialleistungen an anderer Stelle, falls nötig, gekürzt werden.

[ nachträglich editiert von kniekehle ]
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19.05.2014 12:44 Uhr von Yoshi_87
 
+2 | -3
 
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In Berlin darf der Einzelfahrschein gern teurer werden.

Von mir aus auch 5,50€ für die 2h Karte. Nutzen doch fast nur Touristen, die Berliner haben entweder ein Auto oder ein Jahrs-, bzw. Monatskarte. Im Abo kostet die auch gleich mal ~250€ weniger als einzelne Monatskarten.
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19.05.2014 13:23 Uhr von Benedikt85
 
+1 | -13
 
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19.05.2014 14:10 Uhr von Lawelyan
 
+5 | -0
 
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In Deutschland kann so ein Geschäftsmodell nicht greifen, weil Schwarzfahren einer Straftat ist (§ 265a StGB) und die ÖVP bei mehrfachtätern auch mal gerne eine Strafanzeige einreichen.

Aber abgesehen davon, sollte IMHO der Nahverker eh komplett kostenlos sein. Eine mehrnutzung ist doch von jeder Stadt gewünscht (die Leute sollen ihr Auto stehen lassen) und die Dauernutzer haben eh Monatskarten.

Das Geld das durch die Fahrscheine reinkommt soll ja eh nur 10-30% der Kosten decken, da kommt es auf den rest wohl eh nicht mehr wirklich an.

Aber der Effekt für die Umwelt dürfte spürbar sein, wenn man jederzeit kostenlos fahren kann. Dann würden auch viele Autofahrer mal das Auto stehen lassen.
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19.05.2014 14:11 Uhr von KingPiKe
 
+5 | -2
 
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Ach Benedikt85, dein Kommentar steckt voller Kleingeistigkeit. Da lohnt es sich eigentlich gar nicht darauf einzugehen.

[ nachträglich editiert von KingPiKe ]
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19.05.2014 14:31 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Spätestens wenn in Schweden schlagartig öfter kontrolliert wird knallt es. Oder wenn nach der dritten Schwarzfahrt ein Hausverbot erteilt wird - und beim vierten mal 30 Tage Knast gelten.
In Deutschland wäre es nicht das erste mal, dass jemand wegen Schwarzfahren (Erschleichung einer Dienstleitung) einsitzt.
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19.05.2014 15:37 Uhr von KingPiKe
 
+6 | -0
 
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@ Leonardo_der_Windige

Deine Rechung ist blödsinn. Eine Versicherung lebt ja davon, dass es viele Einzahler gibt, aber nur wenig Auszahlungen.
Hier geht die Versicherung einfach davon aus, dass nur ein Bruchteil der Beitragszahler dann auch erwischt wird und somit eine Auszahlung fällig wird (kenne die Situation der Kontrollen in Schweden nicht).
Du bezahlst bei einer KFZ-Versicherung ja auch nicht die Summe, die ein echter Schaden so nachsich ziehen würde ;)
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19.05.2014 18:49 Uhr von Ich_bins_wieder
 
+2 | -2
 
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@ Leonardo_der_Windige: KingPiKe hat schon alles geschrieben was es dazu zu schreiben gibt und ich gebe dir sogar noch den Nachtrag, dass die Versicherung 11€ / Monat in Stockholm und 16,50€ / Monat in Göteborg kostet.


Und Benedikt85 du schreibst hier was von Gutmenschentum, überlege mal was du da von dir gibst. Es gehört sich einfach nicht, und nur weil eine Masse X eine Leistung in Anspruch nimmt, die auch vorhanden ist wenn die Masse 1 oder 1000 ist, muss jeder seinen Beitrag dafür leisten. Aber du denkst sicher auch, dass du nur für das Papier auf dem die Karte gedruckt wurde zu bezahlen hast und der Rest (die 195.912 Angestellten, die Gleise, die Züge etc) sind ohne Kosten...
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19.05.2014 20:41 Uhr von TheRoadrunner
 
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Bei Fahrten zum Münchner Flughafen (ca. 35 Minuten von der Innenstadt) würde sich das Schwarzfahren an sich bei Ticketpreisen von über 10 Euro schon lohnen; man wird schließlich recht selten kontrolliert.
Das Problem ist vielmehr, dass es bei wiederholtem Schwarzfahren eine Anzeige gibt.
Angesichts der Ticketpreise in München kann ich über die Klagen der Hamburger und Berliner übrigens nur müde lachen...
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19.05.2014 22:29 Uhr von Floppy77
 
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Wenn alle 1 Jahr lang schwarz fahren, dann ist der Betreiber pleite. Da hat man dann was gewonnen.

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