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Headhunter deckt Diskriminierung auf - nun muss er Schadenersatz bezahlen

Ein Headhunter hatte für einen seiner Kunden in der Maschinenbaubranche eine Bewerberin gefunden. Sein Kunde lehnte die Bewerberin jedoch ab, nachdem er erfuhr, dass es sich um eine Frau handelte und teilte dies dem Headhunter, einem externen Personalberater, auch genauso mit.

Nachdem der Headhunter sein Honorar erhalten hatte, teilte er der Frau den Ablehnungsgrund mit und empfahl ihr, mit einem Anwalt gegen die Diskriminierung vorzugehen. Das pikante Detail: Vertraglich war er zu Diskretion und Verschwiegenheit verpflichtet. Die Frau erhielt vor Gericht 8.500 Euro.

Von dem Kunden wurde der Headhunter nun erfolgreich auf Schadensersatz wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht verklagt. Dass der Headhunter zum Nutzen und im Interesse der Allgemeinheit diese Geschlechtsdiskriminierung aufgedeckt hatte, war für das Gericht hierbei nicht wichtig ( Az. 16 U 175/13).


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Urteil, Frankfurt, Klage, Diskriminierung, Headhunter
Quelle: www.lto.de

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17.05.2014 11:43 Uhr von Sirigis
 
+6 | -1
 
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Tja, in diesem Fall sind das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und die vertraglich vereinbarte Verschwiegenheitspflicht des Headhunters aufeinandergeprallt. Allerdings muss ich in vorliegendem Fall auch festhalten (ich arbeite auch als Personalberaterin), dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter der Personalabteilungen im eigenen Interesse doch so schulen sollten, dass Firmeninterna, wie z.B. Diskriminierungen, noch nicht einmal an Vertragspartner weitergegeben werden. Ähm, und ich schätze, dass in weit mehr als 50% der Unternehmen die eine oder andere Diskriminierung "spezieller" Arbeitnehmer (Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Ausrichtung, Alter,.......) an der Tagesordnung ist. Vorallem bei Bewerbungen von Arbeitnehmern 50+ reagieren eine Reihe von Unternehmen vorsichtig ausgedrückt extrem spröde.

[ nachträglich editiert von Sirigis ]