16.05.14 17:10 Uhr
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Kultusminister erlaubt Ablehnung eines geistig Behinderten am Gymnasium

Henri, ein behinderter Junge mit Down-Syndrom, sollte nach Willen der Eltern auf ein Gymnasium, doch Lehrer und Schulleitung lehnten dies ab (ShortNews berichtete).

Die Eltern wollten, dass der Junge gemeinsam mit seinen Freunden auf die gleiche Schule geht, obwohl er dem Unterricht geistig nicht folgen kann.

Der zuständige baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch (SPD) hat nun entschieden, dass er den Beschluss des Gymnasiums Walldorf nicht aufheben wird und die Ablehnung des geistig behinderten Schülers Henri damit rechtmäßig ist.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Ablehnung, Gymnasium, Kultusminister
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2014 17:40 Uhr von Rainer1962
 
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Da wollen wohl wieder Eltern auf Teufel komm raus Beweisen, daß Ihr Kind nicht Behindert ist. Die können sich einfach nicht eingestehen, daß Ihr Kind nicht so ist wie alle Anderen und schämen sich dafür, meistens vor den Nachbarn.
Anstatt ihrem Kind das Leben so Leicht wie möglich zu machen und Ihm eine für das Kind! nützliche Schulausbilbildung zu ermöglichen wollen sie unbedingt Beweisen, daß Ihr Kind genauso "Normal" ist, wie die der Leute in Ihrem Umfeld anstatt sich darum zu kümmern was für das Kind das Beste ist. Die sollten mal Begreifen, daß Kinder keine Autos sind sondern Lebewesen mit Gefühlen.
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16.05.2014 17:56 Uhr von cappie
 
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Inclusion nutzt weder den Behinderten, noch den Mitschülern.
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16.05.2014 18:46 Uhr von Rainer1962
 
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@wiederwaslos

Unter anderen Kindern wäre er auch in einer Einrichtung die Ihn gezielt Fördert. Würde es den Eltern nur darum gehen, würden Sie Ihn dort anmelden.
Das mit den Nachbarn, vor denen man sich schämt, das weis ich von einer Contergangeschädigten die mit mir in den 70ern zusammen in der Grundschule war. Selbst nachdem Sie Ihr Abitur gemacht hat, hätten Sie Ihre Eltern am liebsten vor ihren Bekannten versteckt.

Da Sie mir Vertraut hat, hat Sie mir erzählt was WIRKLICH in den meisten Familien abgeht in denen ein Behindertes Kind lebt.
Vielen Eltern ist ihr "Ansehen" in der Gesellschaft wichtiger als das Wohl ihres Kindes. Nur die Allerwenigsten sind ausschließlich am Wohl ihres Kindes interessiert.

Viele meiner Bekannten haben Kinder in die Welt gesetzt weil Sie damit mit ihren Bekannten gleichziehen wollten, genauso wie sie sich für ein Auto verschuldet haben um den Nachbarn zu beweisen, daß sie sich mindestens genausoviel leisten können wie sie.

Wenn solche "Menschen" ein behindertes Kind bekommen ist es für sie das Gleiche, als wenn Ihr tolles Auto eine Beule hat und die Nachbarn sie, Ihrer Meinung nach, als unter ihnen stehend Ansehen.

Die Eltern des Kindes in dem Artikel können doch jetzt in voller Überzeugung überall herumtönen, daß Ihr Kind auf´s Gymnasium geht. Um nicht mehr und nicht weniger geht es denen. Das ist diese "Mein Haus, mein Auto" u.s.w. Fraktion.

[ nachträglich editiert von Rainer1962 ]
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17.05.2014 00:27 Uhr von Rainer1962
 
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@wiederwaslos

Es müßte mehr Menschen wie deine Cousine auf dieser Welt geben. Und mir tun einfach nur Kinder leid, die Aufgrund eines "Makels" nicht das bekommen, was Sie zum Glücklichsein brauchen. Es kann natürlich sein, daß die Eltern es nur Gut mit Ihrem Kind meinen, ich kenne sie ja nicht persönlich.
Aber die Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis lassen mich zuerst an das Denken was ich Geschrieben habe.

Und da mich meine Eltern mich einfach nach meiner Geburt im wahrsten Sinne des Wortes bei meinen Großeltern liegengelassen haben, weiß ich wie es ist nur ein kleinwenig Anders zu sein als andere wenn man in die Schule geht. Und zu der Zeit als ich da hinmußte, waren die Kinder noch nicht so Medienverseucht wie Heutzutage. Da war Flipper das "Härteste" was man zu sehen bekam und die Guten waren die Vorbilder und nicht irgendwelche Brutalos mit Waffen.

P.S.: Meine Contergangeschädigte Bekannte hat es trotz allem geschaft, 2 Kinder zu bekommen und Großzuziehen.
Wenn ich meine, daß Leben schaft mich mal wieder denke ich an Sie und alles relativiert sich wieder. Ich habe sehr große Achtung vor solchen Menschen.

[ nachträglich editiert von Rainer1962 ]
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17.05.2014 00:39 Uhr von TeKILLA100101
 
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also ich bin mal vorsichtig im Verurteilen der Eltern. Die haben ein Kind bekommen, welches nicht unseren "Standards" und unseren "Leistungsansprüchen" genügt. Natürlich wollen die das nicht wahr haben. Natürlich wollen die, dass ihr Kind möglichst normal aufwächst....
Ich glaube es ist gar nicht so einfach sich als Eltern damit abzufinden, dass ihre Kinder nicht so sind, wie die anderen Kinder in der Nachbarschaft. Ich mache denen keinen Vorwurf, ich würde denen versuchen klar zu machen, was das Beste für ihr Kind ist. Aber unser Kultusminister Andreas Stoch (SPD) entscheidet lieber über Köpfe hinweg... Politiker halt, egal ob SPD, CDU oder sonst irgendeine Partei... denen geht es nur um den eigenen Arsch... und dass er je nach belieben gefüllt oder ungefüllt ist...
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17.05.2014 01:14 Uhr von shadow#
 
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Sorry aber ein Gymnasium ist keine Beschäftigungstherapie.
Hörgeräte, Braille-Tastaturen und rollstuhlgerechte Gebäude kann man für Geld kaufen, manchmal gibt es aber eben keine Lösung.
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17.05.2014 02:13 Uhr von ms1889
 
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nuja, herr minister: früher hat man sie zur gaskammer verwiesen...ihre eingabe besagt das selbe.

behinderte werden wieder als belastung, ekel und unnatürliches in deutschland gesehen. das sieht man auch an den vielen "einsparungen" bei behinderten.

dieses und harz4 zeigt klar wo der weg hingeht: 10 reiche und 80 millionen bettler.

und an die komentare hier:
ihr mißversteht was... das ist eine integrative schule... wo BEHINDERTE und NICHTBEHINDERTE sind.
es bedeutet auch, das die ablehnung vollkommen willkührlich getroffen ist.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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17.05.2014 14:48 Uhr von skipjack
 
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Die Spdlerin hat scheinbar die Anzahl der Schwerbehinderten nicht registriert.

Für gewisse Alt-Hippies ist Integration halt "nur" der Blick durch die Rosa Brille, mit Multi-Kulti, der nie funktioniert hat und funktionieren wird, da deren "Gebetsbücher" diese Integration vehement verbieten...

Fazit:
Es gehört viel Gesicht und soziale Ader dazu, Schwerbehinderte zu integrieren, wie die UN Konvention und EU AGG es fordern...

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