15.05.14 11:17 Uhr
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Schwerte: Milchpulver statt Drogen - Urteil gegen Mann gefällt(Update)

Am Mittwoch wurde in Schwerte das Urteil gegen einen Mann, welcher Milchpulver statt Drogen kaufte, gefällt (ShortNews berichtete).

Auch wenn keine Drogen bei dem Deal im Spiel waren, so muss der Mann doch lange in Haft. Der 49-Jährige erhielt eine Haftstrafe von 39 Monaten.

"Es gibt hier ein ernsthaftes und vor allem vollendetes Drogengeschäft. Der Angeklagte wollte Amphetamin und nichts anderes", so die Richter in ihrer Urteilsbegründung.


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WebReporter: angelina2011
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Urteil, Droge, Schwerte, Milchpulver
Quelle: www.westline.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.05.2014 14:26 Uhr von Borgir
 
+3 | -2
 
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Vollendetes Drogengeschäft wenn er Milchpulver gekauft hat? Hat der Richter vielleicht was genommen als er sich diesen Schwachsinn ausgedacht hat?
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15.05.2014 14:48 Uhr von xSounddefense
 
+3 | -1
 
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@borgir, wok!

Meine Güte, es ist nicht leicht, mal ein bisschen weiter zu denken, oder?
Weshalb ist der Typ denn zu dem Treffen gefahren? Nicht, um sich Milchpulver zu kaufen. Im Glauben, Amphetamin zu bekommen hat er den Handel vollzogen, dem Dealer die Kohle gegeben und das vermeintliche Amphetamin mit nach Hause genommen. Was soll das nach deiner Meinung sein? Natürlich ist das ein vollendeter Drogenhandel. Das er letztlich das Pech hatte vom Dealer verarscht worden zu sein, spielt dabei einfach keine Rolle vor dem Gesetz.

Darüber hinaus geht´s in dem Fall auch noch um 500g Marihuana, 70g Amphetamin und 10g Kokain, was in seiner Wohnung gefunden wurde und nicht nur als Drogenbesitz, sondern auch als Handel in nicht geringer Menge geahndet wird.

[ nachträglich editiert von xSounddefense ]
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15.05.2014 14:51 Uhr von Jolly.Roger
 
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Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?

Der Verurteilte hatte die volle Absicht Drogen zu kaufen und wurde nur von den beiden über den Tisch gezogen. Er hat für das bisschen Milchpulver 1750 Euro bezahlt.
Außerdem hat er das alles auch noch gestanden und es wurden weitere Drogen und Utensilien zum Verkauf von Drogen bei ihm gefunden.

Der Versuch ist strafbar. Punkt.
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15.05.2014 17:27 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -1
 
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@wok!

"Kürzlich wurde das Gerichtsurteil (Gefängsnisstrafe) gegen einen, der in seiner Küche eine Bombe zusammenbastelte, aufgehoben, weil er die Bombe nicht fertigstellte und einsetzte."

Hättest du mal besser den Fall etwas genauer gelesen.

1. Das Urteil wurde nicht aufgehoben, der Fall wurde vom BGH wieder zurück ans Landgericht gegeben.
2. Es geht explizit um den Vorwurf der "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat", also ob er beim Bau der Bombe bereits ein Attentat geplant hatte oder nicht. Könnte ja auch sein, dass er sich damit nur selbst auf seinem Privatgrund in die Luft jagen wollte. Kein "Attentat", aber trotzdem der Bau einer Bombe. Pläne hatte er sich ja besorgt, das steht außer Frage....
3. Wenn er nicht für die schwerere Straftat "staatsgefährdende Gewalttat" angeklagt werden kann, dann wird er auf alle Fälle für den Bau der Bombe angeklagt. Der Staatsanwalt hatte sich eben für das ernstere Vergehen entschieden.

Du musst also schon ein bisschen genauer lesen und verstehen und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und sie als Orangen bezeichnen.

"Es ist schon interessant, wie unsere Richter mit zweierlei Maß messen.... "

Das bedeutet aber nicht, dass dieses Urteil hier zu streng war, sondern dass die Kinderschänder wegen ihren Deals mit der Justiz extrem milde bestraft werden!

Oder willst du sagen, dass eine Bewährungsstrafe für Kinderschänder OK ist, solange Drogendealer auch nur eine Geldstrafe bekommen? Dann stimmt das Maß ja eigentlich wieder, oder? ^^


Übrigens: In einem ähnlichen Fall hat ein Mann eine Bombe gebastelt und wollte sich vor den Augen seiner (Ex-)Freundin in die Luft jagen.
Keine Anklage wegen eines Attentats, dafür 1 Jahr Knast für 4 Jahre auf Bewährung wegen Bombenbastelns. Er hat die Bombe auch nicht fertiggestellt....lebt dafür jetzt wieder mit seiner Ex zusammen.... ;-)

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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15.05.2014 21:04 Uhr von xSounddefense
 
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Kann Jolly da nur zustimmen..
Es geht einfach nicht um "was hätte, wenn, wäre" sondern was die Fakten sind. Es gibt Regelungen, wie viel Eigenbedarf ist und ab wann man die Menge als handelbar betrachtet. Der Richter bewegt sich hier im Rahmen der zutreffenden Gesetze und hat danach ein Urteil zu sprechen.

Ein Kinderschänder wird anhand ganz anderer Gesetze und "Regelungen" verurteilt. Ja, das sind zweierlei - ganz verschiedene Maße der (Ver)Urteilung und das ist gut so!
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16.05.2014 15:38 Uhr von Shortster
 
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@xSounddefense:

Genau. "Hätte". Es "hätten" auch echte Drogen sein können.

Das Problem an dieser Meldung ist, dass das überall so dargestellt wird, als ob er für den Kauf von Milchpulver bestraft wurde.

Und das ist auch das "Problem" von Borgir und vom Richter. Es ist eigentlich kein vollendentes Drogengeschäft. Wenn der Richter das genau so begründet hat, wäre das fatal.

Der eigentliche "Deal" ist straffrei. Der Typ hat sich "einfach nur" (sehr teures) Milchpulver gekauft. Daran gibt es nichts strafbares.

Der Typ hat allerdings (ernsthaft) versucht sich Drogen zu beschaffen und das auch gestanden. Und DAFÜR gab es die Strafe. Für die versuchte Beschaffung harter Drogen.

Zusätzlich gab es noch Ärger wegen der tatsächlichen Drogen die er bei sich in der Wohnung hatte.
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16.05.2014 17:57 Uhr von Jolly.Roger
 
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"Das Problem an dieser Meldung ist, dass das überall so dargestellt wird, als ob er für den Kauf von Milchpulver bestraft wurde. "

Stimmt.

Er wurde für Kauf von Drogen bestraft. Dass er nur Milchpulver bekommen hat, ändert an seiner Absicht ja nichts. Denn das hatte er ja definitiv vor, oder fällt jemandem noch ein anderer Grund ein, für ein paar Kilo Milchpulver 1750 Euro zu bezahlen?

Dass er statt den Drogen nur Milchpulver bekommen hat, wusste er zum Abschluß des Geschäfts ja nicht, also ist es in der Tat ein vollendetes Drogengeschäft, weil die ABSICHT zählt, und nicht, dass er von den Verkäufern übers Ohr gehauen wurde.
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28.05.2014 09:59 Uhr von Dreamwalker
 
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Ein Drogendealer sollte wegen Marihuana gar nicht, wegen Koks je nach Menge zu einigen Monaten bis Jährchen und bei Heroin mindestens für ein paar Jahre eingeknastet werden.
Bei Milchpulver allerdings hört der Spaß auf.

Kinderschänder sollten einige Jahre in den Knast und dann viele viele Jahre in eine geschlossene Anstalt, oder auch gleich Letzteres, aber die offenbar pädophile Regierung ( siehe Ledathy ) sieht das natürlich etwas anders.

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