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Kürten: Gesetz von 1900 zwingt Rentnerin ihr Haus abzureißen

Bergisch Kürten: Rentnerin C. Liedtke wollte ihren Lebensabend in dem alten Fachwerkhaus von 1939 verbringen. Da ihr jedoch das Treppensteigen immer schwerer fiel, entschloss sie sich das Haus zu verkaufen.

Sie brauchte für den Verkauf des Hauses noch einige Unterlagen. Ein Notar empfahl ihr einen Flurplan zu organisieren. Dabei stellte die Kreisverwaltungsbehörde Bergisch Gladbach fest, das eine Baugenehmigung fehlte.

Kurz darauf erhielt sie vom Amt Post, dass sie ihr Haus bis November abreißen muss.


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WebReporter: noobgen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Haus, Gesetz, Abriss
Quelle: www.focus.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.05.2014 11:12 Uhr von Launcher3
 
+34 | -9
 
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Wo bitte steht in der Quelle, das Haus hätte 250000,- Euro gekostet ? Außerdem gehts nicht um ein Gesetz von 1900, sondern schlicht darum, dass die Genehmigung fehlt.
Meine News zum selben Thema wurde leider abgeschmettert, obwohl sachlich richtig!
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15.05.2014 11:17 Uhr von brycer
 
+58 | -3
 
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Versteh ich das richtig? 75 Jahre lang ist es nicht aufgefallen dass für das Haus keine Baugenehmigung existiert.
Jetzt, nachdem der Amtsschimmel sich entschlossen hat sich doch einmal zu bewegen, soll das Haus innerhalb kurzer Zeit weg.
Jahrzehntelang hat sich niemand daran gestört und die Behörden haben geschlafen.
Anstatt über eine nachträgliche Genehmigung (man könnte es auch Duldung nennen) nachzudenken und ein altes Fachwerkhaus zu erhalten soll dieses abgerissen werden - wohl um einem seelenlosen Betonklotz oder ähnlichen Hässlichkeiten Platz zu machen.

Wer hat denn bei den Behörden so lange tief und fest geschlafen?
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15.05.2014 11:30 Uhr von Launcher3
 
+10 | -12
 
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@ Analtrompeten-Peter

Da irrst du gewaltig. Habe schon mehrere "baupolizeiliche " Genehmigungen bis 1940 gesehen ! Bis 1943/1944 hat ja das öffentliche Leben normal funktioniert !
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15.05.2014 11:30 Uhr von Schmollschwund
 
+18 | -2
 
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Muss "Launcher" da recht geben. In der Quelle steht lediglich, dass der Abriss 25.000 € kosten soll. Weiß nicht, wo die 250.000 € herkommen sollen?

Schon seltsam: Das Haus steht jahrzehntelang, niemanden stört es, es schadet niemandem, es hatte wohl seiner Mieterin/Besitzerin immer ein warmes Dach geboten, und nur weil EINE Baugenehmigung fehlt, nur deshalb ist das Haus jetzt schlecht und muss abgerissen werden.

[ nachträglich editiert von Schmollschwund ]
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15.05.2014 11:31 Uhr von aiio
 
+3 | -1
 
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Wo steht da überhaupt etwas von 250.000,- Euro??? Der Abriss soll 25.000,- Euro kosten.
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15.05.2014 11:33 Uhr von xlibellexx
 
+18 | -2
 
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die muss doch jährliche Grundsteuer gezahlt haben ? wenn dem so ist , kann Sie ja sagen , wieso dann die Jährlichen Steuern , wenn dort kein Haus stehen dürfte .

und die anderen Kosten als Hauseigentümer , Müll, Abwasser usw.

und im Jahre 39 war Deutschland mit was anderem beschäftigt !!!!!
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15.05.2014 11:39 Uhr von kingoftf
 
+12 | -4
 
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Komisch, kann das nicht im Nachhinein legalisiert werden?
So was wie Gewohnheitsrecht?

Ist zumindest bei meiner Wohnung in El Medano hier auf Teneriffa so der Fall gewesen, das ganze Haus "existierte" ebenfalls nicht, Baujahr Mitte der Sechziger, aber der Verwalter hat nun alles in trockenen Tüchern, nach jahrelangem Papierkrieg
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15.05.2014 11:42 Uhr von Hallominator
 
+17 | -0
 
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An solche Fälle sollte man anders herangehen. Gibt es denn einen Grund, weshalb das Haus keine Genehmigung kriegen sollte? Ist es instabil oder stört es in der Lage (ganz plötzlich)? Nur weil keine offizielle Genehmigung vorliegt, heißt es nicht, dass das Haus keine bekommen hätte, wenn man das angemeldet hätte. Die Verantwortlichen leben außerdem wahrscheinlich eh nicht mehr, also was soll das? Muss man da jetzt die arme Frau so quälen statt einen kleinen Eintrag im Bebauungsplan vorzunehmen?
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15.05.2014 11:54 Uhr von Launcher3
 
+2 | -0
 
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Das Problem ist, daß nach Bundesbaugesetz von 1960 Außen-und Innenbereiche von bebaubaren Gebieten festgelegt wurden. Danach waren alle im "Aussenbereich" befindl. Häuser plötzlich "illegal". Hinzu kommt, dass in´ehem. DDR Gebieten Kleingartensiedlungen mit Häusern bebaut wurden. Die waren nach der Wende ebenfalls plötzlich illegal.
Habe selber ein nach Lesart der Gemeinde "Baugrundstück" aufgeben müssen, weil nach § 34 Baugesetz im Aussenbereich. Danach hätte die Gemeinde ne neue Satzung zur Bebaubarkeit beschliessen müssen. Das hätte Jahre gedauert. Also immer erst im BAUAMT nachfragen. Ist ebenfalls, wie vieles in D, NICHT kostenlos. Ich hatte die Wahl zwischen dem (kostenlosen) Zurückziehen der Bauvoranfrage oder dem (kostenpflichtigen) Ablehnen derselben !

[ nachträglich editiert von Launcher3 ]
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15.05.2014 12:11 Uhr von quade34
 
+2 | -0
 
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Wenn das umsichgreift, sollte man eine große Abrissfirma gründen. Mehr Geld kann man mit amtlicher Hilfe nicht verdienen.
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15.05.2014 12:45 Uhr von brycer
 
+6 | -0
 
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@Launcher3:

Ein Gesetz von 1960 ist immerhin auch schon 54 Jahre alt. Trotzdem hat sich anscheinend niemand an dem Haus gestört oder sich darum gekümmert.
Macht die Gemeinde, Stadt oder der Kreis nie irgendeine Bestandsaufnahme, bei der so ein ´Schwarzbau´ auffallen müsste? Anscheinend nicht.
Man muss also die Behörden mit der Nase drauf stoßen, damit die irgendwas merken.
Aber wehe du bist mit irgendwelchen Abgaben um 3,50€ nur zwei Tage im Verzug... da sind sie dann in der Lage dass sie dir den Gerichtsvollzieher oder die Staatsmacht auf den Hals hetzen. ;-P
Ob das Haus nun 250.000€ wert ist oder der Abriss ´nur´ 25.000€ kostet (dabei wird ja auch der Wert des Hauses vernichtet - aso kommt da noch einmal ein Betrag X drauf ;-D) ist doch irgendwo nebensächlich. Für die alte Frau ist das bestimmt viel Geld.
Und das nur, weil die Behörden eine ganze Generation lang den Schlaf der Gerechten geschlafen haben. ;-)
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15.05.2014 13:04 Uhr von ar1234
 
+23 | -0
 
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Das ist echt eine bodenlose Frechheit. Ein Haus muss abgesissen werden, weil ein Dokument aus der Zeit des zweiten Weltkriegs fehlt. Da hört der Spaß echt auf. In Zeiten heutiger EDV Technik, Grundstückssteuer und Finanzamt sollte es doch möglich sein, solche Fälle aufzudecken und nachträglich mit Genehmigungen zu versorgen. Es ist eh niemanden geholfen, wenn ein altes Haus jetzt doch wieder abgerissen wird.

Manchmal... ähm eigentlich schon fast immer.... habe ich das Gefühl, wir leben in einem Land, dass von Vollidioten regiert und verwaltet wird.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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15.05.2014 13:11 Uhr von Tanger
 
+5 | -0
 
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Der Amtsschimmel ist in diesem Fall ein lahmer Ackergaul.

[ nachträglich editiert von Tanger ]
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15.05.2014 13:15 Uhr von brycer
 
+8 | -0
 
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@Tanger:
Der Ackergaul war erst mal 75 Jahre lang scheintot, bevor er, von der Pferdebremse in den Hintern gestochen, wieder Lebenszeichen von sich gab. ;-P

@art1234:
"... habe ich das Gefühl, wir leben in einem Land, dass von Vollidioten regiert und verwaltet wird."
Ich habe das Gefühl dass dein Gefühl vollkommen recht hat. ;-)

[ nachträglich editiert von brycer ]
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15.05.2014 13:40 Uhr von perMagna
 
+13 | -0
 
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Alten Omas die Buden abreißen aber an Intensivtätern scheitern.

Dieses Land ist immer so extrem... Warum nicht einmal vernünftig?
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15.05.2014 13:45 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -10
 
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Nur leider wird bei allen Kommentaren etwas wesentliches Vergessen (hier werden ja Quellen nicht gelesen, sondern eher der News vertraut):

Die hier angesproche Oma hat das Haus vor 9 Jahren gekauft. Also ich lass mir bei einem Hauskauf immer alles vorlegen und übergeben und dazu gehört auch die Baugenehmigung usw.
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15.05.2014 14:29 Uhr von Hallominator
 
+9 | -0
 
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@ Suffkopp
Im Gegenteil, die Tatsache macht es sogar noch schlimmer. Eine gutmütige ältere Dame kommt nämlich erstmal gar nicht auf die Idee, dass ihr ein illegales Haus verkauft wird. Warum auch? Wahrscheinlich wusste sie nicht einmal, auf welche Dokumente es wirklich ankommt. Sie mochte das Haus und hat es gekauft.
Und da es nicht einmal ihre Familie war, die ohne Genehmigung gebaut hat, kann man ihr die Schuld daran nun wirklich nicht geben. Sie ist hier ein Opfer, wenn man das so nennen will. Jetzt soll das Haus abgerissen werden und die Frau soll diese Frechheit auch noch bezahlen?
Ein 75 Jahre altes Haus, an dem es bis auf diese Formalität nichts auszusetzen gibt und das von vielen Bewohnern als "schon immer da" angesehen werden kann?
Da habe ich kein Verständnis für.
Dieses Haus gehört anerkannt, meinetwegen kann man da eine "Gebühr" bzw. Geldsumme der Strafe wegen verhängen, obwohl auch das der Frau gegenüber unfair wäre.
Aber kompromisslos auf einen Abriss zu bestehen, geht gar nicht. Faith in humanity restored... NOT!
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15.05.2014 15:03 Uhr von Launcher3
 
+1 | -0
 
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@ wok

"also ich würde das auch ohne Hinweis machen. Ein Hauskauf ist schließlich was anderes als ein paar Schuhe zu erwerben."

Das mit den Schuhen ist zwar korrekt :-) Aber das zieht wieder eine Welle von Gebühren zu lasten der Erwerber nach sich, weil Auskünfte kosten Geld, und bis du die Info hast, ist das gute Häuschen, weil vielleicht ein Schnäppchen, weg. Du musst ja heute eine Bauvoranfrage stellen, sonst kriegst du keine Auskunft, und die kostet, übrigens auch die Ablehnung einer solchen (siehe oben), genausoviel wie eine echte Baugenehmigung. Habs ja durch ! Na vielen Dank !
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15.05.2014 15:51 Uhr von erdengott
 
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Die Behörden waren durchaus bereit der Frau dort als Kompromiss, Stichwort "Menschlichkeit und Kulanz", ein lebenslanges Wohnrecht zu gewähren. Nur halt ein Besitzerwechsel ist nicht drin.
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15.05.2014 16:51 Uhr von gugge01
 
+1 | -0
 
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Sie sollte sich an den „VDGN e.V.“ wenden die haben tag täglich mit solchen fällen zu tun.

Für das Jahr 1939 sollte geprüft werden ob der Bau im Rahmen eines NS Sozialprogramms pauschal genehmigt wurde. Hierbei sind durchaus fälle bekannt wo der Grundbucheintrag „vergessen wurde“ oder die Genehmigung nach dem Krieg „verschwunden“ sind.

Bsw. wurden damals neben den bekannten Arbeiterwohnsiedlungen auch auf den Lande Landarbeiter im Bau von Wohnhäusern unterstützt um die Lebensbedingungen zu verbessern.
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15.05.2014 19:02 Uhr von Knutscher
 
+1 | -2
 
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Die Frau hätte beim Kauf darauf achten müssen, das ALLE Unterlagen ordnungsgemäß vorliegen. Aufgrund der Fehlenden Unterlage und der langen Zeitdauer ist davon auszugehen, das die Frau vorsätzlich und wissentlich in dem illegalen Haus gewohnt hat.
Zu den Beseitigungskosten für das Haus, sollte sie demnach sowohl eine Geldstrafe bekommen als auch die Wiederherstellung des Grundstücks bezahlen.

Einfach nur dreist .............
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15.05.2014 20:14 Uhr von Rechtschreiber
 
+3 | -0
 
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Fachwerk? Dann ganz schnell das Haus unter Denkmalschutz stellen lassen.
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15.05.2014 20:31 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -2
 
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@Knutscher - das verstehen hier einige einfach nicht - oder sie wollen es nicht. Denn es ist ja einfach auf den Staat zu schimpfen.

Ich kennes nur so das ein Hauskauf grundsätzlich mit Notar gemacht werden muss und dem Notar müssen vorher bestimmte Unterlagen zugestellt werden.

Checkliste: Unterlagen für den Hausverkauf

amtliche Flurkarte
Grundbuchauszug
Grundrisse / Bauplan
Wohnflächenberechnung
Energieausweis
Berechnung des umbauten Raumes
Aufstellung über Modernisierungen / Sanierungen
Mietverträge
aktueller Wirtschaftsplan mit Angabe der Höhe der
Instandhaltungsrücklage
Nebenkostenabrechnungen der letzten 3 Jahre
Verwaltervertrag bei nicht selbst verwalteten Immobilien
Feuerversicherungsnachweis bei Mehrfamilienhäusern
Erbpachtvertrag
Erbbauvertrag

Sämtliche oben genannte Unterlagen müssen vor dem Notartermin beim Notar eingereicht werden. Der Notar verfasst den Kaufvertrag.

Also hatte die alte Dame einen schlechten Notar. Dann sollte sie den verklagen.
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15.05.2014 23:03 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -0
 
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15.5., gegen 11:50...
Der SN-User Quay stellt ganz entsetzt fest, dass er heute ja noch gar nicht gehetzt hat!
Na, das musste er aber schnell nachholen...
Und, gings danach wieder besser?
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16.05.2014 07:10 Uhr von Jani26
 
+2 | -0
 
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Echt, nach 75 Jahren ohne Worte die Frau hat schon genug erlebt in ihrem Leben und dann sowas da merkt man mal wieder wie Unmenschlich,Herzlos manche Leute sind.

Soll die Stadt doch Ihr das Haus abkaufen, dann können die machen was die wollen. Aber so zu agieren und enem ohne etwas stehen und ausbluten zu lassen, für die evtl. Fehlern deren Seits, kennt man ja von den meisten Behörden.

,, Ich finde man sollte der Frau unter die arme greifen und ihr aus einer Spendenaktion, ein Treppenlift einbauen lassen oder ähnliches um ihr den aufstieg zu erleichtern. Nach 75 Jahren stecken mehr wie ,,NUR" ein paar Erinnerungen drin. Wenn´s Verkauft werden würde hätte Sie ja dennoch was davon . Doch der Abriss, der reißt alles ab und nicht nur Materiell sondern auch innerlich wovon ich ein lied singen kann als mein Elternhaus weichen musste es waren keine 75J. sondern nur 21J. die allerdings mein Leben, in diesem Haus angefangen habwn zu prägen."

Armes Deutschland die Titanic sank schon tief, doch einige schaffen es das man noch tiefer sinken kann

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