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Kongo: 190 Anklagen wegen Vergewaltigungen durch Soldaten - zwei Urteile

Am 20. November letzten Jahres hatten Regierungssoldaten des Kongo die Millionenstadt Goma verwüstet und waren über die Bewohner hergefallen. Eine UN-Untersuchung ergab, dass es insgesamt 135 Vergewaltigungen gab. Durch Druck der UN kamen die Täter nun auch vor Gericht.

Jedoch hat das Militärstribunal in dem bis jetzt größten Prozess gegen die Regierungsarmee nun zweifelhafte Urteile gefällt. Höhere Offiziere wurden freigesprochen, wo hingegen einfache Soldaten und Unteroffiziere zwischen zehn und 20 Jahren Haft erhielten.

Auch gab es nur zwei Schuldsprüche wegen Vergewaltigung, obwohl die Anklage insgesamt auf 825fache Plünderung, 190fache Vergewaltigung und einen Mord lautete. "Für das Gericht hat es in Minova keine Vergewaltigungen gegeben", so einer der Opferanwälte.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Vergewaltigung, Kongo, Soldaten
Quelle: www.taz.de

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