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USA: Lehrer provozierten Schüler zur Holocaustleugnung in ihren Essays

Lehrer im US-Bundesstaat Kalifornien hatten einen Kurs ausgearbeitet, der sich mit dem Tagebuch von Anne Frank, das Mädchen starb im KZ Bergen-Belsen, befassen sollte. Die Schüler sollten dazu eine Abhandlung schreiben: Ob sie daran glauben würden, dass der Holocaust wirklich stattfand.

In der argumentativen Abhandlung sollten die 13- und 14-jährigen Schüler darlegen. ob es sich beim Holocaust um ein tatsächlich geschichtliches Ereignis oder um ein politisches Konstrukt, zur Steuerung von Emotionen und Reichtum handeln würde.

Die Schulbehörde hat inzwischen das Projekt gestoppt. Die Schüler brauchen diesen Essay nicht schreiben. Obwohl der Kurs gestoppt wurde, werde man sich allerdings weiter mit jüdischen Gruppierungen zu dem Thema auseinandersetzen.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: USA, Schüler, Lehrer, Holocaust
Quelle: www.aljazeera.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2014 12:31 Uhr von Hallominator
 
+7 | -11
 
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Es geht um das KZ Bergen-Belsen, nicht Belsen-Belsen. Bitte schnell korrigieren. ;)
Ansonsten gut, dass das Projekt gestoppt wurde.
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08.05.2014 12:42 Uhr von Shifter
 
+32 | -10
 
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warum gut? selber denken ist nicht erwünscht wenns um sowas geht?
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08.05.2014 13:04 Uhr von Hallominator
 
+7 | -12
 
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@ Shifter
Wenn es darum gehen würde, zu diskutieren, inwiefern die Gedenkstätte Bergen-Belsen heutzutage von Politik, Medien oder wem auch immer zu Propagandazwecken benutzt wird, dann wäre es durchaus eine Sache, über die man zum Nachdenken anregen könnte.
Aber den verdammten Holocaust selbst zu leugnen, ist komplett unangebracht, darüber sollten wir eigentlich nicht reden müssen.

Edit:
@ Wolfsburger
Der 2. Absatz ist meiner Meinung nach eindeutig geschrieben, es geht wirklich darum das Ereignis an sich zu leugnen, da die Frage lautet, ob der Holocaust stattfand oder eine Propagandamaßnahme war.

[ nachträglich editiert von Hallominator ]
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08.05.2014 13:05 Uhr von Azeruel
 
+1 | -3
 
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Inwiefern hat jetzt die Überschrift etwas mit der News zu tun? Verarschen kann ich mich alleine... Hier wurde der Sinn von Essays und der anschließenden Kursinternen Debatte darüber eindeutig verinnerlicht!
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08.05.2014 13:43 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -12
 
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08.05.2014 14:00 Uhr von KingPiKe
 
+10 | -3
 
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Und wo genau wurden die Schüler jetzt genötigt, den Holocaust zu leugnen?
Die Aufgabenstellung ist doch ganz klar:

Die Schüler sollen sich Gedanken darüber machen was da genau passiert ist.

"ob es sich beim Holocaust um ein tatsächlich geschichtliches Ereignis oder um ein politisches Konstrukt, zur Steuerung von Emotionen und Reichtum"


Sorry, aber nur wenn man es nicht anders will, sieht man darin eine "Provokation zur Holocaustleugnung". Aber mich wundert heutzutage ja nichts mehr.

Und nein lieber politisch korrekter Mensch, ich leugne den Holocaust nicht.
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08.05.2014 14:08 Uhr von Azeruel
 
+7 | -4
 
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Wenn ich also die Schüler dazu animiere Ihre Meinungen und Thesen über das Thema zu äußern um Ihre Schlussfolgerungen im Einklang mit den historischen Fakten zu reflektieren, dann ist das aus offensichtlichen Gründen natürlich eine Leugnung historischer Fakten, das macht komplett Sinn ... Wie käme man auch dazu pubertierenden Jugendlichen beizubringen Theorien, ob Verschwörung oder nicht, kritisch zu hinterfragen.

[ nachträglich editiert von Azeruel ]
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08.05.2014 14:21 Uhr von bstraten
 
+5 | -3
 
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Wahrheit braucht kein Gesetz.
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08.05.2014 16:44 Uhr von NilsGH
 
+4 | -3
 
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@ KingPiKe
"Und wo genau wurden die Schüler jetzt genötigt, den Holocaust zu leugnen?
Die Aufgabenstellung ist doch ganz klar:

Die Schüler sollen sich Gedanken darüber machen was da genau passiert ist."

Stimmt. Jeder, der NEUTRAL an die Aufgabenstellung geht, kann das erkennen.



@ Hallominator
"Der 2. Absatz ist meiner Meinung nach eindeutig geschrieben, es geht wirklich darum das Ereignis an sich zu leugnen, da die Frage lautet, ob der Holocaust stattfand oder eine Propagandamaßnahme war."

Stimmt, ist er:
"In der argumentativen Abhandlung sollten die 13- und 14-jährigen Schüler darlegen. ob es sich beim Holocaust um ein tatsächlich geschichtliches Ereignis oder um ein politisches Konstrukt, zur Steuerung von Emotionen und Reichtum handeln würde."

Es ist eine Aufgabe, die eigentlich nur zu einem Ergebnis kommen kann: Es ist ein tatsächliches historisches Ereignis". Und jeder Schüler, der sich damit vernünftig auseinander setzt, wird dies erkennen. Dennoch bringt eine korrekte Recherche frei zugänglicher Quellen auch Ungereimtheiten im Vergleich zu den "Fakten" von Schulbüchern hervor. Jeder Geschichtshistoriker wird das bestätigen können.

Darauf wollte der Lehrer wohl hinaus. Oder daruaf, dass viele verblendete Menschen den Holocaust leugnen. Gib das doch mal bei google ein und schau, von wem da alles Zitate auftauchen. Schüler hätten das wohl als erstes gemacht und dann festgestellt, welche ... naja, "seltsamen" Aussagen da auftauchen.

Also kann da von einer Behauptung wie in der Überschrift eigentlich nicht mal im Ansatz gesprochen werden.
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08.05.2014 18:54 Uhr von perMagna
 
+5 | -1
 
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Das nimmt ja schon religiöse Züge an. Bloß nicht zweifeln, sonst bist du ein Ungläubiger.

Ist doch begrüßenswert, dass die Schüler selbstständig die Verbrechen der Nazizeit aufarbeiten und nicht eine vorgefertigte Meinung einverleiben.
Denn keine Erkenntnis ist stabiler als die, die man sich selbst erarbeitet hat.
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08.05.2014 19:05 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -0
 
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Mal andersrum. Wenn man sich mal anschaut was heute so alles passiert und auch politisch vertreten wird, was ja jetzt schon zu einem Großteil gelogen ist, dann muß man zwangsläufig auch die Geschichte in Frage stellen.
Ein geschichtliches Ereignis zu leugnen setzt wie dessen Akzeptanz eine Bestimmtheit voraus, die man nicht immer aufzubringen vermag. Die korrekte Anwort muß also bei praktisch allem was man nicht selbst erlebt hat "Ich weiß es nicht" lauten.
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08.05.2014 19:28 Uhr von jschling
 
+2 | -6
 
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oha, hier kommen kleine verkappte Nazis aber aus ihren Löchern gekrochen :-(( wirklich erschreckend, was ich hier teilweise an Kommentaren lese und Berwertungen sehe

es steht ausser Frage, dass sowas zu unterbinden ist !
in einem Studium, also bei relativ erwachsenen Menschen >18 Jahren mag so eine Fragestellung vielleicht erlaubt sein, bei 13-14jährigen, für welche der Lehrer eine Respektsperson darstellen sollte (muss nicht immer so sein *g*), ist das völlig daneben, für mich gehört der Lehrer wegen Unfähigkeit suspendiert.

@Carnap
aus welchem Land auch immer du kommen magst (offensichtlich ja kein Deutscher):
als Volk müssen wir damit leben, aber du glaubt doch nicht ernsthaft, dass wir (also zumindest ich und alle anderen <80 Jahren) uns was davon annehmen und mies fühlen ?
Zumindest kann ich als Deutscher erhoben Hauptes sagen: so sche!sse das auch gewesen ist, aber wenigstens die Vergangenheitsbewältigung ist völlig in Ordnung, dafür muss man sich nicht schämen und mehr wie eine ordentliche Vergangenheitsbewältigung kann man von MIR nicht mehr erwarten.
Also da gibts andere Länder, welche da deutlich andere Wege gehen (Indianerkultur recht erfolgreich ausgelöscht > Western drehen, Vietnam platt machen > Rambo drehen usw), von denen man eine selbstkritische Analyse des 2. Weltkrieges sicherlich nicht erwarten kann (und auch dort wurden grobe "Fehler" gemacht im 2. Weltkrieg, menschlich verständlich, oder auch nicht lassen wir mal dahingestellt).
Wir Deutschen waren in dieser Form vielleicht die Ersten grossen Nazis und wie die deutsche Gründlichkeit eben ist, hat man das auch direkt perfektioniert, aber politische Entwicklungen in anderen Ländern und "Versuche" (auch in Amiland, "Die Welle" wird dir vielleicht was sagen), zeigen doch deutlich, dass das alles andere als ein deutsches Phänomen ist sondern jede Gruppe/Volk erreichen kann

PS: persönlich sehe ich mich auch nicht als Verlierer des Krieges, 69 geboren... da war schon alles wieder recht OK, Wirtschaftswunder usw. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie mein Leben aussehen würde, wenn wir den Krieg nicht verloren hätten, ich bin überzeugt, dass wir dann vielleicht eine erfolgreiche Nation wären, mittlerweile vielleicht die Welt beherschen würde, aber für mich als einzelne Person, der es eigentlich völlig egal sein kann wie gross oder klein mein Land ist, hätte das meiner Meinung nach sehr grosse Nachteile, weshalb selbt ich als Deutscher mich als Gewinner des Krieges sehe

[ nachträglich editiert von jschling ]
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08.05.2014 19:53 Uhr von Reape®
 
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was ist mit dem massaker in odessa, zählt das auch als holocaust oder gibts es da einen richtwert, wieviel opfer es sein müssen, damit es als holocaust zählt?
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08.05.2014 19:57 Uhr von jschling
 
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@ Reape®
macht das unsere deutsche Vergangenheit in irgendeiner Form besser ?
fühlst du dich gut, wenn du sagen kanst "die aber auch" ??
das eine hat mit dem anderen doch garnichts zu tun und relativiert nicht wirklich und legitimiert noch viel weniger
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08.05.2014 22:36 Uhr von bstraten
 
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Eher die Ausrottung der indogenen Bevölkerung bei der "Kolonialisierung".
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10.05.2014 06:36 Uhr von Surrender
 
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Und wieder rotiert Sophie Scholl im Grab. Wirklich ALLE kritischen Kommentare werden mit mehr Minus als Plus bedacht, während diejenigen, die klipp und klar pro Holocaustleugnung tendieren, mit mehr Plus bedacht werden.

Stellt euch doch nicht dümmer, als ihr seid. Wenn an der Frage, ob eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte wirklich passiert ist, herumdoktort, dann KANN das nur tendenziös sein. Was soll denn bei der Frage heraus kommen? Das Ereignis ist unstrittig, hier gibt es nichts zu deuteln, hier gibt es nichts zu interpretieren. Und wer das bestreitet macht einen Schritt in genau diese Richtung: Holocaustleugnung.

Kritische Auseinandersetzung geht anders, das wissen gewisse herren ganz genau und das weiß auch dieser Lehrer. Hört mir bloß auf mit diesem Wischiwaschi von wegen der Sieger schreibt die Geschichte. Das ist eine absolut perfide Andeutung.

[ nachträglich editiert von Surrender ]
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16.05.2014 13:56 Uhr von Schillerlocke
 
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@Surrender

Ich stimme völlig zu, bloß nicht darüber nachdenken, das verwirrt nur.

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