07.05.14 20:39 Uhr
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Wie werden Roboter-Autos auf unvermeidliche Unfälle reagieren?

Einige Autounfälle werden auch für autonome Fahrzeuge unvermeidlich sein. Sei es ein plötzlich aus dem Wald hervorspringendes Reh, ein unvorhersehbares Ausweichmanöver eines anderen Fahrzeugs oder einfach nur die Fehlfunktion eines Sensors. Der Mensch würde spontan reagieren.

Der Software bleibt eventuell noch Zeit zu kalkulieren. Angenommen es bliebe nur die Wahl mit zwei Motorradfahrern zu kollidieren. Einer mit und einer ohne Helm. Aus Gründen der Schadensminimierung müsste sich das Programm für einen Zusammenstoß mit dem behelmten Motorradfahrer entscheiden.

Das wäre moralisch ungerecht, da damit der besser vorbereitete Motorradfahrer bestraft würde. Eine Lösung, um solche ethischen Fragwürdigkeiten zu vermeiden, wäre es, die Daten bei einer Unfallsituation nicht zu berechnen und die Folgen dem Zufall zu überlassen.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Auto, Unfall, Roboter, Autonom
Quelle: www.wired.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.05.2014 21:25 Uhr von Jlaebbischer
 
+3 | -0
 
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Wieso läuft bei mir im Kopfkino eigendlich gradee der Film Knight Rider 2000 und dort speziell die Szene, wo der neue rote Kitt fast Bambi umnietet, weil er für sich keine Gefahr sieht?
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07.05.2014 22:15 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -1
 
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Die Frage ist ob ein Fahrer zwischen Baum und Menschenmenge entscheiden kann. Vermutlich fährt jeder in eine Menschenmenge, anstatt 100% tödlich gegen einen Baum zu fahren. Kaum einer entscheidet sich in einer zehntel Sekunde für den eigene Tod.
Entscheidet die Software für den eigenen Tod um 8 Menschen zu retten?
Da wird es noch viele Ethik-Fragen geben.
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07.05.2014 22:19 Uhr von Johnny Cache
 
+5 | -0
 
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Eine besonders interessante Frage wäre ob man dieser Logik auch noch eigene Präferenzen mitgeben kann. Also beispielsweise bei einem bevorstehenden Aufprall, mit zu erwartenden lebensgefährlichen und permanenten Schäden für meine Person, die Sicherheitssysteme zu deaktivieren um mich mit großer Wahrscheinlichkeit zu töten. Lieber wäre ich tot als schwer behindert.
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08.05.2014 00:10 Uhr von Pils28
 
+3 | -0
 
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Das was einem jeden Fahrschüler auch beigebracht wird. Geradeaus und Vollbremsung. In welcher Situation, wo ein Unfall bereits unausweichlich ist, hat man noch eine Wahl. Die hat man meist vorher manchmal zwischen Ausweichmanöver oder drauf. Und auch dort heißt es im Zweifel, Vollbremsung und geradeus. Alles besser als das Risiko seitlich irgendwo gegen zu knallen. In der Zeit würde ich aber schon einmal Gurte stramm ziehen, Kopfstütze ausfahren und sowas.
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08.05.2014 00:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -3
 
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Der Sinn besteht in einer vernetzten Technik, damit es erst gar nicht passieren kann, dass ein risikoreicher Autofahrer ein Manöver einleitet, auf das der Autocomputer eines fremden Fahrers gar nicht mehr reagieren kann.
Sollten 2 Motorradfahrer (mit Helm oder nicht) ein Überholmanöver einleiten, so muss ein Zentralcomputer entscheiden ob dies möglich ist, und entsprechende Tempis von entgegenkommenden Autofahrern reduzieren. Wir sind irgendwo im Jahre 2050.
Und bei entsprechender Vernetzung sollte dann sogar ein beabsichtigter Unfall gar nicht mehr möglich sein. Ob das die Technik jemals schafft?
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08.05.2014 00:14 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+4 | -2
 
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@The_Insaint

Bin da eher für den Zufall. Warum soll es korrekt sein den Tod eines Menschen vorzuprogrammieren ? Helm hin oder her, je nach Situation ist der Motorradfahrer Tod, somit wäre es aus Logischer Sicht egal welchen von beiden die Software "wählt" da beide sehr wahrscheinlich bei einem Unfall um Leben kommen.

[OT :D]
Ich wäre in dem Fall ja eher für eine Logisch-/Moralische korrekte Lösung, die Software soll hier einfach in beide Motorradfahrer reinfahren, dann braucht man sich um solche dinge keine Gedanken mehr machen :D
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08.05.2014 00:48 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -1
 
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Letztendlich geht es immer um das eigene Leben und genau das hat mein Auto auch am effizentesten zu verteidigen. Selbes gilt schließlich auch die für die Fahrzeuge der anderen Verkehrsteilnehmer.
Selber machen wir schließlich genau das gleiche und entscheiden was die beste Lösung für uns ist. Fahre ich lieber frontal in einem Idioten rein der zu blöd zum Überholen ist, oder springe ich von der Straße in den Graben oder gegen den nächsten Baum?
Frontaler Einschlag ist auf jeden Fall besser und weil mein Auto dann auch noch 50% mehr wiegt als das entgegenkommende ist klar daß er mehr von der Energie abbekommen wird als ich... also voll drauf.

Und so wie ich das sehe dürften ordentliche Autopiloten auch deutlich weniger Scheiß verzapfen als richtige Fahrer, aber selbst wenn etwas passieren sollte, kann man davon ausgehen daß sie sich wenigstens an die Tempolimits gehalten haben und so die zu verteilende Energie minimieren.
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08.05.2014 08:11 Uhr von MBGucky
 
+0 | -0
 
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@ThomasHambrecht

Wenn die 2 Motoradfahrer ein Überholmanöver einleiten und der Zentralcomputer erkennt, dass dieses so nicht gelingt, hat dieser gefälligst die Motorradfahrer zu bremsen und nicht den Gegenverkehr.

Ansonsten sehe ich es wie Pils28:

Nicht eine Millisekunde für irgendwelche Berechnungen verschwenden, sondern gleich Vollbremsung machen.
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08.05.2014 08:48 Uhr von alex070
 
+2 | -0
 
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"Roboter-Autos" sollten nicht versuchen eine ethische Entscheidung zu treffen, sondern das schnellstmögliche Manöver einleiten um die Auswirkung zu reduzieren.

Ethische Entscheidung sind auch in den Beispiel nicht eindeutig zu treffen. Vielleicht ist der Motorradfahrer mit Helm eine schwangere Frau? etc. etc.

Unfälle passieren Menschen und auch Robotern, davon auszugehen das sie unfallfrei agieren ist eine Illusion. Sie können schneller und effektiver reagieren, aber es wird Fälle geben wo das nicht ausreicht.
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08.05.2014 09:27 Uhr von jens3001
 
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Das perverse dabei ist, dass sowas dazu führen würde, dass Motorradfahren ohne Helm weniger gefährlich werden könnte als mit Helm zu fahren.

Ich denke die Frage ist nicht wer den Helm trägt, sondern in welchem Winkel mit welcher Geschwindigkeit das Auto welches Motorrad treffen würde und in welche Richtung dieses dann geschleudert werden würde.

Wird der eine mit Helm z.B. auf die befahrende Gegenfahrbahn geschleudert ist es egal ob er einen Helm trägt oder nicht.
Wird der ohne Helm bei einem Aufprass in einen See oder hohes Gras geschleudert wird ists sein Risiko verletzt zu werden geringer.

Da spielt sovieles mit rein, sowas kann ein guter Computer aber durchaus kalkulieren.
Die Daten sind ja alle verfügbar.
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08.05.2014 10:04 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -2
 
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@ jschling "Der Mensch entscheidet reflexartig spontan und niemand wird behaupten wollen, dass das auch gleichzeitig die beste Entscheidung ist, ganz im Gegenteil, oftmals sorgen die Manöver für noch grössere Schäden, selbt für den Fahrer..."

Das möchte ich so nicht unterstreichen. Ich habe als erfahrener Autofahrer schon sehr viele Unfälle vermieden. Dabei ging es immer um Millimeter. Bei einem geübten Fahrer ist es eine reine Reflexsache die das Fahrzeug durch die Gefahrensituation leitet. Sei es mit 180 auf der Autobahn oder bei 50 im Stadtverkehr. Mein Körper entscheidet innerhalb eines Augenblicks welche Manöver ich einleitet. Dabei ist der gleichzeitige Blick in den Rückspiegel so einprogrammiert um so wenig Schaden wie möglich zu verursachen. Bei mir wird in dem Moment jede Emotion abgeschaltet und mein klarer Kopf lenkt mich durch das Geschehen. In dem Moment muss mein Gehirn Hochleistung vollbringen. Zum Glück ist nie etwas passiert.

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