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Die Telekom gab der Justiz in 946.641 Fällen die IPs zur Verfolgung von Urheberrecht

Die Deutsche Telekom AG hat ihren Transparenzbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Darin ist zu entnehmen, dass der Konzern im letzten Jahr in 946.641 Fällen der Justiz die Inhaber von IP-Adressen übermittelte.

Dabei ging es um die Verfolgung von Urheberrechts-Verletzungen. Grundlage dafür war § 101 UrhG. Weiterhin ermöglichte es der Konzern den staatlichen Behörden, in 49.796 Fällen die Anschlüsse ihrer Kunden zu überwachen.

Zudem wurden dem Staat insgesamt 436.331 Verkehrsdatensätze übermittelt. "Die Telekom achtet streng auf die Einhaltung des Fernmeldegeheimnisses und des Datenschutzes", so ein Telekom-Sprecher.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Telekom, Justiz, Urheberrecht, Verfolgung
Quelle: www.computerwoche.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2014 13:47 Uhr von sv3nni
 
+52 | -4
 
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Wer braucht schon NSA wenn man die Telekom hat
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06.05.2014 13:51 Uhr von NilsGH
 
+38 | -4
 
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"im letzten Jahr in 946.641 Fällen"

"Die Telekom achtet streng auf die Einhaltung des Fernmeldegeheimnisses und des Datenschutzes"

Bei über 900.000 Fällen habe ich an dem letzten Satz so meine Zweifel.

Sollten Richter wirklich für 900.000 Fälle eine Genehmigung erteilt haben, kommen die wohl den ganzen Tag zu nichts anderem. Sie sind ja nur am unterschreiben. Und wie lange da dann auch wirklich geprüft wird, ob der Antrag statthaft ist, ist auch fragwürdig.

Also entweder winken Richter einfach alles durch oder die Telekom gibt einfach Auskunft, auch ohne richterliche Weisung.

Da ich zumindest noch ein geringes Restvertrauen in unsere Justiz habe, zweifele ich eher die Praktiken der Telekom an.
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06.05.2014 13:58 Uhr von Kamimaze
 
+38 | -2
 
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@NilsGH

Du musst schon bedenken, dass das illegale, ich betone ILLEGALE Herunterladen eines MP3-Files ein schweres Verbrechen ist, was strikt zu verfolgen ist, im Gegensatz zur organisierten Kriminalität, Wirtschaftsstraftaten, Mord- und Totschlag usw., da muss schon mal das Datenschutzinteresse des Bürgers zurücktreten...
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06.05.2014 14:57 Uhr von Fomas
 
+13 | -2
 
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Sehr schön. Wenn die Telekom noch 80 Jahre wartet, hat sie alle Bewohner Deutschlands 1x in die Pfanne gehauen. Ach nein, dann werden sie ja schon längst gar keine Kunden mehr haben.... zurecht.
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06.05.2014 15:01 Uhr von Kamimaze
 
+13 | -3
 
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@Fomas

Du glaubst doch nicht, dass die anderen Anbieter besser sind, oder? Die geben die Daten genau so raus, nur die Telekom hat die Zahlen veröffentlicht...
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06.05.2014 15:25 Uhr von Ali Bi
 
+7 | -2
 
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Das glaub ich aber auch, die kleinen rücken die Daten sicher noch schneller und unbürokratischer raus, dass man nichts mitbekommt.
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06.05.2014 17:31 Uhr von Floppy77
 
+2 | -3
 
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49.796 Anschlüsse überwacht? Gibt der Bericht auch Aufschluss darüber, wieviele davon kriminelle Aktivitäten aufwiesen oder terroristische Hintergründe?
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06.05.2014 17:31 Uhr von dogfriend
 
+13 | -2
 
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eigentlich erschreckende zahlen wenn man das so liest. 946.641 ip adressen haben die an die behörden übermittelt. das wären mehr als 2593 ip adressen PRO TAG !!!! und fast 50.000 überwachte anschlüsse !!! NUR von der telekom !!!! man rechne also auch noch andere provider dazu.

ich frag mich nur wie dreist der verschissene staat die bürger belügt wenn es heißt: ".... jeder anfrage benötigt eine richterliche zustimmung.." bzw ".... wird nur bei verdacht auf schwere krimminelle handlung angeordnet..."

das glaubt doch kein mensch, dass dafür ein gerichtsbeschluß benötigt wird. welcher richter liest sich jeden tag mehr als 2500 anfragen durch und setzt seinen servus darunter ????
ist doch schon bekannt durch die snowden enthüllungen das wir bürger nur von diesen kleine verschissenen staatsdienern belogen werden.
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06.05.2014 17:44 Uhr von Revej
 
+7 | -3
 
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Für die, die nur halbherzige Kommentare abgeben und nicht genauer über News nachgedacht haben:

Gehen wir von knapp 62 Millionen Internetnutzer aus (wie Butzelmann geschrieben hat)... der Großteil wird keine Standleitung haben, also bekommt jeder Nutzer alle 24 Stunden eine neue IP-Adresse, vermutlich sogar noch öfter, da man bei vielen Diensten mit der selben IP-Adresse nur eine bestimmte Menge Daten am Tag herunterladen darf, also werden die User dementsprechend auch öfter ihre Verbindung neu aufbauen um eine neue IP-Adresse zu erhalten. Aber bleiben wir mal bei 62 Millionen IP-Adressen am Tag um es einfach zu halten, so jetzt hat das Jahr aber auch noch 356 Tage, wären also ein wenig über 22 Milliarden IP-Adressen, die man im Jahr ca. auswerten könnte, wobei die Interessanten vermutlich von Wiederholungstätern sind. So, schreibt euch die Zahlen mal untereinander aus und vergleicht mal, sind da knapp 900.000 Auskünfte wirklich viel?

Wenn ich mich recht entsinne ist die Telekom sogar verpflichtet eine Auskunft zu geben, ob ein Richter das jetzt zu Recht unterschrieben hat oder nicht, spielt hier keine Rolle mehr, da die Telekom hier keine Einsicht hat. Wenn hier zu Unrecht vom Staat Auskünfte eingeholt werden, dann muss man da meckern und nicht bei der Telekom.

Nebenbei, hat sich wer mal gefragt, wie viele Richter es in Deutschland geht um sich mal vor Augen zu führen ob die wirklich nicht anderes tun als nur für diese Auskünfte zu unterschreiben? Glaube auf jeden einzelnen fallen nicht viele Anfragen.

Danke fürs lesen, wer bis hier zu Ende gelesen hat!
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06.05.2014 18:22 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -1
 
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Hab da mal "gerechnet" (eher geschätzt):

Hab mal einen 30 Tage Monat genommen. Davon fallen 8 Tage Wochenende weg. Macht im Jahr 264 Arbeitstage. Bei 946.641 Fällen in einem Jahr macht das dann:

3585 Verfolgungen pro TAG!

Wir sind wohl das schlimmste Volk der Welt, wenn´s ums kopieren geht. Die Chinesen dürfen einpacken ;)

@ Kamimaze_
Zitat: "Du musst schon bedenken, dass das illegale, ich betone ILLEGALE Herunterladen eines MP3-Files ein schweres Verbrechen ist, was strikt zu verfolgen ist, im Gegensatz zur organisierten Kriminalität, Wirtschaftsstraftaten, Mord- und Totschlag usw., da muss schon mal das Datenschutzinteresse des Bürgers zurücktreten.."

Aber mit Sicherheit! :) Die organisierte Kriminalität tut doch auch was für die EU. Genau deswegen dürfen die ja auch in Zukunft schätzen, welches "Bruttoinlandsprodukt" die organisierte Kriminalität erwirtschaftet. Das dürfen die Damen und Herren Politiker schön in ihren Staatshaushalt mit einrechnen und schon wird die Welt wieder bunt....

Kann sich ja wohl jeder vorstellen, was in Zukunft abgehen wird. Dann ist es vollständig aus mit diesem Rechtsstaat. Zählt ja nicht wer Recht hat, zählt ja nur, wer am meisten verdient. Und da kann der ehrliche Bürger beim besten Willen nicht mithalten.

[ nachträglich editiert von Schmollschwund ]
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06.05.2014 18:33 Uhr von Schmollschwund
 
+3 | -0
 
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@Slicknews_

In meiner Zeit als Jungspund lud ich mir mal einen Dialer runter. Da mir das echt zu teuer wurde, wurde das Teil gleich wieder deinstalliert. Was ich nicht wusste: Es war immer noch da und wählte sich bei jedem Zugriff aufs Internet mit ein. Resultat: Telefonrechnung von 1.500 DM.

Die Telekom rief mich diesbezüglich sogar persönlich an, aber nur um.... mir auszureden etwas dagegen zu tun. Das könne ich nicht, wäre aussichtslos etc. Seitdem, seit ca 15 Jahren, kriegen die KEIN direktes Geld mehr von mir, und auch nie wieder. Genauso wie die Spackos bei 1&1...

Jetzt denken wir mal scharf nach, was passieren wird, wenn die organisierte Kriminalität per Schätzung mit in die Staatshaushalte (als Einnahmen) eingerechnet werden darf.

Der Verursacher verdient mit seiner miesen Masche und wird sogar noch von der Telekom etc gedeckt, weil die verdienen ja auch dran. Den Staat juckts erst recht nicht, die Steuern wollen ja schließlich auch eingenommen werden. Ein perfektes System bei dem am Ende IMMER der Verbraucher/Bürger zahlt. SCHXXXXDRECK! mehr kann man nicht mehr sagen. Aber wehe dem, du schreibst auf eine Überweisung "bin laden"
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06.05.2014 18:38 Uhr von Schmollschwund
 
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@Revej_

Zitat "Nebenbei, hat sich wer mal gefragt, wie viele Richter es in Deutschland geht um sich mal vor Augen zu führen ob die wirklich nicht anderes tun als nur für diese Auskünfte zu unterschreiben?"

Hab ich grad versucht. Wird schwer die genaue Zahl, denke mal das sind Ermittlungsrichter, festzustellen. Falls Du Infos hast, wär ich dankbar.

Langwierige Suche macht kein Sinn. Glaub das soll eh nur eine Abschreckungsnews sein...
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06.05.2014 19:07 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -0
 
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Vlt. sollten dan einige hier mal den Originalbericht lesen. Vlt. verstehen sie dann mehr.

http://www.telekom.com/...

@Butzelmann - man kann alles so verallgemeinern wie Du - ohne auf andere einzugehen. Was Dir gesagt wurde: nehmen wir mal an 3.000 Leute in Deutschland laden jeden Tag runter und bekommen jeden Tag eine neue IP - dann sind es immer noch 3.000 gleich Adressen die ermittelt werden - nicht 1 Mio.

Wenn ein Urheber eine Genehmigung erwirkt das illegales downloaden für die nächsten 3 Blockbuster die in Kürze rauskommen geloggt und verfolgt wird, dann bedarf es nur eines Richters und nicht tausender.
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06.05.2014 19:12 Uhr von WarumNichtGleichSo
 
+4 | -1
 
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Puh, ich hab mal bei der Telekom nachgefragt, ich war die 946.642 IP Adresse, knapp daneben ist auch vorbei - Spitzelindustrie. F*ck You.
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06.05.2014 20:26 Uhr von blaupunkt123
 
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Bei einer Flatrate dürften Provider eigentlich gar keine Daten erheben.

Gerade die Telekom speichert aber am längsten.

Das freut sicherlich die Abmahner.
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06.05.2014 20:57 Uhr von rubberduck09
 
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Es gab mal ein Urteil dass ein Provider nur das speichern darf was unmittelbar für die Abrechnung benötigt wird. Die IP der letzten Verbindungen fällt da nicht drunter. Die Telekom kann also diese Auskünfte nur erteilen weil sie gegen ein rechtskräftiges Urteil verstößt. Erstaunlich aber dass sich da noch keiner einmischt.

Spätestens mit dem Kippen der VDS dürfte die Telekom also eigentlich nach Ende der Verbindung _keinerlei_ Daten mehr haben die IP,Zeitpunkt mit einem Kunden in Verbindung bringen könnte.
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06.05.2014 22:35 Uhr von Serhat1970
 
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Das ist nach deutschem Recht eine Straftat ein krasse Verletzung der Datenschutzbestimmungen !!!
auch
Ja ja Urheberrechtsverletzung auch, aber darum geht es hier gerade nicht !!!
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06.05.2014 23:36 Uhr von Revej
 
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@ rubberduck09

IP-Adressen können als Nachweis zu einer Abrechnung genutzt werden, soll ja Leute ohne Flatrates geben, die behaupten gar nicht im Internet gewesen zu sein und so oder bei der IP-Telefonie wird dann behauptet, dass man ja nie eine teure Sexhotline angerufen hätte. Da sind IP-Nachweise schon praktisch.
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06.05.2014 23:52 Uhr von Frank_E_Meyer
 
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Was ein Glück das ich schon lange nicht mehr bei der Telekom bin. ^^
Ich kann jedem nur empfehlen zu wechseln es gibt ja bessere Alternativen.
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07.05.2014 01:53 Uhr von langsamreichts
 
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telekom is der letzte assi laden.
wer da seinen anschluss hat ist selber schuld..
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07.05.2014 07:26 Uhr von rubberduck09
 
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@ Revej
Das gilt _NUR_ für Kunden ohne Flatrate.
Und selbst dann braucht man die IP nicht sondern nur Start/Ende/Volumen.

EDIT: Die Zuordnung Kundennummer<->IP kann schon während der Verbindung geschehen (wird es ja auch - sonst käme ja keine passende Rechnung), die IP wird danach nimmer benötigt.

[ nachträglich editiert von rubberduck09 ]
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07.05.2014 10:35 Uhr von Aviator2005
 
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@Revej....


Schwachsinn.... was Du da schreibst...

:-(
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07.05.2014 10:56 Uhr von El-Diablo
 
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Ihr vergesst aber auch unsere SN Volkspfosten, die hier Volkverhetzung betreiben und zu Mord und Todschlag aufrufen, so was wird auch gefahndet.

Ist ja nicht nur MP3s und PRONs runterladen
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07.05.2014 13:46 Uhr von Adam_R.
 
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Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr ohne VPN ins Netz. Gibt genug Anbieter die keine Logs führen und nicht mit Behörden kooperieren. http://torrentfreak.com/... Da stellte Torrrent Freak zahlreichen VPN Anbietern Fragen bezüglich Logs, Behördenanfragen usw. Es sind da einige Anbieter dabei die echt gut sind. Hat man sich da einen Account zugelegt, laufen solche Schnüffeleien von irgendwelchen Anwälten oder Behörden ins Leere.

Die geilste Antwort finde ich ist die vom Anbieter PRQ:
. "In the event you receive a DMCA takedown notice or European equivalent, how are these handled?" "Put it in the trash where it belongs!"

Hat man so einen
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07.05.2014 14:10 Uhr von Adam_R.
 
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Was soll sich ein nichtloggender VPN Provider, der aus vielen Personen in vielen Ländern besteht, seine Server über den Erdball verteilt hat und bestenfalls eine Briefkastenfirma ist um irgendwelche Anliegen deutscher Gerichte scheren? Die lachen doch über Anfragen und löschen diese unbeantwortet.

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