06.05.14 09:18 Uhr
 13.275
 

Post liefert Waren, die man nicht bestellt hat - Was tun?

Die Fälle häufen sich, in denen Verbraucher Waren zugesendet bekommen, die sie niemals bestellt haben. Dazu gibt es eine saftige Rechnung bis hin zu Post von Inkasso-Instituten. Was soll man also tun, wenn man Waren erhält, die man nicht bestellt hat?

"Die meisten Fälle drehen sich darum, dass Verbraucher sich eigentlich nur über Produkte eines Anbieters erkundigen wollten, ohne dabei eine Bestellung aufzugeben", so der Sprecher vom Europäischen Verbraucherzentrum, Peter Juhani Koop. So solle man Ruhe bewahren, wenn man solche Post bekommt.

Die bloße Nichtannahme der Ware reiche laut Koop nicht aus. Im Zweifel muss man als Verbraucher nachweisen, dass man den angeblichen Kauf widerrufen und die Ware zurückgesendet hat. Wenn beim Erkundigen im Internet plötzlich Daten verlangt werden, ist dies misstrauisch zu betrachten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Post, Bestellung, Waren
Quelle: www.shz.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Lohne: Junger Autofahrer fuhr gegen einen Baum
Argentinien: Eltern von missbrauchten Kindern lynchen Täter
Freiburg: Was passiert mit dem Verdächtigen ?

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
06.05.2014 09:18 Uhr von Borgir
 
+54 | -4
 
ANZEIGEN
Das Einfachste dürfte sein, seine persönlichen Daten (Adresse usw) nicht willenlos im Internet zu verteilen, fertig.
Kommentar ansehen
06.05.2014 09:38 Uhr von El_Caron
 
+47 | -1
 
ANZEIGEN
Bitte? Das sehe ich anders. Der Versender hat nachzuweisen, dass ein Kaufvertrag vorliegt. Wenn der Versender sich nicht auf ein Versehen berufen kann, z.B. weil aus den Beilagen ersichtlich ist, dass es sein Geschäftsmodell ist ("Hier ist Ware, wenn sie sie haben wollen, zahlen Sie, sonst schicken sie zurück."), besteht nicht einmal Rücksendepflicht.

§ 241a BGB
Unbestellte Leistungen
(1) Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder durch die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen durch einen Unternehmer an einen Verbraucher wird ein Anspruch gegen diesen nicht begründet.

Das Problem, das hier wohl eher besteht, in der News aber gar nicht rauskommt, ist wohl eher, dass es anscheinend Seiten gibt, auf denen sehr wohl ein Vertrag zustande gekommen sein könnte, der Verbraucher es aber nicht gecheckt hat. Quasi die materielle Variante der alten Abofalle. Wenn man also nicht sicher ist, dass man weiß, was man so anklickt, dann sollte man
1. Den Vertrag bestreiten
2. HILFSWEISE widerrufen (tut man das direkt, gibt man die Existenz des Vertrags zu)
3. HILFSWEISE den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.
4. Abholung der nichtbestellten Ware verlangen.
Kommentar ansehen
06.05.2014 09:38 Uhr von Hallominator
 
+18 | -1
 
ANZEIGEN
Wenn ich Produkte angucke und ich plötzlich nach meiner Adresse etc. gefragt werde, dann merke ich doch, dass da was faul ist. -.-
Kommentar ansehen
06.05.2014 09:44 Uhr von cyp
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Teilweise wird diese Masche aber auch von Betrügern abgezogen. Die bestellen Ware auf Nachnamen auf Klingelschildern und denken sich irgendwelche Vornamen aus. Weil sie wissen das die Abholzettel in manchen Hausfluren einfach an ein Board gepinnt oder direkt draußen an die Tür geheftet werden können sie die Zettel abpflücken und beim Paketannehmer (aus bequemlichkeit des Lieferanten direkt beim Getränkehändler oder einem bestimmten Nachbarn im EG abgegeben) die Pakete abholen.

Umsonst teure Ware und die Hausbewohnen haben den Ärger. So erlebt mitllerweile in Berlin bei 5 verschiedenen Hauseingängen.
Kommentar ansehen
06.05.2014 09:59 Uhr von sv3nni
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
bei ebay reinstellen & verkaufen
Kommentar ansehen
06.05.2014 11:16 Uhr von artefaktum
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@th3_m0l3

"Heißt also solange man nicht ausdrücklich oder konkludent durch Öffnen oder in Anspruch nehmen der Ware eine Annahme erklärt und lediglich schweigt, so hat man nichts zu befürchten."

Selbst dann nicht. Wenn dir jemand was unaufgefordert zusendet, ist das nicht dein Problem. Du kannst die Sachen auch sofort auf den Müll werfen, verkaufen, oder sonstwas.

Bei zwei Dingen muss man allerdings aufpassen:

1. Du bist Kaufmann. Dann musst du die Ware tatsächlich aufheben.

2. Der Zusender veranlasst ein gerichtliches Mahnverfahren (was erst mal wilder klingt als es ist). Da musst du zumindest einmal widersprechen (etwa "Ware nicht bestellt", das reicht schon), bevor er durch alle Instanzen geht, was die wenigsten tun werden.
Kommentar ansehen
06.05.2014 11:25 Uhr von lou-heiner
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@cyp
"Teilweise wird diese Masche aber auch von Betrügern abgezogen. Die bestellen Ware auf Nachnamen auf Klingelschildern und denken sich irgendwelche Vornamen aus. Weil sie wissen das die Abholzettel in manchen Hausfluren einfach an ein Board gepinnt oder direkt draußen an die Tür geheftet werden können sie die Zettel abpflücken und beim Paketannehmer (aus bequemlichkeit des Lieferanten direkt beim Getränkehändler oder einem bestimmten Nachbarn im EG abgegeben) die Pakete abholen."


genau, macht ja sinn wenn betrüger auf meinen namen etwas per nachnahme bestellen und dann selber abholen gehen.
denk nochmal nach.......
Kommentar ansehen
06.05.2014 12:10 Uhr von El_Caron
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@lou-heiner

Da steht nichts von Nachnahme und ich kann auch nicht erkennen, dass das gemeint sein könnte.
Kommentar ansehen
06.05.2014 12:14 Uhr von lou-heiner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
stimmt. hab ich doch echt falsch gelesen.
Kommentar ansehen
06.05.2014 12:50 Uhr von RadioHessen
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das mit dem bestellen im Netz und den Daten ist doch immer so eine Sache. Ich denke mal, dass man nie vor Datenmissbrauch und solchen Bestellungen geschützt ist. Immerhin kann es ja auch keiner überwachen
Kommentar ansehen
06.05.2014 13:04 Uhr von Kingstonx
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Annahme verweigern und Ende...
Kommentar ansehen
06.05.2014 13:16 Uhr von d1pe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sowas gabs bei uns auch eine Zeit lang. Irgendjemand hat Waren im Wert von mehreren hundert Euro per Nachname auf meinem (falsch geschriebenen) Namen bestellt. Die Sachen wurden dann einfach nicht angenommen. Forderungen die Ware anzunehmen oder doch zu bezahlen gab es nicht.

[ nachträglich editiert von d1pe ]
Kommentar ansehen
06.05.2014 14:06 Uhr von opheltes
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Post liefert Waren, die man nicht bestellt hat - Was tun?

Auspacken und freuen:>
Kommentar ansehen
06.05.2014 14:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Das ist auch eine bekannte Betrugsmasche von Menschen.
Man bestellt Ware auf den Nachbarn und wenn sie kommt, ist kurz der Namensaufkleber des Nachbarn an der eigenen Tür, und die Post gibt vermeintlich an den richtigen Empfänger - sprich Betrüger - die Ware ab.
Der Nachbar bekommt dann die Mahnungen und weiß von nichts.
In den Fällen wird es immer wieder schwer nachzuweisen, dass man nicht bestellt hat. Denn der Versender kann nie prüfen, ob das so lief oder andersrum.
Kommentar ansehen
06.05.2014 17:12 Uhr von langweiler48
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Ich selbst hatte vor 2 Jahren einen ähnlichen Fall. Ich habe eine Computer Zeitschrift bestellt nur zur Probe. Als dann eine Rechnung kam habe ich das Kleingedruckte gelesen. Danach habe ich für ein Jahr bestellt. Ich habe bezahlt, aber sofort gekündigt. Die haben 2 Jahre lang weiter geliefert und natürlich auch Rechnungen zugeschickt, die ich jeweils mit einer Kopie meiner Kündigung, zurückgeschickt habe. Als dann Inkasso eingeschaltet wurde habe ich mal Tacheles geredet und die Firma hat zurückgesteckt. Der aufgelaufene Betrag plus Gebühren des Inkassobüro beliefen sich auf 1.400 Euro. Ich musste keinen Cent bezahlen.
Kommentar ansehen
06.05.2014 17:44 Uhr von Julians
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Aha mal eine Bestätigung sozusagen.Das selbe ist mir vor einigen Wochen passiert. Habe ein konto bei einem Onlineshop seit 2jahren.immer wenn ich was bestellte, kam es an und wurde vom konto abgebucht.habe mir auch all diese zeit immer mal wieder Waren angeschaut und in warenkorb gelegt um weiter zu gucken und es mit anderen Waren zu vergleichen, aber ich habe nie auf den Button "zur Kasse gehen" geklickt....irgendwann hatte ich 14 Artikel drin und weiter nicht drüber nachgedacht.Dann kamen plötzlich ein artikel nach dem anderen bei mir an..Bis ich auf einmal jede menge bestellbestätigungen in meinem email postfach sah, waren die Pakete fast schon alle angenommen von meinen mitbewohnern die nicht wussten was damit ist.artikeln im Wert von fast 1000euro.und als ich die abbuchungen in meinen bankkonto sah und widerrufte.haben die mein konto anschließend gesperrt und da es keine Retoure scheine im paket gab, weil man diese im online shop in seinem konto ausdrucken musste für den jeweiligen Artikel, aber mein Konto ja gesperrt war.ging der Ärger und rum telefoniererei los..also unglaublich der ganze sch.....
Kommentar ansehen
06.05.2014 17:52 Uhr von Julians
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Kann man eigentlich gar nix gegen tun

[ nachträglich editiert von Julians ]
Kommentar ansehen
06.05.2014 21:02 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Julians

Auch wenn ich es unlogisch finde, das ein Warenkorb auf mehrere Pakete gesplittet wird(ich meine >2, sonst splittet man wenn ein Teil nicht auf Lager ist) so versendet man nicht einfach den Warenkorb ohne das bestellt wurde.

Man kann sich jetzt vortrefflich streiten ob ein Vertrag zustande gekommen ist. Wenn der Shop behauptet es wurde über den Button bestellt und sonst keine ähnlichen Fälle auftauchen. So würde ich sagen bringt es wenig zu behaupten, man hätte es nicht bestellt. Gibt nur Stress.

Ich persönlich hätte per Einschreiben alles Wiederrufen, eine Frist von 2 Wochen gesetzt für die Retoure Scheine und ansonsten eine Rückbuchung der Abbuchung veranlasst + die Einzugsermächtigung für das Konto wiederrufen.

Pakete in die Ecke und fertig.
Kommentar ansehen
07.05.2014 08:32 Uhr von akau11
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Aus eigener Erfahrung.
Vor Jahren hatte ich mal eine Anfrage bei Flexstrom zwecks Stromanbieterwechsel gestellt. Was kam war eine Rechnung über 600 Euro. Auf meine Anfrage was denn das für eine Summe sei, kamen erstmal 2 Mahnungen und dann das Eingeständnis, daß bei meinem Stromanbieter nicht gekündigt werden konnte.
Wohlgemerkt, nur auf eine Anfrage.
Gut ich lies dann das alles gut sein.
Doch ein halbes Jahr später kam plötzlich wieder eine Rechnung von 600 Euro und die Mitteilung, daß bei meinem alten Stromanbieter gekündigt wurde.
Ich widersprach dem Ganzen. Es kamen Mahnungen.
Wie es aussah wurden mir von Flextrom trotzdem 3 Monate Strom geliefert.
Gegen meinen Willen und alles ohne Vertrag.
Das Ganze ging zum Inkasso.
Ich hielt Rücksprache mit meiner Rechtsanwältin, das Ganze einfach auszusitzen, da es keinen von mir unterschriebenen Vertrag gab.
Sie hatte Recht. Danach kam nichts mehr.
Derartige Vorderungen hätten vor Gericht keinen Bestand.

Das Ganze aber war noch nicht zu Ende.
Über 3 Jahre später war diese Betrügerfirma insolvent (was sonst).
Jetzt bekam ich Mahnungen und Vorderungen über diese Stromlieferung (gegen meinen Willen) vom Insolvenzverwalter.
Auch hier riet mir meine Rechtsanwältin das Ganze einfach zu widersprechen und Auszusitzen.
Das ging bis zum Mahngericht.
Ich widersprach.
Danach kam nichts mehr.

[ nachträglich editiert von akau11 ]
Kommentar ansehen
07.05.2014 09:49 Uhr von jens3001
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schwachsinn.

1. Muss der Rechnugnsersteller nachweisen, dass eine Leistung stattgefunden hat. Sie müssen dir also den Kaufvertrag vorlegen.

2. Wer die Ware nicht annimmt muss gar nichts nachweisen. Das macht der Transporteur.

3. Auf Briefe von Inkassounternehmen sollte man überhaupt nicht reagieren. Wenn man sich sicher ist keine Schuld zu haben. Wenn man natürlich wirklich was gekauft hat und nicht bezahlt hat sieht das anders aus.
Ansonsten gar nicht reagieren und abwarten.

Refresh |<-- <-   1-20/20   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Lohne: Junger Autofahrer fuhr gegen einen Baum
Argentinien: Eltern von missbrauchten Kindern lynchen Täter
Freiburg: Was passiert mit dem Verdächtigen ?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?