05.05.14 19:31 Uhr
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Münchner sammelt Unterschriften für die Legalisierung von Cannabis

Am vergangenen Samstag haben 150 Menschen für die Legalisierung von Cannabis in München demonstriert. Einer von ihnen, Wenzel Cerveny, ist Mitglied der Bayernpartei und sammelte bereits Unterschriften, um ein Volksbegehren in die Wege zu leiten.

25.000 Unterstützer sind dafür nötig, rund 2.500 hat er bereits gefunden. Wenn das Volksbegehren dann zustande kommt, soll ein "Bayerisches Hanf-Gesetz" entstehen, das die Pflanze als Rohstoff, Heilmittel und Genussmittel für alle volljährigen Personen erlauben soll.

Nach dem Initiator handelt es sich bei Hanf um eine Jahrtausende alte Kulturpflanze, die heutzutage nur deswegen schlecht gemacht wird, da die Pharma-Industrie nichts an ihr verdienen kann.


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WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Politik
Schlagworte: München, Demonstration, Cannabis, Legalisierung, Hanf, Volksbegehren
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2014 08:48 Uhr von P.Griffin
 
+9 | -0
 
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Richtig so! Ich bin dafür!
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06.05.2014 15:26 Uhr von Bobbelix60
 
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Um Hanf als Nutzpflanze zu entdemonisieren muss man wohl das Cannabisverbot lockern. Von daher sehe ich es eher als positiv Cannabis zu legalisieren.
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07.05.2014 05:33 Uhr von erw
 
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Ich hoffe, er hat Erfolg. Als Westfale tangiert mich dieses bayrische Gesetz logischerweise wenig und ich bin kein Konsument, dennoch gönne ich zumindest den Bayern mehr Selbstbestimmung, auch hinsichtlich der Wahl ihrer Genussmittel.
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07.05.2014 14:43 Uhr von HateDept
 
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Cannabis ist aus wissenschaftlicher Sicht weder ein Rauschgift noch eine Droge. Vielleicht ein Rauschmittel - OK.

Unter Drogen fallen neben bspw. Alkohol, Nikotin oder Heroin auch u.a. Tee, Kaffee, Zucker ... THC nicht!
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07.05.2014 15:55 Uhr von TiManiac23
 
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@Wiederwaslos:
"Wer so etwas zu sich nimmt sollte keine Leistungen mehr aus der Krankenversicherung bekommen. (nebenbei: auch Raucher gehören dazu)"

Okay und was ist mit Menschen, die zuviel Zucker zu sich nehmen und fettleibig werden (und unser Gesundheitssystem so in Milliardenhöhe belasten)? Oder mit Workaholic-Managern, die stressbedingt an einem Herzinfakt erleiden? Oder Amateurkickern, die sich auf dem Bolzplatz zum Sportinvaliden treten lassen und deshalb wochenlang nicht arbeiten gehen können?
Für deren Behandlung (und ich könnte noch viel mehr aufzählen) braucht die KV dann auch nicht mehr aufkommen, oder? Ich mein, die Leute sind ja selber schuld und wussten ja vom Risiko und warum sollte überhaupt die Allgemeinheit dafür aufkommen?

Klingt komisch und lächerlich? Ja, genau so wie dein Vorschlag. Mit der einzigen Ausnahme, dass eine Cannabis-Legalisierung zu soviel Einnahmen führen würde, dass problemlos alle Cannabispatienten aus dieser Kasse behandelt werden können (zusätzlich zu richtigen und aufklärenden Anti-Drogen-Kampagnen).


"Das Problem daran ist, dass sehr viel Geld damit zu verdienen ist. also sind die nachteile gänzlich uninteressant."
Das Problem ist, dass die Prohibition gescheitert ist (Cannabis floriert seit Ewigkeiten auf dem Schwarzmarkt, NIEMAND wird momentan geschützt). Die Hälfte der deutschen Strafrechtler finden, dass die Prohibition gegen ein Verfassungsprinzip verstößt (Quelle: https://www.youtube.com/... ab ca 2:35). Jeder, der einen funktionierenden Jugend- und Verbraucherschutz etablieren will, muss FÜR die Legalisierung sein, weil ohne diese kein Schutz möglich ist (da man diesen den Dealern überlässt). Zudem würden Polizei und Justiz ordentlich entlastet.

Es gibt also jede Menge guter Gründe Pro-Legalisierung und dagegen liest man meistens nur falsche Propaganda (Cannabis, die Todesdroge) von uninformierten Panikmachern...


"In meiner Jugend gab es kein Rauschgift." Wenn du nicht gerade ein paar Hundert Jahre alt bist, bezweifele ich das doch sehr stark. Cannabis wurde mit dem 1. Kreuzzug (1096-1099) in die europäische Volksmedizin eingeführt und erst 1898 von Aspirin verdrängt (und die Pharmalobby will nicht, dass es wieder legalisiert wird, ein Schelm der böses dabei denkt...).


"Oder glaubst Du, dass die Deutschen aussterben wenn sie kein Rauschgift haben?"
Du meinst so wie Alkohol? Können wir ja mal versuchen zu verbieten. Immerhin ist Alkohol auch - zusammen mit Tabak - die Einstiegsdroge Nummer 1. Alkohol bringt ca 350.000 Menschen jedes Jahr ins Krankenhaus und 70.000 ins Grab.
Solange Alkohol und Tabak nicht verboten werden ist das "Cannabis, die Todesdroge" Geschwafel heuchlerisch und - gerade wenn man Ahnung von Rauschmitteln hat - ziemlich lächerlich!

Desweiteren vergleichst du LSD mit Cannabis, 2 Rauschmittel die total unterschiedlich wirken. Das klingt für mich nach:" Wir müssen Steinschleudern verbieten, denn die Atombombe ist gefährlich!"


"Kurz, wie hatte alle auch ohne Rauschgift unseren Spaß. Übrigens auch ohne Computer (unverständlich, oder?)"
Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren... In meiner Kindheit/Jugend gab es keine Handys, nun rennt jedes Grundschulkind mit nem 400 Euro Smartphone durch die Gegend - wirkt auf mich auch befremdlich (bzw. eher ziemlich sinnfrei), aber hey, das nennt sich Fortschritt ;)
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07.05.2014 16:53 Uhr von HateDept
 
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@wiederwaslos

Die beiden von Dir aufgeführten Argumente (1. u. 2.) sollte jeder mündige Bürger mit sich selbst klar stellen.
Inwiefern ist den Cannabis "der Gesundheit abträglich"? Du weißt doch sicher, dass die Medizin THC u.a. zur Schmerztheraphie verwendet!? Oder redest Du vom Tabak, der mit Cannabis vermischt werden kann um das Zeug zu inhallieren - vermisch das bitte nicht mit Nikotingenuß? Das ist ein Thema für sich.

Welchen Sinn es haben soll, zumindest Cannabis zu erlauben, hat doch Dein Vorredner längst plausibel beantwortet:

TiManiac: "Jeder, der einen funktionierenden Jugend- und Verbraucherschutz etablieren will, muss FÜR die Legalisierung sein, weil ohne diese kein Schutz möglich ist (da man diesen den Dealern überlässt). Zudem würden Polizei und Justiz ordentlich entlastet."

Ansonsten benutzen die Menschen (und bisweilen sogar Tiere) Rauschmittel, um sich bspw. zu entspannen oder um auf andere Gedanken zu kommen oder weil´s einfach Spass macht. Aber eben genau das und die Gefahren des Konsums (wie z.B. Psychosen) muss jeder für sich selbst abwägen - genauso wie mit der Droge Alkohol, welche tatsächlich sehr gefährlich ist.
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07.05.2014 17:47 Uhr von HateDept
 
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@wiederwaslos

"Und welchen Sinn soll es denn haben Rauschmittel zu erlauben?" - war doch zuerst Deine Frage!? Du erwartest sicher nicht, dass Dir jemand ernsthaft beantwortet, ob dadurch der Penis größer wird ... usw. ... !?

"Ich will nicht wissen welchen Sinn eine Aufhebung des Verbotes hat sondern welchen Sinn Cannabis für den Süchtigen (Anwender) hat)."

Da THC nachweislich nicht süchtig macht, bleiben wir meinetwegen bei "Anwender". Antwort (kennst Du schon):
"Ansonsten benutzen die Menschen (und bisweilen sogar Tiere) Rauschmittel, um sich bspw. zu entspannen oder um auf andere Gedanken zu kommen oder weil´s einfach Spass macht."

Warum sollte man da in Erklärungsnöte kommen?
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08.05.2014 10:27 Uhr von HateDept
 
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@wiederwaslos

es geht Dir also um das "Plus" für die Bevölkerung - hat ja lange gedauert das mal herauszukristallisieren ...

- weniger Bevormundung (jeder soll selbst entscheiden, so wie bei Alkohol, Nikotin, Kaffee, Tee, Zucker ...)
- weniger Ausgaben bei der strafrechtlichen Verfolgung
- zusätzliche staatl. Einnahmen (wenn´s über Apotheken o.ä. läuft)
- Schutz der "Anwender" vor verdrecktem Scheiß

Hinsichtlich der Argumentation, ob das nun gesundheitsschädlich ist oder nicht - was meinst Du denn, ist es den Pharmakonzernen wert, dass es nicht nur Studien gibt, die herausstellen, dass das Zeug relativ harmlos ist?

Solange Alkohol und Nikotin (und das sind eben definitiv "Drogen") erlaubt sind und sogar Werbung dafür erlaubt ist, greifen m.E. schlichtweg etliche Argumente gegen Cannabis erst recht nicht!

Ansonsten bleibe doch bitte einfach bei Deiner Meinung - das ist völlig OK. Irgendwann wird sich zu diesem Thema etwas klären und dann werden wir sehen ...
Wenn Du Angst vor der Zukunft und vor Veränderungen hast, kann ich Dir nicht helfen.

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