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Moralpsychologie: Wer in Fremdsprachen denkt, opfert leichter Menschenleben

Die Entscheidung einen einzelnen Menschen zu opfern um mehrere andere zu retten, ist ein klassisches Dilemma der Moralpsychologie. Befragt man Versuchspersonen zu diesem Thema, hängt das Ergebnis offenbar davon ab, ob die Frage mutter- oder fremdsprachlich gestellt wird.

In ihrer Muttersprache befragt, würde nur eine von fünf Personen zum Beispiel jemand anderen von einer Brücke vor einen nahenden Zug werfen, um mehrere andere Personen auf dem Gleis zu retten. Stellten die Forscher die Frage in einer Fremdsprache, war fast jeder zweite dazu bereit.

Die Wissenschaftler erklären dies mit der emotionalen Bindung zur Sprache. In Fremdsprachen denkende Menschen handeln demnach generell weniger emotional, sondern risikobereiter und distanzierter. Das Erlernen der Muttersprache in der Kindheit ist dagegen eng mit Erfahrungen und Gefühlen verbunden.


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WebReporter: scinexx
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Opfer, Sprache, Psychologie, Moral
Quelle: www.scinexx.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.04.2014 16:36 Uhr von knuggels
 
+12 | -2
 
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ok guys you all get your guns and shoot whoever is crossing your path. NOW!

[ nachträglich editiert von knuggels ]
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29.04.2014 16:37 Uhr von PakToh
 
+8 | -3
 
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Ich würde sagen, dass Menschen in Fremdsprachen den kompletten Handlungs und Auswirkungenkosmos weniger schnell überblicken, ausser man spricht die Fremdsprache regelmäßig für mindestens Zehn Jahre - zB. Weil man ausgewandert ist.

PS: Warum soll das Opfern eines Menschen, um viele zu retten weniger emotional sein, als das retten eines Menschen, bei gleichzeitigem Opfern von Vielen?

Gerade das ist doch das moralische Dilemma: Beides ist Emotional und nur die Vernunft wägt ab, dass ein Menschenleben weiger wiegt, als das Leben vieler, während emotional jedes Leben gleichermaßen wichtig und Rettenswert ist, wodurch man eher alle riskiert, als einen zu opfern, um die Anderen garantiert zu retten...

Im Endeffekt sind dies aber Entscheidungen, die Philosophisch höchst problematisch sind und keine "schwarz/weisse Antwort kennen - Wer solch eine Entscheidung treffen MUSS ist am Ende immer im Arsch, weil man bei dem Spiel nur verlieren kann - Selbst wenn man auf Risiko geht und alle Rettet wird eine solche Entscheidungen Spuren hinterlassen.
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29.04.2014 17:45 Uhr von Joeiiii
 
+2 | -0
 
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Liegt vielleicht auch daran, daß man die Muttersprache versteht und die Fremdsprache vielleicht gar nicht so gut beherrscht, um die Frage richtig zu verstehen. Wer, wenn er beide Sprachen tadellos beherrscht, würde denn ernsthaft einmal Menschenleben opfern und einmal nicht, nur weil die Fragen in unterschiedlichen Sprachen gestellt werden?
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29.04.2014 18:22 Uhr von Tamerlan
 
+1 | -1
 
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@weimargg
Wird teilweise ja auch heute schon so gehandhabt, nur noch nicht so offensichtlich. Die entsprechenden Vorbereitungen laufen aber tatsächlich in die Richtung die du beschreibst.
Kann man hier als SN nachlesen: http://www.shortnews.de/...
Am besten da die Quelle anklicken, die Zusammenfassung lässt vieles von der Quelle aus.
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29.04.2014 19:06 Uhr von kuno14
 
+1 | -1
 
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deswegen liegen aliens dauernd vorm zug...........
;-)
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29.04.2014 20:34 Uhr von PrinzAufLinse
 
+1 | -0
 
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ich hätte auch kein grosses dilemma.
erst die leute unten überfahren lassen &
und dann den dicken runterschubsen.
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29.04.2014 21:23 Uhr von FrankCostello
 
+1 | -0
 
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Ich denke in 3 Sprachen...
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30.04.2014 00:07 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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Tja, jetzt ist wenigstens wissenschaftlich untersucht, warum die Finanzmärkte sich so weit von der Realwirtschaft entfernt haben.
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30.04.2014 07:26 Uhr von Floppy77
 
+1 | -0
 
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Eins steht mal fest: ich würde nicht zum Mörder werden um irgendwelche Deppen, die über Gleise latschen, das Leben zu retten!

Ganz gleich in welcher Sprache ich darüber nachdenken würde.
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30.04.2014 09:47 Uhr von SpiritOfMatrix
 
+1 | -0
 
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Erst einmal ist das wohl mehr als Situation abhängig. Und auch wenn ich vielleicht überheblich klingt, wenn es sein müsste würde ich mich auch selber opfern. Das ich eine andere Person opfern könnte, weiß ich nun nicht. Aber ausschließen kann ich es nun aber auch nicht. Leider!!! Und wenn dann würde ich wohl nie wieder glücklich werden. Manchmal bewundre ich doch unsere Politiker, die es auf sich nehmen, Menschen zu opfern wenn es wirklich nicht mehr anders geht( also aus der Notwehr heraus). Diese Seelenlast wünsche ich meine ärgsten Feind nicht.

Ich beherrsche keine Zweitsprache außer dem PC-Englisch. Was aber nicht daran liegt das ich nicht lernen will, viel mehr das ich schon echt große Probleme mit der Deutschen "schreibe" habe.

Dann kommen wir mal zur Pudels Krone: Es ist doch wohl mehr die Erziehung die Das hervorruft. Ist doch klar wenn man schon im Kindergarten, in der Schule und so weiter, Grenzen( geografisch) aufgezeigt werden. Dann das Bubbgelaber beim Grillen, Abendessen und was sonst so noch zum Impfen von uns Missbrauch werden kann um unsern Nachwuchs subtil ab zu stumpfen. Nicht immer ist die schuld zu suchen beim Täter. Meist wird der Grundstein von denen gelegt, die dann "völlig überrascht" vor der Kamera stehen und jammern: " so hab ich das ihm/ihr aber nicht beigebracht". Doch habt ihr!!!

Fazit: Das da oben ist unterm Strich das Resultat unserer Erziehung.
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30.04.2014 17:52 Uhr von Hidden92
 
+1 | -0
 
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Wasn das fürn dämliches Szenario?
Wenn ich irgendwen von ner Brücke werfe mach ich mich strafbar. Sowas spielt dann auch in die Entscheidung mit ein. Da hätte man doch wohl bessere Szenarien finden können als ne Straftat vorzuschlagen...

Ansonsten würde in der Realität vorallem mit einspielen um was für Personen es sich handelt. Wird wohl keiner seine Freundin vor nen Zug schubsen um fremde zu retten. Ein Rassist wird keinen weißen stoßen um schwarze zu retten, usw. Sowas ist mit ner einfachen Frage, egal in welcher Sprache einfach nicht realistisch abzubilden.

[ nachträglich editiert von Hidden92 ]
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02.05.2014 09:04 Uhr von Rychveldir
 
+1 | -0
 
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Ich erinnre mich dunkel an eine ähnliche Studie, wo festgestellt wurde, dass man in Fremdsprachen sachlicher denkt und weniger emotional.

Bei der Wahl "opfere ich einen Menschen, wenn ich damit fünf andere Retten kann?" ist das rein sachliche Ergebnis "es ist besser, vier Menschen zu retten, als keinen". Wenn also Fremdsprachendenken Sachlichkeit unterstützt, dann ist dieses Ergebnis nachvollziehbar.

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