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Estland hat Angst nach der Ukraine Putins nächstes Opfer zu sein

Estland gilt neben Deutschland als Musterland der EU, denn die Regierung macht so gut wie keine Schulden und für die Politik des Landes gilt auch weiterhin das Dogma, einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu pflegen.

Nach dem Erreichen der Unabhängigkeit von der sowjetischen Besatzung im Jahr 1991 hat das Land ohnehin schnell seinen Weg Richtung Westen eingeschlagen und der Beitritt zur EU und NATO verlief für die Esten schnell.

Doch jetzt ist die Bevölkerung besorgt, dass Estland nach der Ukraine Putins nächstes Opfer sein könnte. Denn im Vergleich zu anderen ost- und mitteleuropäischen Staaten ist die estische Beziehung zu Russland weiterhin die schlechteste.


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WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Opfer, Angst, Ukraine, Estland
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.04.2014 10:52 Uhr von tutnix
 
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tip an estland: einfach die russische minderheit nicht mehr als "nichtbürger" behandeln und denen volle bürgerrechte geben, das könnte die "gefahr" recht deutlich mindern.
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29.04.2014 11:20 Uhr von usambara
 
+1 | -5
 
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@tutnix
die Bürgerrechte werden doch von pro-russischen Seperatisten (nicht nur mit Füßen) getreten
http://www.spiegel.de/...
https://www.youtube.com/...

[ nachträglich editiert von usambara ]
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29.04.2014 11:54 Uhr von tutnix
 
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seit wann liegt donezk in estland?
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29.04.2014 18:01 Uhr von Sonny61
 
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Kommt darauf an, was sich Angie im Namen der EU unter den Nagel reissen will!
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29.04.2014 18:20 Uhr von ElChefo
 
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Estland macht sich nicht ohne Grund Sorgen.
Die Stalin´sche Bevölkerungsumsortierung, die fortgeführt bis 1990 angehalten hat, führte zu einem Anschwellen einer russischen Minderheit auf das Niveau von etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung. Wie einfach wäre es da für den Kreml, dasselbe Spielchen nochmal zu starten wie aktuell in der Ukraine?
...dasselbe Schicksal könnte 1:1 auch Lettland drohen. Lediglich die Zugehörigkeit beider zu EU und NATO könnten dort für Sicherheit vor den langen Fingern des Kreml sorgen.
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30.04.2014 11:34 Uhr von HateDept
 
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Wer hat denn die herrschenden Zustände in der Ukraine provoziert? Das war doch nicht Putin bzw. Russland!

M.E. ist das seitens Estland keine Angst vor Russland sondern Polemik! Wir sollen uns offenbar durch stetige Wiederholungen dieses Schwachsinns daran gewöhnen, dass Putin an allem Schuld ist und dass er diverse Machtgelüste hegt.

Die Dialektik dahingehend ist mitlerweile dermaßen verfestigt, dass betreffs der Unruhen in der Ukraine nichtmehrmal von Ukrainern die Rede ist, die Probleme mit der derzeitigen "Regierung" haben, sondern immer pauschal von "prorussischen Separatisten" - wichtig ist im Wortlaut immer, dass "prorussisch" erwähnt wird. Woher wissen das diejeigen so genau, die diese Formulierung stetig benutzen?

[ nachträglich editiert von HateDept ]
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30.04.2014 17:14 Uhr von ElChefo
 
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HateDept

"Das war doch nicht Putin bzw. Russland!"

Öhm, ja, Putin hat es auch noch überhaupt gar nicht zugegeben, wie er das Krim-Ding gedreht hat. Nee, is´ klar.

...und jetzt erzähl noch die alte Geschichte vom durch den Westen eingefädelten Maidan-"Putsch". Komischerweise hat Putin selbst das Post-Janukowitsch-Parlament als legitim bezeichnet. Würde er doch kaum machen, wenn er damit nicht einverstanden wäre, oder?

"M.E. ist das seitens Estland keine Angst vor Russland sondern Polemik!"

Aha.
Wenn jemand aus eigener historischer Erfahrung gewisse Schlüsse zieht und Sorgen hat, dann ist das Polemik?
Seltsam.
Wie steht es dabei denn um Russland? Da heisst es doch auch dauernd, man müsse auf die "legitimen Sicherheitsinteressen" Rücksicht nehmen. Was ist mit den "legitimen Sicherheitsinteressen" der baltischen Staaten?

"Woher wissen das diejeigen so genau, die diese Formulierung stetig benutzen?"

Abgesehen davon, das der Terminus "Aktivist" eine krasse Untertreibung an der Grenze zur falschen Nutzung des Wortes steht (naja, gut, kein "Aktivist" ohne "Ak"), es ist doch recht deutlich, pro was ein "Aktivist" ist, wenn er die ukraninische gegen die russische Landesflagge ersetzt. Oder wenn Referenden für den Anschluss an Russland gefordert werden. Was gibts denn da nicht zu verstehen?
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01.05.2014 12:48 Uhr von HateDept
 
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@ElChefo

Du kannst meinen Satz oben nicht so allein stehen lassen - die Frage ist, wer die Zustände provoziert hatte, so dass Putin bspw. die Krim annektiert hatte.

"Öhm, ja, Putin hat es auch noch überhaupt gar nicht zugegeben, wie er das Krim-Ding gedreht hat. Nee, is´ klar."

Was soll das??? Wir wissen doch, dass er es zugegeben hat und dass er völkerrechtlich nicht korrekt gehandelt hat!?

"Wenn jemand aus eigener historischer Erfahrung gewisse Schlüsse zieht und Sorgen hat, dann ist das Polemik?"

Das kann man doch gar nicht pauschal sagen! Was willst Du mir hier unterschieben? In diesem speziellen Fall halte _ich_ das für Polemik - ist meine Meinung - pauschal kann ich nicht sagen, dass es immer Polemik ist, wenn jemand aus seiner Erfahrung Schlüsse zieht. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen so zu denken, das ist absurd. Wie kommst Du darauf?

Was die Sicherheitsinteressen der baltischen Staaten betrifft weiß doch keiner von uns, ob wir dort nicht schon jugoslawische Verhältnisse hätten, wenn Putin nicht so gehandelt hätte.
Die Wortwahl hinsichtlich der "prorussischen Separatisten" halte ich für absichtlich so gewählt und für pauschalisierend. Sie ist sicher nicht generell falsch, wirft aber auch Ukrainer mit in diesen Topf, die vielleicht nicht prorussisch eingestellt sind und die einfach nur nicht mit der derzeitigen nichtlegitimen Regierung einverstanden sind!

Putins Verhalten weist m.E. ansonsten nicht darauf hin, dass er irgeneinen NATO-Verbündeten wie Estland angreifen wird, aber wir können ihm dies natürlich einfach andichten - wer soll schon das Gegenteil beweisen?
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01.05.2014 15:26 Uhr von ElChefo
 
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HateDept

"Du kannst meinen Satz oben nicht so allein stehen lassen - die Frage ist, wer die Zustände provoziert hatte, so dass Putin bspw. die Krim annektiert hatte."

Allein der Übersicht halber habe ich die zitierte Stelle auf den zweiten Satz reduziert, als Referenz für meine Replik. Würde ich immer alles, auf das ich mich beziehe, zitieren, würde es den Postrahmen sprengen.

Aber gut, zur Provokation.
Ist es nicht so, das es Putins´ Regierung war, die aus dem Nichts 2004/05 die garantierten Gaslieferpreise für die Ukraine revidierten und verdrei- bis vierfachen wollten? Damit fing doch erst die ganze Geschichte an, bishin zur Verurteilung von Timoschenko und den neuen Deals durch u.a. Janukowitsch (mit wesentlich höheren Lieferpreisen). Wenn wir also von Provokation reden, bitte.
Und dann? Was wurde denn auf der Krim provoziert? Wie gesagt, die Flüchtlingsströme, die russische Sender dort zeigten (während russische Einheiten ukrainische Radio- und Fernsehsender abschalteten und ukrainische Kasernen belagerten sowie auf den Strassen patroullierten), waren nachweislich erlogen - jedoch perfekt dazu geeignet, der Krim-Bevölkerung eine Gefährdung ihrer selbst zu suggerieren.

"Das kann man doch gar nicht pauschal sagen! Was willst Du mir hier unterschieben?"

Unterschieben tu ich dir gar nichts, ich reagiere lediglich auf das, was du geschrieben hast. Polemik kann ich bei den Poltikern von Ländern, deren Bevölkerungsquerschnitt bis Ende der ´80er durch den großen sowjetischen Bruder ummodelliert wurde, beim besten Willen nicht erkennen.

"Was die Sicherheitsinteressen der baltischen Staaten betrifft weiß doch keiner von uns, ob wir dort nicht schon jugoslawische Verhältnisse hätten, wenn Putin nicht so gehandelt hätte."

Gott sei Dank hat Putin in den baltischen Staaten noch nicht gehandelt. Er könnte allerdings nach dem Modell der Krim und der Ostukraine sehr wohl und sehr einfach dort Krim-Verhältnisse schaffen. Er bräuchte nur auf die dort installierte russische Minderheit zugreifen, um nicht viel mehr geht es.
...und jugoslawische Verhältnisse auf der Krim oder der Ukraine? Naja. Alle Ängste, die man hinsichtlich der russischen Minderheit anfangs hatte (und die im Verlauf der Geschehnisse geschürt wurden) haben sich nicht bewahrheitet. Weder vor noch während der Annexion der Krim noch aktuell im Osten des Landes selbst. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall, schaut man auf die Enteignungen der Krimtataren, Einreiseverbote für deren Minderheitenführer und Übergriffen von "prorussischen Aktivisten".

"Sie ist sicher nicht generell falsch, wirft aber auch Ukrainer mit in diesen Topf, die vielleicht nicht prorussisch eingestellt sind und die einfach nur nicht mit der derzeitigen nichtlegitimen Regierung einverstanden sind!"

Da stimme ich dir absolut zu.
Diejenigen allerdings, die mit Masken und Waffen Regierungsgebäude stürmen und besetzen, positionieren sich mit ihren Forderungen in der Mehrzahl der Fälle selbst. Siehe etwa, welche Fahne sie über ihre "Stellungen" hängen.

"Putins Verhalten weist m.E. ansonsten nicht darauf hin, dass er irgeneinen NATO-Verbündeten wie Estland angreifen wird, aber wir können ihm dies natürlich einfach andichten - wer soll schon das Gegenteil beweisen?"

Es geht doch lediglich darum, was möglich ist und das dies für gewisse Länder ziemlich besorgniserregend ist. Putin selbst hat vor zehn Jahren in einer Rede zur Lage der Nation den Zusammenbruch der Sowjetunion als größte geopolitische Katastrophe des 20ten Jahrhunderts bezeichnet. Wenn er jetzt offenbar Schritte unternimmt, diese Fehler zu beheben (siehe Krim, deren Übergabe an die Ukraine durch den Kreml ebenfalls als Fehler und Verbrechen bzw. Verrat gewertet wird), dann muss das doch auch an jene ein Signal senden, die schon einmal in die SU gepresst wurden.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, das Putin sich offen auf einen wie auch immer gearteten Konflikt mit dem Westen bzw. der NATO einlässt, aber auf der anderen Seite hatte er sehr gute Lehrer, einen einschlägigen beruflichen Hintergrund und einen aktuellen Beraterstab im Kreml, der wenig auf Kooperation mit dem Westen gibt, sondern eigene, neo-sowjetische Agenden vertritt.

Die Hebel, die man in den baltischen Staaten ansetzen müsste, sind einfach zu klein und zu simpel, als das man ihre Existenz nur aufgrund der deutlichen Anbindung an den Westen ignorieren könnte.
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05.05.2014 14:45 Uhr von HateDept
 
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@ElChefo

ist ja nett, dass Du Dir so viel Mühe gegeben hast - Du überzeugst mich in keinem Punkt.

Die Provokation hinsichtlich der jetzigen Krise in der Ukraine fangen aus meiner Sicht mit dem Verstoß der NATO gegen Abkommen hinsichtlich der NATO-Osterweiterung an.

Dass Russland die Gaspreise für die Ukraine 2004 immens erhöht hatte, ist ja bekannt - ebenso wie Timoschenkos Rolle. Über den Rest, wie z.B. wer wie was berichtet und was dahinter steckt, mag ich gar nicht spekulieren. Nicht erwähnt ist die offene Sympathie/Freundschaft zw. Merkel und Timoschenko, sowie der Aufbau und Einflussnahme mittels Klitschkow-Partei durch die Adenauer-Stiftung. Nicht erwähnt ist auch, die Anerkennung einer durch Nationalisten und Faschisten durchsetzten nichtlegitimen Regierung durch EU-Länder (siehe Jugoslawien).

Ich mag den ganzen Kram hier gar nicht weiter ausführen - die Argunmentationen kennst Du sicher selbst. Aber wie schon erwähnt - Du bringst keinerlei Argumente die mich nur ansatzweise davon überzeugen, dass sich Estland bedroht fühlen müsste!
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05.05.2014 20:57 Uhr von ElChefo
 
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HateDept

"Die Provokation hinsichtlich der jetzigen Krise in der Ukraine fangen aus meiner Sicht mit dem Verstoß der NATO gegen Abkommen hinsichtlich der NATO-Osterweiterung an."

...welches Abkommen?

"Nicht erwähnt ist auch, die Anerkennung einer durch Nationalisten und Faschisten durchsetzten nichtlegitimen Regierung durch EU-Länder (siehe Jugoslawien)."

...weil es irrelevant ist?
Spätestens nach der Erklärung des massiven C-Waffen-Einsatzes gegen Grosny zur inneren Angelegenheit dürfte es doch Common Sense sein, das ein Land sich - egal wie - selbst zu ordnen hat, ohne das eine ausländische Armee in Aktion tritt, oder?
...die Jugoslawien-Referenz ist da wenig zutreffend. Es gab keine Massen-/Völkermorde in der Ukraine, es gab auch (noch) keinen Bürgerkrieg - trotzdem verliess die russische Armee auf der Krim ihre Kasernen, um aktiv am Geschehen mitzuwirken. RT und Russia24 berichteten passend dazu von Dingen, die gar nicht stattfanden und leugneten im Auftrage Putins´, das russische Soldaten aktiv seien.

"Du bringst keinerlei Argumente die mich nur ansatzweise davon überzeugen, dass sich Estland bedroht fühlen müsste!"

http://de.wikipedia.org/...
Diese Erinnerung lebt auch im Baltikum nicht unbegründet weiter. Spätestens seit der Passport-Kampagne auf der Krim wieder wesentlich präsenter.

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