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Baden-Württemberg: Inklusionsstreit um Down-Syndrom-Kind zur Gymnasium-Aufnahme

Ob Henri das Gymnasium besuchen soll oder nicht, um diese Frage hat sich eine heftige Kontroverse entwickelt. Henri hat das Down-Syndrom. Als sich die Eltern seinerzeit dazu entschieden, ihr Kind so anzunehmen wie es ist, schworen sie sich, ihm trotz niedriger Erwartungen nie Chancen zu verwehren.

Mit Hilfe eines Sonderpädagogen lernte Henri Lesen. Deshalb soll Henri in Walldorf bei Heidelberg das Gymnasium besuchen. Doch weder die Schule, noch die Lehrer und selbst einige Eltern sind für die Aufnahme des Kindes. Die Eltern berufen sich jedoch auf den Inklusions-Modellversuch des Landes.

Damit der Elfjährige zugelassen wird, startete man eine Petition. 20.000 Personen unterschrieben sie. Es gibt aber auch zwei Gegenpetitionen. 3.000 Unterzeichner wollen Henri nicht am Gymnasium. Abiturchancen hat Henri kaum. Die Eltern wollen, dass er vor allem den Kontakt zu seinen Freunden behält.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Kind, Baden-Württemberg, Aufnahme, Syndrom, Gymnasium, Down-Syndrom
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2014 09:55 Uhr von sfmueller27
 
+9 | -0
 
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Gemeinsames Lernen geht nur dann, wenn auch die Lehrkräfte ausgebildet sind, um richtig mit Behinderten umzugehen. Außerdem sollten auch die Klassen entsprechend klein sein. Sonst geht es nämlich allen schlecht: Den behinderten Kindern, den nichtbehinderten Kinder und auch den überforderten Lehrer, die gar nicht wissen, wie sie behindertengerecht unterrichten.

[ nachträglich editiert von sfmueller27 ]
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26.04.2014 11:18 Uhr von cookies
 
+3 | -0
 
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Als ich erstmalig von dieser Petition hörte, kam mir schon die Galle hoch:
- Darf denn jetzt JEDER aufs Gymnasium?
- Was tun diese Eltern dem armen Kind an?
- wiese gehen die Schüler dem Buben zuliebe nicht auf einen anderen Schultypus?

Bildung ist ideal, wenn man die für die Fähigkeiten adäquate Ausbildung bekommt. Forderung ist gut, aber Überforderung hilft keinem.

Lasst uns mal zusammenfassen, welche Schultypen es in BaWü neben der Sonderschule gibt:
-Hauptschule
-Realschule
-Gesamt-/Gemeinschaftsschule
-Gymnasium G9
-Gymnasium G8

Da wollen die Eltern (vermutlich Mitttelstand, gut gebildet) das Kind gleich ganz nach oben schicken?

Dann aber bitte G9, damit ern icht überfordert wird!
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26.04.2014 13:17 Uhr von Cyphox2
 
+4 | -0
 
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was für ein blödsinn. erwarten die eltern, dass ihr kind im gymnasium dann auch von "sonderpädagogen" unterrichtet wird? das is doch sowas von klar, dass das kind never im unterricht mitkommt.

zu meiner zeit durfte man übrigens nur mit einem gewissen notenschnitt aufs gymnasium (realschule ebenfalls). und wenn man an der kippe stand, gabs aufnahmeprüfungen. das ist heute wohl nicht mehr so?

[ nachträglich editiert von Cyphox2 ]
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26.04.2014 17:46 Uhr von Hidden92
 
+3 | -0
 
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Was soll sowas?
Ich hab so einen Blödsinn jetzt schon 2x miterlebt. Beim ersten mal wurde ein Mädchen das eindeutig nicht fürs Gymnasium geeignet war 2 Jahre mitgeschleift bis es von der Schule geschmissen werden durfte weil die Eltern der Meinung waren "unsere Tochter gehört aufs Gymnasium". Ich weiß nicht ob sie geistig behindert war (hat mich in der 5. Klasse nicht wirklich intressiert), wirkt aber rückblickend auf mich so.
Beim zweiten mal wurde eine Autistin in unsere Klasse gesetzt. Permanent eine Begleiterin dabei da sie selbst nicht gesprochen hat (wie viele Autisten halt), und im Unterricht immer mal wieder angefangen zu summen. Ich bezweifle, dass die irgendwas vom Stoff mitbekommen hat.
Das bringt den Betroffenen nichts, die Mitschüler sind höchstens genervt und die Lehrer absolut überfordert weil sie für sowas nicht ausgebildet wurden und meiner Ansicht nach auch nicht sollten. Für Behinderte gibt es eigene Einrichtungen wo sich speziell Ausgebildete Personen um die kümmern.

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