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Schweden wollen Sechs-Stunden-Arbeitstag bei vollem Lohnausgleich testen

Ein durchschnittlicher Arbeitstag beträgt acht Stunden. In Schweden soll ein Pilotprojekt nun den Sechs-Stunden-Arbeitstag testen. Das Gehalt bleibt in voller Höhe bestehen. Pionier dieser Methode war vor elf Jahren der Göteborger Autohändler Martin Banck.

Wegen Kundenunzufriedenheit testete er die Verkürzung der Arbeitszeit. "Wir erhoffen uns von einem kürzeren Arbeitstag, dass unser Personal länger in seinem Beruf tätig bleiben kann - schwere körperliche Arbeit zehrt ja schließlich am Körper", so Banck.

Kurzzeitkrankschreibungen gingen danach deutlich zurück. Die Großmolkerei Tine im norwegischen Heimdal macht es ebenso. Die Produktivität stieg stark an. Nun will die Stadt Göteborg nachziehen. Dem Rest Schwedens soll aufgezeigt werden, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag möglich sei.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweden, Lohn, Arbeiten, Ausgleich, Göteborg, Verkürzen
Quelle: www.spiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2014 10:00 Uhr von Winneh
 
+67 | -4
 
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Die deutschen Unternehmen sind dafür viel zu geldgeil, würde hier niemals durchgehen.
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26.04.2014 10:11 Uhr von Major_Sepp
 
+40 | -4
 
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Wenn das auf Dauer umgesetzt wird wandere ich aus. Schweden soll ja ganz schön sein...^^
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26.04.2014 11:05 Uhr von Airstream
 
+43 | -1
 
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Tja und bei uns muss man immer länger Arbeiten und bekommt trotzdem immer weniger Lohn. Sollte man sich in Schweden mal abschauen, nur bis solche Verhältnisse bei uns ankommen friert eher die Hölle zu...
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26.04.2014 12:32 Uhr von Winneh
 
+20 | -3
 
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BastB
Klar kann man das, aber dann funktioniert der deutsche Kapitalismus nicht mehr, weil dann alle was vom Kuchen abbekommen würden.

Der_Assi
Die Bauarbeiter bzw Handwerker verdienen entsprechend (in Norwegen z.B. ist unser Brutto deren Netto, grob - eher mehr).
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26.04.2014 13:52 Uhr von Neoliberaler
 
+6 | -3
 
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BGE ist der Weg!
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26.04.2014 14:03 Uhr von Atheistos
 
+2 | -8
 
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Dann doch eher eine 4-Tage Woche. Wegen 6 Stunden gehe ich nicht aus dem Haus, geschweige denn dafür aufzustehen.

Ich arbeite ja so schon nur 6 Stunden.... in acht ;)
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26.04.2014 14:32 Uhr von Mankind3
 
+7 | -1
 
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@BastB

Doch man könnte es ändern, indem man statt Sinnlosmaßnahmen mal einen Rahmen schafft der es ermöglicht solchen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen unabhängig vom Alter.

Denn die tausenden Euros die bei so einem Maßnahmen Träger landen wären in einer möglichen Ausbildung besser investiert.
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26.04.2014 15:44 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -4
 
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"Viele Langzeitarbeitslose sind schlicht und einfach nicht mehr für den Arbeitsmarkt geeignet, denn wären sie es, wären sie auch nicht mehr arbeitslos. "

Ach Blödsinn. Diese Rhetorik dient nur dazu den Preis zu drücken ähnlich wie beim Häuserkauf man bemängelt dies und das um einen niedrigen Preis zu erzielen.

" In unserem Unternehmen haben wir einige Stellen, die zu besetzen wären, es ist aber sehr schwer, dort geeignete Arbeitnehmer zu finden. "

Sowas ist regional abhängig. Je mehr Arbeitslose in einer Region je höher ist die Chance das auch was brauchbares dabei ist es sei denn der Betrieb zahlt scheisse, das Betriebsklima ist scheisse oder der Betrieb verlangt einfach zuviel vom Bewerber (20 Jahre alt mit 30 Jahre Berufserfahrung).

Das Problem machen sich die Betriebe aber auch oft allein, indem sie so wie du schon erwähntest alleine im voraus der Meinung sind das Langzeitarbeitslose eh nichts können.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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26.04.2014 15:56 Uhr von Hirnrissmal2
 
+5 | -2
 
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6 Stunden Tag ist für den Arbeitnehmer attraktiv nur für die Fa./Chef gilt ein anderes Niveau, namlich ackern bis de umfällst.
Keine Firma ist heutzutage mehr mit den Arbeitnehmern verheiratet, das war einmal.!!
Ich persöhnlich fände es gut, mal auszuprobieren, wie das wäre mit dem 6 Stundentag. Mit den gesparrten 2 Stunden könnte man samt der gesammten Belegschaft einer Fa. neue Arbeitsplätze schaffen und wenn der Chef kein Vollfosten ist, weiß er auch wie man den Staat in der Beziehung mit Fördermitteln anzapfen kann.
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26.04.2014 16:50 Uhr von Winneh
 
+7 | -2
 
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BastB
Klar geht das!

"Viele Langzeitarbeitslose sind schlicht und einfach nicht mehr für den Arbeitsmarkt geeignet, denn wären sie es, wären sie auch nicht mehr arbeitslos."

Die Langzeitarbeitslosen bleiben arbeitslos, weil sie weniger Geld in der Tasche haben, wenn sie arbeiten gehen, als wenn sie einfach zu Hause bleiben.
Arbeiten auf einfachem Niveau ist einfach nicht attraktiv, bedank dich bei den Politikern dies der Wirtschaft ermöglicht haben die einfachen Menschen (Gering qualifizierte meinetwegen) noch weiter auszubeuten und die Staatskasse als Dispo zu misbrauchen.

Wenn deine Angestellten gern zur Arbeit kommen, reissen die sich freiwillig ein Bein aus, damit die Firma nicht den Bach runter geht. Versuch das mal mit einem Sklaventreiber als Chef, harhar.
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26.04.2014 17:27 Uhr von pjh64
 
+2 | -5
 
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Sechs Stunden?

Immernoch viel zu viel.
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26.04.2014 17:51 Uhr von Hidden92
 
+2 | -2
 
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Kann mir durchaus vorstellen, dass das was bringt.
Ich hab nach 6h auch keinen Bock mehr, dann wird mir bei über 6h noch 30 Minuten Pause automatisch abgezogen die ich vllt. garnicht mache. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mich ein 6h Arbeitstag zum effizienteren Arbeiten anreizen würde. Aber wird in Deutschland ja eh nix.
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27.04.2014 08:22 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+5 | -1
 
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An die Kritiker dieses Modells.

Ihr habt den kleinen Artikel aber auch aufmerksam gelesen?

Zwei Stichpunkte

"Kurzzeitkrankschreibungen gingen danach deutlich zurück."

"Die Produktivität stieg stark an."


Bei uns im Verkauf waren die Erfolgreichsten Mitarbeiter, die nur 5 Stunden am Tag machten, diese 5 Stunden aber von Anfang an bis Ende durchpowerten!

Da gab es Mitarbeiter die haben regelmäßig 8 Std. und länger gemacht, haben am Anfang weniger Gas gegeben um den restlichen Tag noch Kraft zu haben und am Ende war trotztem "Flasche Leer" angesagt. (Beim Umsatz auch)

Bei einer Maschine am Fließband ist das so, je länger die arbeitet, desto produktiver, aber nicht bei einem Menschen im Dienstleistungsbereich.
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27.04.2014 15:26 Uhr von calcifer
 
+2 | -1
 
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Wie schon einige Hier angemerkt haben:
An sich ist die Idee hinter den Modell Super.
Und ein 6 std Arbeitstag wäre in den Meisten Branchen machbar und würde wohl auch in vielen Fällen die Produktivität Erhöhen da die Menschen Konzentrierter bei der Sache wären und es wohl Gerade in den reinen "Produktions" Stellen weniger "aussuß / Mangelhafte" teile gäbe und somit eventuell sogar die Qualität mancher Produkte erhöhen wurde. Und es würden Mitunter sogar "neue" Arbeitsplätze geschaffen usw.. zudem wie auch im Artikel steht wenger "krankheits ausfälle"...

Nur eben in Kranken und Pflege berufe ist das eben nicht umsetzbar, weil da Immer jemand anwesend sein muss.

Zudem habe ich es auch selbt schon erlebt das personen die nur "Teilzeit" 5-6std am tag arbeiteten echt mehr geleistet haben als die, die "Vollzeit" 8-10std schufften müssen...
dazu habe ich schon selbst vor ner weile "Testweiße" "Ehrenantmlich"(also ohne bezahlung) ne weile nur 5-6std am tag gearbeitet und mekrte selbt das mir die arbeit automatisch mehr "spaß" machte, gerne da war, Konzentrierter und Produktiver war...Als wenn ich wo 8-10std für ein "hungerlohn" mich abrackern musste ...usw eben ;)

Also kurz gesagt ein 6 std Arbeitstag würde im großen und ganzen sogar etliche vorteile für ALLE haben...;)
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27.04.2014 18:00 Uhr von Nothung
 
+1 | -2
 
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Ich melde mich als Testperson - Mist, bin kein Schwede.
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01.05.2014 00:49 Uhr von Bleifaden
 
+1 | -0
 
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Der_Assi: Ein Maurer oder ein Schlosser haben eine körperliche schwere arbeit!!

Ich sitze auch im Büro - fahre jeden Tag 3 Stunden auf der Autobahn und dann 9 Stunden im Büro.
Ich bin in der Regel 11 bis 13 Stunden aus dem Haus. Fahre um 06:00 Uhr los und bin meistens nach 20:00 Uhr zu hause.
Dazwischen administriere ich in ganz Europa Serversysteme, Datenbanksysteme, First- und Secondlevel Support, Hardware Software, Rollout etc. Meetings, Telkos, Reports, Analysen...

Nur, weil man keinen Hammer in der Hand hat heisst das noch LANGE nicht, dass man keine körperliche Arbeit macht!!
Mein Kollege ist mit 43 jahren am Herzinfarkt gestorben.

Ich mag ignorante Menschen nicht.
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01.05.2014 11:31 Uhr von Tief_im_Westen
 
+1 | -1
 
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Erstmal an alle:

Wieso ist das Modell z.B. in der Pflege oder in der Industrie (wo ich selber im 3-Schichtbetrieb arbeite) nicht umsetzbar? Ein Tag dauert 24 Std. geteilt durch 6 Std. Arbeitszeit macht bei mir genau 4 Schichten! Also doch umsetzbar!

An Bleifaden:

Wenn ich bei mir im Betrieb die Schlosser so beobachte die teilweise locker mal ne ganze Stunde, bei laufender Produktion, bei Hitze und Dreck den Hammer schwingen müssen und dich mit deinem Bürojob vergleiche! Wer hat da wohl den körperlich schwereren Job?
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01.05.2014 11:55 Uhr von tvpit
 
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Bei uns wird 10-12Std gearbeitet bei 8Std vollem Lohnausgleich.
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04.05.2014 00:54 Uhr von LastButNotLeast
 
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Die Firma in der mein Onkel arbeitet testet gerade die 10h Schicht mit wechselndem Rhythmus.. gg Deutschland.. gg

Edit:
@Tief_im_Westen
Ganz einfach, weil die Schweden bei selbem Lohn 6h Arbeiten. Nach deiner Idee müsste der Betrieb also 33% mehr Lohn zahlen für eine 4. Arbeitskraft.

[ nachträglich editiert von LastButNotLeast ]
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05.05.2014 11:44 Uhr von GroundHound
 
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Also ich kann meine Arbeit auch in 6 Stunden schaffen. 30 Stunden-Woche? Gerne!
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05.05.2014 12:30 Uhr von tommlinger
 
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wie cool...bei uns führen die höchstens mal den 10 stunden tag ein...und den für 10% weniger lohn!...

boah...jeden tag neue punkte die einem aufzeigen auf welch falschen wegen wir doch noch unterwegs sind!...
schweden geht in die richtige richtung und das werden auch die weiteren analysen zeigen!!

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