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Deutschlands Pilze und Wildschweine noch immer extrem radioaktiv belastet

Tschernobyl ist aufgrund des 28. Jahrestages wieder in allen Medien. Der Fallout der Atomkatastrophe hatte 1986 auch Teile Deutschlands verseucht, so dass auch heute noch einige heimische Pilze und Wildschweine hoch radioaktiv belastet sind.

Bayern war und ist davon bundesweit am schlimmsten betroffen, denn dort kamen nach dem Reaktorunglück extrem viele radioaktive Partikel mit den damals sehr heftigen Niederschlägen in den Erdboden.

Bei Wildschweinen aus der Gegend von Cham (Bayern) finden sich beispielsweise noch immer Werte von pro Kilogramm 9.800 Becquerel für radioaktives Cäsium 137. Wildschweinfleisch ist damit als Sondermüll zu entsorgen.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutschland, Radioaktivität, Wildschwein, Pilz, Belastung, Tschernobyl
Quelle: www.zeit.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.04.2014 15:47 Uhr von Rechtschreiber
 
+15 | -9
 
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Viel schlimmer: Die Bevölkerung wurde damals über die tatsächliche Höhe der Strahlungswerte eiskalt belogen. Mein Opa starb wenige Monate nach seinem Regenspaziergang damals an Leukämie.
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25.04.2014 15:53 Uhr von LhJ
 
+14 | -10
 
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@Rechtschreiber
Und du weißt genau woher, das es garantiert der radioaktive Regen war?
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25.04.2014 15:57 Uhr von Rychveldir
 
+6 | -1
 
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Alleine das Kalium im Menschlichen Körper hat z.B. eine Aktivität von 5.000 Becquerel - um die "extreme Belastung" mal in Relation zu setzen. Es ist trotzdem sehr viel.

Der Grenzwert für Lebensmittel liegt bei lediglich 600 Bq, also gut 15 mal niedriger als in den getesteten Wildschweinen.

Wenn ein 70 kg schwerer Mann ein kg dieses Fleisches isst und man davon ausgeht, dass das Cäsium zu 100% vom Körper aufgenommen wird und für ein Jahr mit dieser Aktivität strahlt, so bekäme er eine Strahlendosis von

Aktivität*Zerfallsenergie*Zeitraum/Körpergewicht
8900Bc*1.17MeV*86400s*365/70kg~751 Mikrosievert

ab, das entspricht gut drei viertel der in Deutschland als unbedenklich bezeichneten Jahresdosis. Natürlich kommen noch alle anderen Quellen hinzu und wenn diese nur ein Drittel des Grenzwertes ausmachen, so wäre man mit dieser Malzeit schon darüber.
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25.04.2014 16:05 Uhr von Rychveldir
 
+7 | -1
 
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Irgendwie kann ich meinen Beitrag nicht mehr ändern...

Wenn man mit diesem Fleisch die akute Strahlenkrankheit hervorrufen wollte, so müsste man wohl mehrere hunder kg davon essen.

"@Rechtschreiber
Und du weißt genau woher, das es garantiert der radioaktive Regen war?"

Ich hatte den selben Gedanken, eine Stichproblengröße von 1 hat so ihre Unschärfen.
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25.04.2014 16:10 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+4 | -2
 
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Also Vögel statt Wildschweine
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25.04.2014 16:14 Uhr von Rechargeable
 
+13 | -2
 
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*Tschernobyl ist aufgrund des 28. Jahrestages wieder in allen Medien*

Ich Lese und sehe nur in ShortNews davon, ansonsten noch nirgends.
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25.04.2014 16:21 Uhr von Lornsen
 
+2 | -6
 
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und wieder wird ein (Wild)schwein durch die Arena getrieben. Dann büchst es aus, rennt gegen einen Vogelschredder, und bricht sich das Genick.
Und in Afrika ist Muttertag.
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25.04.2014 16:41 Uhr von Rychveldir
 
+11 | -1
 
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"das werden 10 Generationen nach uns immer noch abbekommen.
Denn die halbwertszeit dieser Verstrahlungen ist sehr lang."

Nennen wir die Sache doch beim Namen: ca. 30 Jahre im Falle von Cs137 und 8 Tage im Fall von Iod131. Bei 25 Jahren pro generation sind wir bei gut 250 Jahren und somit ist das Iod nicht mehr nachweisbar und das Cäsium zu über 99.5% zerfallen.

Lest nach, bevor ihr solche Sätze postet.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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25.04.2014 16:44 Uhr von kuno14
 
+3 | -2
 
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und erst schweinefressende pilze................
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25.04.2014 16:47 Uhr von sfmueller27
 
+3 | -2
 
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@Rychvekdur

Nennen wir die Sache doch beim Namen:
Bei Tschernobyl kam es auch zu einem Ausstoß von
Plutonium 239. Dieses hat eine Halbwerstzeit von 24000 Jahren.

http://books.google.de/...
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25.04.2014 16:54 Uhr von Rychveldir
 
+7 | -0
 
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Das ist richtig, aber sein Anteil an der Strahlung ist verschwindend gering. Dank der langen Halbwertszeit strahlt Plutonium wesentlich schwächer und die Aktivität des ausgetoßenen Pu ist gut 50000 mal geringer als die des Cäsiums.

Nicht falsch verstehen, wenn es so leicht möglich wäre, dann wäre ich sofort für einen sofortigen weltweiten Atomausstieg - und auf lange sicht muss er kommen. Sowas wie in Tchernobyl oder Fukushima darf einfach nicht mehr passieren. Aber keiner hat etwas davon, wenn Halb- und Unwahrheiten verbreitet werden.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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25.04.2014 16:57 Uhr von Rychveldir
 
+7 | -0
 
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"gut 50000 mal geringer"

5000 mal, da ist mir eine Null zu viel reingerutscht.
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25.04.2014 16:58 Uhr von GroundHound
 
+5 | -1
 
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Das ist eben das Problem mit der Radioaktivität.
Man hat extrem lange was davon. Für einige Zerfallsprodukte tausende von Jahren.
Und deswegen ist diese Technologie zu riskant.
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25.04.2014 17:01 Uhr von Rechtschreiber
 
+3 | -2
 
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@Lhj: Ganz einfach. Weil erst vor zwei / drei Jahren von der Regierung bekannt gegeben wurde wie hoch die Strahlenbelastung tatsächlich war und ist. Und der Wert lag sehr sehr viel höher als das damalige "man sollte nicht, aber es ist alles gaaaaanz sicher". Noch heute wird einmal im Jahr mit einem Geigerzähler die Strahlung gemessen.
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25.04.2014 17:16 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+7 | -0
 
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Sonnenblumen (gibt sicher noch mehr Pflanzen) nehmen strahlende Partikel auf und stecken sie in Vakuolen in den Blättern. Diese müssen dann natürlich speziell gelagert werden. Aber auf diese Weise lassen sich verunreinigte Böden gut säubern.
In dem Sarkophag in Tschernobyl hat man einen Pilz entdeckt, der sich von Radioaktivität ernährt, bzw. als Photosyntheseersatz verwendet. Den könnte man (nach ausreichender Forschung) ggf. aussiedeln.
Gibt sicher noch vieles in der Natur zu entdecken, das uns nützlich sein kann gegen den Dreck anzukämpfen!
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25.04.2014 17:55 Uhr von sv3nni
 
+6 | -1
 
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Man sollte auch kohle(!)kraftwerke nicht vernachlaessigen: Nach Schätzungen des Oak Ridge National Laboratory werden durch die Nutzung von Kohle von 1940 bis 2040 weltweit 800.000 t Uran und 2 Mio. t Thorium freigesetzt werden.

http://de.wikipedia.org/...
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25.04.2014 18:03 Uhr von perMagna
 
+4 | -0
 
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@ Rychveldir

Danke, endlich jemand der harte Fakten und Zahlen bringt.
Diese Diskussion ist normalerweise so emotional überlastet, dass ich dem lieber aus dem Weg gehe.
Und gut, dass du das mal mit der HWZ gebracht hast. Die Leute denken, nur weil ein Isotop eine irre lange HWZ hat, dass das kontaminierte Gebiet genauso lange den Geigerzähler zum Raven bringt.
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25.04.2014 18:10 Uhr von Rychveldir
 
+5 | -0
 
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Da hast du recht perMagna, lieber fürchten und überreagieren, wenn man sich nicht auskennt. Es ist eine natürliche Reaktion, Radioaktivität ist ja auch was ziemlich unheimliches. Man sieht sie nicht, riecht sie nicht, hört sie nicht und schmeckt sie nicht. Aber wenn man sie spürt, dann ist man schon so gut wie tot. Ich kann nur nicht verstehen, dass man sich lieber übertrieben fürchtet, anstatt mal die grundlegenden Mechanismen nachzuschlagen.

Viele Schwermetalle mit sehr langer HWZ könnte man getrost essen, ohne sich jemals damit zu verstrahlen. Sie sind halt auch chemisch giftig, weswegen trotzdem davon abzuraten ist. :)

Wer wirklich glaubt, noch immer und überall von Tchernobyl verstrahlt zu werden, der möge sich doch bitte einen Geigerzähler zulegen und nachmessen, damit diese Ziellosen Diskussionen endlich ein Ende haben.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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25.04.2014 21:13 Uhr von ms1889
 
+2 | -4
 
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ahhh, deswegen verhalten sich die jäger so merkwürdig asozial...sie sind atomar verstrahlt!
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26.04.2014 00:17 Uhr von Didi1985
 
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@ Kritikglobalisierer
Wildschweine werden in der Regel nicht alt, da sie gejagt und später gegessen werden....

Die meisten werden nur maximal drei Jahre alt...
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26.04.2014 10:04 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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...wie lautete damals noch gleich das CSU-Motto unter Strauß?
"Bayern braucht die Atomkraft!"
So, Wunsch erfüllt.
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26.04.2014 15:32 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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"klingt irgendwie merkwürdig, dann selbst in der ukraine sind die pilze nicht mehr belastet. " (aberaber)
Selbst im Gebiet von Tschernobyl ist nicht alles verstrahlt. Es gibt dort sogenannte "Hot spots", bei denen der Zähler in die Höhe schießt. Und solche "Hot spots" wird es wohl weltweit auch geben - nur natürlich nicht so hoch dosiert. Je nachdem wie der Fallout runtergegangen ist: https://de.wikipedia.org/... (Computerspiel)
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26.04.2014 16:51 Uhr von Rychveldir
 
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Hier wäre der Link zum Fallout (nicht Computerspiel)

http://de.wik ipedia.org/wiki/R adioaktiver_Niederschlag
(kopieren, leerzeichen löschen und freuen, dass man sich Adfly-Kacke nicht ansehen muss)

Und je nachdem, wo man in der Ukraine Pilze pflückt, ist der Konsum sicher nicht empfehlenswert, um es milde auszudrücken. Aber die akute Strahlenkrankheit würde man wohl auch dort nicht mehr bekommen. Das Sperrgebiet ist sogar teils bewohnt, aber es ist trotzdem mit gutem Grund dort.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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27.04.2014 15:13 Uhr von ptahotep
 
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Dieser Bericht muss eine hetzerische Fälschung sein.
Kernkraft ist und wahr die sicherste Methode um bestimmte Ziele zu erreichen.
Wer gegen Atomkraft ist und möglicherweise auch noch alternative oder erneuerbare Energien unterstützt handelt gegen jede Vernunft.
Es hat in Tschernobyl niemals einen Zwischenfall gegeben und es sind nicht großflächig Landstriche kontaminiert worden.
Oder?
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27.04.2014 23:42 Uhr von Ruthle
 
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@Rechtschreiber
mein Bruder war auch damals dem Regen ausgesetzt und starb auch ein halbes Jahr später mit nur 39 Jahren an Krebs!

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