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Erziehen die Jobcenter Arbeitslose zur Unselbstständigkeit?

Jobcenter-Geschäftsführer Stefan Graaf vertritt die These, dass die Geschäftstellen der Bundesagentur für Arbeit durch die bisherige Verwaltungspraxis die Arbeitlosen zur Unselbstständigkeit erziehen.

Er vertritt die Ansicht, dass die Jobcenter viel mehr auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen müssen und somit auf deren deutlich stärkere selbstständige Lebensführung. Er will weniger Bürokratie und weniger Bevormundung durch die Jobcenter.

Er möchte, dass jeder Arbeitnehmer mit seinem Einkommen selbst haushalten soll. Er sieht eine Lösung in Pauschalen, die regional gestaltet sind, beispielsweise für die Unterkunft. Bisher wird alles individuell ermittelt wie z.B., ob das Wasser über Boiler oder zentrale Warmwasseranlagen kommt.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Jobcenter, Arbeitslos, Selbständigkeit
Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.04.2014 09:35 Uhr von _driver_
 
+19 | -19
 
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also ich war noch nie länger als 3 monate arbeitslos, kann daher auch nicht sooo viel zu sagen - aber wenn ich so an ein paar "bekannte" langzeit-arbeitslose denke... wenn man ihnen freie hand lässt... die verpulvern des geld für alle mögliche scheiße und ham am 15ten nix mehr übrig. und dann is wieder es jobcenter schuld weil se zu wenig zahlen...
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23.04.2014 09:54 Uhr von pjh64
 
+13 | -8
 
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Nicht nur das Jobcenter, sondern das ganze System BRD erzieht zur Unselbständigkeit.
Das heißt auf der einen Seite zwar, daß jeder der seinen Bedarf nicht selbst aufbringen kann Hilfe erhält, aber das heißt auch, daß man hier in D nichts machen kann.

Mit einer Geschäftsidee oder einer Innovation sollte man hierzulande nicht kommen. Da die Abgabenlast bereits vor Ausführung der Idee erdrückend ist.

Und ob man Geld hat oder nicht, letztendlich wird man hier als erwachsener Mensch mehr "erzogen" als alles andere, und vorallem mehr als ein Kind selbst.
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23.04.2014 10:04 Uhr von Suffkopp
 
+8 | -9
 
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@phj654 - Du redest immer von hier und wie "schlecht" es doch hier ist. Warum bist Du dann noch hier?

Oder erhälst Du Hilfe?
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23.04.2014 10:24 Uhr von salabimm
 
+18 | -2
 
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Stimmt so: 4 Monate "Arbeitsamt" brachten mir nichts außer Schikanen, Erniedrigungen, Ausbremsen, Niedriglohn-Jobs und wöchentliches Antanzen um zu prüfen, ob ich noch "Bezugswürdig" sei.

Einen Job, auf den ich eine Zusage bekam (der auch gut gewesen wäre!), durfte ich mit Androhung sofortiger Sperrung des ALG für die Maximalzeit von 12 Wochen nicht annehmen, da ich ihn erst 2 Monate später hätte antreten können und solange noch auf ALG angewiesen gewesen wäre.

4 Wochen auf eigene Faust, parallel und fernab vom Amt, brachte den passenden Job für mich.

[ nachträglich editiert von salabimm ]
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23.04.2014 10:54 Uhr von Bodensee2010
 
+2 | -10
 
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Nicht die Jobcenter sondern unsere ganzen bescheuerten Sozialverbände verhindern das Arbeitslose sich bewegen müssen.
Den mit jedem Hartzer der wieder arbeiten muß verlieren die Sozialverbände ein Mitglied.
Das Motto Fördern und Fordern was dem Hartz IV Gesetz mal zu grunde lag , wird durch die Sozialverbände gnadenlos und unbestraft ausgehöhlt
Inzwischen ist es in diesem Land ja schon fast " Majestätsbeleidigung " von einem Hartzer zu verlangen das er arbeiten geht.
Die ganzen arbeitsscheuen Hartzer ( wobei ich ausdrücklich darauf hinweise , das nicht alle Hartze faul sind ) werden von den Sozialverbänden darin bestärkt welche Ausreden oder Maßnahmen man einleiten muß um vom Arbeitsamt ( ARGE , oder Jobcenter wie es heute heißt ) nicht " belästigt " zu werden
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23.04.2014 10:55 Uhr von gerndrin
 
+9 | -0
 
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"Er vertritt die Ansicht, dass die Jobcenter viel mehr auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen müssen und somit auf deren deutlich stärkere selbstständige Lebensführung."
Na klar - wenn keine Arbeitsplätze vorhanden sind, muss man wenigstens die eigenen Mitarbeiter schützen...
Aber gerade bei der Bundesanstalt für Arbeit sollte man auch mal auf die eigens veröffentlichten (und immer wieder geschönten) Zahlen schauen, wie
Angestellte der BA: 110.000
Offene sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze: 300.000
Arbeitsuchende: 5.000.000
Da verwundert es auch nicht mehr, dass über eine Million Sanktionen ausgesprochen werden (wo anschließend in über 50 % der Fälle die Bedürftigen Recht bekommen), weil man nichts mehr zu tun hat, da die Arbeit für alle gar nicht vorhanden ist.
Und sie wird noch weniger werden, weil immer mehr Menschen durch Maschinen ersetzt werden und man dann auch noch großzügig! einen Mindestlohn von 8,50 (teilweise) vereinbart, der nach einem Leben voller Arbeit beim Erreichen der Altersgrenze schnurstracks auf´s Sozialamt führt, weil die Rente dann noch niedriger ist, wie heute der HartzIV Satz...http://tinyurl.com/...
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23.04.2014 11:05 Uhr von L30N
 
+3 | -0
 
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*Autsch* da haben wir wieder ein Thema, das gleich in zwei Fronten zerpflückt wird .... Die einen die wollen .... Und die anderen die nicht wollen .....
darauf lasse ich mich erst gar nicht ein !!!!

Fakt ist aber, das Du ab einem gewissem Alter schwierigkeiten hast was zu finden.

Das Klischee: Der Bewerber sollte 18 Jahre alt sein mir 30 Jähriger Berufserfahrung kennen wir alle ....

Ich habe mich damals auch viel beworben und bin auch Stufen in meiner Berufswahl runter gegangen.
Die Rückmeldung war dann meisst wie folgt: Mit ihrer Erfahrung und dem Wissen sind sie wohl in einem qualifizierterem Beruf besser aufgehoben. "Ich war wohl einfach zu teuer"
Mein "Berater, Betreuer oder auch Vorgaugler": Sie schaffen das, bei ihnen sehe ich keine Probleme und ich will sie ja auch nicht "Unterquallifiziert" unterbringen ........ Schnarchnase!!!

Ich habe dann notgedrungen (laufende Kosten) den schweren Weg genommen und bin über eine Leihfirma in ein Unternehmen gekommen, nicht leicht, denn du wirst immer nur als dummer "Leiher" bezeichnet.
Nach einem Jahr Leiharbeit und zwei Jahren mit einem Jahresvertrag habe ich es geschafft zu einem "unbefristetem Arbeitsvertrag" zu kommen.
Mit fast 50 Lenzen auf dem Buckel ist das zur heutigen Zeit keine leichte sache mehr, gut ich habe abstriche vom Niveau machen müssen, aber meine Erfahrung kommt mir jetzt zu gute, bin Produktionsinselleiter, und 4´er Mann hinter dem Teamleiter.

Ich kann jeden nur ermutigen sich auf die eigenen Hinterbeine zu stellen, auch mal ein oder zwei Stufen tiefer zu gehen, aber ganz wichtig: "Behaltet erst mal Euer gesammtes Wissen für Euch, begebt Euch erst mal auf eine (Normale Grundebene) Wissen könnt Ihr dann nach und nach von Euch geben, das macht mehr Aufmerksamkeit auf Euch, als Ihr glaubt.

GL. :D
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23.04.2014 11:28 Uhr von El-Diablo
 
+5 | -0
 
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Wie zum Beispiel einen Analphabeten in einen PC Bewerbungkursschicken oder studierte leute in eine maßnahme stecken wo sie in 30 tagen lernen sollen wie man eine Bewerbung schreibt auf veralteten lahmen windows xp rechner und die Leiterin des Kurses noch weniger Ahnung als sie hat.
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23.04.2014 11:53 Uhr von xlibellexx
 
+2 | -0
 
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Das ist es ja was mich tierisch aufregt ...

das hier die Ämter Fachkräfte die Arbeitslos sind in Massnahmen stecken , die nur Sinnlos sind , und Erniedrigend zu gleich , was nur dazu führt das Zeit verloren geht .

Viele ab 45´ler haben Haus und Familie und viele dieser verlieren dies alles was aufgebaut wurde und mit 55 heisst es dann , nicht vermittelbar .

Die Qualität hat nachgelassen und die Nachfrage bei Billigarbeitern steigt stetig . Was dazu führt das Menschen die lange Jahre sich abgerackert haben ., hier nur noch wenig chancen haben .

Normale Grundebene :) zu Süss , wenn Haus und alles drumherum weg ist , ist man schon auf Grundebene ....und von vorne Anfangen wird schwer ...
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23.04.2014 12:13 Uhr von Schmollschwund
 
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Richtig erkannt hat er´s ja. Aber er meint wohl mal wieder was anderes.

So wie ich die Sache sehe, geht es lediglich mal wieder darum, die Jobcenter und damit die Staatskasse zu entlasten. Sprich: Aufgaben, die die nicht machen wollen, die werden dann auf Hartzer abgewälzt.

Der Staat hat privatisiert, er zieht sich aus dem Leben zurück, verlangt aber nach wie vor die gleichen Steuern. Wenn sich was verbessert hat, dann nicht, weil der Staat SINNVOLL spart, sondern weil er den Bürgern zusätzliche Lasten aufträgt. Siehe auch: Maut und der ganze Scheixxx.

Btw: Wie passt so eine Erkenntnis, zu der Forderung, dass Aufstockende Hartz Selbstständige ihr Geschäft nach einer gewissen Zeit aufhören sollen, wenn es sich nicht lohnt? Ist doch wohl besser man tut wenigstens irgendwas, auch wenn man sich damit nur die Hälfte des Lebensunterhalts bezahlen kann, als komplett aufzuhören und auf den nächsten Euro Job zu warten. Hat uns dieser Kurzarbeit-Gedanke, nicht etwa auch soooo gut durch die Krise gebracht? Warum soll das bei Hartz Selbstständigen anders sein?

Aber Unternehmen, die jahrelang keine anständigen Löhne zahlen (wollen) die dürfen weiter machen bis zum geht nicht mehr. Warum wohl? Tja, Vereinfachung. Lohnsklaven können nicht viel gegen ihre Abzüge tun. Ein Selbstständiger kann wegen jedem Euro Arbeit sprich Verwaltungskosten verursachen.

Man will Innovation, aber nur so lange sie spart und blos nix kostet. Voranbringen soll dieses Land dann wohl die Konzerne... viel Spaß dabei... ;)
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23.04.2014 13:51 Uhr von Suffkopp
 
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@steffi78 - wo bitte habe ich in diesem Thread etwas wiederholenswertes geschrieben bzw. welchen Standardsatz bete ich über all runter?

Und was ist denn ein Möchtegern-Intellektueller für Dich? Erkläre mir den Begriff bitte einmal. Bin ja gespannt ob Erklärung erfolgt, denn meine bisherigen Versuche, jemanden zu bewegen zu erklären bei der Nutzung eines vermeintlich intelligent klingenden Begriffes, waren bisher mangels Masse nicht erfolgreich.

Meinst Du sowas (könnte ja nach Meinung einiger zu meinem Nick passen)?

"Durch eine Diskontunität der perephralen Diskrepanz der wieder zu gebenden Materie war es mir nicht möglich all dies mit der essentiellen Leichtigkeit des Seins, meines durchaus genialen Intellekts zu vereinen."
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23.04.2014 21:34 Uhr von mia_wurscht
 
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naja aber so ganz richtig in der birne sind die wirklich nicht.

mein bruder wollte nach der ausbildung weiter zur schule gehen und die haben ihm gesagt, dass er doch bitte bei dem bleiben soll, was er jetzt hat o.o
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24.04.2014 11:36 Uhr von Schmollschwund
 
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@tsunami13_

So sieht´s aus. Hätte ich denen alles gesagt, was ich in beruflicher Hinsicht selbst tue, dann hätte ich diese Dinge nicht tun können.

Mir hätte zwar keiner gesagt, dass ich das nicht soll, aber darauf folgenden "Maßnahmen" die mir ins Haus geflattert wären, die hätten eine andere Sprache gesprochen. Alles schon erlebt.

Lässt du aber nur Ansatzweise durchscheinen, dass du bereit wärst deinen Beruf aufzugeben und bei einer Zeitarbeitsfirma anzufangen, dann tragen die dich da hin.
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24.04.2014 12:28 Uhr von Tuvok_
 
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@ElDiablo
So einen Spass hab ich vor über 10 Jahren als (damals noch Junger) ITler mal mitmachen müssen.. Am Ende hab ich aus langeweile deren Netzwerk auf Vordermann gebracht... die Administratorin da hatte da damals auch keinen Plan. Hätte ich nicht diese kleine Ablenkung gehabt wäre ich da wahsninnig geworden. Sitzt da als IT Spezi und die wollen dir beibringen wie man am Rechner arbeitet ...

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