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David McAllister (CDU) gegen weitere EU-Beitritte in den nächsten fünf Jahren

David McAllister ist der Auffassung, dass die Festigung und Vertiefung der Zusammenarbeit der bisherigen 28 Mitgliedsstaaten Vorrang hat und es in den kommenden fünf Jahren keine weiteren Beitritte zur EU geben solle.

Was die Türkei angeht, erteilt er einem möglichen Beitritt eine klare Absage, denn das Land habe sich von den europäischen Standards weg entwickelt, weswegen es die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt nicht erfülle.

Wichtig seien auch Reformbestrebungen bezüglich der Eurokrise, auch wenn sich erste Besserung zeigen würden.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Türkei, CDU, David McAllister
Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2014 18:22 Uhr von Tamerlan
 
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18.04.2014 18:39 Uhr von Tamerlan
 
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18.04.2014 18:46 Uhr von Gimpor
 
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@ Tamerlan: Durch die AKP werden nur konservativ-islamische Kurden stärker in RIchtung Türkei integriert. Alle anderen Kurden haben nach wie vor ein riesiges Problem mit der Türkei.

Neben dem normalen Aufnahmekatalog der EU ist ein freies und unabhängiges Kurdistan für mich definitiv eine Bedingung dafür, dass man einen Beitritt der Türkei zur EU überhaupt abwägen könnte. Da sehe ich für die nächsten 20 Jahre leider schwarz.
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18.04.2014 18:50 Uhr von Gimpor
 
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Ach ja: Zur News selbst. Der Herr McAllister treibt da eh nur billigen Populismus. Der aktuelle Faktenstand ist seit der Absage Islands sowieso der, dass in den nächsten 5 Jahren kein Land der EU beitreten würde, da die meisten möglichen Beitrittskandidaten entweder noch lange nicht die Voraussetzungen erfüllen oder erst gar nicht interessiert sind.
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18.04.2014 19:33 Uhr von shadow#
 
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McAllister sollte einfach mal den Mund halten.
Das Thema Türkei ist für das nächste Jahrzehnt sowieso erst mal durch und vom Rest scheint er keine Ahnung zu haben. Aber hauptsache mal was gesagt.
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19.04.2014 12:40 Uhr von Tamerlan
 
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"@ Tamerlan: Durch die AKP werden nur konservativ-islamische Kurden stärker in RIchtung Türkei integriert. Alle anderen Kurden haben nach wie vor ein riesiges Problem mit der Türkei. "

Und wer sind "alle anderen Kurden"? Die allermeisten Kurden sind konservativ. Und AKP ist die einizige realistische Partei die ihnen mehr Rechte verspricht und auch bringt. Von der BDP (Kurdenpartei die der PKK entspringt) halten die meisten nicht viel, aber die tun wenigstens auch was. Also sind Kurden politisch in der Türkei vertreten und es gibt keinen Grund für terroristische Aktivitäten. Die es ja auch schon seit Jahren nicht mehr gibt in der Türkei. Und mit Kritikglobalisierers Roma-Problem haben die Kurden immer noch gar nix zu tun. Und ein Kurdistan wollen viele Kurden nicht einmal. Wem bringt ein Kurdistan in der Lage etwas? Wär ein vor sich hinvegetierendes Staatskonstrukt, das von allen Seiten, außer vom Irak vllt, ignoriert werden würde. Vergleichbar mit Armenien in der Lage.

@Minusgeber: Ihr habt den Sinn der EU nicht verstanden. Mir ist klar, dass die meisten User hier AfD-nah sind und damit "EU-Kritiker". Aber die EU hat euch viel mehr gebracht, als ihr es verstehen könnt. Undankbar seid ihr und geblendet. :D Und die Türkei dafür abstrafen, dass sich zivile Strukturen bilden die verrückt nach der EU sind ist einfach nur dämlich von der CDU/CSU und McAllister. Gerade jetzt sollte man der Türkei dabei helfen die letzten Schritte Richtung echter Demokratie zu machen. Aber das ist der falsche Platz für so eine Diskussion. Ihr seid noch im ersten Schritt die Welt zu verstehen und hasst die EU (was dämlich ist, ich wiederhole mich), da kann man nicht über weitere Schritte diskutieren, geschweige denn über das Türkei-Beitrittsszenario reden, welches eh nie zustande kommen wird. Es gibt andere Gründe wieso die Türkei und EU so eng zusammenarbeiten. Ist recht simpel, hat aber nix mit typischen Stammtischpositionen zu tun.
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19.04.2014 14:04 Uhr von Gimpor
 
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@Tamerlan: Ich kenne genug Kurden, die ganz anderer Meinung sind als du. Aber die Probleme der Kurden runterzuspielen gehört ja unter "stolzen Türken" zum guten Ton. Fakt ist, Kurden werden in der Türkei diskriminiert. Nicht umsonst existiert in der Türkei eine 10%-Hürde bei der Parlamentswahl, um die Kurden möglichst einfach aus dem Parlamant auszusperren.
Die BDP bekommt doch lediglich Kandidaten in´s Parlament, weil sie eine Lücke im Wahlrecht ausnutzen und ganz viele "Unabhängige Kandidaten" aufstellen. Ihre Vorgänger-Organisation, die DTP wurde übrigens 2009 verboten. Das Verbotsverfahren war natürlich eine Farce.
Dass die BDP ebenfalls permanent mit willkürlichen Verhaftungen ihrer Mitglieder und durch ständige Lügen des türkischen Staatsfernsehens diskreditiert wird, sei mal an dieser Stelle auch gesagt!
Keine Ahnung, ob Du Dir selbst was vorlügst, Tamerlan, oder ob du es besser weißt. Aber du laberst einfach nur Dreck.
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19.04.2014 14:33 Uhr von Tamerlan
 
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Dass du denkst, ich würde Dreck labern, liegt an den verschiedenen Hintergründen die wir bei dem Konflikt haben. Meine Position ist eine zwischen zwei Stühlen. Ich hab Verwandte die im (türkischen) Militär einen direkten Eindruck kriegen konnten, sowie andere (kurdische) Verwandte die unter dem Konflikt leiden.

Dass du unter Kurden in Deutschland eher türkenfeindliche antreffen wirst, ist logisch. Die, die abgehauen sind, sind die, die wegen ihrer Nähe zu Terror und ihren Strukturen Angst vor rechtlichen Schritten in der Türkei haben. Früher war der Konflikt eine Nummer krasser und Kurden hatten weniger Rechte als heute. Dass es heute kurdische Sender, kurdische Städtenamen, kurdisch als Schulfach und als universitäres Fach gibt, war damals noch unvorstellbar.

Das Bild vom bösen Türken und unschuldigen unterdrückten Kurden wird man nicht aufrecht erhalten können. Andersrum ebenso wenig. Kenne genug kurdische Familien die in westtürkische Städte geflüchtet sind, weil sie regelmäßigen Besuch von kurdischen Milizen gekriegt haben, die Geld eingesammelt haben. Aber auch in Großstädten werden sie unter Druck gesetzt und sobald die wissen, dass du Geld machst, wirst du wieder gezwungen zu "spenden". Die Kurden sind in einer Scheißlage um es auf gut Deutsch zu sagen. Unterdrückt von zwei Seiten.

Habe erwähnt, dass die AKP den Kurden stark geholfen hat. In der AKP sind auch mehr Kurden vertreten, als die BDP Mitglieder hat. Es ist ein europäischer Irrschluss die BDP (geschweige denn die PKK) als alleinige Vertreter der Kurden zu sehen. Nicht mal alle Kurden unterstützen sie.

Das mit den 10% bin ich deiner Meinung. Sollte man wieder wie vorher machen. Die Verhaftungen sind aber nicht willkürlich. Die BDP hat nunmal ihre Wurzeln in einer Organisation, die sich mit Drogen- und Menschenhandel über Wasser hält und mit Waffengeschäften ihr Geld macht. Diese Leute sind interessiert daran den Konflikt aufrecht zu erhalten, nicht um ihn zu beenden. Nicht umsonst führen die EU und USA sie als Terrororganisation an.

Um so einen Konflikt zu beenden, muss eine Seite zwangsläufig deeskalieren. Die Türkei hat jahrelang versucht das Problem militärisch zu lösen, was ja zwangsläufig scheitern musste. Unter Erdogan, der hier als Despot und Diktator verschrien ist, wurden erst friedliche Schritte unternommen. Es wurden zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, um bewaffnete junge Kurden aus den Bergen zu holen und wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Strafen wurden erlassen und Amnestie angeboten. Die BDP-Politiker die trotzdem noch verfolgt werden, haben Verbindungen zur PKK. Hatten zwar die meisten vorher auch, aber es geht um kürzliche Kontakte.

Hab mich versucht kurz zu halten, was bei dem Thema (für mich) sehr schwierig ist, aber hoffe wird deutlich, dass der Konflikt nicht so schwarz-weiß ist, wie einige denken.

Ja, türkische Regierungen haben vorher großartig verkackt, ja ganze Familien wurden wegen dem Konflikt zerrissen (gibt Schicksale wo in einer Familie ein Sohn im türkischen Militär, der andere auf den Bergen ist), ja Erdogan ist nicht so demokratisch, wie er sein sollte. Jetzt verlange ich vielleicht etwas zu viel, aber eine Bitte: Das ganze versuchen im geschichtlichen Kontext zu sehen.

Die Türkei hat nicht aus Spaß Minderheiten kleingehalten. Dazu Untergang vom Osmanischen Reich, erster Weltkrieg, türkische Revolution (die Sprache, Schrift, Kalender, Kultur, Lebensweise, Administration hat sich quasi über Nacht verändert!) im Hinterkopf halten. Vor Erdogan war die Türkei deutlich undemokratischer. Heißt nicht das Erdogan ein Prophet oder der Überführer ist. Aber er hat das Land voran gebracht, woran seine Vorgänger jedes mal großartig gescheitert sind. Er ist kein Engel, aber die beste Option die das Land im Moment (leider) hat. Nach Erdogan wird ein noch demokratischerer Führer kommen und das Land wird noch näher an den heutigen Stand der Dinge gebracht.

Nicht immer schimpfen mit der Türkei, die geben sich schon Mühe. :)

tl;dr: nicht alles ist schwarz-weiß und so einfach wie es scheint.

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