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Europa: Türken beschweren sich über Doppelmoral bei Förderung der Muttersprache

Als Anfang der 1970er Jahre die ersten Gastarbeiter aus der Türkei ihren Weg nach Europa fanden, kannten sie die Fremdsprachen in Europa nicht und lernten auch kaum die Sprache(n) ihrer neuen Heimat.

Heute hingegen sieht die Sache anders aus: Die Kinder und Enkel jeder Gastarbeiter können nun vielfach kein Türkisch sprechen, obwohl sich alle EU Länder 1992 über die Erhaltung der europäischen Regional- und Minderheitensprachen geeinigt haben.

Türkisch wird scheinbar nicht ausreichend gefördert. Im Gegenteil: In einigen Schulen in Frankreich ist sogar das Sprechen der türkischen Sprache verboten worden.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Europa, Förderung, Türken, Muttersprache, Doppelmoral
Quelle: dtj-online.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2014 12:57 Uhr von Samsara
 
+4 | -6
 
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Dürka Dürka
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18.04.2014 12:59 Uhr von architeutes
 
+16 | -3
 
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Wer einen türkischen Hintergrund hat und die Sprache nicht lernt ist einfach ohne Interesse dafür.
Es gibt sicher Kurse genug ,nur die Bereitschaft scheint dann wohl zu fehlen.
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18.04.2014 13:09 Uhr von SNnewsreader
 
+18 | -4
 
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Wer merkt da etwas?

"...obwohl sich alle EU Länder 1992 über die Erhaltung der europäischen Regional- und Minderheitensprachen geeinigt haben. "

Bei einigen Türken scheint es noch nicht angekommen zu sein:

IHR SEID NICHT IN DER EU ... wenn ihr türkisch reden wollt, dann macht es, aber hört auf Euch in Dinge einzumischen, die nur die EU etwas angeht.
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18.04.2014 13:11 Uhr von Sirigis
 
+10 | -2
 
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Ich denke es steht den türkischen Familien frei, ihre Kinder zweisprachig zu erziehen. Mein Bruder und ich, mussten auch die Sprachen der jeweiligen Länder in denen wir wohnten, erlernen. Denn im Kindergarten und in der Schule hat Niemand darauf Rücksicht genommen, dass wir eine andere Muttersprache hatten. Hat aber nicht geschadet, und meine Muttersprache beherrsche ich bis heute. Viel schlimmer finde ich, wenn in einigen Zuwandererfamilien nur die Muttersprache gesprochen wird, diese Kinder dann allerdings in der Schule erst Deutsch lernen müssen, und daher oft größere schulische Probleme haben.
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18.04.2014 13:12 Uhr von ar1234
 
+11 | -2
 
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Offensichtlich möchte die türkische Regierung nicht, dass sich die türkischen Auswanderer in ihren neuen Heimatländern intigrieren. Das hat sie schon durch viele Handlungen und Assagen zur Schau gestellt. Es ist unverständlich, dass sowas ohne Beanstandung geduldet wird.
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18.04.2014 14:41 Uhr von silent_warior
 
+6 | -2
 
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"obwohl sich alle EU Länder 1992 über die Erhaltung der europäischen Regional- und Minderheitensprachen geeinigt haben. "

Eine Regionalsprache ist zum Beispiel Bayrisch oder sächsisch, die fallen in den ersten Bereich.

Eine Minderheitensprache ist zum Beispiel Sorbisch fällt in den zweiten Bereich.

Türkisch dagegen ist keine Minderheitensprache und sie ist keine Europäische Regionalsprache!

Da wollen nur ein paar Türken ohne arbeiten zu müssen extra Geld fürs Nichtstun bekommen.


In Berlin gibt es einen Haufen Türken die nur türkisch sprechen können und selbst die Kinder sprechen türkisch, zudem werden denen von den Eltern ihre Religion und türkische Sitten eingetrichtert.
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18.04.2014 14:47 Uhr von Biblio
 
+1 | -3
 
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Hier haben wieder mal eine Menge Leute einen ordentlichen Schuss im Kopf! Ich spreche soviele und unterschiedliche Sprachen, wo und wann ich will.
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18.04.2014 14:48 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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Sie sollen es auch sprechen und nicht nur. Wenn die Kinder nicht mal mehr Deutsch sprechen können, dann sollen wir Türkisch fördern?

Ab der 11 gab es bei uns die Möglichkeit Türkisch zu wählen.
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18.04.2014 15:28 Uhr von shadow#
 
+3 | -1
 
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Das Deutsch-Türkische-Journal...
Dass Türkisch ebensowenig zu den europäischen Regional- und Minderheitensprachen zählt wie Hindi oder Chinesisch ist ihnen wohl entgangen.
Dass es an vielen Schulen und Universitäten Türkisch als Wahlfach gibt, auch.
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18.04.2014 16:17 Uhr von Ich_bins_wieder
 
+6 | -0
 
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Ich lehne mich sicher nicht so weit aus dem Fenster, wenn ich die Behauptung ausspreche, dass wenn eine Person in der dritten Generation in einem Land wohnt, die Sprache der Großeltern nicht mehr wirklich zur Muttersprache gehört... Aber sollte die Behauptung stimmen, das es wirklich türkische Kinder gibt, die nicht mehr türkisch sprechen, frage ich mich ernsthaft, wie sie mit ihrer Mutter sprechen ;-P
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18.04.2014 16:24 Uhr von -Count-
 
+3 | -1
 
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Wenn denen ihre Muttersprache so wichtig ist, können sie doch selbst für deren Erhalt sorgen. Warum sollen ANDERE das mit ihrem Geld fördern, die es gar nicht betrifft?
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18.04.2014 16:33 Uhr von d1pe
 
+2 | -0
 
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Förderung der Muttersprache? Ich sehe fast täglich Türken die weder deutsch noch türkisch beherrschen. Die sprechen dann deutsch und türkisch gemischt.
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18.04.2014 16:36 Uhr von CrazyCatD
 
+1 | -1
 
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1984 gab es bei mir an der Schule Türkisch im Projekt- Nachmittagsunterricht (wir hatten ziemlich viele Türken an der Schule), jedoch war ich der einzige von über 2000 Schülern der sich für diesen angemeldet hat. Was ja wohl zeigt das weder die Deutschen noch die Türken Interese an dieser Sprache hatten.
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18.04.2014 16:52 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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@Jalapeno.
"Vorrausgesetzt, man läßt nicht die Deutschlandfahne aus dem Hosenschlitz hängen . "

Wieso? Was passiert denn dann? ^^
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18.04.2014 17:18 Uhr von free4gaza
 
+1 | -1
 
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Aus Erfahrung kann ich sagen,
dass Kinder, die mit 6-10 Jahren in ein anderes Land wegziehen
und die Sprache neu lernen, beherrschen dann mit 20 die beiden Sprachen fast perfekt.

Bei "gemischten" Erziehungen, wird entweder die eine oder die andere Sprache, meistens auch beide vernachlässigt...
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18.04.2014 17:39 Uhr von thugballer
 
+1 | -5
 
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Der Vorwurf ist gerechtfertigt.
Ein Freund von mir ist wegen wiederholtem Türkisch sprechens von der Schule geflogen.
Wäre es bei English oder Französisch wohl auch passiert?

In der Türkei gibt es viele Deutsche Schulen und Unis.
Als Erdogan vorschlug, auch in Deutschland Türkische Schulen zu eröffnen, lachte ihn der Bundestag aus.

Türkisch ist halt keine Herrensprache.

Und warum ist zb. in Schleswig-Holstein Dänisch Minderheitsspache, jedoch Türkisch nirgends?

Stellt man das Datum der Einreise über den Grundsatz der Gleichberechtigung?
Gibt ja sicher genug Dänen, die auch erst nach dem Krieg kamen
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18.04.2014 20:52 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -2
 
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Man sollte das sprechen, was im Land Amtssprache ist, wenn man dauerhaft dort leben will. Ganz einfache Sache.
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18.04.2014 23:36 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -1
 
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@thugballer
"Ein Freund von mir ist wegen wiederholtem Türkisch sprechens von der Schule geflogen.
Wäre es bei English oder Französisch wohl auch passiert?"

Das ist wohl auch nur die halbe Wahrheit, oder...?

"In der Türkei gibt es viele Deutsche Schulen und Unis."

Ja, diese deutschen Schulen sind privat und überwiegend für die Kinder der Diplomaten vorgesehen. Wer dauerhaft dort lebt, geht auch auf eine staatliche Schule.

Auch in Deutschland gibt es türkische Schulen, z.B. ein türkisches Gymnasium in Berlin. Ebenso in Köln usw. Und obwohl dort Türkisch als Pflichtfach gelehrt wird, wird der Unterricht auf Deutsch abgehalten, weil es die Träger so wollen!
Es steht jedem frei, eine private Schule zu gründen, es ist sogar im Grundgesetz garantiert. Nur die Lehrziele und die Ausbildung der Lehrkräfte darf nicht schlechter als bei staatlichen Schulen sein.

"Als Erdogan vorschlug, auch in Deutschland Türkische Schulen zu eröffnen, lachte ihn der Bundestag aus."

Ja, weil es auch in der Türkei keine staatlichen deutschen Schulen gibt! Es ist schon traurig, dass wieder mal Äpfel und Birnen verglichen werden, weil man keine Ahnung hat...

"Und warum ist zb. in Schleswig-Holstein Dänisch Minderheitsspache, jedoch Türkisch nirgends?"

Weil in Schleswig-Holstein dänische und schlesische Minderheiten leben, und das nicht erst seit 60 Jahren. Weil diese Sprachen nach der EU-Charta für Regional- und Minderheitensprachen zu erhalten sind. Du kannst gerne versuchen auch türkisch dort aufnehmen zu lassen.

Übrigens sind diese Regionalsprachen auch erst seit 1998/1999 geschützt, obwohl es sie schon deutlich länger dort gibt als türkisch. Also ganz ruhig bleiben...

Amtsprache ist und bleibt Deutsch.

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