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Artikel Neun der japanischen Verfassung für den Friedensnobelpreis 2014 nominiert

Die 37-jährige Hausfrau Naomi Takusu kam bereits im Jahr 2013 auf die Idee, den neunten Artikel der japanischen Verfassung für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Sie sammelte in einer Unterschriftenaktion 1.500 Stimmen in nur fünf Tagen.

Doch sie musste erfahren, dass Nominierungen nur durch Empfehlungen von offiziellen Stellen, wie Regierungsvertreter, Professoren oder Institute möglich war. Sie änderte ihre Taktik und für das Jahr 2014 konnte sie 43 gültige offizielle Empfehlungen einreichen. Der Antrag wurde akzeptiert.

Artikel Neun der japanischen Verfassung verbietet kriegerische Aktivitäten sowie den Unterhalt von Streitkräften. Stattdessen verfügt die japanische Regierung über Selbstverteidigungsstreitkräfte, die seit fast 70 Jahren in keinen Krieg verwickelt waren.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Japan, Verfassung, Nominierung, Friedensnobelpreis
Quelle: en.rocketnews24.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2014 10:39 Uhr von omar
 
+10 | -0
 
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Finde ich gut.
Leider hält das die "Bösen" nicht immer auf...
Si vis pacem, para bellum („Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor“)
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14.04.2014 10:55 Uhr von psycoman
 
+9 | -2
 
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Deutschland bekommt den Preis dann wohl auch, wir dürfen schließlich auch keinen Krieg führen und unsere Armee dient ebenfalls der Verteidigung.

Trotzdem haben wir Auslandseinsätze, wie die Japaner auch.
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14.04.2014 11:06 Uhr von Nickman_83
 
+0 | -2
 
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Öhm, das ist beinahe nutzlos.
Der Abe will dich den 9. Artikel kippen und versucht daher schon Artikel 96 zu kassieren. Wenn er den hat, dann kann er die gnaze Verfassung frisieren. Also wozu dann noch der Hehl? http://www.zeit.de/...

Eigentlich schade.

[ nachträglich editiert von Nickman_83 ]
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14.04.2014 12:35 Uhr von Hallominator
 
+12 | -0
 
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"Selbstverteidigungsstreitkräfte" klingt gut, aber das hat man von der Bundeswehr ja auch gedacht. Netter Artikel, aber die Idee ist bereits gescheitert. Deutschland beweist nämlich ganz hervorragend, dass man das eigene Land am besten im Ausland verteidigt.
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14.04.2014 14:50 Uhr von sv3nni
 
+1 | -0
 
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jo - aber wenn man das neue stasigesetz der japaner dazurechnet dann gibts nixmehr http://www.faz.net/...
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14.04.2014 17:53 Uhr von Rongen
 
+2 | -0
 
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Nobel würde in Grabe rotieren wenn er wüsste wofür seine Idee Missbraucht wird.
Japan hat 2012 mehr als 59 Milliarden für sein "nicht vorhandenens Militär" ausgegeben und wieviele Atomsprengköpfe da rumstehen will ich gar net erst wissen.
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14.04.2014 19:53 Uhr von RegenCoE
 
+2 | -0
 
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Dann sollte man ganz Costa Rica den Friedensnobelpreis verleihen - die haben gar kein Militär :P
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15.04.2014 00:16 Uhr von Joeiiii
 
+1 | -0
 
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@psycoman
>>Deutschland bekommt den Preis dann wohl auch, wir dürfen schließlich auch keinen Krieg führen und unsere Armee dient ebenfalls der Verteidigung.<<

Da mußt du zwischen direkter und indirekter Landesverteidigung unterscheiden. Deutschland wird ja z.B. auch am Hindukusch *hust* verteidigt, also fernab der deutschen Grenze. Ist natürlich gröbster Unfug, aber mit ein bißchen Phantasie kann man es so sehen, daß die Verteidigungslinie nicht in Staatsnähe ist, sondern in ein paar 1.000 Kilometer Entfernung.
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15.04.2014 11:17 Uhr von psycoman
 
+2 | -0
 
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@Joeiiii:
"Da mußt du zwischen direkter und indirekter Landesverteidigung unterscheiden. "

Stimmt, der Irak liegt auch direkt neben Japan. Der Persische Golf oder Kambodscha, wo die Japaner mit UN-Mandat waren, ebenso . ;-)
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17.04.2014 12:57 Uhr von Wolfskind.eXe
 
+0 | -0
 
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"Stattdessen verfügt die japanische Regierung über Selbstverteidigungsstreitkräfte, die seit fast 70 Jahren in keinen Krieg verwickelt waren." - Und unsere Streitkräfte? ; )

"Während in Deutschland alles aufbereitet wurde und man sich entschuldigt hat" Jaja, die bösen Japaner.

Deutschland ist etwas anderes, zumindesten zu dem Zeitpunkt und aktuell auch wieder geht es beim Standort Deutschland um Geo-Politik. Wir sind der Vorgarten der Russen. Und das war damals noch wichtiger als es heute ist, zumal der Russe seinen Vorgarten auch gern bepflanzen wollte.. Davon dass die Amerikaner wussten das Pearl Habor angegriffen werden sollte, davon dass die wichtigen Schiffe (Träger) zuvor extra in Sicherheit gebracht wurden um diese nicht mit zu Opfern, weil man diese ja noch für den Rückschlag brauchte. Davon ist nichts zu sehen hier. Hauptsache die Japaner entschuldigen sich.

Aber hast schon Recht. Die bösen Japaner müssen sich entschuldigen.. Und dann ist die Welt wieder in Ordnung!
Die Amerikaner haben sich meines Wissens nie bei den Japanern entschuldigt für zwei nicht berechtigte Atomwaffentests als der Krieg im Grunde schon entschieden war. Nie bei den Indianern entschuldigt. Man hat sich nicht bei dem Afroamerikaner entschuldigt. Dafür hat man sich bei den Juden für das lange wegsehen entschuldigt. Also für Inaktivitäten entschuldigt man sich gerne. Für die eigenen Aktivitäten dann schon weniger. Hat man sich entschuldigt wegen Beweisfälschungen in den Nürnbergerprozessen? Hat man sich entschuldigt für die Monate lange Folter von bereits als unschuldig erwiesenen Häftlinge? Hat man sich entschuldigt dafür, dass dauernd falsche Leute von Drohnen erschossen werden? Ach ne, die werden ja dann einfach neu definiert nach dem Motto: "So du bist jetzt ein Terrorist.. gewesen."

Hat Deutschland sich denn beim Kosovo entschuldigt? Ob England sich bei Indien entschuldigt hat? Ob der Russe sich in Georgien entschuldigt hat? Der Amerikaner mal wieder, hat der sich in Panama entschuldigt oder sonst wo in Südamerika? Ob China sich beim Taiwan entschuldigt hat. Ob Japan sich bei den CHinesen entschuldigt hat? Ob china sich bei den Tibetianern entschuldigt hat? Ob Amerika sich bei Südkorea entschuldigt haben? Ob man sich bei den Vietnamesen, bei den Thailändern, den Laos entschuldigt hat? Oder bei den Burmas, wo man Bomben abgeworfen hat einfach weil Sie auf dem Rückflug noch ÜBRIG WAREN?
Aber richtig. Hauptsache die Japaner entschuldigen sich.
Als ob eine Entschuldigung irgendetwas entschuldigen könnte...
Die wurden ja auch nicht in den Krieg rein gedrückt.

Mit Sanktionen beginnt man Kriege. So wurde das auch bei den Japanern gemacht. Die wurden komplett isoliert. Und man wusste das die keine Wahl haben als sich mit Waffen dagegen zu stellen. Ja, man hätte sich auch einfach unterwerfen können. Aber das war in dem Politischen System damals nicht einfach möglich. Weil der Gottkaiser nur für das Volk ein Gott war. Geherrscht hat die damalige japanische Version des RoundTable. Der Kaiser hatte kaum die Macht alleine auf Toilette zu gehen.

Abgesehn davon. Ich finde der Nobelpreis, besonders der Friedensnobelpreis , ist heute keine Auszeichung mehr sondern eine Beleidigung. Wen ein Friedensaktivist diesen Preis verliehen bekommt, darf er den eigentlich nicht annehmen. Wenn man sich mal anschaut wer den alles erhalten hat. Ich würde mich als Friedensaktivist beleidigt fühlen wenn ich diesen Preis verliehen bekäme, würde Stillschweigend nicken und dann bei der Übergabe vor den Augen aller Welt mal Tacheles reden, auch wenns nichts bringen würde. Ich sag nur Friedensnobelpreisträger: Obama.

Nein. Liebe Japaner, bitte lasst euch nicht beleidigen und erniedrigen. Stellt euch nicht auf eine Stufe mit dieser falschen und leeren Hülle die von Nobel noch geblieben ist!

[ nachträglich editiert von Wolfskind.eXe ]

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