12.04.14 17:41 Uhr
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Verdummung der Jugend durch neue Medien? - Interview mit einem Künstler

Ein sozial- und bildungskritisches Interview führte das Magazin "Focus" mit dem Bildhauer und Künstler Markus Lüpertz. Der 72-Jährige sieht das Bildungsniveau unser Jugend in ein zunehmendes Verdummungsszenario abdriften.

"Die ganze Welt verblödet systematisch", dies beobachte Lüpertz in erschreckender Weise bei der Jugend: "Abiturienten könnten nicht mehr schreiben und lesen." Beängstigend registriere er zudem die grassierende Einfalt der Schüler.

Unser Nachwuchs strengt sich vor allem geistig viel zu wenig an, da dieser mit einem Finger auf das iPhone drückend die Informationen aus dem Netz holt, die er justament benötigt. So wird die künftige Menschheit mit System verblöden, meint Lüpertz.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jugend, Interview, Künstler, Verdummung
Quelle: www.wochenblatt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2014 17:52 Uhr von Darkness2013
 
+28 | -3
 
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Stimme ich zu und RTL und Co. erledigen den Rest.
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12.04.2014 17:54 Uhr von asianlolihunter
 
+4 | -28
 
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12.04.2014 17:55 Uhr von brycer
 
+9 | -13
 
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Wie sagte schon einer meiner Lehrer vor etwa 30 Jahren:
"Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo man es nachschlagen muss."
Jetzt, in Zeiten des Internets, kann man viel mehr in viel kürzerer Zeit nachschlagen. ;-)
Das mit "Abiturienten könnten nicht mehr schreiben und lesen." halte ich für ein haarsträubendes Gerücht.
Herrn Lüpertz wurmt es doch nur, dass er geistig nicht in der Lage ist an dieser Entwicklung teil zu nehmen. :-)
Aber so war es schon immer.
Wann hat die ältere Generation sich nicht abfällig über die Jugend geäußert?
Ich glaube es war schon Sokrates, der sinngemäß gesagt haben soll: "Wenn ich mir die Jugend von heute ansehe graut mir vor der Zukunft."
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12.04.2014 17:59 Uhr von SpankyHam
 
+9 | -1
 
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Digitale Demenz
http://youtu.be/...
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12.04.2014 18:27 Uhr von Schmollschwund
 
+7 | -0
 
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Die Welt verblödet nicht durch Internet & Smartphone. Sie wird dumm, weil es schlicht immer weniger vernünftige Betätigungsfelder gibt.

Warum soll man Schüler bilden, wenn Arbeiten Schritt für Schritt in immer kleiner Teile zerpflückt wird und dadurch jeder alles machen kann und austauschbar ist. Da muss man sich schlicht nicht bilden bzw. muss (umfassend) ausgebildet werden.

Die Wirtschaft sagt was sie braucht, dementsprechend wird gebildet.

Hinzu kommt auch, dass viele private Vergnügungen nur noch auf Spaß und Action ausgelegt werden.
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12.04.2014 18:36 Uhr von mort76
 
+5 | -7
 
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...weiß der olle Herr überhaupt, über was er da redet?
Oder ist das ein Reflex, der in diesem Alter einfach einsetzt, weil man merkt, daß man nicht mehr relevant ist?
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12.04.2014 19:04 Uhr von Küchenbulle
 
+1 | -0
 
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... gab doch mal ein Sprichwort von "Nostradamus" im 21 Jahrhundert kommt ein schwarzes Wesen, und alles zunichte macht ! Wer o. Was das schwarze Wesen ist kann sich jeder selber ausmalen ;)
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12.04.2014 20:11 Uhr von azru-ino
 
+1 | -5
 
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Die Verdummung hat doch schon damals angefangen, als es die BILD für 10 Pfennig gab. Und was sind das für Argumente? Nur weil Informationen heutzutage einem schneller zur Verfügung stehen, soll man blöd sein? Effektivität ist dem Mann wohl nicht bekannt. Außerdem werden die Menschen nicht dümmer. Es ist halt nur so, dass durch die ganze Transparenz in der heutigen Zeit Dummheit nur offensichtlicher wird.
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12.04.2014 21:07 Uhr von Karma-Karma
 
+0 | -1
 
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Dann passt es ja, Zigaretten mit Bildung zu verknüpfen: http://www.paramantus.net/...
:D
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13.04.2014 00:47 Uhr von Wurstachim
 
+0 | -0
 
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Die Erwachsenen von Heute sind an dieser Entwicklung Schuld...
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13.04.2014 06:31 Uhr von TiOne
 
+1 | -0
 
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Mein Prof für Software-Ergonomie und Projekt-Management meinte regelmäßig:" Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wie man schnell an die benötigten Informationen herankommt".

Da bietet das Internet (wenn man Google richtig bedienen kann und weiß, dass Wikipedia auch Falschinformationen enthalten kann, da es von ganz normalen Menschen gefüllt wird) die beste Möglichkeit schnell und gezielt an Informationen zu kommen.

Was fehlt ist vielmehr die Medienkompetenz. Unsichere Passwörter, falsche Suchanfragen, Öffnen bzw. Beantworten von Scam und Spammails, Hochladen von Bildern auf fb (und damit automatischer Abtritt der Bildrechte an fb) oder junge Mädels, die zu ihrer 17 Jährigen Inet-Liebe fahren, die sich als 40 Jähriger Pedobär herausstellt.

Den Grund für die systematische Verblödung sehe ich aber nicht in Smartphones, sondern in den Medien und der Politik:
Die Medien (allem voran RTL) senden doch eigentlich nur noch Müll, pushen es aber so extrem hoch (z.B. das Dschungelcamp, bei dem die Bild immer fleissig zusätzlich berichtet, wer wohin gekackt hat und wer Känguru-Hoden mit dem Mund aus einem Bottich voller Maden fischen musste), dass man denken könnte es wäre interessant D-Promis beim Verkaufen ihrer Würde zuzusehen.

Die Kleinen beginnen ihren Konsum mit Nick, auf dem Sendungen laufen, die für die Zielgruppe unpassend sind (Spongebob ist in meinen Augen keine Kindersendung, sondern - ähnlich wie die Simpsons - eher auf ein älteres Publikum ausgerichtet, da Humor und Anspielungen enthalten sind, die Kinder noch gar nicht verstehen können) oder in denen die Darsteller sexualisiert werden (wie z.B. Zoe 101 oder iCarly). Dazu alle 15 Minuten Werbung, damit sich die armen Kleinen ja nicht zu lange auf etwas konzentrieren müssen.


Die Politik sorgt durch Einsparungen im Bildungswesen hingegen dafür, dass die Kinder in schlecht ausgestatteten Schulen, von mäßig ausgebildeten oder total veralterten Lehrern, mit Methoden von vorgestern auf das Leben von Morgen vorbereitet werden. Kinder die negativ auffallen sind entweder hochbegabt oder heißen Kevin/Tschakkeline-Schantalle, haben ADHS und müssen mit Medikamenten ruhiggestellt werden. Statt den Kindern die Welt zu erklären uns sie zu lehren selbstständig und kritisch zu denken, senkt man lieber die Schulzeit bis zum Abitur, damit die künftigen Generationen mehr dem Wunschbild der Arbeitgeber entsprechen (maximal 20 Jahre alt, abgeschlossenes Studium und am besten 3 Jahre Arbeitserfahrung...).


Also, Smartphones als Handwerkszeug machen nicht dumm, sondern sie können hilfreich sein. Man sollte den Kindern und Jugendlichen nur einmal klar machen, dass sie eben nur ein Werkzeug sind und kein Lebensinhalt.
Das mittlerweile jedes Grundschulkind morgens im Bus schon auf sein Smartphone glotzt leuchtet mir allerdings weniger ein - das liegt aber wohl daran, dass ich zu einer Generation gehöre, die noch ohne Handys aufgewachsen ist (ist aber auch ne ganz andere Diskussion^^)


Abschließend bleibt zu sagen:" In einem Land, in dem die Bild-Zeitung die meistgelesenste Tageszeitung ist, muss man sich über Verblödung nicht wundern".


P.S. Ist die schlechte Rechtschreibung nicht ein besonders großes Problem für die NSA, weil deren Software probleme beim übersetzen hat? ;)
Schuld ist hier der Kapitalismus - wären die Mobilfunkanbieter nicht so gierig gewesen, was die SMS-Preise angeht, hätten die User nicht angefangen alles abzukürzen ;)

[ nachträglich editiert von TiOne ]
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13.04.2014 12:55 Uhr von One of three
 
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"Die Kleinen beginnen ihren Konsum mit Nick, auf dem Sendungen laufen, die für die Zielgruppe unpassend sind"

Nicht die Medien sind schuld, sondern vollkommen verblödete oder bequeme Eltern, die ihren Nachwuchs übermäßig derartige Medien konsumieren lassen.
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13.04.2014 17:28 Uhr von TiOne
 
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@1of3:
"Nicht die Medien sind schuld, sondern vollkommen verblödete oder bequeme Eltern, die ihren Nachwuchs übermäßig derartige Medien konsumieren lassen."

Es liegt natürlich auch mit an den Eltern, vor allem an denen, die den Fernseher als Nanny-Ersatz sehen.
Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass unsere Politik dafür gesorgt hat, dass sich Arbeit kaum noch lohnt, so das beide Elternpaare vollzeit arbeiten müssen, oder eben auch alleinerziehende Eltern. Da bleibt eben nicht mehr soviel Zeit für die Kindererziehung.

Wenn ich an meine Kindheit und Jugend zurück denke, gab es von den Medien her aber auch weitaus weniger Angebote, als heutzutage. Da liefen nur am Wochenende vormittags Cartoons und nachmittags dann kindergerechte Realfilme (Mighty Ducks of Anaheim, BMX-Kids und wie sie alle hießen). Außerdem gab es auf den ÖR sowas wie Bildungsfernsehen, dazu die Sendung mit der Maus.
Man könnte auch sagen, dass Programm war so mau, dass man freiwillig mit seinen Freunden nach draußen gegangen ist.
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13.04.2014 19:59 Uhr von One of three
 
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@ TiOne

Wenn ich an meine Kindheit und Jugend zurück denke fällt mir ein dass vor 16:00 Uhr nur ein Testbild zu empfangen war ... ;-)

Wenn Eltern feststellen dass Handy oder Computer die realen Freunde mehr und mehr ersetzen haben sie einfach verpasst sich um ihre Kinder zu kümmern. Da ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen ...
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14.04.2014 03:49 Uhr von TiOne
 
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@1of3:

"Wenn Eltern feststellen dass Handy oder Computer die realen Freunde mehr und mehr ersetzen haben sie einfach verpasst sich um ihre Kinder zu kümmern. Da ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen ..."

Jup, und eben genau dort fehlt die nötige Medienkompetenz. Man kann nämlich auch mit realen Freunden online spielen, teilweise trifft man sogar den ein oder anderen, den man in Onlinespielen kennen lernt und schafft sich so neue Freunde, die man später auch im RL kennen lernt. Das man vor dem Rechner vereinsamt ist also kein muss, sondern liegt an dem Umgang jedes einzelnen mit dem Medium.

Natürlich, wenn man nur noch vorm Rechner hängt und keine anderen Beschäftigungen mehr auslebt ist dies sehr kritisch.

Und auch Menschen, die sich mit Freunden treffen, aber dann mehr mit ihrem Smartphone beschäftigt sind, als mit dem realen Gesprächspartner der einem gegenüber sitzt, sollten mal überlegen, ob das so richtig ist. Ich empfinde es zum Beispiel als respektlos.

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