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Bundesarbeitsgericht: Kranke müssen keinen Nachtdienst leisten

Ein Krankenhaus in Potsdam hat eine Krankenschwester entlassen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Nachtschichten übernehmen konnte.

Die Frau, die 30 Jahre in der Klinik gearbeitet hatte, klagte nun erfolgreich vor dem Bundesarbeitsgericht gegen ihre Entlassung.

Die Mitarbeiterin sei nicht pauschal als arbeitsunfähig einzustufen, so die Richter. Das Krankenhaus muss der Frau nun 6.100 Euro Gehalt nachbezahlen (Az. 10 AZR 637/13).


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Krankenhaus, Entlassung, Kranke, Bundesarbeitsgericht, Arbeitsunfähigkeit
Quelle: www.sueddeutsche.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.04.2014 12:25 Uhr von brycer
 
+13 | -3
 
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@blubb42:
Als ob sich die Kranken das unbedingt ausgesucht haben, krank zu sein.
Irrsinnig blödes Stammtischdahergerede von dir ohne jegliches Nach- oder Weiterdenken.
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10.04.2014 12:49 Uhr von Komikerr
 
+4 | -9
 
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Mal sehen wie lange die den Druck der Kollegen aushält, denn die werden ihr das Atbeitsleben nun zur Hölle machen.

Brycer, das hat doch nichts mit Stammtischreden zu tun was blubb42 geschrieben hat. Eher mit Realität.
Krankheit einer Kollegin hin oder her, aber wenn man selber deswegen anfängt drunter zu leiden ( Mehrarbeit / Nachtschichten wärend die eine pauschal nun davon befreit wurde in einem Job wo es Notwendig ist ) , dann ist einem die Kollegin ziemlich gleich.
Denn wo sie in der Nachtschicht ausfällt, darf ein Kollege einspringen und das lässt sich keiner lange und gerne gefallen.
Der Arbeitsvertrag ist sehr klar geregelt: auch Nachtschichten sind Pflicht
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10.04.2014 13:05 Uhr von brycer
 
+7 | -2
 
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@Komikerr:

Achja - und deswegen muss man die Kollegin einfach entlassen.
Oder man zwingt sie weiterhin Nachtschichten zu machen, damit sie möglichst oft krankheitsbedingt ausfällt. Dann sind die Kollegen natürlich begeistert, da sie ja dann auch noch die Ausfälle am Tag komprimieren müssen.
Aber klar doch, wenn es um andere geht, dann reicht der eigene Weitblick gerade mal von der Wand bis zur Tapete.
Aber wehe wenn die ´Kollegen´ selber in so eine Situation kommen würden. Dann wäre das Gejammer natürlich groß.
Aber nein, so etwas passiert ja nicht, denn selbst ist man natürlich unfehlbar.
Mich kotzt dieses Verhalten einfach an.
Das mit dem Arbeitsvertrag und ´Nachtschichten sind Pflicht´ kannst du dir da hin stecken, wo selten die Sonne hin scheint.
Ein Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht und muss sich dann eben etwas anderes einfallen lassen. Einfach entlassen geht nicht. Die Frau aber an anderer Position beschäftigen wo sie nicht Nachtschicht arbeiten muss aber schon. Nur hat sich in diesem Falle der Arbeitgeber anscheinend gar nicht die Mühe gemacht nach einer Lösung zu suchen.

[ nachträglich editiert von brycer ]
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10.04.2014 13:37 Uhr von PakToh
 
+6 | -0
 
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Ich frag mich echt was für Unsaoziale Idioten einem manchmal unter kommen...

Natürlich ist es einem arbeitgeber zuzumuten einem Mitarbeiter, der 30 Jahre im Unternehmen is, zumidnest zu versuchen eine Alternativstelle anzubieten, wenn dieser nachgewiesen krankheitsbedingt bestimmte Dinge nicht mehr leisten kann.

Wenn eine Frau Schwanger wird darf diese auch irgendwann keine schweren Sachen mehr heben - Da regt sich auch keiner auf oder tretet ihr sie dann, sie soll noch mehr schleppen?

Bei einem 3-Mann-Betrieb könnte ich es nachvollziehen, wenn man argumentiert es wäre eine unzumutbare Situation einen solchen Mitarbeiter noch zu beschäftigen (Vorausgesetzt man hat sich bemüht und kann eine hinreichende Einschränkung darlegen).
In einem Krankenhaus gibts genug Schichten und Arbeiten die man ohne Nachtschicht leisten kann.

Und "Kollegen" die sich aufregen, weil jemand krank wird denen wünschte ich dass sie einmal in den Genuß kommen selber auf Hilfe in irgendeiner Form angewiesen zu sein oder aber etwas nicht zu können.
Kollegialität nennt sich das, kennen viele leider nicht mehr, wo man nach besten Möglichkeiten versucht einander zu helfen.

Ich habe Verständnis dass es manchmal schwierig sein kann wenn jemand kurzfristig ausfällt, aber eine dauerhafte Beeinträchtigung wie hier ist ja wohl problemlos Planbar und kurzfristig den Kollegen "zuzumuten" - Oder gibts neuerdings Wütende Mobs mit Mistgabeln, wenn ein Kollege mal unvorbereitet und ohne Termin krank wird?!?
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10.04.2014 19:10 Uhr von NilsGH
 
+2 | -0
 
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Zitat:
"Dass Kranke überhaupt arbeiten müssen, finde ich skandalös - vor allem im Krankenhaus."

Das ist ein neues Versuchsprojekt: Kranke heilen Kranke ... :-)

Spart unheimlich Kosten: Die Patienten, die laufen könne, bringen den Bettlägerigen das Essen und pflegen sie. Die Rolli-Fahrer karren das Essen von der Kantine hoch ... usw.

Klappt wunderbar. Wer nicht mitmacht, wird "entlassen" ;-)

Zum Thema:

Sicher ist das eine Frechheit, die Frau zu entlassen. Aber: Sie kann gewisse Arbeiten nicht mehr machen. Kein Problem. Aber die Nachtzuschläge (sollte es welche geben) müsste man ihr abziehen, wenn sie nur noch Tagesschicht schiebt. Wenn es keine gibt, wäre es nur gerecht, wenn sie ETWAS weniger Gehalt erhält als ihre voll arbeitenden Kollegen.

Oder man findet innerhalb des Krankenhauses eine andere Tätigkeit.

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