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Streit über "Körperwelten"-Schau in München: "Das müsste verboten sein"

Vor elf Jahren kam zum ersten Mal die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" nach München, in der plastinierte Leichen gezeigt werden. Schon damals gab es Versuche, die Schau zu verbieten und auch nun gibt es wieder Streit über eine erneute Ausstellung von Gunther von Hagens.

Diesmal hat sich der Chef des Münchner Kreisverwaltungsreferats (KVR) gegen einen Verbotsversuch entschieden, denn damals habe man so auch unwillentlich Werbung für von Hagens gemacht.

Dennoch ist Wilfried Blume-Beyerle immer noch "absolut unverändert der Auffassung, dass dieser Umgang mit Verstorbenen und deren Würde nicht geduldet werden dürfte und verboten sein müsste".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: München, Streit, Ausstellung, Körperwelten
Quelle: www.sueddeutsche.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2014 11:40 Uhr von Lucianus
 
+26 | -1
 
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Ich vertrete da die Ansicht:
Wenn es die Menschen nicht sehen wollen, gehen sie nicht in die Ausstellung, wodurch sie nicht mehr Finanziert werden kann und damit verschwindet.

Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein, es gibt wohl genügend die Interesse daran haben und aus diesem Grund finde ich es unverschämt das ein Volksvertreter versucht das zu Verbieten, weil ER der Meinung ist das es verboten sein MÜSSTE.
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07.04.2014 11:40 Uhr von GroundHound
 
+21 | -2
 
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"Verstorbenen und deren Würde"

Alle Verstorbenen, die in den Körperwelten gezeigt werden, haben vorher ausdrücklich zugestimmt.
Ich hätte übrigens (jetzt) auch kein Problem damit, wenn man mich nach dem Tod so zeigen würde.
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07.04.2014 12:00 Uhr von aminosaeure
 
+15 | -1
 
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Ich habe mir die Ausstellung zusammen mit meiner Frau angeschaut, ich fand nichts verwerfliches und fand sie informativ.
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07.04.2014 12:03 Uhr von Darkness2013
 
+14 | -1
 
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Dennoch ist Wilfried Blume-Beyerle immer noch "absolut unverändert der Auffassung, dass dieser Umgang mit Verstorbenen und deren Würde nicht geduldet werden dürfte und verboten sein müsste".

Überall auf der Welt werden Mumien und ander lange Verstorbene ausgebuddelt und das ganze unter Archiologie abgetan, das stört auch keinen.
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07.04.2014 12:45 Uhr von Daffney
 
+9 | -1
 
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Also diese Toten bekommen doch viel mehr Sorgfalt und Aufmerksamkeit gewidmet, also einer der verbdudelt oder verbrannt wird. Von fehlender Würde kann ich da nichts erkennen. Und Interessant ist es alle Mal.
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07.04.2014 12:58 Uhr von Fomas
 
+6 | -9
 
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Ich finds einfach abstoßend. Klar, ist der Körper interessant von innen, etc., aber ihn so zu verstümmeln und dann "Kunst" zu nennen finde ich eklig. Verboten werden.... würde ich nicht unbedingt fordern, da die Betroffenen ja einverstanden waren damit. Persönlich halte ich aber nichts davon.
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07.04.2014 13:41 Uhr von psycoman
 
+3 | -0
 
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Und Warum? Die Leute haben sich freiwillig dafür gemeldet und soll man nicht den letzten Willen von Toten respektieren?
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07.04.2014 13:42 Uhr von Ich_bins_wieder
 
+5 | -0
 
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Ich war schon zwei mal in der Ausstellung kann nur sagen, dass ich selbst beim dritten Besuch immer noch was neues entdecken könnte (wobei ich mir dann eher die plastinierten Tiere betrachten würde).
Muss jeder für sich entscheiden und wie hier schon erwähnt wurde, haben die Menschen zugestimmt!
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07.04.2014 14:20 Uhr von rembremmerding
 
+5 | -2
 
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Weshalb sollte man eine solche Ausstellung verbieten?
Wir nähern uns mehr und mehr dem Mittelalter .. in konstanten Rückwärtsschritten.
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07.04.2014 16:03 Uhr von Lornsen
 
+4 | -6
 
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das sieht Sch***e aus. Wer´s mag auch gut.
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07.04.2014 21:08 Uhr von Nebelfrost
 
+3 | -1
 
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mich würde es nicht wundern, wenn es tatsächlich verboten werden würde. denn im kriecherischen deutschland haben immer minderheiten die macht. wenn 2% der bevölkerung sagen, dass körperwelten würdelos ist, dann wird der meinung dieser 2% folge geleistet und nicht etwa den 98%, die sagen, dass es interessant und lehrreich ist.

wenn in einer fleischerei in einer stadt im schaufenster pappschweine aufgestellt werden, an denen sich 2% der vorübergehenden passanten aufstoßen, weil diese muslime sind, dann werden die pappschweine wegen dieser 2% aus den fenstern rausgenommen und nicht wegen der 98% anderen passanten im fenster stehen gelassen.

zudem werden wir von einer regierung regiert, die fast ausschließlich im interesse der oberen zehntausend (finanzbonzen und lobbyisten) handelt, aber nicht im interesse der mehrheit des volkes.

und ich könnte noch dutzende weiterer beispiele dafür nennen. DAS ist deutschland! falsche toleranz und kriechertum sind die krankheiten, an denen dieses land zugrunde gehen wird!
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07.04.2014 22:15 Uhr von Nebelfrost
 
+6 | -1
 
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@daffney

genauso ist es. wenn plastination würdelos sein soll, dann ist es verbrennen bzw. einäschern erst recht.
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07.04.2014 22:22 Uhr von Azureon
 
+2 | -3
 
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Ach.... versucht mal wieder ein verkalkter Stammtischprolet ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen?
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08.04.2014 01:09 Uhr von bigX67
 
+2 | -7
 
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ich finde es ekelhaft so mit toten menschen umzugehen.
sich anatomie in einer medizinischen ausstellung anzusehen ist was anderes, als dieses würdelose zur schau stellen.

das viele leute das gut finden ist nicht verwunderlich. schliesslich ist es "neu" und "anders".
wobei die SN-user, die hier den körperwelten zu reden, normalerweise nicht für ihre aufgeklärtheit bekannt sind.
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08.04.2014 03:28 Uhr von Zxeera
 
+2 | -1
 
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Es gibt genug andere Sachen, die Verboten werden sollten, aber da passiert nichts.
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08.04.2014 08:41 Uhr von perMagna
 
+3 | -2
 
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Wenn Menschen aufgrund zu geringer intelektueller Leistungsfähigkeit etwas nicht verstehen, reagieren sie mit einer emotionalen Bewertung.
(Das ist auch der Grund, warum so viele Mystiker und Pendelschwinger eher einen zweistelligen IQ haben.)

Da die Beschau von Leichen in der Regel eine negative vegetative Antwort auslöst, neigen geistig unterprivilegierte dazu, dieser Ausstellung mit Abscheu zu begegnen.
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08.04.2014 08:52 Uhr von alex070
 
+4 | -1
 
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Meine Kritik richtet sich auch mehr auf die Darstellung der Szenen (wie im Bild der Basketballspieler) als auf eine Austellung mit medizinischen Charakter.

Ich denke es ist mehr Voyeurismus als Interesse an Bildung in den Themengebiet bei den Besuchern zu finden.

Verbieten würde ich sie jedoch nicht - wer will kann sich das anschauen, wer es nicht mag (wie ich) geht halt nicht hin.

Ist ja nicht so das die auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden und ich mich dem nicht entziehen kann.

[ nachträglich editiert von alex070 ]
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09.04.2014 05:20 Uhr von 1Beamy1
 
+4 | -0
 
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Also für mich ist dass nichts. Aber wen es interessiert, der soll ruhig hingehen. Außerdem hätte man ohne Studien an Toten kaum Wissen über die Anatomie des Menschen. Von Störung der Totenruhe würde ich somit nicht reden. Selbst die Christen graben alle Jahre lang ihre Fridhöfe um.
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09.04.2014 08:45 Uhr von onkelmihe
 
+2 | -1
 
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Halt dein Maul, WIlfried.. dich will sowieso niemand sehen.. weder tot noch lebendig!
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11.04.2014 12:43 Uhr von jens3001
 
+0 | -1
 
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Lucianus:

Andererseits würden auch Gladiatorenkämpfe finanzierbar sein - und dennoch ist es richtig diese öffentlichen Kämpfe auf Leben und Tod nicht zuzulassen.
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11.04.2014 14:45 Uhr von 475789
 
+0 | -1
 
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Es ist auch ein grosser Unterschied ob nun Gebeine, d.h. Knochen , aufbewahrt werden, oder ob der Körper seziert wird und dann in alle möglichen und unmöglichen Posen gebracht wird die eben aus dem Leben stammt und nicht dem Tod. Damit wird der Mensch zur Marionette und gewissermassen entmenschlicht. Man stelle sich vor es handelt sich bei den Toten um ein Familienmitglied. Würdet Ihr wollen dass dieses dann nach dem Tod "aufbereitet" wird nach dem Willen eines Mannes der damit seine "seltsamen" Fantasien ausleben will ? Sorry aber für mich hat das nichts mehr mit Respekt vor den Toten zu tun, noch dem Menschen der das mal war. Verbieten ist meine persönliche Meinung, zudem die zahlenden Menschen sicher nicht aus dem Wunsch nach Kenntnissvertiefung der physionomie des Körpers dahingehen sindern schlicht aus Sensationsgier ähnlich wie einem Schaulustigen bei einem Unfall.

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