07.04.14 09:48 Uhr
 1.246
 

Radebeul: Karl-May-Museum entfernt nach Indianer-Protesten Skalpe aus der Sammlung

Mitglieder der Ojibwa-Indianer aus Michigan (USA) hatten vor Kurzem ihren Protest im Karl-May-Museum in Radebeul eingereicht, weil das Museum echte Skalpe von Indianern ausstellte.

Daraufhin hat die Führung des Museums nun reagiert und sämtliche menschlichen Skalpe aus ihrer Sammlung entfernt.

Museumsmitarbeiter Hans Grunert sagte: "Um die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, haben wir alle vier Originale aus der Vitrine entfernt. Es werden jetzt nur noch Repliken präsentiert. Von einer Rückgabe unserer seit ewigen Zeiten hier lagernden Skalpe kann aber keine Rede sein."


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Museum, Sammlung, Indianer, Skalp, Radebeul, Karl May
Quelle: www.bild.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.04.2014 11:13 Uhr von Berundo
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Zum Haare ausreissen.
Kommentar ansehen
07.04.2014 11:18 Uhr von quade34
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Nun kommen alle anderen mit ihren Forderungen. Echte Knochen raus aus den Museen. Also überhaupt alles raus, was mal gelebt hat.
Was wird mit den Ausstellungsstücken, die von ermordeten KZ-Insassen übrig blieben, wie Haut, Haare und Zähne?

[ nachträglich editiert von quade34 ]
Kommentar ansehen
07.04.2014 11:28 Uhr von Maedy
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Das fällt den Indianern aber früh ein....
Kommentar ansehen
07.04.2014 11:33 Uhr von quade34
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Maedy - Die haben wohl Kontakte zu deutschen Gutmenschen.
Kommentar ansehen
07.04.2014 20:53 Uhr von olivia_oel
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
der Zentralrat der Ojibwa-Indianer fordert .....
Kommentar ansehen
07.04.2014 22:58 Uhr von CatLeeMa
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Keine echten Skalpe?
Dann zahl ich den Eintritt mit Monopolygeld.
Kommentar ansehen
08.04.2014 07:38 Uhr von mort76
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
..es geht eigentlich um EINEN ganz bestimmten Skalp.
Dieser soll zurückgegeben werden. Aber so schön verkürzt ist die Gescjhichte natürlich gleich viel knalliger.

Ach ja, Hibbelig- zu der "Unart vieler Indianerstämme" gäbe es noch folgendes zu zitieren:

"Man meint, dass der Kontakt mit den Europäern zu einer Verbreitung der Praxis des Skalpierens unter den Indianern führte, da einige europäisch-stämmige amerikanische Regierungen ihre indianischen Alliierten in Kriegszeiten dazu ermutigten. Zum Beispiel wurde während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges der britische Gouverneurleutnant von Kanada, Henry Hamilton, unter den amerikanischen Patrioten als „haarkaufender General“ bekannt, weil angenommen wurde, dass er seine indianischen Alliierten dazu ermutigte und dafür bezahlte, amerikanische Siedler zu skalpieren. Als Hamilton während des Krieges von Amerikanern gefangen genommen wurde, wurde er deswegen wie ein Kriegsverbrecher und nicht wie ein Kriegsgefangener behandelt. Sicher ist, dass Indianer wie auch amerikanische Grenzsiedler ihre Opfer während dieser Zeit oft skalpierten."


Naja. Hauptsache, ihr konntet mal wieder eure Lieblingssprüchlein von wegen "Gutmenschen und Zentralrat" aufsagen, das ist so wahnsinnig originell, weil man das so selten liest, aber ich vermute mal, wenn ihr das nicht regelmäßig macht, platzt das arme Hirnchen.
Kommentar ansehen
08.04.2014 17:07 Uhr von -Count-
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ mort76


Auf Wikipedia (wo du diesen Textabschnitt entnommen hast) liest sich die obere Hälfte wiederum gänzlich anders:

"Laut dem Historiker James Axtell gibt es keinen Beweis dafür, dass frühe europäische Entdecker und Siedler in Amerika die Praktiken der Skythen kannten oder dass sie den Indianern das Skalpieren beigebracht hätten. Axtell sagt weiterhin, dass es klare Beweise gebe, dass das Skalpieren in Amerika praktiziert wurde, lange bevor die Europäer eintrafen, insbesondere in Nordamerika. Die Theorie, dass die Indianer das Skalpieren von den Europäern übernommen hätten, kam in den 1960er Jahren auf und wird immer noch von einigen Autoren und Aktivisten vertreten, wird aber von den meisten Wissenschaftlern abgelehnt.

Als einer der ersten Europäer auf dem amerikanischen Kontinent beschreibt Bernal Díaz del Castillo in seinem Buch Historia verdadera de la conquista de la Nueva España, dass die Azteken die Technik des Skalpierens kannten und praktizierten.[3] Bernal Díaz del Castillo war ab 1519 Soldat und Augenzeuge der Eroberung des Aztekenreiches unter Hernán Cortés."
Kommentar ansehen
17.05.2014 01:01 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die hatten da was rumliegen? WTF?
Sind in der Vitrine daneben vielleicht noch ein paar Schrumpfköpfe?

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?