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Ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Mindestlohn gefährdet hunderttausende Arbeitsplätze

Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts, ist der Überzeugung, dass der Mindestlohn von 8,5 Euro in Deutschland hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährdet.

"Der Mindestlohn gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze", so der Ökonom. Auch andere Experten warnen vor dem Mindestlohn oder auch der Rente mit 63.

"Die Rente mit 63 wird den Facharbeitermangel spürbar verschärfen. Sie wird uns circa 250.000 Beschäftigte kosten, im Vergleich also fast zehn Prozent der derzeitigen Arbeitslosen. Das bremst die Wirtschaft", sagte Axel Börsch-Supan, Rentenexperte vom Max-Planck-Institut.


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WebReporter: foxed-out
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Arbeitsplatz, Mindestlohn, Gefährdung, Hans-Werner Sinn, Ifo-Institut
Quelle: www.welt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2014 16:49 Uhr von Borgir
 
+26 | -2
 
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Facharbeitermangel könnte entschärft werden, wenn die, die arbeitslos zu Hause sitzen eingestellt, oder die, die ins Ausland wegen besserer Bezahlung abwandern, besser bezahlt würden. Weder der Mindestlohn noch das Holen von "Fachkräften" aus dem östlichen Ausland wird am Facharbeitermangel was ändern.
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06.04.2014 16:50 Uhr von heinzinger
 
+15 | -2
 
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Na klar... das bremst höchstens die Gewinne der Konzerne.

Ich finde den Mindestlohn gut, Arbeit muss sich lohnen und wer den ganzen Tag arbeiten geht soll nicht noch beim Sozialamt um Harz 4 Aufstockung betteln müssen.

Es kann nicht sein, dass ein Arbeitsloser genau so viel oder sogar mehr Geld bekommt wie jemand der den ganzen Tag arbeiten geht!

@Borgir: richtige Fachkräfte werden vom Mindestlohn nicht profitieren, weil sie eh mehr als 8,50 Euro die Stunde bekommen. Arbeiter mit mies bezahlten Jobs haben hier was davon.

[ nachträglich editiert von heinzinger ]
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06.04.2014 16:51 Uhr von MarkiMork
 
+2 | -9
 
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Ist immer so wenn die SPD mehr im Bundestag zu sagen hat. Dann gehen trotz "sozialen Lager" die Arbeitslosenzahlen in die Höhe.
Wie auch immer, ich hoffe das es nicht eintrifft, aber ich weiß ebenfalls das es dies tut
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06.04.2014 16:56 Uhr von Karlchenfan
 
+19 | -4
 
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Die 900.000 gefährdeten Arbeitsplätze sind die der Arbeitgeber,die sich auf Kosten der Beschäftigten mit Dumpinglöhnen selbst ein volles Geldbörschen verschafft haben.
Sinn ist ´n Schwachkopf,bzw. ein übler Propagandist und Lügner.
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06.04.2014 17:27 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+6 | -0
 
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Wir können hier eine Theorie nach der anderen Aufstellen, fakt ist das wenn keine Löhne mehr gezahlt werden müssen und richtige Sklaverei eingeführt wird, das "Deutschland" damit am meisten profitieren würde als "Exportnation".
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06.04.2014 17:29 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+10 | -0
 
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@ BastB

" Der Mindestlohn wird in einigen Branchen zur Preiserhöhungen führen, die vor allem der Normalverdiener tragen muss."


Dann könnte ich mir ja in Frankreich nix leisten, wenn du recht hättest.
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06.04.2014 17:45 Uhr von brycer
 
+9 | -0
 
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@ BastB
" Der Mindestlohn wird in einigen Branchen zur Preiserhöhungen führen, die vor allem der Normalverdiener tragen muss."

Aber klar doch. Bist du vielleicht noch der Meinung dass man bei uns die Sklaverei wieder einführen sollte, damit andere ihre Pfründe nicht gefährdet sehen müssen?
Denn darauf läuft doch deine Äußerung hinaus. Andere sollen sich für wenig Geld krumm legen, damit der Wohlstand einiger nicht in Gefahr kommt.
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06.04.2014 17:46 Uhr von sps
 
+2 | -3
 
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Falsche Diskussion: Mindestlohn ist nur der erste Schritt zur guten europäischen Tradition: Einführung des Eurosatzes spätestens zur nächsten Legistraturperiode des Europäischen Parlaments und die Entkriminalisierung der armen Bevölkerung kann endlich beginnen! Eurosatz = alle EU-Bürger bekommen monatlich einen hohen Eurobetrag auf ihr Konto überwiesen - d.h. alle Bürgerinnen und Bürger der EU bekommen ein Konto - und das Finanz- und Sozialsystem wird europaweit geführt. Damit werden Milliarden an Steuergelder wieder der europäischen Steuerbehörde zugeführt und kein Mensch ist mehr kriminell - da es keine weiteren Sozialleistung geben braucht!
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06.04.2014 18:17 Uhr von sps
 
+1 | -2
 
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Falls die hier Diskutierende noch nicht bemerkt haben: wir gehen auf eine Deflation zu und das heißt, dass die Preise fallen und nicht steigen werden!
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06.04.2014 19:14 Uhr von news_24
 
+1 | -5
 
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Eure Löhne werden nur noch von !! Krediten !! finanziert. Glaube aber kaum, dass hier jemand weiß, was ein Kredit ist.
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06.04.2014 19:21 Uhr von merjon
 
+9 | -0
 
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Hätten wir wirklich Facharbeitermangel in Deutschland, dann würden die Unternehmen
Facharbeiter und sogar Ingenieure nicht nur über Leihfirmen einstellen.
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06.04.2014 22:59 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+4 | -0
 
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@BastB

"Tatsache ist, dass vor allem die Landwirtschaft darunter leiden wird. Kaum ein Bauer kann seinen Erntehelfern 8,50 € / h zahlen."

Dann sind die ja in den Niederlanden schon Pleite.

"Das Problem ist die Doppelmoral. Die Leute beschweren sich einerseits über zu wenig Lohn in einigen Branchen, mehr zahlen für diese Produkte wollen sie dann aber auch nicht."

Und? Dann sollen die aufs Essen ganz verzichten! Dann können die weiterhin ihren dicken Wagen betanken und 3X im Urlaub fahren, wo ist das Problem?

Sollen deswegen die Leute in der Landwirtschaft ihren Rücken für 5€ die Stunde opfern?
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06.04.2014 23:09 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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@ bernd9584
"In der Schweiz gibt es 4000 Franken Mindestlohn (3300 Euro)"

So kann man sich die Wirtschaft natürlich auch ruinieren und es sich anschließend schön reden.
Was glaubst du wer dafür im Endeffekt arbeitet?


@ BastB
Du bist als der Meinung dass manche Menschen sehr viel weniger verdienen sollten, nur damit du deinen Spargel weiterhin zu Preisen bekommst, für die du ihn nicht mal selbst ausgraben würdest?!
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07.04.2014 10:48 Uhr von brycer
 
+4 | -1
 
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@BastB:
Und dann fällt dir also nichts dümmeres ein, als für Erntehelfer einen Lohn unter dem zu verlangen, das eigentlich schon die unterste Grenze sein sollte.
Das Problem sind doch die Unternehmer, die sich natürlich an der niedrigstmöglichen (welch Wortungetüm ;-P) Grenze für natürlich alle Qualifikationen orientieren wollen.
Wer hat denn heutzutage noch recht viel von einer Berufsausbildung, wenn man auch als gelernter nur knapp über dem Hartz VI-Satz bekommt?
Kein Wunder dass sich viele gar nicht mehr ausbilden lassen. Bringt doch eh nix. Wenn dann sogar Techniker und Hochschulabsolventen am Mindestlohn rumknapsen.
Jaaa, die Unternehmer füllen sich weiterhin die Taschen. Dass sie aber mehr an jene abgeben könnten, die die eigentliche Arbeit machen, das kommt ihnen nicht in den Sinn.
Dann holen sie lieber Leute aus dem Ausland. Die sind billiger. ;-P
Dass unsere Facharbeiter dann ins Ausland gehen, wo ihr Wissen noch was wert ist, das interessiert doch keinen Unternehmer. Der jammert lieber über Fachkräftemangel.
Woher kommt der? Weil deutsche Fachkräfte nicht mehr gehalten werden, da eben andere billiger sind - und weil es die Unternehmen jahrenlang versäumt haben auszubilden.
Ja, Ausbilden kostet eventuell Geld - aber dann brauch ich auch nicht zu jammern wenn Leute mit Fachwissen fehlen.

Die Unternehmer sind wie Zecken. Nur Saugen wollen und fett dabei werden.
Dafür aber was tun? Kommt nicht in Frage! Die sitzen da und saugen. Und wenn es nichts mehr zu saugen gibt? Dann wird der nächste Wirt gesucht. In Osteuropa oder Asien oder sonst wo, wo es gerade günstig ist. ;-P
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06.01.2015 22:00 Uhr von Stray_Cat
 
+0 | -1
 
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Und kein Mindestlohn gefährdet jeden, der infolge dessen nicht mehr für sich selber sorgen kann.

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