01.04.14 12:47 Uhr
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Ostsee: Sauerstoffmangel hat dramatisch zugenommen

Am Grund der Ostsee sinkt in großen Gebieten der Sauerstoffgehalt immer weiter ab. Dadurch entstehen regelrechte Todeszonen, in denen keine Möglichkeit auf höheres Leben besteht. Diese Zonen breiten sich immer weiter aus.

Wissenschaftler aus Schweden und Dänemark haben die Bedingungen in der Ostsee im Verlauf der letzten 100 Jahre studiert. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sich der Sauerstoffmangel in dieser Zeit um das Zehnfache verschlimmert hat. Die Forscher machen Überdüngung und Klimawandel dafür verantwortlich.

Bei wärmeren Temperaturen löst sich weniger Sauerstoff im Wasser. Durch eingespülte Nährstoffe kommt es zu Algenblüten, die den Sauerstoffgehalt in den tiefen Wasserschichten weiter senken. In den erstickenden Regionen leben schließlich nur noch Bakterien, die die Zonen weiter vergiften.


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