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Untergriesbach: Skurrile Aktion eines Pflasterers - er baute die Steine wieder ab

In der Gemeinde Untergriesbach reagierte ein von Hauseigentümern beauftragter Pflasterer auf die Nichtbezahlung seiner Leistungsrechnung auf eine recht direkte Art.

Die von dem selbstständigen Handwerker erbrachten Arbeiten vor den Häusern wären nicht in der verlangten Qualität durchgeführt worden, waren die Auftraggeber der Meinung. Deshalb zahlten diese die Rechnung nur teilweise.

Der sich ungerecht behandelt fühlende Pflasterer griff sodann zu einer für ihn vermeintlichen Abhilfe: Er baute die gepflasterten Granitbodenplatten wieder aus und nahm sie mit. Von dieser Lösung wenig angetan zeigten die Eigentümer den 58-jährigen Pflasterer wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls an.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Streit, Diebstahl, Aktion, Unternehmer, Pflaster
Quelle: www.wochenblatt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2014 13:11 Uhr von Johnny Cache
 
+16 | -3
 
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Das Blöde an der Sache ist daß der Hauseigentümer vermutlich auch noch im Recht sein müßte, da die Platten mit der Installation in dessen Eigentum übergegangen sind. Zumindest glaube ich mich an eine derartige Sauerei in irgendeinem unserer Gesetze zu erinnern.
Auf der anderen Seite hat der Handwerker natürlich völlig Recht (nicht mit dem Wortmißbrauch der Juristerei zu verwechseln). Um ein Haar hätte ich sowas auch schon mal was ähnliches bei einem miesen Kunden abgezogen.
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30.03.2014 13:14 Uhr von rolf.w
 
+31 | -2
 
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@schnueffler11
" Was sind denn das für Leute?"

Das sind Schmarotzer. Sie wissen, ein selbständiger Handwerker hat selten ein großes Finanzpolster. Wahrscheinlich hat der Handwerker die Pflastersteine geliefert und einen Abschlag erhalten. Dann hat er die Teile verbaut und dann wird reklamiert, um den Preis drücken zu können. Als selbständiger Handwerker muss man aber auch eine Familie ernähren und die Firma am Leben erhalten. Was also soll der Handwerker machen, einen langen Rechtsstreit ausfechten, dessen Ausgang ungewiss ist?? Oder gibt er sich mit weniger Lohn zufrieden und die Firma überlebt?

Hier haben sich die Schmarotzer wohl ein wenig verkalkuliert und der Handwerker hat auf seine Art zurück geschlagen. Leider hat er da wohl auch ein Gesetz gebrochen - obwohl er grundsätzlich vielleicht im Recht ist.
Selbstjustiz wird nicht gern gesehen und ich befürchte, diese Handwerksfirma gibt es nicht mehr sehr lange.

Also gefühlsmäßig möchte man die Kunden wohl verprügeln und dem Handwerker auf die Schulter klopfen. Das Gesetz sieht das aber wahrscheinlich anders.
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30.03.2014 13:25 Uhr von BigWoRm
 
+13 | -2
 
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keine ahnung ob man das daruf auch beziehen kann.

aber bleibt die ware nicht bis zur kompletten bezahlung im besitz des handwerkers?
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30.03.2014 13:45 Uhr von kuno14
 
+9 | -1
 
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ist leider so, was eingebaut ist egal ob bezahlt oder nicht ist nicht mehr dein eigentum.war deswegen auch schon mal vor gericht.
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30.03.2014 13:56 Uhr von magnificus
 
+4 | -0
 
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Manchmal steht aber im Auftrag, Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung im Besitz der ausführenden Firma.
Jetzt hat er ein Problem. Wie soll ein Gutachter die bemängelten Arbeiten bewerten, wenn er alles abgebaut hat?

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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30.03.2014 15:47 Uhr von kuno14
 
+1 | -0
 
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monsumkatze,auch nen paar rechnungen nicht bezahlt?würde mich nicht wundern.wenn das scheiss neue auto macken hat bekommst du sofort ein neues?wenn es mängel gibt darf man nachbessern.leonardo hat schon im 2.absatz recht
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30.03.2014 16:04 Uhr von kuno14
 
+0 | -0
 
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magnificus
wenn steht im vertrag ist aber rechtlich anfechtbar.sorry wollte nicht schlaumeiern

[ nachträglich editiert von kuno14 ]
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30.03.2014 16:16 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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Gute Aktion
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30.03.2014 16:33 Uhr von Bruno2.0
 
+10 | -0
 
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Ich habe selbst einige Selbständige Handwerker in der Familie Witziger weise sagen alle das gleiche.

Bei Leuten die Arm Wirken und so als wenn sie sich die Rechnung nicht leisten können wird bezahlt (Notfalls verschieben die einige Rechnungen) aber die Menschen Zahlen

Bei Leuten die Reich wirken ein Dickes Haus haben den Neusten Hightech Schnick Schnack neues Auto ect. denen musst du als Unternehmer hinterher Dackeln damit du dein Geld bekommt.
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30.03.2014 16:37 Uhr von kuno14
 
+1 | -0
 
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monsumkatze
stimmt schon,der artikel sah aber für mich aus das ein privater hausbesitzer nicht zahlen wollte.wie so oft.naja der rest ist auch nicht besser.
bruno das ist durchaus richtig.

[ nachträglich editiert von kuno14 ]
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30.03.2014 17:20 Uhr von Gorxas
 
+0 | -1
 
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@Johnny_Cache: Nein, das Eigentum bleibt bis zur Bezahlung der Rechnung beim Handwerker. Die Hauseigentümer waren lediglich Besitzer. Diebstahl war es hier eher weniger, aber dafür klar Hausfriedensbruch.
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30.03.2014 18:19 Uhr von verwahrloster_narr
 
+1 | -0
 
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eigentlich müsste doch ein gutachter kommen und beurteilen ob die arbeit tatsächlich niederer qualität ist. wenn die arbeit korrekt durchgeführt wurde, kann doch der handwerker auch klagen?
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30.03.2014 19:14 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Als Freiberufler kann ich sagen, dass diese Aktion sehr dumm war. Nur nach erbrachter und gelieferter Dienstleistung kann er auf sein Geld hoffen. Nach dem Abbau bekommt er gar nichts mehr und muss sogar zurückzahlen.
Er hätte Beweise sammeln und vor das Amtsgericht gehen und klagen müssen. Das kostet nicht viel. Dann hätte ein Richter überprüft ob die Beanstandungen zu Recht oder zu unrecht sind.
Aber so hat er jetzt Ärger, weil er schon teilweise Geld bekommen und wieder abgebaut hat.
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30.03.2014 21:26 Uhr von bigpapa
 
+2 | -0
 
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Das wäre so wie ich das sehe. "Hausfriedensbruch", wenn er einen Zauntürchen oder so, öffnen musste (Befriedetes Grundstück), ansonsten nur "unrechtmäßiges Betreten des Grundstück".

Aber es ist KEIN Diebstahl.

In fast allen AGB´s die ich je gelesen habe steht folgender Satz. "Die Ware bleibt bis zur VOLLSTÄNDIGEN Bezahlung unser Eigentum".

Und Hausfriedensbruch hätte er abwenden können, mit einen Gerichtsvollzieher. Das Problem ist nur, die Leute wollen auch leben ergo muss der Handwerker "in Vorleistung" treten. Und da die Kunden schon die Rechnung nicht zahlen wollen, bleibt er auf den Kosten mit Sicherheit die nächsten Jahre sitzen.

Gruß

BIGPAPA
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31.03.2014 09:10 Uhr von daiakuma
 
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Ich hoffe, der Handwerker kriegt volles Recht!

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