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Deutschland: Jeder zweite Angestellte kündigte wegen seines Chefs

Jeder zweite Angestellte in Deutschland hat schon einmal wegen seines Chefs die Firma gewechselt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie "Deutschland führt".

Die Wahrnehmung in der Arbeitsstelle von Führungskräften und Mitarbeitern ist oft nicht deckungsgleich.

68 Prozent der Angestellten sagen, dass sie sich von ihrem Vorgesetzten unter Druck gesetzt und kontrolliert fühlen. Nur 15 Prozent der Führungskräfte hingegen geben an, dass sie sich kontrollierend und mit Druckaufbau gegenüber ihren Angestellten verhalten.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Studie, Chef, Mitarbeiter, Grund, Kündigung, Arbeitnehmer
Quelle: www.computerwoche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2014 11:41 Uhr von Azureon
 
+18 | -1
 
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Ich habe meine letzte Arbeitsstelle auch wegen meines Chefs gekündigt.

Kurz zusammengefasst warum:

Er war/ist ein Narzisst. Hält sich für den Nabel der Welt. 3/4 seines Tages bestand aus Privatkram, ausgedehntes Frühstück, Mittagsschläfchen und allgemeinem Desinteresse an dem was wir taten.

Er war nicht fähig die Leistung der Mitarbeiter zu bewerten, weil er einfach nicht mitgearbeitet hat. Bei Gehaltsverhandlungen schmetterte er die Gehaltsvorstellung damit ab, dass man nicht genug arbeiten würde, obwohl er das faktisch nicht bewerten konnte. Gleichzeitig war er ein Kontrollfreak der peinlichst genau auf die Zeiterfassung geachtet hat und trotz sauber gepflegten Zeiten, daraus ableitete man wäre nicht produktiv genug.

Alles in allem hat er Gehälter von 2000 Euro (netto) als vollkommen überzogen dargestellt, während er sich jeden Monat 10.000 Euro selbst eingestrichen und fast nichts dafür geleistet hat.

Sein Lieblingsspruch war immer: "Geld darf nicht die Motivation sein arbeiten zu gehen."

Klar, er ist der Chef. Aber er ist auch nur so lange noch Chef solange er Mitarbeiter hat die das mitmachen. Ich wollte es jedenfalls nicht und habe somit gewechselt. Ich bin zwar noch etwas von meinem Traumgehalt entfernt aber immerhin weit über 2.000 Euro netto, mein Job ist entspannter, ich werde nicht kontrolliert und meine neuen Chefs sind einfach in Ordnung. (Probezeit gerade beendet)

So macht es einfach wieder Spaß zu arbeiten.

[ nachträglich editiert von Azureon ]
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30.03.2014 12:02 Uhr von DeaconBlue
 
+7 | -17
 
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30.03.2014 12:13 Uhr von MBGucky
 
+10 | -1
 
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@Azureon

Wer sich als Chef nicht zumindest annähernd 10.000 Euro auszahlen kann, der sollte sich überlegen, ob er nicht lieber normal arbeiten geht. Immerhin trägt er das volle Risiko. Auch glaube ich nicht, dass er tatsächlich überwiegend Privatkram erledigt. Es gibt für einen Chef immer was zu tun. Ein Chef kann sich nicht einfach zurücklehnen und Geld kassieren, sonst wird das Geld von alleine immer weniger.

Trotzdem gebe ich dir natürlich in dem Punkt Recht, dass man wechseln sollte, wenn man mit seiner Arbeit, seinem Gehalt, seinem Chef oder allem dreien nicht zufrieden ist. Und wie dein Chef persönlich ist, kann ich natürlich auch nicht beurteilen.

@DeaconBlue

Gehälter von 13-15 Euro die Stunde sind nicht immer Wucher. Zum Beispiel der von dir angesprochene Steuerberater fängt nicht nach der Realschule mal eben an, ne 3 1/2 Jährige Ausbildung zum Steuerberater zu machen, sondern da sind einige Schritte dazwischen, ohne die man eine solche Tätigkeit gar nicht machen darf. Und diese Schritte kosten auch noch Geld. Da würde ich hinterher nicht für 13-15 Euro die Stunde arbeiten wollen.

[ nachträglich editiert von MBGucky ]
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30.03.2014 12:23 Uhr von DeaconBlue
 
+2 | -7
 
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@MBGucky.

Danke für deine Sachlichkeit.

Ich frage mich dann natürlich, wie diese "Zwischenschritte" finanziert wurden. Doch sicherlich nicht mit einem Kredit. Welche Bank macht denn das?? Dann würde ich auch gerne alles stehen und liegen lassen, und mich in VB-Script, Batch, Ms-Dos, Powershell und dergleichen ausbilden lassen.
Wenn das so einfach ginge, bin ich morgen früh nicht auf der Arbeit, sondern an der Hochschule.

EDIT:
Natürlich gehe ich bei den 15 Euro von den 95% der Bevölkerung aus, die Flaschen für 6 Euro sortieren, die Staplerfahren für 10 Euro, die Fernseher verkaufen für 8,50 die Taxifahren für 6,50 Euro und die Gartenarbeit machen für 7,80, natürlich auch den Friseur für 7,67 und die 22% Zeitarbeitsnehmer, die von solchen Löhnen nur träumen können...

[ nachträglich editiert von DeaconBlue ]
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30.03.2014 12:37 Uhr von albatros2014
 
+7 | -4
 
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Niedriglöhne kommen oft von schlechter Ausbildung, man darf nicht vergessen, dass Leute die niedrige Löhne bekommen, oftmals schon in der Schulzeit zu faul waren Leistung zu bringen.

Es wäre ziemlich traurig wenn Flaschensortieren und dergleichen, gleich hoch honoriert werden würde, wie Tätigkeiten für die man echt harte Vorarbeit leisten musste.

Ich habe auch schon wegen meines Geschäftsführers gekündigt. Damit er das aber nicht so schnell vergisst, bin ich nach einem halben Jahr wieder hin und er musste mich mit 20% Lohnerhöhung wieder einstellen. Weil er merkte was er an mir hatte *lach*
...sowas geht natürlich nicht, wenn man in seinem Leben nicht mehr machen will als einen Taxischein ;)
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30.03.2014 12:40 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -3
 
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Sein wir doch mal ehrlich. Die höhe des Gehaltes fängt schon da an wie man sich verkauft. Dann kommt es noch darauf an wie motiviert man ist und welche Verantwortung man übernimmt. Gibt es dann Erfolge zu melden freut sich der Chef umso mehr.

Bleiben die Erfolge aus einer wirtschaftlich schlechten Situation herraus aus, bist du auf einmal völlig überbezahlt und kannst gehen. Mein Ex-Chef hat mich dann immer gefragt ob ich keine Existenzangst hätte. Irgendwann hab ich ihn gesagt ich kündige. Hatte mir in der Zeit, seit dem Sie alle Verkäufer mit hohen Festgehalt los werden wollten, selber was aufgebaut in dem ich ziemlich erfolgreich war.

Nun ja der Chef wurden dann selber zu Verkäufer dekradiert. *lächel* Ich hab mir dann mal ein Angebot für ein Fahrzeug von Ihm machen lassen und Es dann aber woanders gekauft :-)
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30.03.2014 12:43 Uhr von quade34
 
+7 | -1
 
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Das ist schon wieder so eine Neiddebatte. Wenn einem der Chef nicht passt, muss man eben selber Chef werden. Nur nicht so einfach, gelle? Ein bißchen Intelligenz und Mut muss man schon mitbringen, wenn man Chef werden will. Nur meckern hilft da nicht. Man überlege welche Fähigkeiten sich vermarkten lassen.
Bei einer Firma gibt es nicht nur den einen Facharbeiter, sondern für jeden Bereich welche. Das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Kräfte macht die Produktivität eines Betriebes aus. Nur ein Chef kann das zusammen führen. Die Art und Weise dessen ist so verschieden, dass Mitarbeiter das garnicht beurteilen können.
Man sollte schon seine eigenen Fähigkeiten im Zusammenhang sehen können.
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30.03.2014 12:49 Uhr von El_kritiko
 
+4 | -0
 
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@DeaconBlue
Erkundige dich mal nach Online-Weiterbildungen wie z.B. zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Da kannst du nach Feierabend dich weiterbilden zum Softwareentwickler. Wenn du noch genügend Motivation mit bringst um dir die aktuellen Technologien zusätzlich anzueignen, dann hast du in ca. 2-3 Jahren einen neuen Beruf erlernt.
Ich vermute mal du hast darauf keine Lust oder?
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30.03.2014 12:54 Uhr von DeaconBlue
 
+2 | -2
 
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Mir geht es nicht darum, das einige mehr verdienen als andere, sondern das sich der Markt an den "wohlhaberenden" orientiert.
Siehe Tankstelle, Siehe Miete, Siehe Strom, Wasser, Gas, Siehe Eigentum ("Mein Haus, Mein Auto, Mein Boot").
Die, die mehr haben, leisten sich bei denen mehr, die mehr haben. Der Arme Mann wird sich nie was leisten können. Auch, weil der "reiche" nie bei Lidl einkauft, um den kleinen Mann auch von seinem Geld zu geben. Gleichheit sieht bei mir anders aus.

@Albatros:
Du denkst schon drüber nach, das ich von deutlich mehr als 75% der Bevölkerung spreche? Sind also 90% Faul, nur die bisschen über 10% sind Lebenskünstler, die sich gut beim Chef verkaufen konnten??

@LucasXXL, ohne böse sein zu wollen, vielleicht bist du einer, von denen Albatros angesprochen hat, deine Rechtschreibung lässt vermuten, das du in der Schule auch nicht so besonders fleissig warst...


EDIT:
@ElKritiko.
Ich hab nach 12-13 Stunden Arbeitstag einfach keine Kraft und Lust mehr. Würde man mir den Rücken freihalten, sprich: "nimm dir die Zeit und mache in Ruhe fertig", dann würde ich sofort alles hinwerfen... ja.

[ nachträglich editiert von DeaconBlue ]
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30.03.2014 12:56 Uhr von turmfalke
 
+1 | -2
 
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Kann ich glauben denn wer sich heut "Führungskraft" nennen darf spottet jeder Beschreibung. Deshalb vielleicht auch die 15 Millionen Arbeitslose in Deutschland!
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30.03.2014 13:27 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -0
 
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@DeaconBlue


"Geistesarbeit kann man überhaupt nicht "bewerten","


Da irrst du dich, ich glaube du hast bisher keine Leitungserfahrung sammeln können.
Ich würde nicht für weniger Arbeiten, auf keinen Fall.
Wenn das Gehalt sich nicht entsprechend entwickelt, dann hat mein Arbeitgeber ein Problem. Denn dann wechsle ich oder mache mich selbständig.
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30.03.2014 13:28 Uhr von Inai-chan
 
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Naja
@Offtopic
Ich denke das 13-15€ für ungelernte Berufe ok wäre, wenn jemand lange für einen Beruf lernt und sich weiterbildet und so hat es durchaus verdient auch mal mehr als das zu bekommen. Aber natürlich alles in Maßen!
Ich bin nämlich schon der Meinung, dass 10.000€ Netto übertrieben sind aber 2.000€ -5.000€ Netto fände ich mal ein gutes Ziel das ich mal gerne hätte (gegen mehr würde wahrscheinlich auch niemand was sagen). Das Problem sind da ehr die ´Manager´,es gibt meiner Meinung nach KEINEN Beruf der es rechtfertigt, dass die Manager jäherlich Millionen verdienen durch Provision usw. Und dass wenn sie scheiße bauen und gehen müssen sie noch einpaar Mille Abfindung bekommen.

@Ontopic
Es gibt Chefs die scheiße sind und nicht jeder kann es sich leisten einfach so den Beruf zu wechseln nur weil der Chef ´scheiße´ ist. Ich hab bisher noch keinen Beruf wegen des Chefs gewechselt, aber ich bin auch nicht auf den Mund gefallen und biete ihnen auch die Stirn. Haben seit nem Monat eine neute Chefin und anscheinend wird sie mich deswegen irgendwann feuern. Sie hat sich wohl bei dem Stellvertretenden darüber aufgeregt, dass ich ihr die Stirn geboten hab. Aber ich bin nunmal kein Mensch zweiter Klasse und auch kein Sklave.
Heut zu Tage ist das leider wirklich so, dass viele