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Immer mehr Studenten studieren ohne Abitur

12.400 Erwachsene sind an Hochschulen eingeschrieben, ohne dass sie als klassische Hochschulzugangsberechtigung das Abitur besitzen. Das geht aus der Veröffentlichung "Studieren ohne Abitur - Stillstand oder Fortentwicklung?" zweier Gütersloher Forscher hervor.

2009 studierten nur rund 1,5 Prozent (6.300 Immatrikulierte) ohne Abitur. 2011 waren es schon 11.900 (2,3 Prozent). Mit heute knapp 2,5 Prozent ist der Anteil von Studierenden ohne Abi trotzdem international recht gering. In Schweden haben 30 Prozent aller Studierenden keinen gymnasialen Abschluss.

Die berufliche Qualifizierung ist dort das Ersatzkriterium. 50 Prozent der Studenten ohne Abi wählt in Deutschland Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 25 Prozent Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften oder etwas Technisches. Die Bundesländer planen weitere Zugangserleichterungen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutschland, Studium, Zugang, Abschluss, Abitur, Erleichterung, Studieren
Quelle: www.spiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2014 11:07 Uhr von blz
 
+9 | -21
 
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30.03.2014 11:48 Uhr von JoernS_85
 
+21 | -3
 
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Der Wolfsburger hat schon ein bisschen Recht - ein riesiger Anteil der Abiturienten kommt eh nur durch Auswendiglernen durch. Verstanden wird der Stoff nicht und nach wenigen Wochen ist ein Großteil schon wieder weg. Verstandener Stoff bleibt länger haften.
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30.03.2014 12:00 Uhr von Biblio
 
+20 | -4
 
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Maximal 10% des Schulwissens der Oberstufe eines Gymasiums sind für ein Studium brauchbar.

3 Jahre vertieftes Wissen zur Orientierung sind doch arg zuviel und vollkommen sinnlos. Bereits der erweiterte Realschulabschluss + tiefere Kenntnisse in einer Disziplin, also einem Fach sollten ausreichend sein, um ein Studium in entsprechender Richtung aufzunehmen. Die Anzahl der (Wahl)pflichtkurse ist viel zu hoch und unnötig. Auch der Umstand, dass man das unnötig vertiefte Wissen im Geschichtsunterricht nachweisen muss, um im Anschluss an die Abiprüfung ein Studium eines anderen Faches aufnehmen zu dürfen, ist konzeptionell völliger Bullshit ... nur mal so als Beispiel.

Klar, das System ist besser als gar keines und lt. Systeminstallateuren und -wächtern auch verbesserungswürdig ... aber dann sollte auch verbessert werden, anstatt Jahrzehnte lang blabla zu machen.

Die Schüler werden viel zu lange vom Arbeitsmarkt ferngehalten, fakt! Firmen holen sich die jungen versierten Fachkräfte aus dem Ausland, während hier die Schüler im selben Alter noch in der Oberstufe stecken und ein Studium bzw. der Erwerb von einschlägigem Fachwissen praktischer Natur erst unmittelbar bevorsteht.

Arbeitswelt ~ <-> Schule

Folgen: Wir haben lauter Leute, die viel von allem Wissen, aber immer nur oberflächlich und praktisch können tut schonmal gar keiner was ohne Studium oder Meistertitel.
Die Anzahl der Macher geht den Berg runter und die deutsche Wirtschaft wird mehr und mehr von ausländischen Firmen und Köpfen bestimmt.

Es folgt logisch: Anglizismus (die Altvorderen beschweren sich darüber, ändern aber nichts am eigenen Schul- und Bildungssystem, ausser hier und dort ein paar optische Operationen durchzuführen) ...

Junge Leute, die etwas auf dem Kasten haben und genug Sturheit besitzen, Konventionen zu brechen, etwas im Land zu verändern, werden auf ganzer Linie (Schulphase, Mitgliedsphase in politischen Parteien etc. ) und früh genug gemaßregelt ... und dann wundert sich jeder in diesem Land, warum so gut wie NICHTS besser wird.

Meine Antwort dazu ist einfach zu verstehen:
ihr seid alle selbst verantwortlich für die aktuellen Gesamtzustände. Ihr habt die Zutaten bestimmt, ihr habts gemacht, ihr habt entschieden (an allen Ecken!) ... ist euer Salat, also esst.

Ihr seid viel zu ängstlich, um sogar Prozesse, die heute nur noch "gerade eben mal so" noch laufen, zu verändern. Ihr seid viel zu gemütlich, ihr seid fett, übergewichtig und eine eurer Lieblingsbeschäftigung ist Reden unter Anwendung hohler Worte und Phrasen.

Eure augenblickliche Sicherheit ist euch mehr wert, als die Sicherheit eurer Zukunft.

Ihr seid längst keine Denker mehr, sondern nur noch Konsumenten.

[ nachträglich editiert von Biblio ]
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30.03.2014 12:08 Uhr von Biblio
 
+1 | -1
 
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"Und das obwohl die Schulbildung im allgemeinem abnimmt."

in Relation zu welchem Jahrhundert?
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30.03.2014 12:51 Uhr von Biblio
 
+5 | -2
 
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Ich finde die Orthographieschwächen der heutigen Generation schon merkwürdig und rätsele gerade darüber, wie man mit derartigen Rechtschreibfehlern überhaupt an ein Studium gelangt. Aber na gut ... ich habe oft das seltsame Gefühl, irgendwann im Laufe meines Lebens ein oder mehrere Male ganz plötzlich die Dimension gewechselt zu haben bzw. in einer anderen Zeitlinie gelandet zu sein ... manche Dinge machen nämlich andernfalls gar keinen Sinn.

Zu meiner Schulzeit waren die meisten Lehrer knallhart, Rechtschreibfehler = Punkteabzug in Klausuren
war eine Selbstverständlichkeit und das sind noch keine 20 Jahre her. Ich kann mir nur mit allergrößter Mühe vorstellen, dass die Schüler heutzutage "durchgewunken" werden.
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30.03.2014 12:52 Uhr von albatros2014
 
+6 | -1
 
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Die Qualifikation nimmt leider in allen Bereichen ab und je mehr verdummen umso weniger merken das...
...die Politiker merken das schon lange nicht mehr, denn sonst würden sie mehr Schulen bauen lassen, auch wenn damit auf kurze Sicht erstmal kein Profit zu machen ist.

Achja, Wissen ist immer zu 100% brauchbar, egal was es ist. Es trainiert nämlich das Gehirn.
Wer glaubt es gäbe unnötiges Wissen, der hat Trainingsnachholbedarf...

[ nachträglich editiert von albatros2014 ]
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30.03.2014 12:57 Uhr von Biblio
 
+3 | -2
 
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"Wissen ist immer zu 100% brauchbar, egal was es ist. Es trainiert nämlich das Gehirn.
Wer glaubt es gäbe unnötiges Wissen, der hat Trainingsnachholbedarf..."

falls Du auf meinen Kommentar anspielst, fehlt der Bezug zum Studium.
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30.03.2014 13:07 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -9
 
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Also für war ein Realabschluß völlig ausreichend. Ich habe alles erreicht, was ich je erreichen wollte!
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30.03.2014 13:13 Uhr von moloche
 
+10 | -0
 
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@LucasXXL


man kann auch ohne irgendeinen Abschluss viel erreichen.
Aber um deine These noch etwas Schliff zu geben, würde ich deinen ersten Satz nochmal genauer anschauen!
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30.03.2014 13:35 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -4
 
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moloche *lach* da hast du natürlich völlig recht. Hab den Satz wohl nicht zu Ende umgestellt :-)
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30.03.2014 14:46 Uhr von blz
 
+3 | -1
 
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@Wolfsburger:
Nur weil etwas nicht von Nutzen für ein Studium ist, bedeutet noch lange nicht, dass es unnütz ist. Ob mit Anführungszeichen oder nicht.
Wir sind schließlich Menschen und keine Werkzeuge. In unserer Kultur erwarte ich, dass Kinder und junge Erwachsene eine breite Allgemeinbildung vermittelt bekommen.
Man kann in so jungen Jahren überhaupt nicht wissen, wo das Leben einen hintreiben wird, deswegen ist es doch toll, Einblicke in alle Bereiche zu kommen und das ist wichtig für die Entwicklung zu einem aufgeklärten, weltoffenen und erfüllten Erwachsenen. Dafür braucht es nicht unbedingt Abitur, aber schaden kann es sicher nicht.
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30.03.2014 15:58 Uhr von blaupunkt123
 
+4 | -0
 
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@ Leonardo_der_Windige So ein Blödsinn.

Gerade die über den zweiten Bildungsweg einsteigen haben mit einer Ausbildung + Meister/Techniker schon berufserfahrung und praktisch selber Hand angelegt.

Somit sind sie nach dem Studium im Gegensatz zu Abitur/Studium nicht nur Theoretiker, sondern wissen auch, wie es in der Praxis abläuft.
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30.03.2014 16:49 Uhr von Dracultepes
 
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@Biblio

Der Punkteabzug war auch bei mir so. Nur das kann einem egal sein. Bei uns waren es 3 Punkte. Und?

Ich habe mich lieber auf den Inhalt konzentriert.
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30.03.2014 23:28 Uhr von Mister_Kanister
 
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also die meisten jungen leute sind doch eh schon dumm studiert..Theoretisch ist vieles möglich ja aber praktisch sieht das ganz anderst aus. Trottel die nichteinmal einen Schraubenzieher richtig anwenden können. und ja das habe ich alles schon gesehen . Ich persönlich finde man braucht erstmal einen ganz klaren einblick in die Berufswelt. und auch mal ein paar Arschtritte in einer richtigen Ausbildung um die leute da von ihrem egotrip runterzuholen. oder sagt man sich gleich nach der Schule ich werde nun Wirtschaftsprüfer oder so.. Ich finde aber auch wenn jemand in etwas begabt ist sollte das nicht an der Schulbildung bemessen werden oder genau durch diese ausgebremst werden.
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30.03.2014 23:41 Uhr von MrSchmitty
 
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Die Leute, die ohne Abi studieren, erkennt man meistens daran, dass man sie nach dem 3. Semester nicht mehr sieht :D

Wer eine Naturwissenschaft studiert kommt doch um den Oberstufenstoff in Physik/Chemie/Mathe nicht herum.
Ich kann @blz nur zustimmen
p.s. DerStudent
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31.03.2014 09:29 Uhr von Yoshi_87
 
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Es gibt auch noch andere Fächer neben den Naturwissenschaftlichen.
Und jemand der diese Fächer studiert weiß das ganz sicher selbst. ;)

Außerdem haben diese Leute oft genug mit Englisch Probleme. Können programmieren wie eine Eins aber in den Sprachen kommen die auf keinen grünen Zweig.
Unser System verbaut solchen Leuten die Zukunft bzw. legt ihnen Steine in den Weg.

Höhere Mathematik braucht man eigentlich in fast keinem Beruf. Von Chemie und Physik ganz zu schweigen.
Oder muss ein Chirurg Wissen wie man eine Kurvendiskussion durchführt?
Oder muss ein Taucher/Anwalt/Juwelier wissen wie man den Schlupf eines Motors berechnet?

Es wird einem so viel beigebracht anstatt mal die Dinge zu lehren die im Leben wirklich wichtig sind. Angefangen mit der Steuerberatung über das Renovieren einer Wohnung bis hin zum Kinder erziehen.
Stattdessen schreibt man Erörterungen über Texte mit denen man sich danach nie wieder beschäftigt.
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31.03.2014 09:50 Uhr von Azrael_666
 
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Unser Schulsystem basiert immer noch auf den Umgebungsbedingungen des 19. Jahrhunderts. Wenn wir es nicht so langsam schaffen endlich im 21. Jahrhundert anzukommen (wie bereits viele andere Nationen vor uns - besonders die Skandinavier), sehe ich für zukünftige Generationen schwarz.
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01.04.2014 11:50 Uhr von fhe85
 
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Finde das ehrlich gesagt schon ziemlich bedenklich, dass Leute ohne Abitur oder auch über den 2. Bildungsweg studieren dürfen. Oder auch so Geschichten, dass FOS-Absolventen nach einem Bachelor an der FH einen Master an einer richtigen Uni machen dürfen. Aus meiner Sicht sollte dort nur die Elite studieren dürfen... Unfassbar
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01.04.2014 22:58 Uhr von Biblio
 
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@Hibbelig
"@Biblio
Auch wenn es weh tut: es heißt "durchgewinkt"..."
Und Du glaubst, ich wusste es nicht. Ist Dir nicht aufgefallen, dass ich "durchgewunken" zwischen Hochstriche gesetzt habe? ^^

lies nochmal den ganzen Satz, vielleicht bemerkst du die Pointe:

"Ich kann mir nur mit allergrößter Mühe vorstellen, dass die Schüler heutzutage "durchgewunken" werden."



[ nachträglich editiert von Biblio ]
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03.04.2014 04:22 Uhr von mcdar
 
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Naja, heutzutage ist die Vorbildung ja egal, denn noch vor ein paar Jahren wurde in der Realschule und danach im Gymnasium, der Charakter durch die Konfrontation mit enormen Wissen und Praktiken, ausgebildet. Man hatte Zeit zu "verdauen", zu reifen und sich sozial zu orientieren. Auch das Bewusstsein über den Umfang des eigenen Wissens in Relation wurde geweckt. Affektive Besserwisser lernten etwas Demut und Respekt vor dem Wissen.
Heutzutage kommt man schneller und billiger an "Ausführungskräfte". Überqualifikation zu oft unerwünscht. Schön im minimalistischen Rahmen und sachlich bleiben. Fachkräfte sind daher auch nicht mehr das, was sie sein sollten. Es fehlt das Allgemeinwissen.

[ nachträglich editiert von mcdar ]
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14.04.2014 17:14 Uhr von Fasty66
 
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@ fhe85 Dein Text liest sich auch sehr elitär ... Nur die Elite, also Abi = Elite? Wenn ich alleine die Dauerstudenten sehe, die danach immer noch nichts auf die Reihe bekommen, wird mir schlecht.

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