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Deutschland und seine Arbeiter - Produktivität steigt, Löhne sinken

In Deutschland boomt der Niedriglohnsektor wie sonst in nahezu keinem Land Europas. Dabei müssen die Arbeiter in Deutschland den Preis für die Globalisierung bezahlen. So stand der Durchschnittslohn in Deutschland seit dem Jahr 2000 unter stetigem Druck.

Die Bundesregierung verweigerte kontinuierlich einen Mindestlohn, die Arbeitslosenversorgung wurde durch die Hartz-IV-Gesetze abgebaut und der Wettbewerb mit Niedriglohnländern wie zum Beispiel China forderte ihren Tribut. Die Handelspolitik der EU förderte dabei die Niedriglohnländer noch.

Ist die Produktivität seit dem Jahr 2000 um insgesamt 14 Prozent angestiegen, ist der Lohn immer weniger geworden, um 2007 seinen Tiefpunkt zu erreichen. Seit 1970 ist die Produktivität sogar um 85 Prozent gestiegen. Die Nettolöhne der Arbeiter pendeln seit 2000 bei minus 0,3 Prozent.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Arbeiter, Lohn, Niedriglohn, Produktivität
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.03.2014 13:23 Uhr von Borgir
 
+26 | -4
 
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Der Arbeiter lässt es aber auch mit sich machen. Klar, ein Einzelner kann nichts ändern. Wenn sich die Arbeiter aber endlich mal zusammentun würden, sähe das anders aus.
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29.03.2014 13:50 Uhr von einerwirdswissen
 
+17 | -1
 
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Ich warte auf den Tag,wo z.B. Frankreich gegen Deutschland klagt wegen den versteckten Lohnsubventionen.
(kein bzw. zu niedrigen Mindestlohn)
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29.03.2014 14:23 Uhr von ms1889
 
+23 | -7
 
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ich sehe das so: ich bezahle den leuten die für mich arbeiten fast das doppelte des tarifvertrages.

es müßen massive lohnsteigerungen in deutschland stattfinden, da der "normale" arbeiter von den normalen bezahlungen nicht mehr leben kann.
die unternehmen in deutschland haben sich massiv als antisozial und gewinnsüchtig herrausgestellt. deswegen muß ein geseztz her, das automatisch löhne um die inflation anhebt.

auch müßen 400 euro jobs und bezuschussung von arbeit durch das sozialamt abgeschaft werden, denn dann sind unternehmen gezwungen vernümpftige löhne zu zahlen, da sonst keiner mehr für sie arbeitet.

ich lasse nicht gelten das unternehmen sich damit entschuldigen das sie kaum aufträge und gewinne machen. sie machen millarden gewinne für "schwarzkonten" der manager und unternehmensvorständen..

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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29.03.2014 16:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
+14 | -4
 
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Dass alle genügend verdienen und trotzdem Lebensmittel, Miete, Strom und Benzin billig bleiben ist ein Wunschkonzert.
Sobald es Leute gibt, die mehr verdienen, gehen im gleichen Umfang auch die Mieten und andere Sachen hoch - es gibt ja Leute die es bezahlen können.

Die Arbeitsämter verzerren den Markt, indem sie Jobsuchende in miese Jobs drücken.
Statt einem Mindestlohn - hätte man auch einführen können, dass kein Arbeitsloser einen Job unter 8,50 (oder 10.-) anfangen muss. Das hätte den Ausbeuterfirmen den Boden unter den Füssen weggezogen.
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29.03.2014 16:42 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -16
 
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29.03.2014 16:47 Uhr von ar1234
 
+13 | -1
 
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Das Problem ist, dass die Wut der Arbeiter mit Hilfe der Medien gegen die Arbeitslosen gelenkt wird. Der Staat gaukelt durch geschickte Manipulation der Bevölkerung vor, dass die Arbeitslosen daran schuld sind, dass die Arbeiter weniger in der Tasche haben. Dabei gibts einfach keine Stellen für die Arbeitslosen.

Der Grund ist simpel. Die Produktivität steigt, doch der Verbrauch bleibt gleich. Die Arbeiter können doppelt so viel herstellen doch werden sie nicht doppelt so viel essen oder doppelt so viele Fernseher kaufen.

Die Folge ist, dass nur noch die Hälfte aller Arbeiter arbeiten muss bzw. kann. Der Rest muss sehen, wo er bleibt.

Eigentlich müsste der arbeitslose Rest dann mangels Gehalt auf den Konsum verzichten und letztlich würde die gesamte Wirtschaft zusammenbrechen, doch die Sozialleistungen federn das ab. Die Arbeitslosen können die produzierten Güter kaufen, da sie ALG I und II bekommen. Doch das geht nicht ewig so weiter. Denn der Lohn der arbeitenden Arbeiter steigt nicht. Und die Firmen zahlen nur wenig bis keine Steuern in Deutschland. Also muss der Staat über Ecken den Konsum durch neue Kredite (=Schulden) bezahlen.

Die Profite der gesteigerten Produktivität der Arbeiter sacken die Reichen ein. Die Stellen werden weniger und der Staat wird irgendwann pleite sein. Man braucht kein Mathegenie sein, um sich auszumalen, dass das nicht ewig so weiter gehen kann.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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29.03.2014 17:17 Uhr von Biblio
 
+0 | -1
 
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wir landen eh in Huxleys schöner neuer Welt.
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29.03.2014 18:01 Uhr von CoolTime
 
+4 | -1
 
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Billig (Sklaven) Lohn Land
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29.03.2014 20:14 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+5 | -1
 
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@Carnap

"Das ist Kapitalismus!
So funktioniert der nun mal. "

Nein, wir leben im Kooperatismus, es zählen in Deutschland immer noch Beziehungen und nicht Ideen und Leistung (Innovation).

Wie würde sonst die GEZ überleben?
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29.03.2014 21:02 Uhr von internetdestroyer
 
+1 | -5
 
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Natürlich ist das Kapitalismus und wer damit nicht klarkommt, kann ja in den Sozialismus auswandern. Ist ja so viel besser dort.

[ nachträglich editiert von internetdestroyer ]
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29.03.2014 22:18 Uhr von Jlaebbischer
 
+4 | -0
 
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Na, das wird sich mit dem Mindestlohn ja bald ändern.

Oder doch nicht?

Mich würds bei unseren Volkstertern nicht mal wuedern, wenn der Mindestlohn in letzter Sekunde doch wieder komplett gekippt würde...
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30.03.2014 00:17 Uhr von ar1234
 
+4 | -0
 
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@Jlaebbischer: Du hast Recht. Der Mindestlohn ist aber schon arg an der Armutsgrenze. Man würde bei einer Vollzeitarbeit mit 40 Stunden die Woche knapp 1400 Euro im Monat bekommen. Ein allein lebender Single würde davon knapp 1040 Euro Netto bekommen. Ein Verheirateter mit einem Kind und Steuerklasse 3 währe mit knapp 1120 Euro nicht viel besser dran. Wenn man bedenkt, dass man meist nicht gratis zur Arbeit kommt (Fahrt- oder Spritkosten), wirds schon langsam düster. Man kann sich damit kaum selbst versorgen, geschweige denn eine Familie halbwegs vernünftig durchbringen.
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30.03.2014 01:26 Uhr von Kemono
 
+1 | -0
 
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rofl. die leute denken immer noch schwarz - weiß: Sozialismus - Kapitalismus... wie wäre es mal mit was völlig anderem? Aber egal, der mensch ist dumm, egoistisch - Nur gut, dass man geld essen kann. Der Kapitalismus ist zum scheitern verurteilt, da den reichen 5% irgendwann alles und dem rest der Menschheit NICHTS gehören wird! Dann werden die Leute wohl aufwachen, und merken das sie total verarscht wurden. Zu dumm, das bis dahin der totale Überwachungsstaat voll etabliert sein wird.
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30.03.2014 12:25 Uhr von RaphaelChristani
 
+4 | -0
 
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Danke!! An die Arbeitnehmerverräter SPD und Grüne.

@ Bud_Bundyy

Wenn du schon von "unterste Schublade" redest, kann doch nur der Schwachsinn gemeint sein,
den du hier seit geraumer Zeit ablässt.

Meiner Meinung nach solltest du ein eigenes Forum eröffnen, wo sich deinesgleichen tümmeln können, z. B.
Perisecor
1-2-3-deins
BastB
Jauchegrube
ZRRK
Schlottentieftaucher
LucasXXL
und den Asien-Lollilutscher als Admin.
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30.03.2014 12:45 Uhr von Hugh
 
+0 | -3
 
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"Danke!! An die Arbeitnehmerverräter SPD und Grüne."


Ich kann diesen Unfug nicht mehr hören.

Schaut doch mal nach Frankreich, was denen ihre sozialistischen Regierungen, die ausufernden Staatsbetriebe und randalierende, generalstreikende, Strohballen anzündende Arbeitnehmer gebracht haben.
Gar nichts. Scheisse sieht es da aus.

Mit Frankreich möchte ich echt nicht tauschen!!

Wir leben einfach in einer globalisierten Welt, welche übrigens uns Deutschen besonders genutzt hat.
Auch, dass "der deutsche Arbeiter" (welch klassenkämpferische Wortwahl) immer dümmer da steht, kann ich üüüüberhaupt nicht bestätigen.
Der deutsche Facharbeiter ist ein vergleichsweise überprivilegierter und gut bezahlter Arbeitnehmer. Wenn man sich bei typischen Facharbeitern umsieht, so sieht man da zumeist einen recht ordentlichen Wohlstand: Nette Wohnung, immer neueste Unterhaltungslektronik, Urlaube...
Ich kenne doch genug von denen. Das ist, mit Familie, vielleicht nicht das üppigste Leben, aber absolut annehmbarer Wohlstand.
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30.03.2014 16:35 Uhr von Dr.Eck
 
+1 | -0
 
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Und verdienen die Leute dann mal fair dann ist das auch keinem recht. Man denke mal an die Bonuszahlungen von BMW, VW oder Porsche. Da ist doch dann auch immer Polen offen. Internet .. Wasser predigen und Wein saufen.
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06.04.2014 10:25 Uhr von Liberal72
 
+1 | -0
 
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Und wieviele der Meckerer und Jammerlappen sind Mitglied einer Gewerkschaft? Wieviele regen sich sogar auf, wenn VC, Marburger Bund oder GDL etwas dagegen tun? Ich meine natürlich eine richtige Gewerkschaft und kein bestechlicher arbeitgeberfreundlicher Zusammenschluss, wie zum Beispiel die EVG.

[ nachträglich editiert von Liberal72 ]

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