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EuGH-Urteil: Provider dürfen illegale Webseiten wie "kino.to" künftig sperren

Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofes können Provider nun verpflichtet werden, Webseiten, die nachweislich überwiegend illegale Kopien urheberrechtlich geschützten Materials anbieten, auf richterliche Anordnung zu sperren.

Dem Urteil ging ein Streit zwischen dem österreichischen Internetanbieter UPC Telekabel und dem Filmverleih Constantin voraus. Dieser verlangte von UPC Telekabel, die illegale Streaming-Seite kino.to für dessen Nutzer zu sperren.

Das Gericht gab dem Filmstudio Recht und erklärte eine Verpflichtung zur Sperrung solcher Seiten für legitim, soweit solche Sperrmaßnahmen nach europäischem Recht ausgewogen sind.


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WebReporter: Nick44
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Urteil, Website, Raubkopie, Provider, Sperrung, EuGH
Quelle: www.welt.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2014 11:32 Uhr von blade31
 
+18 | -1
 
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kino.to hat aber nicht direkt Illegale Kopien angeboten sondern nur verlinkt...
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27.03.2014 11:33 Uhr von Rechtschreiber
 
+12 | -1
 
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Bringt doch gar nichts. Dann wird halt das Routing geändert und damit die Sperre umgangen.
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27.03.2014 11:36 Uhr von Darkman149
 
+16 | -0
 
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Und so werden uns hinten rum doch noch Netzsperren aufs Auge gedrückt! Vielen Dank EuGH... Ich dachte eigentlich anchdem das bei Kinderpornografie so super klappt mit "Löschen statt sperren" hätten wir dieses Thema langsam hinter uns.
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27.03.2014 11:48 Uhr von fuxxa
 
+0 | -2
 
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@ Kritikglobalisierer

VPN oder Tor nutzen. Seiten, wie anonymouse.org werden schon reichen um das zu umgehen. Streams werden dadurch natürlich langsam, aber die links für one-click-hoster bekommste locker. Streamseiten, wie movie4k sind eh Kacke aufgrund der Qualität
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27.03.2014 12:26 Uhr von PakToh
 
+2 | -0
 
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Einfach einen alternativen DNS-Server eitnragen, dann sind DNS-Sperren fürn Arsch und nichts anderes will man hier...

Als Beispiel: Wer den DNS-Server 8.8.8.8 einträgt nutzt den Google-DNS-Server, welcher sich schon mal nen feuchten Pups um EU-Recht schert... (Ob man aber will, dass Google weiss was man alles ansurft sei mal dahin gestellt).

Wer sich generell schlau macht findet aber weitere DNS-Server die nicht sperren weil irgendwo im Ausland...
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27.03.2014 17:31 Uhr von jschling
 
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tja, die Gesetzeslage gibt es eben her, dann kann da auch ein Richter nichts dran machen :-((
Ein Richter richtet nicht nach seinem Gut dünken und moralischen Ansichten, ein Richter fällt seine Urteile aufgrund bestehender Gesetzeslage - Gesetze unserer Volksvertreter = offensichtlich hat zumindest die Mehrheit das so gewollt :-((

wenn es eine simple DNS-Sperre ist, dann ist die einfach zu umgehen, wenn die Server-IP als solches nicht mehr geroutet wird, dann ists schon komplizierter, verlangt dann eher VPN, was zumindest im kostenlosen Bereich nicht unbedingt brauchbar ist für Streaming

PS: stellt sich natürlich die Frage, wie lange man nch freie DNS-Server nutzen kann, insbesondere wenn die Provider in die Pflicht genommen werden eine wirkungsvolle Sperre einzurichten, kann das schnell vorbei sein
Und was Google angeht: Google ist nicht nur einfach ein Internetdienst inklusive DNS-Server aus den USA, denen könnte wirklich egal sein. Google vermarktet aber viele Angebote hier in Europa - da ist es ganz schnell vorbei mit "schert sich einen feuchten Pups"

[ nachträglich editiert von jschling ]
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27.03.2014 17:52 Uhr von jschling
 
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nein, aber wie doch schon vor meinem Posting hier geklärt wurde: Google bietet DNS-Server für jedermann an
und wenn es nur eine simple DNS-Sperre ist, sprich das kino.to (und was noch so folgen wird) vom Namen her nicht aufgelöst wird und dementsprechend auf die IP nicht zugegriffen werden kann, dann könnte ein fremder DNS-Server das Problem lösen.
Wie schon geschrieben: es kann natürlich auch auf anderem Wege gesperrt werden, gibt da verschiedene Möglichkeiten

aber wenn es eine DNS-Sperre wird, dann wird sich Google, der auch in Europa Millionen-Umsätze macht, sicherlich nicht zum Retter von kino.to erklären - auf die Server hat ein europäisches Gericht keine Einfluss/Zugriff, auf die restlichen Aktivitäten von Google vielfach schon
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28.03.2014 10:04 Uhr von PakToh
 
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@jschling Öhhm, keine Ahnung wie gut du dich mit usnerem Rechtssystem aus kennst, aber: Setzen, sechs! - Naja fünf Minus...

Natürlich urteilen Richter nach eigenem gutdünken und das ist auch so gewollt. Sicherlich nicht in einem Vakuum, sondern im Gesetzeskontext, aber guck einmal in einen Gesetzestext rein - das sind oftmals derart schwammige Formulierungen, dass erst Richter genauer spezifizieren müssen, was sie z.b. unter einem "wirkungsvollen Kopierschutz" verstehen.
Und hier sind sie weder dem Gesetzgeber noch sonst wem verpflichtet, sodnern ihrem eigenen Gewissen und der Verfassung (in Deutschland gleichbedeutend mit dem Grundgesetz)

Als Kontrollinstanz hat man die nächst höhere Berufungsinstanz bis zum Bundesgerichtshof/Bundesverfassungsgericht oder dem EuGH, falls Europarecht evtl in Frage kommt und mit nationelem Recht nicht im einklang steht.
Hieraus folgt, dass manchmal die letzten Instanzen dem Gesetzgeber auferlegen die Gesetze schärfer zu fassen, um eben zu eindeutigeren Urteilen kommen zu können.

@PersonaNonGrata Natürlich kann google das was machen, indem sie technische Möglichkeiten bieten.
z.b. sind die aktuellen Sperren meist DNS-Sperren, wo der Provider deine DNS-Abfrage nicht (richtig) beantwortet und du statt der IP zu kino.to eine Antwort wie "gibts nciht" erhälst. - Technisch reicht es einfach wen anders, z.b. Google zu fragen - der sagt dir dann: Jo kenn ich, ip ist x.y.z und du kannst über diese wieder das volle Angebot nutzen.

Rechtlich a) legal b) hat der Provider getan was er sollte und c) Du begehst beim bloßen Anschauen eh keinen Rechtsbruch, also kannst du auch legal weiter gucken indem du einen anderen DNS-Server für die Namensauflösung benutzt. (Nur dass google dann weiss welche NAmen du abfragst, deswegen mein Einwand: Google ist zum Testen brauchbar, aber man sollte evtl doch dauerhaft einen anderen Server nehmen ;) )
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29.03.2014 12:31 Uhr von Wolfskind.eXe
 
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Erstmal laufen wir heute bereits zu großen Teilen auf IPv6. Also der Provider kann das Internet als solches nicht mehr blockieren, nur bestimmte Seiten für bestimmte oder alle Nutzer, also wie hier beschrieben. Alles andere wäre zwar Technisch nicht unmöglich, aber zu aufwendig und wirtschaftlich nicht tragbar. Das Ding ist das der Provider in der Lage sein muss dich als User XY zu erkennen um somit zu bestimmen ob du auf bestimmte Server zugreifen darfst oder nicht. Man kann das billig umgehen. Gesperrte Seiten zum Beispiel via Tor aufrufen. Das gibt einen zwar keine absolute Sicherheit, da auch die Codes von Tor immer wieder ihren Weg zu den falschen Stellen finden. Allerdings ändert das nichts am möglichen Zugang den Tor bietet. Es gibt ganze Linuxbetriebssysteme die auf soetwas ausgelegt sind, und die funktionieren Weltweit einwandfrei, sind kostenfrei zugänglich etc. Beispiel Privatix (also: Praniod Linux). Diese Systeme erzeugen sogar noch künstliche Metadaten nebenher damit es neben deiner Verschlüsselten Kommunikation auch noch offene Daten gibt. Ein zu 100% sicheres System aber gab es nie und wird es nie geben. Die Aufgabe eines Computers ist per Definition Manipulation von Information, und wenn das nicht mehr der Fall ist handelt es sich nicht mehr um einen Computer :D

Alternativ gibt es Geräte wie zum Beispiel die EnigmaBox, die sich auch auf Hardware Basis dazwichen schalten. Wie gut dieses Gerät ist wird sich zeigen. Ich habe das Gerät getestet, und für meine Ansprüche genügt es voll auf. Außerdem ist mein Internet nicht mehr auf 25.000 gedrosselt sobald ich das Ding dran hab, weil meine Provider mich nicht mehr als Nutzer X erkennt. Netter nebeneffekt. lecker lecker.

edit: http://www.movie4k.to ; ) Das zum Thema sperren, gell?

[ nachträglich editiert von Wolfskind.eXe ]
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29.03.2014 20:49 Uhr von Wolfskind.eXe
 
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Ich glaube schon, aber vielleicht ja ersteres. Aber ich hab soviel Ahnung von der Benutzung meiner Augen, dass ich zumindestens lesen kann. Scheinbar hat mein Provider diese Praxis noch nicht begriffen.

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