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Schleswig-Holstein: Lehrer müssen Klassenfahrten teilweise oder ganz selbst bezahlen

In verschiedenen Bundesländern sind die Reisekosten für Schulausflüge nach oben hin begrenzt. Was zunächst als wirtschaftlich nachvollziehbar und vernünftig erscheint, bringt aber einige problematische Entwicklungen mit sich.

Wenn zu wenig Geld vorhanden ist, müssen Lehrer ihre Teilnahme an einer Klassenfahrt aus eigener Tasche bezahlen. Dies führt dazu, dass manche Klassenfahrten aus Kostengründen nicht mehr stattfinden.

Dass dennoch mehr Klassenfahrten stattfinden als finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, liegt daran, dass immer noch viele Lehrer bereit sind, ihre Teilnahme an Klassenfahrten selbst zu bezahlen.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Lehrer, Schleswig-Holstein, Teilnahme, Finanzierung, Bezahlung, Klassenfahrt
Quelle: www.shz.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2014 18:51 Uhr von sfmueller27
 
+36 | -7
 
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Hochachtung vor den Lehrern die Freizeit und Geld für Klassenfahrten opfern! Ich kann mir echt was Schöneres vorstellen, als bei einer mehrtägigen Fahrt auf eine pubertierende 9. Klasse aufzupassen und dafür auch noch meine Reisekosten selber bezahlen müssen. Ist ja kein Vergnügen sondern extrem hohe Verantwortung wenn man seinen Job ernst nimmt.
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26.03.2014 19:05 Uhr von sfmueller27
 
+30 | -5
 
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@Seth68

Wenn ich Lehrer wäre, würde ich keinen Cent dafür bezahlen,
nachts auf dem Gang der Jugendherbge zu patrouillieren um sicherzustellen, dass in meiner Aufsichtpflicht keine Kinder gezeugt oder Drogen konsumiert werden.
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26.03.2014 19:17 Uhr von Major_Sepp
 
+15 | -1
 
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Ich muss sfmueller27 da beipflichten.

Eine Klassenfahrt ist mit Sicherheit für den Lehrer keine Vergnügungsfahrt sondern ein 24-Stunden Job mit extrem hoher Verantwortung.

Da sitze ich als Lehrer doch viel lieber die Zeit in der Schule ab. Eine handvoll Stunden pro Tag, und dann ab nach Hause. Neben dem nicht zu verachtenden Vorteil, dass die Kinder in der Schule wesentlich besser zu kontrollieren sind bekommt man da nämlich auch noch Geld dafür anstatt aus eigener Tasche drauf legen zu müssen.

Lehrer sind ja auch nicht gerade Topverdiener. Und wenn das Geld nicht reicht, dann gibt es halt weniger Klassenfahrten. So schlimm ist das nicht, in vielen Teilen der Welt gilt man schon als privilegiert wenn man überhaupt eine Schule besuchen darf...

[ nachträglich editiert von Major_Sepp ]
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26.03.2014 19:24 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+5 | -9
 
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@sfmueller27 & Major_Sepp:
Ein Glück für alle Schüler in Deutschland, dass ihr keine Lehrer seid.
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26.03.2014 20:09 Uhr von rubberduck09
 
+5 | -1
 
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Die Kosten für Klassenfahrten werden aber auch immer höher. Wo man sich früher am Wandertag einen Rucksack umgeschnallt hat und raus ins Gemüse muss man jetzt ja in einen Indoor-Spielplatz mim Bus.

Was soll die Scheiße?
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26.03.2014 20:43 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -5
 
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Ja, so sieht es aus!
Kein Geld für solche Dinge!
Und überhaupt, müssen denn noch Kinder in die Welt "gesetzt" werden?
Kostet doch eh alles nur Geld!
Und auch wegen der Verbotsschilder, die überall aufgestellt werden müssen!
Es gibt jetzt übrigens auch die neuen Europäischen Verbotsschilder!
Es steht mit schwarzer Schrift auf weißem Untergrund:
"ALLES VERBOTEN!"

[ nachträglich editiert von Humpelstilzchen ]
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26.03.2014 23:42 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -0
 
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Ich habe noch nie für eine Klassenfahrt gezahlt und ich würde es auch nie tun.

Entschuldigung wer in der wirtschaft zahlt für eine Dienstreise? Das ist ein no-go.
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27.03.2014 05:21 Uhr von langweiler48
 
+0 | -1
 
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Wenn in anderen Bundesländer das nicht so gehandhabt wird wie in Baden Württemberg sind diese halt hinterher.
Eine mehrtägige Klassenfahrt wird nicht nur von dem Klassenlehrer beaufsichtig, sondern, so ist es jedenfalls in BW, dass je nach Schueleranzahl dementsprechend Elternteile mitfahren müssen. Melden sich nicht genug Elternteile, fällt das Ganze ins Wasser. Ich möchte die Leistung der Lehrer nicht schmälern, aber so wie es hier mehrfach dargestellt wird, ist es einfach nicht.
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27.03.2014 06:56 Uhr von brycer
 
+2 | -0
 
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@langweiler48:
Eine Klassenfahrt ist trotzdem keine Vergnügungsfahrt für den Lehrer! Man kann also nicht verlangen dass er neben Zeit auch noch viel Geld dafür aufwenden muss.
Man könnte natürlich über eine anteilmäßige Beteiligung an den Kosten diskutieren, aber nicht darüber dass ein Lehrer alles alleine Zahlen muss.
Würde man so eine Fahrt als ´Vergnügungsreise´ für den Lehrer deklarieren, dann würde sich im Falle des Falles auch ganz schnell die Haftungsfrage stellen, wenn irgendwas passiert.
Da wäre dann nämlich ganz schnell der Versicherer der Schule oder des Landes da und würde sagen: "Für Vergnügungsreisen des Lehrers zahlen wir nichts. Da muss er selber vorsorgen. Er hat ja alles selber gezahlt, also war es seine Privatsache..."
Die Privathaftpflicht des Lehrers sagt aber dann: "Nein, wir zahlen auch nicht, da das ja eine dienstlich verordnete Reise war...."
Und wer steht dann als der Dumme mitten drin?

Bei uns war es vor ettlichen Jahren schon so, dass die Lehrer sich weigerten Klassenfahrten zu unternehmen, solange die Haftungsfrage nicht geklärt ist.
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27.03.2014 10:21 Uhr von langweiler48
 
+1 | -2
 
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@brycer ….

Ich habe nicht behauptet, dass der Lehrer auf Vergnügungsreise geht. Er hat natürlich eine Sorgfalts- und Aufsichtspflicht, die er mit den mitreisenden Eltern, die ihre Reise selbst finanzieren müssen, teilt. Was die Versicherung anbetrifft, ist jeder Schüler auch bei einer Klassenfahrt versichert. Grobfahrlässigkeit, ist wie überall natürlich ausgeschlossen. Es gibt auch die Möglichkeit einer Zusatzversicherung, die in der Regel auf die Schüler umgelegt wird. (Gerling Konzern).

Warum die Lehrer sich dagegen wehren, Klassenfahrten zu machen hat bestimmt einen tieferen Grund. z. B. Dass die Lehrer, wenn sie schon im Unterricht nicht Herr der Lage, Herr über ihre Schüler sind, die bei einer Klassenfahrt erst recht nicht sind. Bis vor 20 – 30 Jahren war die kein so großes Problem wie heute. Hat man damals nicht gespurt, Hat es mal lange Ohren oder rote Hände. Leider dürfen dies die Lehrer nicht mehr. Das Ergebnis sitzt nun in den Klassenräumen.

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