22.03.14 09:31 Uhr
 401
 

Russlands Börsen von US-Sanktionen getroffen - Kreditwürdigkeit herabgestuft

Nachdem Ratingagenturen aus den USA die Kreditwürdigkeit Russlands herabgestuft haben und die US-Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard keine Geschäfte mehr mit der Rossija Bank tätigen, sind die russischen Börsen deutlich eingebrochen.

"Amerikanische und europäische Banken und Investoren könnten sehr zurückhaltend darin sein, Russland unter den gegebenen Umständen weiter Geld zu leihen", so die Ratingagentur Fitch.

Die USA hatte die russische Bank Rossija mit Sanktionen belegt, weil dort viel Geld der russischen Führung liegen würde. Die Bank kündigte an, dass man Maßnahmen einleiten würde, um die Kunden zu schützen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Russland, Bank, Börse, Sanktion, Kreditwürdigkeit
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bombardier streicht 2.500 Stellen in Deutschland
Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job
USA: Amazon plant Supermarkt ohne Kassen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.03.2014 09:31 Uhr von Borgir
 
+22 | -2
 
ANZEIGEN
Man hat das Gefühl, dass der Westen unter Größenwahn leidet. Wenn Putin mal die Gasleitung schließt, und das wird er tun wenn der Westen weiter so provoziert, dann bekommen wir ernste Probleme. Russland hat über Jahrzehnte die Expansionspolitik der EU und der NATO kommentarlos hingenommen, das ist jetzt eben mal vorbei. Die Herabstufung durch US-Agenturen ist ein Witz weil rein politisch motiviert. Seltsam, dass so was überhaupt Auswirkungen hat.
Kommentar ansehen
22.03.2014 09:51 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -9
 
ANZEIGEN
Mag sein, dass das politisch motiviert ist, was zumindest zum Teil stimmen wird. Unbegründet ist es allerdings nicht, wenn man mal neutral an die Sache heran geht.

Der Westen wird zukünftig sehr viel vorsichtiger im Handel mit Russland sein, schon jetzt überlegt die EU wie man sich von russischem Gas und Öl lösen kann. Das wird sicherlich nicht von heute auf morgen gehen, aber insgesamt senkt das, und die geplatzten Handelsverträge und Abkommen, die Prognose für die russische Wirtschaft.

Dazu muss man auch nun kein Mathematiker sein. Russland hat mit seinem Verhalten möglicherweise ein Stück Selbstachtung zurück gewonnen, aber der Preis, den sie dafür mittelfristig zahlen werden wird extrem hoch sein. Man sollte nicht vergessen, dass aktuell nicht nur die EU Russland braucht, sondern Russland auch die EU.

Am Ende werden beide Seiten darunter zu leiden haben, aber das schlechtere Ende haben definitiv die Russen erwischt. Allein was das zerstörte Vertrauen auf Jahre hinaus angeht. Vertrauen ist aber die Basis für Investitionen und Handel.

Ich weiß, dass will der SN-Fanclub vom Demokraten Putin nicht hören, aber so sieht es aktuell nun mal aus.
Kommentar ansehen
22.03.2014 09:52 Uhr von Schnulli007
 
+3 | -10
 
ANZEIGEN
Untaugliches Mittel am untauglichen Objekt.
Putin ist nicht mehr berechenbar.
Kommentar ansehen
22.03.2014 09:55 Uhr von Daffney
 
+3 | -9
 
ANZEIGEN
Wenn er die Gasleitung schließt, muss er aber auch auf über 100 Milliarden € aus der EU verzichten. Das ist auch nicht unbedingt förderlich an der russischen Börse. Und auf russisches Gas sind wir nicht angewiesen, wie es in den Nachbarländern aussieht weiß ich allerdings nicht.
Kommentar ansehen
22.03.2014 09:59 Uhr von hasennase
 
+1 | -8
 
ANZEIGEN
die russische aussenpolitk ist eine katastrophe. gromyko würde putin ein paar knallen. für eine insel die er eh kontrolliert und für die ihm auch nach 2037 der stützpunkt garantiert wurde verspielt er alles. in einer zeit der überangebotes und der niedrigen preise taugt seine energie waffe nichts. er hat 400 mrd reserven und 480 mrd schulden. die wirtschaft ist marode. ohne die einnahmen aus dem westen ist er geliefert. beide seiten brauchen jetzt ein paar jahre und dann sind wir die abhängigkeit von russland los und putin kann eine pipeline nach china bauen.
Kommentar ansehen
22.03.2014 10:12 Uhr von Bildungsminister
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Januskopf

Bitte interpretiere nicht Dinge in meine Aussagen, die deinem Gusto entsprechen. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass das Verhalten des Westens besser ist. Also bitte bleibe bei dem was ich wirklich gesagt habe, ansonsten kann ich auch mit der Wand reden.

Wie friedensfördernd wirtschaftliche Beziehungen sein können zeigt die aktuelle Situation ja wirklich blendend. Nach deiner Logik dürfte es den aktuellen Konflikt also gar nicht geben. Immerhin haben die EU und Russland vor der Krise die weitreichendsten Verknüpfungen, z.B. in der Visa-Politik angesprochen, die es jemals zwischen beiden Parteien gab. Hat aber auch niemanden davon abgehalten dem anderen zu zeigen wer denn nun den "Längeren" hat. Und das gilt für den Westen, als auch für Russland in gleichem Maße.
Kommentar ansehen
22.03.2014 10:23 Uhr von jschling
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
@Daffney
da irrst du gewaltig, insbesondere Deutschland ist stark vom russischen Gas abhängig. So direkt gibt es bislang nichts, was den Verlust des Gases problemlos kompensieren könnte.

Wenns nicht so truarig wäre müsste man sich totlachen
vor >25 Jahren wurden westliche Unternehmen immer vor wirtschaftlichen Aktivitäten in Russland gewarnt, weil dort genau das möglich war was nun hier angedroht wird: die Vermischug von Politik und Privatwirtschaft.
Ich bin gerade wirtschaftlich kein grosser Freund von Globalisierung, aber es ist ein absolutes NoGo diese beiden eigentlich völlig unabhängigen Bereiche zu verflechten >> das war es, was man dem bösen Kommunismus damals immer vorgehalten hat - nun greift man selber zu solchen Mitteln :-((
Ist ja ein offenes Geheimnis, dass Deutschland schon seit längerem eine Bananenrepublik ist > nun wird daraus ein Bananen-Kontinent, herzlichen Glückwunsch an unsere Politiker
Kommentar ansehen
22.03.2014 12:32 Uhr von Perisecor
 
+1 | -8
 
ANZEIGEN
@ jschling

"...insbesondere Deutschland ist stark vom russischen Gas abhängig. "

Nö.


@ Gothminister

"...genügend "Schurkenstaaten" kein Problem mit deren Politik und Rohstoffen haben."

Und wie holen die das Öl und Gas ab? Zu Fuß? Mit dem Flugzeug?



@ Borgir

"Man hat das Gefühl, dass der Westen unter Größenwahn leidet."

Ja, nachdem der Westen einfach mal so fremde Landesteile annektiert hat, leidet er natürlich unter Größenwahn.

Ach halt, warte, das war ja gar nicht der Westen.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
Kommentar ansehen
22.03.2014 13:27 Uhr von jschling
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@Perisecor
ich weiss nicht wo du deine Informatinen her hast
einfach mal 10 Sekunden nach "eu abhängigkeit russland gas" googlen:

http://www.spiegel.de/...

http://www.focus.de/...

http://www.heute.de/...

http://www.handelsblatt.com/...

das ist doch nun echt nicht schwer, bevor man einfach mal sowas völlig falsches in den Raum stellt wie du wodurch es nicht richtiger wird

und zur "Übernahme" der Krim durch Russland kann man nur sagen: das war so der demokratischste Teil an dem ganzen Putsch der Ukraine.
Sowas hört man natürlich nicht, wenn man sich nur aus deutschlands/europas Propaganda-Nachrichtenquellen informiert
Kommentar ansehen
22.03.2014 15:37 Uhr von Perisecor
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
@ jschling

Dein Denkfehler beginnt ganz wo anders:
Ja, Russland ist der größte Importeur von Gas und Öl in Deutschland.

Aber wie viel Prozent machen diese beiden Energiearten aus? Wie viel davon sind alternativ ersetzbar? Vor allem kurzfristig? Noch laufen die "abgeschalteten" deutschen AKW.


Den Restbedarf, der dann erheblich geringer ist, kann Deutschland anderweitig decken.




"das war so der demokratischste Teil an dem ganzen Putsch der Ukraine."

Nein. Das einsetzen einer Übergangsregierung ist normal. Annektionen nicht.


"Sowas hört man natürlich nicht, wenn man sich nur aus deutschlands/europas Propaganda-Nachrichtenquellen informiert"

Dazu brauche ich keine Nachrichten. Mein juristisches Studium hatte Völkerrecht als einen Hauptbestandteil. Und deines?



@ Gothminister

Russland verfügt über keine große eigene Tankerflotte. Die Pipelines nach Asien sind extrem begrenzt - um nicht zu sagen (noch) nicht vorhanden.

Blieben Züge. Über eine Grenze, die nach wie vor geschlossen und militärisch bewacht wird. Selbst bei optimalstem Gleisverlauf kann man damit natürlich mit großem Abstand nicht so viel transportieren, wie es eine große Pipeline kann.


Die Folge? Deine Alternativen ziehen nicht. Russland hat Europa als Markt. Andere potentielle Märkte sind kurzfristig und vor allem auch mittelfristig schlicht nicht in halbwegs größeren Mengen erreichbar.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Neue Nackt-Challenge auf Facebook
VW-Abgasskandal: Verkehrsministerium löschte Kritik aus Untersuchungsbericht
Bombardier streicht 2.500 Stellen in Deutschland


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?