21.03.14 19:23 Uhr
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Datenschutz für Täter: Juwelier muss Überwachungsvideo auf Facebook löschen

Ein Schmuckladen in Fürth wurde letzte Woche von zwei unmaskierten Tätern überfallen. Dabei erbeuteten sie wertvolle Uhren im Wert von 200.000 Euro.

Das Überwachungsvideo hatte der Juwelier auf Facebook veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Bayerische Behörden untersagten die Veröffentlichung des Videos auf Facebook. Auch Straftäter haben ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Nur die Polizei darf per Gerichtsbeschluss in dieses Grundrecht eingreifen, nicht jedoch der Privatmann. Außerdem sei Selbstjustiz nicht zulässig, wozu auch die Veröffentlichung des Überwachungsvideo zählt.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Video, Facebook, Täter, Datenschutz, Juwelier
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2014 19:23 Uhr von sfmueller27
 
+22 | -6
 
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Ich bin dankbar, dass wir in Deutschland Grund- und Menschenrechte achten. Wenn ich solche Nachrichten lese, habe ich aber manchmal das Gefühl, dass in Deutschland ein bisschen zuviel Täterschutz betrieben wird.
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21.03.2014 19:40 Uhr von NilsGH
 
+17 | -0
 
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Na dann soll´s doch die Polizei nach richterlichem Beschluss veröffentlichen. Wo ist das Problem? Achso, die netten Beamten haben´s mal wieder nicht hinbekommen, sich ordentlich um einen Fall zu kümmern ... so scheint es zumindest. Oder warum fiel ihnen das nicht ein?

Ferner bezweifele ich, dass für ALLE Bilder oder Videoaufnahmen, die von der Polizei in den Nachrichten veröffentlicht werden, auch tatsächlich richterliche Genehmigungen eingeholt wurden. Oder wer hat das überprüft?

Davon ab: Soll er das Video doch stehen lassen. Die einzigen, die ihn dafür anzeigen könnten sind die Täter. Ein "öffentliches Interesse" besteht bei einer solchen Verletzung der informellen Selbstbestimmung als Einzelfall doch gar nicht. Wenn´s sie stört, dann sollen sie doch zur Polizei gehen und ihn anzeigen :-)
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21.03.2014 22:24 Uhr von frederichards
 
+3 | -0
 
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Ist der Schmuckladen vielleicht in ausländischer Hand? Schweiz, Luxemburg...

Ach Quatsch, ich Idiot, die dürfen das!

Es war ein Deutscher Traditionsbetrieb, der darf das natürlich nicht, ist klar!

[ nachträglich editiert von frederichards ]
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21.03.2014 23:36 Uhr von heinzinger
 
+3 | -0
 
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Sieht man ja regelmäßig bei Aktenzeichen XY.

"Wer hat den schwarzen Mercedes mit Kennzeichen B-XY 1234 am 23.08.2012 in Berlin gesehen? Wie sah der Fahrer aus?"

Ha Ha.
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21.03.2014 23:40 Uhr von einerwirdswissen
 
+1 | -0
 
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@ Hibbelig : Die Polizei darf dich höflich auffordern dieses Video zu löschen.Kommst du ihrer Aufforderung nicht nach können sie diese Angelegenheit nach oben weiter geben.
Dann müsste ein Richter in diesem Fall entscheiden.
Dank deutscher Bürokratie würde sowas aber etwas dauern bis das Video endlich entfernt werden muß.
Kleiner Tip am Rande:Registriere dich auf ein Videoportal in England,lade solche Beweisvideos dort über eine sichere VPN hoch.Dann nur noch so oft wie es geht in deutschen Portalen verkfüpfen.
Alles was mit der Internetfreiheit zu tun hat,wird in England sehr großzügig gehandhabt.Und Deutschland wird n Teufel tun um wegen so einer Belanglosikgkeit Europol einzuschalten.

[ nachträglich editiert von einerwirdswissen ]
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21.03.2014 23:51 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -0
 
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Aus der Quelle:
"Der Juwelier habe den Rat der Datenschützer angenommen und inzwischen die Bilder und das Video von seiner Seite gelöscht"
Welche Konsequenzen hätten denn gedroht, wenn er sich nicht daran gehalten hätte? Die Täter werden sich ja kaum zu erkennen geben, nur um eine Klage einzureichen. Und wenn sie einmal identifiziert sind, kann man das Video ja immer noch entfernen :) Zumindest soweit eben möglich ;)
Fast schade, dass der Juwelier da klein beigegeben hat...

Aus einer anderen Quelle:
"Inzwischen habe auch die Kripo nachgezogen und das Video nach richterlichem Beschluss ins Internet gestellt, sagte ein Polizeisprecher.", und zu sehen ist das ganze hier:
https://www.polizei.bayern.de/...


@ monsumkatze
"finde ich faszinierend wie deutsche Behörden Mörder und Räuber mehr Rechte einräumen als den Opfern"
Das ist in doppelter Hinsicht Unsinn. Zum einen wurden Fotos und Video durch die Polizei veröffentlicht, zum anderen kann man eben schlecht gegen Täter vorgehen, die nicht identifiziert sind.
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22.03.2014 05:16 Uhr von langweiler48
 
+3 | -1
 
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In jeder Pressemitteilung, die von Straftaten berichtet findet man am Schluss den Hinweis, sich zu melden, wenn man zu diesem Vorfall etwas zu berichten hat. Nun hat der Juwelier der Polizei insoweit geholfen, dass er auch in ihrem Interesse, die Täter zu finden ein Video veröffentlicht., also geholfen. Und da wird er zurückgepfiffen. Er löscht das Video und tags drauf erscheint es wieder nur dass es die Polizei veröffentlicht. Hier erkenne ich größten deutschen Bürokratenunsinn.
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22.03.2014 11:09 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
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@ langweiler48
Ist der Unterschied zwischen
a) Veröffentlichung durch eine Privatperson ohne richterliche Genehmigung und
b) Veröffentlichung durch eine staatliche Behörde mit richterlicher Genehmigung
für dich wirklich so schwer zu verstehen?
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22.03.2014 11:59 Uhr von langweiler48
 
+0 | -0
 
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@TheRoadrunner ....

Nein, ich verstehe das schon. Aber ist das die richtige Vorgehensweise, um einen Täter so schnell wie möglich zu fassen? Da sollte man mal Überlegungen anstellen, wie man die Vorschriften dahin ändert, dass man so schnell wie möglich den/die Täter findet.
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22.03.2014 15:08 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ langweiler48
"Aber ist das die richtige Vorgehensweise, um einen Täter so schnell wie möglich zu fassen?"
Gegenfrage: ist ein Post auf Facebook die richtige Methode? Damit erreicht man zunächst mal seine Bekannten, und wenn diese die Täter kennen, dann liegt für mich die Möglichkeit näher, dass sie einen Tipp gegeben haben als dass das gute Bürger sind.
Wenn es darum geht, den Täter möglichst schnell zu ergreifen, dann dürfte das beste Mittel immer noch die Sofortfahndung (natürlich möglichst anhand von Bildmaterial), ggf. auch eine Ringfahndung sein.
Wenn der Täter zunächst entkommen ist und jemand vom Überfall hört und meint, einen Hinweis oder Verdacht zu haben, an wen wird er sich wenden: Facebook oder die Polizei? Vielleicht sollte ich nicht von mir auf andere schließen, aber meine Entscheidung wäre klar.
Allerdings würde ich auch Ansätze unterstützen, Bild- oder Videomaterial von Verbrechen häufiger und schneller zu verbreiten - aber nicht in Aktionismus verfallend über Facebook, sondern weiterhin in geregelter Form und vor allem so, dass man auch eine möglichst hohe Chance auf sachdienliche Hinweise hat.
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22.03.2014 15:40 Uhr von langweiler48
 
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@TheRoadrunner ….


Du hast im Prinzip mit dieser Darstellung vollkommen recht. Aber man sollte parallel dazu das Genehmigungsverfahren zur Veröffentlichung von Bildmaterial oder Videos über Facebook durch die Polizei vereinfachen, damit auf beiden Schienen gleichzeitig gefahndet werden kann. Gesetzt den Fall der Einbruch passiert am Wochenende, dann gehen 2 Tage verloren, da kein Richter vor Montag den Antrag bearbeitet und dann wahrscheinlich auch erst, wenn er den liegengebliebenen Berg von Akten abgearbeitet hat.

Allerdings nehme ich Abstand von meiner vorherigen Meinung, dass Privatpersonen ihre Videos oder Bildaufnahmen veröffentlichen können, zurück. Wenn ich denke wie viel Unsinn damit gemacht werden könnte. Da würden bestimmt einige Veröffentlichungen erschienen nur um jemanden in Schwierigkeiten zu bringen und dessen Foto mit entsprechenden Text veröffentlichen.

Ich hatte spät eingeschaltet.
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22.03.2014 16:36 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ langweiler48
Einige Bundesländer haben einen richterlichen Notdienst. Den sollten meines Erachtens alle Bundesländer haben. Wenn das mit einer Aufstockung des Personals verknüpft ist, bitte. Es kann ja schließlich auch mal der Staat Arbeitsplätze schaffen.

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