21.03.14 10:50 Uhr
 600
 

Gericht: Behinderter Student kriegt keine Hilfe vom Staat für Studium

In Bayern hat ein Rollstuhlfahrer auf eine Assistenz für sein Studium beim zuständigen Sozialgericht geklagt, weil er durch seine Behinderung darauf angewiesen ist.

Allerdings lehnte dies die Klage ab, weil er noch genug Geld zur Verfügung hat und erst alles aufbrauchen muss bis er nichts mehr hat.

Er beruft sich allerdings auf die eine spezielle Konvention für Behinderte, die es Behinderten ermöglichen soll, ohne Diskriminierung Zugang zum Studium zu erhalten. Die Richter des Landessozialgerichts München wollten diesen Fall aber nicht dem Bundesverfassungsgericht vorlegen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Higharcher
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Hilfe, Staat, Student, Studium, Behinderter
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Lettland: Sex am Freiheitsdenkmal - Touristenpaar muss 250 Euro Bußgeld zahlen
Wie Wilde: 19 Tage altes Baby vom deutschen Vater zu Tode gefickt!
FC Bayern München um drei Millionen Euro erpresst - "Besenstielräuber" gesteht

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
21.03.2014 11:02 Uhr von Leimy
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Es geht ja nicht darum, dass er nicht selbst so jemanden einstellen darf, es geht lediglich darum, wer diesen Sozialdienst bezahlt.

Allerdings fände ich es nur fair, wenn er einen höheren Vermögensfreibetrag als üblich hätte.
Kommentar ansehen
21.03.2014 11:55 Uhr von R4V3R
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Solche Menschen sind schon genug bestraft, und nun soll das geld, was vermutlich seine eltern jahrelang für ihn gespart haben, um sein "schwieriges" leben wenigstens etwas zu erleichtern, dafür ausgegeben werden!?
Traurige welt......
Kommentar ansehen
21.03.2014 12:01 Uhr von EmperorsArm
 
+7 | -6
 
ANZEIGEN
Sorry, ich sehe das anders. Der Staat ist nicht dafür da, jedes Unglück, das einem passiert, aufzufangen - das geht gar nicht. Ich verstehe auch nicht, wieso diese Betreuung 8000 im Monat kostet - wer verdient denn 8000 Euro? Erst recht im Pflegebereich.
Er wird auch nicht diskriminiert! Er darf und kann studieren und muss - wie andere Studierende auch - erst ein Vermögen aufbrauchen, um die Kosten dafür zu berappen und dann kann er Hilfe beantragen. Das selbe gilt doch auch für z.B. BaföG Empfänger. Was ist mit geistig behinderten? Muss der Staat jemand für sie zur Verfügung stellen, der für sie studiert, weil sie selbst dazu nicht in der Lage sind?
Hier zu behaupten er würde diskriminiert, ist schlicht weg unethisch. Er wird exakt so behandelt wie alle anderen auch. Sobald er die Mehrkosten nicht mehr selbst berappen kann, bekommt er ja Hilfe. Wieso ist das nicht fair?
Kommentar ansehen
21.03.2014 12:05 Uhr von R4V3R
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
@emperorsarm

Was hat denn bafög mit pflegedienst zu tun!?
Wenn du studierst brauchst du ne wohnung und bisschen was zu knabbern, also ca. 500€ im monat.
Und das vergleichst du mit 8.000€?? Ich bitte dich. Stell dir vor du sparst für dein kind 40.000€ zusammen, welches körperlich behindert ist. Und dein jahrelanges schuften soll nun für ein semester verpulvert werden, und das wäre dir egal!?
Kommentar ansehen
21.03.2014 12:18 Uhr von Maedy
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Pioch sitzt im Rollstuhl, er hat spinale Muskelatrophie, sogenannten Muskelschwund. Aufstehen, anziehen, Zähne putzen, essen - nichts kann er allein, er braucht rund um die Uhr Unterstützung. Doch als Pioch für sein Studium eine Hochschulassistenz beantragte, lehnte der Bezirk Oberbayern ab. 8000 Euro kostet die Hilfe im Monat. -das ist nicht mit einer normalen Pflegekraft zu vergleichen,die nur eine Stunde beim Patienten ist und dann zum nächsten Patienten hechtet. Es geht um eine Rund um die Uhr Betreuung und Assistenz während des gesamten Studiums.
Kommentar ansehen
21.03.2014 13:20 Uhr von EmperorsArm
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@ R4V3R: Nein ich habe nicht die Summen verglichen. Daher noch einmal:
Er benötigt, um sein Studium durchführen zu können 8000 Euro im Monat, für Pflege (die er aber ja bräuchte, völlig egal ob er studiert oder nicht, das hat also nichts mit Diskriminierung im Studium zu tun).
Er hat Vermögen angespart, sagt aber jetzt: Ich will Geld vom Staat. Der Staat sagt, Du hast doch Geld, du brauchst jetzt keine Hilfe. Ab welcher Krankheit/ Behinderung ist das gerechtfertigt?
OK, also jemand der 30 Jahre lang gearbeitet hat, muss sein Vermögen aufbruachen, bevor er Solzialleistungen bekommt (sprich Hartz IV), aber ein Behinderter bekommt Solzialleistungen einfach so... warum sollte das so sein? Es sind eben alle gleich, ob behindert oder nicht.
Das Geld hat er angespart, ja ok, aber wofür denn, wenn nicht für den Lebensunterhalt? Ich gehe auch für diesen arbeiten... und Behandlung für schwere Krankheit musste ich auch selbst zahlen. Warum? Weil ich es konnte.
Mit welchem Recht, sollte er Geld geschenkt bekommen? Das wäre nicht gleichbehandlung.
Ist sein Schicksal traurig? Ja! Trägt der Staat dafür Verantwortung? Nein.
Es geht mir nicht darum, dass der Staat keine Hilfe leisten soll, das soll er - aber eben auch nur für die, die sie wirklich brauchen. Und er braucht sie eben noch nicht. So einfach ist das. Der Staat kann doch nicht dafür die Verantwortung tragen, dass alle ein perfekt- einfaches Leben führen. Wie sollte das bezahlt werden? Mit welchem Recht wäre das so?
Der Staat sichert zu, dass die Grundbedürfnisse gedeckt werden. Momentan kann der betroffene diese selbst decken, also hat er das auch zu tun. Es wäre nicht gerecht, wenn der Staat sagen würde, jetzt bekommst Du Geld von uns, einfach so, weil Du behindert bist...
Kommentar ansehen
24.03.2014 16:48 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Er benötigt, um sein Studium durchführen zu können 8000 Euro im Monat, für Pflege (die er aber ja bräuchte, völlig egal ob er studiert oder nicht, das hat also nichts mit Diskriminierung im Studium zu tun)."

Interessanter Punkt, warum braucht er es ohne Studium nicht? Wurde er von seinen Eltern gefplegt?
Kommentar ansehen
24.03.2014 21:25 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das Problem ist ein ganz anders:
Für Behinderte gelten die gleichen Regeln wie für Sozialhilfeempfänger.
"Genug Geld zur Verfügung" bedeutet in diesem Fall nichts anderes als 2600 Euro.
Besitzt er mehr, bekommt er keine staatliche Unterstützung.
Anders als ein Sozialhilfeempfänger hat der Behinderte aber keine Möglichkeit, dieser Situation zu entkommen - zumindest nicht solange er Netto weniger verdient als die Pflegekosten betragen.
Es gibt für diese Menschen also per Gesetz keinerlei Motivation oder gar Perspektive zum Aufbau einer eigenen Existenz durch ein Studium oder einen Job.
Kommentar ansehen
31.03.2014 18:54 Uhr von blz
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Anonimaj:

Schon mal was von Rentenabzug für beitragsfreie Zeit gehört? Zahlst Du nicht in die Rentenkasse ein und meldest dich nicht Arbeitslos, kannst Du dir nach ein paar Jahren "Auszeit" deine Rente in die Haare schmieren.
Keiner muss sich arbeitslos melden, aber es ist verdammt ratsam.

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

US-Präsidentenwahl: Russlands Einmischung soll Trump zum Sieg verholfen haben
erfolgreichster YouTuber verarscht Fans und Presse
Moschee-Anschlag in Dresden: Pegida-Redner festgenommen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?