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Berlin-Weißensee: In Nebengebäude von verfallener Klinik liegen Patientenakten

Das Klinikum Berlin-Weißensee ist schon seit 1997 verwaist und verwahrlost. In der Bauruine des Kinderkrankenhauses hausen Obdachlose und Graffiti-Sprüher verunstalten die Wände. Gelegentlich kommt es dort zu Bränden.

In einem Kellerloch eines Nebengebäudes fanden Entdecker nun haufenweise Aktenmaterial der Klinik. Patientenakten, Dias, Arbeitsanweisungen und Klinik-Korrespondenzen waren zwischen Müll einfach in den Keller gekippt worden.

Patientenbögen mit Adressen, Telefonnummern, Vorkrankheiten, Röntgenbildern und weiteren sensiblen Daten war praktisch für Jedermann zugänglich. Viele Akten stammen aus den 90er Jahren, manche sind komischerweise brandneu, wurden erst 2012 angelegt.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Berlin, Klinik, Patient, Akte
Quelle: www.berliner-kurier.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2014 10:55 Uhr von cvzone
 
+5 | -2
 
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Entworgung gem. Datenschutzrichtlinien ist halt teuer, da wollte wohl jemand sparen. Ist nen Fall für die Polizei.
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21.03.2014 12:33 Uhr von d1pe
 
+1 | -3
 
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Die Krankenakten müssen 30 Jahre aufbewahrt werden, bevor man die vernichten darf. Wer schonmal so ein Krankenhausarchiv gesehen hat, weiß, dass so hunderte Meter Krankenakten zusammen kommen. Dazu kommen für viele Patienten noch separat Röntgenakten. Der Großteil der Akten muss also ordnungsgemäß entsorgt worden sein. Diese Paar Akten die man fand werden wahrscheinlich bei irgendeinem Arzt rumgelegen haben, sodass sie nicht mit den anderen entsorgt wurden. Ob man da heute noch einen Verantwortlichen findet, wage ich zu bezweifeln. Es gibt in einem Krankenhaus einfach zu viele Personen, die zuletzt die Verantwortung über die Akten gehabt haben könnten.
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21.03.2014 14:21 Uhr von Shortster
 
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@d1pe: Manche Leute haben echt komische Vorstellung bzgl. akzeptabler Aufbewahrungsmethoden ;-)
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21.03.2014 15:42 Uhr von d1pe
 
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@ Shortster

Ich habe nicht von akzeptabler Aufbewahrung gesprochen. Ich habe selbst im Archiv eines Krankenhauses (>1000 Betten) gearbeitet und weiß wieviele Krankenakten jeden Tag ins Archiv kommen und wieviele auch wieder rausgehen, weil sie von irgendwem angefordert werden. Teilweise werden auch nur einzelne Befunde angefordert. Da passiert es immer wieder, dass irgendwelche Akten oder Befunde verschwinden oder irgendein Arzt die bei sich rumliegen hat. Die Paar Akten die gefunden wurden sind wahrscheinlich solche verschwundenen Akten. Das sowas nicht passieren darf und nicht akzeptabel ist, ist selbstverständlich. Es ist bei der Menge der Akten in wenigen Einzelfällen kaum zu verhindern. Was da gefunden wurde wird deshalb im niedrigen Promillebereich der Gesamtakten sein.

Edit: Das Problem mit der Aufbewahrung von Krankenakten löst sich aber mit der Zeit selbst, da vermehrt Krankenakten digital geführt werden und lediglich die alten Akten archiviert werden müssen.

[ nachträglich editiert von d1pe ]
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21.03.2014 15:42 Uhr von d1pe
 
+0 | -1
 
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Doppelpost.

[ nachträglich editiert von d1pe ]
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21.03.2014 17:56 Uhr von Shortster
 
+0 | -0
 
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@d1pe: War nicht offensiv gemeint. Im Kontext der Meldung sah der Kommentar nur witzigerweise irgendwie wie die passende Rechtfertigung im Sinne von: "Na irgendwo muss das Zeug ja schließlich gelagert werden" aus ;-)
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22.03.2014 08:28 Uhr von langweiler48
 
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Tja, die Behörden, die Kommunen oder Krankenhäuser laufen leider der digitalen Entwicklung weit hinterher. Das mag aus Kostengründen sein, das kann aber auch sein, dass nicht wie in industriellen Bereichen dies der Fall ist, alles Neue genutzt wird, sondern man sich sagt altes bewährtes ist auch gut. Der Staat, die Kommunen sind einfach in allem zu träge.

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