21.03.14 09:36 Uhr
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Krimregierung fordert Umsiedlung der Krimtataren

Der stellvertretende Premierminister der Krimregierung, Rustam Temirgaliyev, strebt eine rechtliche Anpassung des Besitzstatus von Land der Krimtataren an. Damit würden die Tataren de facto ein weiteres Mal deportiert werden.

Er forderte die Krimtataren auf, ihr "besetztes" Land für "soziale Interessen" aufzugeben, um in "anderen Regionen" angesiedelt zu werden. Wo dies stattfinden würde, ließ er offen.

Die Krimtataren, die etwa 15 Prozent der Bevölkerung der Krim ausmachen, befinden sich unter den stärksten Unterstützern der neuen Regierung in Kiew. Die Landbesetzungen, die Temirgaliyev ihnen vorwirft, fanden während ihrer Rückkehr aus Zentralasien nach den stalinschen Deportationen statt.


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WebReporter: ElChefo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Minderheit, Umsiedlung, Krimtatar
Quelle: en.ria.ru

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2014 09:36 Uhr von ElChefo
 
+10 | -9
 
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...tja, da haben wirs. Erst behauptet Putin, seine "Volksgenossen" würden verfolgt und er müsse sie schützen. Jetzt werden die Verfolgten seiner Vorgänger wieder auf die Liste gesetzt.. und es passiert nichts.
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21.03.2014 10:06 Uhr von quade34
 
+6 | -4
 
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Deportationen, Zwangsumsiedlungen und Vertreibung ganzer Volks- und Bevölkerungsgruppen gehören zur ureigensten Tradition Russlands, egal welche politische Kaste regiert. Daran wird sich nie etwas ändern und Putin ist Russe.
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21.03.2014 10:42 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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" ´We have asked the Crimean Tatars to vacate part of their land, which is required for social needs,´ Temirgaliyev said. ´But we are ready to allocate and legalize many other plots of land to ensure a normal life for the Crimean Tatars,´ he said."
http://en.ria.ru/...

Auch in Deutschland gibt es für Infrastrukturprojekte Enteignungsverfahren.
So wie ich das verstanden haben, sollen die Tataren auf dem Gebiet der Krim mit anderen Flächen ausgeglichen werden.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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21.03.2014 11:22 Uhr von JohnDoe_Eleven
 
+1 | -4
 
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Wenn man die Ukrainer nicht dazu bringen kann auf ihre "Besetzer" zu schießen.. sucht man sich halt eine Randgruppe die man hetzen kann.. da hat Russland ja genug Erfahrungen mit.. vor allem der "Ewig gestrige" Putin :)
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21.03.2014 13:30 Uhr von usambara
 
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@benjaminx
Diese Bild sagt aber was ganz anderes aus
Tartaren raus aud der Krim- Hakenkreuz:
http://i.imgur.com/...
vor Tagen wurde ein kritisches Krim-Tartaren-Oberhaupt entführt, gefoltert und ermordet.
http://www.hrw.org/...
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21.03.2014 13:45 Uhr von ElChefo
 
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steffi


Schade. Deine Kritik an meiner News hatte viel Potential. Alles dabei, von Hetze über Verdrehung (sogar vorsätzlich! Böser ElChefo!), Pauschalisierungen...

...nur leider keine Grundlage, das mir auch vorwerfen zu können.

Fangen wir mal klein an, mit dem größten Blödsinn:
a) Der Israel-Vergleich.
Irgendwie ja ein Standard-Instrument, wenn man gegen böse vermeintliche (bezahlte...!) Zionisten (...wie mich...) agitieren will. Der Unterschied liegt allerdings im Detail:
Die Nomaden in Israel sollen sesshaft gemacht werden. Dafür bekommen sie Siedlungen.
...die Krimtataren sollen von dem Land geworfen werden, das sie besetzen seit man sie nach Hause hat zurückkehren lassen. Ohne Entschädigung. Die, die die Deportation überlebten, bekamen nach ihrer Rückkehr nicht etwa das wieder, was ihnen genommen wurde. Nein, sie mussten mit den kläglichen Resten, die übrig geblieben sind von ihrem Land (bzw. der Krim, ihr Land war ja an Stalins´ Kumpel verschenkt worden) Vorlieb nehmen.
...ach ja... wie nennt man noch gleich staatlich organisierte Verschiebung und Umorganisation von Wohnquartieren von Minderheiten? Richtig. Ghettoisierung.

b) "englisches Zitat"
Dieses Zitat sagt zunächst einmal gar nichts aus, ausser einem kleinen Quäntchen Information: Die Tataren werden in Regierung und Parlament angemessen vertreten sein. Wie werden Menschen "angemessen vertreten", die nicht da sind? Richtig. Gar nicht.

c) "wohnrecht"
Lustig, das ausgerechnet "jetzt" Menschen für soziale Belange (die nebenbei nicht näher definiert wurden) enteignet werden sollen. Noch lustiger, das diese sozialen Belange zufällig auch noch genau an den Orten stattfinden, an denen unbeliebte Minderheiten leben. Zynisch wird es dadurch, das sich bis heute kein Schwein um Entschädigung gekümmert hat - aber man hat sie wenigstens in Ruhe gelassen.
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21.03.2014 15:50 Uhr von ElChefo
 
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steffi

"So du siehst da einen unterschied aha (...)"

Ja, natürlich.
In Israel sind sieben Städte geplant, die die ~45 Siedlungen der Beduinen ersetzen sollen, im Tausch Plastikplanenzelt gegen festes Haus. Die Siedlungen sind auch nicht verstreut, sondern befinden sich alle auf einem kleinen Teil des Negev, der etwa 10% der ganzen Wüste ausmacht. Alleine aufgrund der kleinen Ausdehnung Israels ist eine Entwurzelung nicht zu erwarten.
...auf der Krim wird den Tataren einfach das genommen was sie haben und sie werden woanders hin verfrachtet. Da dürfen sie dann von vorne anfangen. Wenn du diesen Unterschied nicht verstehst, bitte. Dann solltest du bei diesem Thema allerdings vielleicht doch eher von der Seitenlinie zusehen statt zu kommentieren.

"Tja wie vertritt man menschen angemessen gute frage (...)"

Nun, in Israel besitzen sie die gleichen Bürgerrechte wie alle anderen auch. Naja, stellenweise sogar mehr, sie sind von der Wehrpflicht ausgenommen. Es muss also doch eine gewisse Lobby für sie geben. Sie sind auch maßgeblich an der Aussenpolitik beteiligt, der israelische Konsul in San Francisco etwa ist ein Beduine. War vor seiner Entsendung Schafhirte.

"Und das nun ausgerechent du hier über entschädigungen dich beschwerst (...)"

Blablabla, das können wir dann gerne im nächsten Israel-Siedlungs-Thread besprechen. Diese Nachricht hier dreht sich um Krimtataren, die seit hunderten Jahren auf der Krim lebten, bis Stalin sie ermorden und deportieren liess. Man hat ihnen großzügig die Rückkehr erlaubt, allerdings weder ihre Besitzungen restituiert noch sonst etwas getan.

"Aber es erscheint im moment eher so das man verzweifelt aus allem versucht sich was negatives zu drehen damit man weiter hetzen kann. "

Negative Dinge sind negativ. Da braucht man nichts draus zu "machen". Erst recht, wenn diese negativen Dinge durch eine illegal eingesetzte Separatistenregierung durchgeführt werden.

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